1680 - Dampfkochtopf - Denis Papin
1698 - Dampfmaschine - Thomas Savery
1797 Dampfwagen - Richard Trevithick
Richard Trevithick britischer Erfinder, Ingenieur und Maschinenbauer. Er entwickelte die ersten funktionsfähigen Dampflokomotiven. 1797 baute Trevithick sein erstes Dampfwagenmodell. Der Kessel wurde mit Hilfe eines glühenden Gusseisenstabes geheizt, der anstelle der echten Feuerung in das Flammrohr gesteckt wurde. 1801 stellte er in Camborne eine seiner neuen kleinen Dampfmaschinen auf Räder. Diese „Straßenlokomotive“, bekannt als Puffing Devil, war eines der ersten bekannten Straßenfahrzeuge, das mit eigener Kraft lief. Der Puffing Devil beförderte Passagiere mit einer Geschwindigkeit von 8 km/h, selbst über Steigungen. Das Fahrzeug konnte den Dampfdruck aber nur für kurze Zeit halten, so dass es von geringem praktischen Nutzen war. Es beinhaltete jedoch eine wichtige Erfindung in der Geschichte der Dampflokomotive: Während die Patentschrift zum Entfachen des Feuers noch einen Blasebalg vorsah, lässt Trevithick den Dampf aus dem Zylinderauspuff durch den Schornstein abblasen. Mit dem Zug, den dieses „Blasrohr“ erzeugte, wurde die Feuerung besonders wirksam angefacht.
Diese Erfindung geriet aber bald wieder in Vergessenheit und wurde erst wieder 1816 von George Stephenson in seine Lokomotiven eingebaut. 1803 baute Trevithick ein weiteres selbstfahrendes Fahrzeug, das „London Steam Carriage“, das im Prinzip eine mit einer Dampfmaschine ausgerüstete Postkutsche war. Es erregte die Aufmerksamkeit von Publikum und Presse, war aber im Betrieb wesentlich teurer als eine gewöhnliche Pferdekutsche und konnte sich deshalb nicht durchsetzen.
1807 - Dampfschiff - Robert Fulton
1825 - Dampflokomotive - George Stephenson
1839 - Dampfhammer - James Nasmyth
James Nasmyth † 7. Mai 1890 - schottischer Ingenieur und Erfinder.
Seine bedeutendste Erfindung ist, neben Werkzeugmaschinen, Dampfmaschinen, Dampfkessel und Werkzeuge für die Eisen- und Stahlbearbeitung, der Dampfhammer, für welchen er 1838 und 1839 Zeichnungen entwarf. Der Franzose Bourdon baute diesen Dampfhammer nach Nasmyths Skizzen. Die Leistung war so hoch, dass die zwölfstündige Arbeit eines Fallhammers in viereinhalb Minuten verrichtet wurde. Die Anregung für die Erfindung des Dampfhammers ging vom Bau des damals größten Dampfschiffes aus, der Great Britain, für das Nasmyth die nötigen Maschinen liefern sollte.
1842 - Dachpappe - Friedrich Wilhelm Buttel
Dachpappe ist eine mit Bitumen getränkte Pappe, die als Feuchtigkeitsperre in Bauteilen dient. Teilweise wird in die Dachpappe grobkörniger Sand, feiner Kies oder Schiefersplitter eingewalzt, um eine höhere Abrieb-festigkeit und UV-Resistenz zu erreichen. 1842 erschien von dem Neustrelitzer Baumeister Friedrich Wilhelm Buttel die Monografie "Praktische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben, und einem Anhange über die flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden." Darin beschrieb er erstmalig die geteerte Dachpappe für die Abdeckung klassizistischer Flachdächer.
1847 - Desinfektion - Ignaz Philipp Semmelweiss
1871 - Dynamo - Zénobe Gramme
1875 - Dynamit - Alfred Nobel
Dynamit besteht aus 75 % Nitroglycerin als explosiver Komponente, 24,5 % Kieselgur als Trägermaterial und 0,5 % Natriumcarbonat (Soda) als chemischem Stabilisator. Da Glycerintrinitrat extrem brisant ist und bereits bei leichteren Schlägen und Erschütterungen explodiert, kam es regelmäßig zu verheerenden Unglücken. Durch einen Zufall — nämlich der Analyse einer zerbrochenen Sendung, bei der das Sprengöl durch das erschütterungsmindernde Kieselgur vollständig aufgesogen war — fand Alfred Nobel heraus, dass Glycerintrinitrat, in das mikroporöse Kieselgur gemischt, weniger empfindlich für Schläge und Erschütterungen wird. Es kann jedoch durch eine Initialzündung zur Explosion gebracht werden. Damit hatte Alfred Nobel den ersten technisch handhabbaren Sprengstoff erfunden, der deutlich stärker als das Schwarzpulver war. In der Zeit der Industrialisierung bestand im Bergbau, Steinbrüchen und für den Trassen- und Tunnelbau von Verkehrswegen ein sehr großer Bedarf für solche potenten Sprengstoffe. "Dynamit" leitet sich vom griechischen Wort dýnamis = „Kraft“ ab.
1893 - Dieselmotor - Rudolf Diesel
10. August - Der erste Versuchsmotor Rudolf Diesels läuft in der Maschinenfabrik Augsburg aus eigener Kraft. Ab 1893 entwickelte Rudolf Diesel in der Maschinenfabrik Augsburg, aus der 1906 die Firma MAN AG wurde, mit finanzieller Beteiligung der Firma Friedrich Krupp den Dieselmotor. 1897 war das erste funktionstüchtige Modell dieses Motors fertig. Ohne die Ingenieure von MAN hätte Diesel den Motor nicht zur Serienreife gebracht. Aus der geplanten halbjährigen Entwicklungszeit wurden vier lange Jahre mit zahlreichen Rückschlägen. Der erste Lauf eines Dieselmotors erfolgte 1897 mit einem Wirkungsgrad von 26,2 Prozent.
1930 - Düsenantrieb - Frank Whittle
1953
Der beim schwedischen Unternehmen ASEA beschäftigte Physiker Erik Lundblad stellt, mit Hilfe des so genannten Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahrens, die ersten synthetischen Diamanten her. Bei diesem Verfahren wird Graphit in einer hydraulischen Presse bei Drücken von bis zu 6 Gigapascal (60.000 bar) und Temperaturen von über 1500 °C zusammengepresst. Unter diesen Bedingungen ist Diamant die thermodynamisch stabilere Form von Kohlenstoff, so dass sich der Graphit zu Diamant umwandelt. Dieser Umwandlungsprozess kann unter Beigabe eines Katalysators beschleunigt werden (meist Eisencarbonyl). Auch mit Katalysator dauert der Umwandlungsprozess immer noch einige Wochen.
1918 - Druckluftbremsen - Georg Knorr und Bruno Kunze
Die ersten Druckluftbremsen Europas für Güterzüge wurden am 26. Januar 1918 von der Eisenbahnlinie der Preussisch-Hessischen Stadtbahn eingeführt. Diese innovative technische Erfindung von Georg Knorr und Bruno Kunze ermöglicht es, dass die Züge unabhängig voneinander bremsen können. Dadurch werden harte Zusammenstösse zwischen den einzelnen Wagons vermieden und das Entgleisen des Zuges erschwert.
1912 - Diesellokomotive Firma Borsig (Berlin)
Die erste Diesellokomotive der Welt wurde am 11. 9. 1912 von der Preußisch-Hessischen Eisenbahn in Betrieb genommen. Sie war von der Berliner Firma Borsig gebaut worden. Die Entwicklung des Dieselmotors für Schienenfahrzeuge nahm ihren Weg hauptsächlich über den Triebwagen. Die 1912 gebaute Versuchslokomotive mit direktem Antrieb für die Preußische Staatsbahn bewährte sich ebensowenig wie die 1929 gebaute Lokomotive mit Druckluft Übertragung. Die erste erfolgreich eingesetzte Diesellokomotive mit einer Leistung von 1400 PS, die "V 140 01", wurde 1935 auf der Jubiläumsausstellung in Nürnberg präsentiert. Heute steht die Lokomotive im Deutschen Museum in München. Mittlerweile haben die Diesellokomotiven die Dampflokomotiven abgelöst
1906 - Dauerwellenapparat Karl Ludwig Nessler
Am 8. Oktober 1906 stellte der in London lebende und arbeitende deutsche Friseur Karl Ludwig Nessler ein neuartiges Gerät vor, mit dem es ihm gelang Dauerwellen zu erzeugen. Leicht war das nicht: Sechs Stunden lang mussten 12 schwere Messingwickler getragen werden, bevor die Dauerwelle perfekt war.

Richard Trevithick britischer Erfinder, Ingenieur und Maschinenbauer. Er entwickelte die ersten funktionsfähigen Dampflokomotiven. 1797 baute Trevithick sein erstes Dampfwagenmodell. Der Kessel wurde mit Hilfe eines glühenden Gusseisenstabes geheizt, der anstelle der echten Feuerung in das Flammrohr gesteckt wurde. 1801 stellte er in Camborne eine seiner neuen kleinen Dampfmaschinen auf Räder. Diese „Straßenlokomotive“, bekannt als Puffing Devil, war eines der ersten bekannten Straßenfahrzeuge, das mit eigener Kraft lief. Der Puffing Devil beförderte Passagiere mit einer Geschwindigkeit von 8 km/h, selbst über Steigungen. Das Fahrzeug konnte den Dampfdruck aber nur für kurze Zeit halten, so dass es von geringem praktischen Nutzen war. Es beinhaltete jedoch eine wichtige Erfindung in der Geschichte der Dampflokomotive: Während die Patentschrift zum Entfachen des Feuers noch einen Blasebalg vorsah, lässt Trevithick den Dampf aus dem Zylinderauspuff durch den Schornstein abblasen. Mit dem Zug, den dieses „Blasrohr“ erzeugte, wurde die Feuerung besonders wirksam angefacht.
Diese Erfindung geriet aber bald wieder in Vergessenheit und wurde erst wieder 1816 von George Stephenson in seine Lokomotiven eingebaut. 1803 baute Trevithick ein weiteres selbstfahrendes Fahrzeug, das „London Steam Carriage“, das im Prinzip eine mit einer Dampfmaschine ausgerüstete Postkutsche war. Es erregte die Aufmerksamkeit von Publikum und Presse, war aber im Betrieb wesentlich teurer als eine gewöhnliche Pferdekutsche und konnte sich deshalb nicht durchsetzen.
Dachpappe ist eine mit Bitumen getränkte Pappe, die als Feuchtigkeitsperre in Bauteilen dient. Teilweise wird in die Dachpappe grobkörniger Sand, feiner Kies oder Schiefersplitter eingewalzt, um eine höhere Abrieb-festigkeit und UV-Resistenz zu erreichen. 1842 erschien von dem Neustrelitzer Baumeister Friedrich Wilhelm Buttel die Monografie "Praktische Erfahrungen über Dornsche Dächer nebst ausführlicher Beschreibung, Kostenberechnung und Zeichnung solcher Constructionen, welche denselben größere Dauer und Dichtigkeit geben, und einem Anhange über die flachen Dächer bei ökonomischen Gebäuden." Darin beschrieb er erstmalig die geteerte Dachpappe für die Abdeckung klassizistischer Flachdächer.
Dynamit besteht aus 75 % Nitroglycerin als explosiver Komponente, 24,5 % Kieselgur als Trägermaterial und 0,5 % Natriumcarbonat (Soda) als chemischem Stabilisator. Da Glycerintrinitrat extrem brisant ist und bereits bei leichteren Schlägen und Erschütterungen explodiert, kam es regelmäßig zu verheerenden Unglücken. Durch einen Zufall — nämlich der Analyse einer zerbrochenen Sendung, bei der das Sprengöl durch das erschütterungsmindernde Kieselgur vollständig aufgesogen war — fand Alfred Nobel heraus, dass Glycerintrinitrat, in das mikroporöse Kieselgur gemischt, weniger empfindlich für Schläge und Erschütterungen wird. Es kann jedoch durch eine Initialzündung zur Explosion gebracht werden. Damit hatte Alfred Nobel den ersten technisch handhabbaren Sprengstoff erfunden, der deutlich stärker als das Schwarzpulver war. In der Zeit der Industrialisierung bestand im Bergbau, Steinbrüchen und für den Trassen- und Tunnelbau von Verkehrswegen ein sehr großer Bedarf für solche potenten Sprengstoffe. "Dynamit" leitet sich vom griechischen Wort dýnamis = „Kraft“ ab.
10. August - Der erste Versuchsmotor Rudolf Diesels läuft in der Maschinenfabrik Augsburg aus eigener Kraft. Ab 1893 entwickelte Rudolf Diesel in der Maschinenfabrik Augsburg, aus der 1906 die Firma MAN AG wurde, mit finanzieller Beteiligung der Firma Friedrich Krupp den Dieselmotor. 1897 war das erste funktionstüchtige Modell dieses Motors fertig. Ohne die Ingenieure von MAN hätte Diesel den Motor nicht zur Serienreife gebracht. Aus der geplanten halbjährigen Entwicklungszeit wurden vier lange Jahre mit zahlreichen Rückschlägen. Der erste Lauf eines Dieselmotors erfolgte 1897 mit einem Wirkungsgrad von 26,2 Prozent.
Der beim schwedischen Unternehmen ASEA beschäftigte Physiker Erik Lundblad stellt, mit Hilfe des so genannten Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahrens, die ersten synthetischen Diamanten her. Bei diesem Verfahren wird Graphit in einer hydraulischen Presse bei Drücken von bis zu 6 Gigapascal (60.000 bar) und Temperaturen von über 1500 °C zusammengepresst. Unter diesen Bedingungen ist Diamant die thermodynamisch stabilere Form von Kohlenstoff, so dass sich der Graphit zu Diamant umwandelt. Dieser Umwandlungsprozess kann unter Beigabe eines Katalysators beschleunigt werden (meist Eisencarbonyl). Auch mit Katalysator dauert der Umwandlungsprozess immer noch einige Wochen.