18. Juli 1872 - geheimes Wahlrecht eingeführt
Unter der Führung des liberalen Premierministers William Ewart Gladstone wurde in Großbritannien mit dem sogenannten "Ballot Act" das geheime Wahlrecht eingeführt. Ziel des Gesetzes war es, die zuvor häufig aufgetretenen Manipulationen und Wählerbeeinflussungen zu beenden. So waren beispielsweise Arbeiter von ihren Arbeitgebern mit Entlassung bedroht worden, falls sie ihre Stimme nicht wie gewünscht abgaben. 1884 wurde das Wahlrecht durch die "Reform Bill" weiter ausgedehnt. Mit der Zulassung von Landarbeitern durften nun fast alle britischen Männer an den Abstimmungen teilnehmen. Frauen wurden die demokratischen Rechte jedoch weiterhin verwehrt.
3. Juli 1931 - die erste dt Wimbledon Siegerin
In einem rein deutschen Finale bei den All England Championships in Wimbledon besiegte am 3.7.1931 die Tennisspielerin Cilly Aussem ihre Gegnerin Hilde Krah-winkel mit 6:2 und 7:5 und wurde erste deutsche Siegerin bei diesem heraus-ragenden Turnier im englischen "Tennis Mekka". Der Kölnerin Cilly Aussem war nach diesem Sieg keinen nennenswerter Tenniserfolg mehr vergönnt. Ihre unterlegene Kontrahentin von 1931, die Essenerin Hilde Krahwinkel, jedoch war weiterhin auf dem Court erfolgreich. Bis die Brühlerin Steffi Graf am 2. Juli 1988 erstmals das Damen-Finale bei dem traditionsreichen Wettkampf für sich entschied, blieb Cilly Aussem auch die einzige deutsche Tennisdame, die in Wimbledon siegte. Cilly Aussem starb 1963. Hilde Krahwinkel 1981
14. Mai 1692 - die erste Wettervorhersage
Die Zeitschrift "Sammlung für den Fortschritt von Landwirtschaft und Handel" begann eine wöchentliche Wettertabelle zu veröffentlichen. Sie enthielt Wetterdaten wie Windstärke und Luftdruck des gleichen Zeitraums vor einem Jahr. Anhand dieser Angaben sollten sich die Leser ein Bild über das zu erwartende Wetter machen.
29. Juni 1980 - das erste weibl. Staatsoberhaupt Europas
Vigdis Finnbogadottir wurde erstes weibliches StaatsoberhauptEuropas, indem sie zur Präsidentin der Republik Island gewählt wurde. Ihre Amtszeit wurde 1984 ohne Wahl um vier Jahre verlängert, da kein Gegenkandidat antrat. Sie amtierte bis 1996. Islands Vorreiterrolle in der Frauenbewegung begann schon 1975 mit der Gründung einer Frauenpartei.
27. August 1783 - der erste Wasserstoffballon
In Paris steigt der erste mit Wasserstoff gefüllte Ballon gen Himmel. Der französische Physiker Jaques Alexandre Charles hatte den Ballon mit einer Gummilösung imprägniert. Einer Anekdote zu Folge soll der Ballon an seinem Landeort, dem Dorf Gonesse, von verschreckten Bauern, die durch das unbekannte Flugobjekt verunsichert waren, mit Mistgabeln zerstört worden sein.
3. - 13. Februar 1972 - die ersten olymp. Winterspiele in Asien
Die ersten Winterspiele in einem asiatischen Land fanden 1972 statt
und wurden auf der japanischen Insel Hokkaido in Sapporo eröffnet.
Francisco Fernandez-Ochoa gewann als bisher einziger Spanier bei Olympischen Winterspielen die Goldmedaille im Slalom.
Galina Kulakowa (UdSSR) gewann in allen drei Ski-Langlaufwettbewerben der Frauen über 5 km und 10 km und mit der sowjetischen Mannschaft im Staffelwettbewerb eine Goldmedaille.
Der Österreicher Karl Schranz war von der Teilnahme an den Wettbewerben ausgeschlossen worden, ihm wurde ein Verstoß gegen das damalige Amateurgesetz vorgeworfen. Bei seiner Rückkehr wurde er in Wien wie ein Olympiasieger von tausenden Menschen begeistert begrüßt.
Januar 1950 - die erste "Neue Deutsche Wochenschau"
Die "Neue Deutsche Wochenschau" wird zum ersten Mal 1950 in den Vorprogrammen der bundesdeutschen Kinos gezeigt. 1949 kam es zur Gründung der Neuen Deutschen Wochenschau
GmbH mit Sitz in Hamburg. Die hier produzierte Serie hieß von 1950 bis 1963 "Neue Deutsche Wochenschau". Schwerpunkt der ideologischen Ausrichtung der Nachkriegswochenschauen war zunächst die sogenannte Re-education. Die nationalsozialistische Ideologie sollte durch ein neues Demokratieverständnis ersetzt werden, das Publikum sollte einen neuen Zugriff auf die nationale und internationale Realität erhalten. Ziel war es darüber hinaus, einen Grundstein für eine neue nationale Identitätsfindung zu legen. Hauptthemen waren dabei: Arbeit und Aufbau; die Nürnberger Prozesse; der Beginn des Kalten Krieges.
2. Februar 1852 - das erste öffentliche "WC" der Welt
Die Londoner Stadtverwaltung errichtete im Pressezentrum der britischen Hauptstadt, der "Fleet Street" die erste öffentliche Bedürfnisanstalt der Welt. Das "stille Örtchen" für die Öffentlichkeit war Männern vorbehalten, neun Tage später wurde aber auch ein solches für Frauen eröffnet.
7. Februar 1984 - der erste Mensch schwebt frei im Weltraum
Als erster Mensch schwebte der US-Astronaut Bruce McCandless 1984 frei im Weltraum. Die Bilder vom Mann im weißen Raumanzug, der durch das tiefschwarze All schwebt, gingen um die Welt. Von der Raumfähre Challenger ausgehend, bewegte er sich ausgestattet mit einem auf
dem Rücken befestigten Steuerungsinstrument, einem sogenannten Düsenrucksack im Weltall. Es war ihm möglich sich bis zu 100m vom Shuttle zu entfernen. Der Ausflug in die Schwerelosigkeit war ein gefährliches Unternehmen auf einer Mission, die vom Pech verfolgt war. In den Tagen zuvor gingen wegen Triebwerksproblemen gleich zwei Hunderte Millionen Dollar teure Nachrichtensatelliten verloren. Ein Plastikballon, der für wissenschaftliche Versuche ins All schweben sollte, platzte.
1. Mai 1851 - die erste Weltausstellung eröffnet.
Die erste Weltausstellung wurde im Londoner Chrystal Palace eröffnet. Auf der Schau sollten die wichtigsten technischen Erfindungen der verschiedenen Nationen, der Öffentlichkeit präsentiert werden. Nicht nur das Konzept der Weltausstellung, auch das dafür im Hyde Park errichtete Gebäude, war für die damalige Zeit revolutionär. In nur sechs Monaten baute der Architekt Joseph Paxton aus Glas und Stahl den 30 Meter hohen Chrystal Palace. Auf der Weltaustellung dokumentierten dann 41 Staaten ihre technischen Errungenschaften. Als Gastgeber übernahm Großbritannien jedoch den Hauptanteil der Exponate und demonstrierte dadurch auch die Größe und Macht des "Empires. Das Wahrzeichen der 1. Weltausstellung war das Ausstellungsgebäude selbst. Die Ausstellung wäre aber beinahe an der Wahl des Gebäudes gescheitert. Das Baukomitee hatte im Vorfeld der Ausstellung keinen der ungefähr 250 eingereichten Entwürfe für gut befunden Joseph Paxton, der als Gartenarchitekt Erfahrungen mit Gewächshäusern hatte, legte einen Entwurf ganz aus Glas und Gusseisen vor, der in nur 17 Wochen aus vorgefertigten Bauteilen errichtet werden konnte. Der "Kristallpalast", wie das gewächshausartige Gebäude von Londoner Zeitungen bald getauft wurde, war 563 m lang und 124 m breit. Ursprünglich war das Gebäude mit einem Flachdach geplant. Das charakteristische Tonnengewölbe über dem Querschiff des Gebäudes, war erst später hinzugefügt worden. Grund dafür waren einige alte Ulmen, die auf dem geplanten Ausstellungsgelände standen und die vor der Abholzung verschont werden sollten. Grundeinheit des Palastes waren Quadrate von 24 Fuß Seitenlänge (ungefähr 7,3 m). Die Grundfläche bestand aus 77 x 17 solcher Grundeinheiten. Die Aufteilung der Ausstellungsräume spiegelte sich in diesen Einheiten wider. Die Räume setzen sich aus einem Vielfachen dieser Grundeinheiten zusammen. Insgesamt standen mehr als 1600 solcher Quadrate zur Verfügung, was einer Fläche von etwa 80.000 Quadratmeter entsprach. Nach der Ausstellung wurde das Gebäude abgebrochen, mit einigen Veränderungen in Sydenham wieder aufgebaut und als Museum verwendet. 1936 brannte der Kristallpalast ab.
1989 - kommunales Wahlrecht für Ausländer
Das Bundesland Schleswig-Holstein führte als erstes Bundesland überhaupt 1989 ein kommunales Wahlrecht für Ausländer ein. Von der Regelung Gebrauch machen konnten Personen aus der Schweiz, Irland, Skandinavien und den Niederlanden. In diesen Ländern lebende Bundesbürger galten ebenfalls wahlberechtigt. Im gleichen Jahr wurde jedoch vom Bundesverfassungsgericht eine einstweilige Anordnung gegen das Gesetz erlassen. 1990 verkündete das Gericht das Urteil gegen das Gesetz: Es sei mit dem Grundgesetz unvereinbar und von daher nichtig.
1800 - erste elektr. Zerlegung von Wasser
Den britischen Chemikern William Nicholson und Anthony Carlisle gelang es erstmalig Wasser durch Stromspannung in seine chemischen Grundbestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen. Nachdem sie von der Erfindung der Batterie durch den Italiener Alessandro Volta hörte, bauten sie diese nach. Dann entdeckten beide, dass, wenn man die beiden Metallpole der Batterie in Wasser hält, sich das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff teilt. Die Elemente setzten sich in Bläschenform am jeweilig zugehörigen Minus- oder Pluspol der Batterie fest. Das als "Elektrolyse" bekannte Verfahren ist heute eine grundlegende Methode der chemischen Forschung.
28. August 2001 - Der erste Weltraumtourist
Von Baikonur aus startet Sojus TM-32 zur Internationalen Raumstation (ISS). Mit an Bord ist neben Kommandant Talghat Mussabajew und Bordingenieur Juri Michailowitsch Baturin auch der US-amerikanische Multimillionär Dennis Tito, der erste Weltraumtourist. Der zweite Weltraumtourist war Mark Shuttleworth, der am 25. April 2002 als erster Südafrikaner ins All startete und die ISS besuchte. Beide bezahlten für ihren Flug mit dem russischen Sojus-Raumschiff etwa 20 Millionen US-Dollar.
Als erste Weltraumtouristin startete die gebürtige Iranerin Anousheh Ansari am 18. September 2006 mit einem Sojus-Raumschiff zur ISS.
17. Januar 1685 - eröffnet des erste Wiener Kaffeehaus
17. Januar - Johannes Diodato erhält als erster ein kaiserliches Privileg für den öffentlichen Ausschank von Kaffee und eröffnet in der Folge das erste Wiener Kaffeehaus. Nachdem Kaiser Leopold I. ab 1669 in Wien die Juden ausgewiesen hatte, brach die Silberversorgung für die kaiserliche Münze zusammen. Da ansässige Handelsleute die Lieferung nicht übernehmen konnten, wurde Diodatos Handelsgesellschaft engagiert. Von März bis Oktober 1671 war er dazu in der Türkei, konnte jedoch auch nicht für einen regelmäßigen Betrieb der Münze sorgen. Am 17. Januar 1685 erhielt er zum Dank für seine Kurierdienste von den Stadtoberen das Privileg, 20 Jahre lang als einziger Händler der Stadt "Thürkischen Gethränks Chava", verkaufen zu dürfen, und eröffnete in seinem Wohnhaus am Haarmarkt, heute Rotenturmstraße 14, das erste Wiener Kaffeehaus. Ein nur mit einfachen Holzbänken und kleinen Tischen ausgestattetes Zimmer wird zur besonderen Attraktion.
1. Dezember 1903 - der erste Western der Filmgeschichte
In Washington D.C. wird der erste Western der Filmgeschichte vorgeführt: Der nur neun Minuten lange Streifen " Der Große Eisenbahnraub" wird zum Vorbild für eine endlose Reihe von Western- oder "Cowboy"-Filmen, die weltweit gedreht werden und bei denen es meist um den Kampf zwischen Gut und Böse geht - mit einem Sieg des Guten am Ende.
10. August 1519 - Start der ersten Weltumseglung
Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan sticht von Sanlúcar de Barrameda aus in See und startet mit einer Flotte bestehend aus fünf Schiffen zur, eigentlich schon am 10. August in Sevilla begonnenen Weltumsegelung. Im portugiesischen Seefahrtsarchiv hatte Magellan eine geheime Landkarte gefunden die darauf deutete dass in Südamerika eine Durchfahrt zum Pazifischen Ozean existiere. Möglicherweise war die große Bucht des Rio de Janeiro oder die des Rio de La Plata als Meerenge missdeutet worden. Er entschied, als erster diesen Weg westwärts zu nutzen, um die Gewürzinseln (die heutigen Molukken) zu erreichen. Zudem war Magellan überzeugt, dass die Gewürzinseln nach dem Vertrag von Tordesillas von 1494 auf der vom Papst Spanien zugesprochenen Welthälfte lägen. Seine Flotte bestand aus den Schiffen
- "Trinidad", 120 Tonnen, 55 Mann Besatzung, Kapitän: Ferdinand Magellan
- San Antonio, 130 Tonnen, 60 Mann Besatzung, Kapitän: Juan de Cartagena
- Concepción, 90 Tonnen, 45 Mann Besatzung, Kapitän: Gaspar de Quesada
- Victoria, 90 Tonnen, 42 Mann Besatzung, Kapitän: Luis de Mendoza
- Santiago, 60 Tonnen, 32 Mann Besatzung, Kapitän: Juan Rodriguez Serrano
Die Schiffe segelten von Sevilla aus zunächst den Guadalquivir hinab, an dessen Mündung bei Sanlúcar de Barrameda es einen mehr als fünf Wochen langen Aufenthalt gab, da spanische Autoritäten die Reise des portugiesischen Admirals zu verhindern versuchten. Erst am 20. September 1519 stach die Flotte von hier aus endgültig die große Reise. An seinem Flaggschiff, der Trinidad, ließ Magellan nachts eine Fackel anbringen, damit die anderen Schiffe Sichtkontakt halten konnten. Die Mannschaft bestand aus 237 Mann, darunter 154 Spanier, 37 Portugiesen, 26 Italiener, zehn Franzosen, vier Flamen, zwei Griechen, zwei Deutsche und ein Engländer sowie dem malaiischen Sklaven Enrique Melaka als Dolmetscher. Der Proviant bestand aus 2.138 Ztr. Zwieback, 75 Ztr. eingelegtem Fleisch, 163 kg Öl, 112 Ztr. Käse, 200 Fässern Sardinen und 17 Ztr. getrockneten Fischen. Magellan konnte die Weltumsegelung nicht persönlich beenden, da er am 27. April 1521 beim gewaltsamen Versuch die Insel Mactan zu missionieren und für seine Verbündeten, Spanien und das Christentum in Besitz zu nehmen, getötet wure.Die Geschichte seiner Reise ist vor allem durch die Aufzeichnungen des Teilnehmers Antonio Pigafetta bekannt geworden.
21. April 1997 - die erste Weltraumbestattung
Mit einer Pegasus-Rakete werden vom Luftwaffenstützpunkt auf Gran Canaria aus erstmals 21 Urnen für eine Weltraumbestattung in die Erdumlaufbahn gebracht. Der Start erfolgt unter einem Flugzeug hängend. Beim zünden der Raketentriebwerke ist die Rakete horizontal ausgerichtet und fällt 5 Sekunden lang vom Flugzeug, bevor die erste Stufe zündet. An Bord befindet sich unter anderem Asche von Krafft Arnold Ehricke, der deutsch-amerikanische Raketentechniker der Konzepte der interplanetaren Raumfahrt und der Rohstoffgewinnung auf Mond und Mars entwickelte. Timothy Leary, ein US-amerikanischer Psychologe und Autor. Gerard Kitchen O’Neill ein US-amerikanischer Physiker und Raumfahrtvisionär der 1975 erstmals eine Konferenz für Technologien zur Kolonisation des Weltraums organisierte. Und Gene Roddenberry, der Drehbuchautor, Fernseh- und Filmproduzent und Schöpfer von Star Trek. Auch ein Teil der Asche des 2005 verstorbenen Schauspielers James Doohan, dem Darsteller von Scotty aus Raumschiff Enterprise, wurde am 28. April 2007 bei einem solchen Flug in den Weltraum mitgeführt.

GmbH mit Sitz in Hamburg. Die hier produzierte Serie hieß von 1950 bis 1963 "Neue Deutsche Wochenschau". Schwerpunkt der ideologischen Ausrichtung der Nachkriegswochenschauen war zunächst die sogenannte Re-education. Die nationalsozialistische Ideologie sollte durch ein neues Demokratieverständnis ersetzt werden, das Publikum sollte einen neuen Zugriff auf die nationale und internationale Realität erhalten. Ziel war es darüber hinaus, einen Grundstein für eine neue nationale Identitätsfindung zu legen. Hauptthemen waren dabei: Arbeit und Aufbau; die Nürnberger Prozesse; der Beginn des Kalten Krieges.
dem Rücken
befestigten Steuerungsinstrument,
einem sogenannten Düsenrucksack im Weltall. Es war ihm möglich sich bis
zu 100m vom Shuttle zu entfernen. Der Ausflug in die Schwerelosigkeit war ein gefährliches Unternehmen auf einer Mission, die vom Pech verfolgt war. In den Tagen zuvor gingen wegen Triebwerksproblemen gleich zwei Hunderte Millionen Dollar teure Nachrichtensatelliten verloren. Ein Plastikballon, der für wissenschaftliche Versuche ins All schweben sollte, platzte.
Die erste
Weltausstellung wurde im Londoner Chrystal Palace eröffnet. Auf der Schau
sollten die wichtigsten technischen Erfindungen der verschiedenen Nationen,
der Öffentlichkeit präsentiert werden. Nicht nur das Konzept der Weltausstellung,
auch das dafür im Hyde Park errichtete Gebäude, war für die damalige Zeit
revolutionär. In nur sechs
Monaten baute der Architekt
Joseph Paxton aus Glas und Stahl den 30 Meter hohen Chrystal Palace. Auf
der Weltaustellung dokumentierten dann 41 Staaten ihre technischen Errungenschaften.
Als Gastgeber übernahm Großbritannien jedoch den Hauptanteil der Exponate
und demonstrierte dadurch auch die Größe und Macht des "Empires.
Das Wahrzeichen der 1. Weltausstellung war das Ausstellungsgebäude selbst. Die Ausstellung wäre aber beinahe an der Wahl des Gebäudes gescheitert. Das Baukomitee hatte im Vorfeld der Ausstellung keinen der ungefähr 250 eingereichten Entwürfe für gut befunden Joseph Paxton, der als Gartenarchitekt Erfahrungen mit Gewächshäusern hatte, legte einen Entwurf ganz aus Glas und Gusseisen vor, der in nur 17 Wochen aus vorgefertigten Bauteilen errichtet werden konnte. Der "Kristallpalast", wie das gewächshausartige Gebäude von Londoner Zeitungen bald getauft wurde, war 563 m lang und 124 m breit. Ursprünglich war das Gebäude mit einem Flachdach geplant. Das charakteristische Tonnengewölbe über dem Querschiff des Gebäudes, war erst später hinzugefügt worden. Grund dafür waren einige alte Ulmen, die auf dem geplanten Ausstellungsgelände standen und die vor der Abholzung verschont werden sollten. Grundeinheit des Palastes waren Quadrate von 24 Fuß Seitenlänge (ungefähr 7,3 m). Die Grundfläche bestand aus 77 x 17 solcher Grundeinheiten. Die Aufteilung der Ausstellungsräume spiegelte sich in diesen Einheiten wider. Die Räume setzen sich aus einem Vielfachen dieser Grundeinheiten zusammen. Insgesamt standen mehr als 1600 solcher Quadrate zur Verfügung, was einer Fläche von etwa 80.000 Quadratmeter entsprach. Nach der Ausstellung wurde das Gebäude abgebrochen, mit einigen Veränderungen in Sydenham wieder aufgebaut und als Museum verwendet. 1936 brannte der Kristallpalast ab.
Von Baikonur aus startet Sojus TM-32 zur Internationalen Raumstation (ISS). Mit an Bord ist neben Kommandant Talghat Mussabajew und Bordingenieur Juri Michailowitsch Baturin auch der US-amerikanische Multimillionär Dennis Tito, der erste Weltraumtourist. Der zweite Weltraumtourist war Mark Shuttleworth, der am 25. April 2002 als erster Südafrikaner ins All startete und die ISS besuchte. Beide bezahlten für ihren Flug mit dem russischen Sojus-Raumschiff etwa 20 Millionen US-Dollar.
Als erste Weltraumtouristin startete die gebürtige Iranerin Anousheh Ansari am 18. September 2006 mit einem Sojus-Raumschiff zur ISS.
17. Januar - Johannes Diodato erhält als erster ein kaiserliches Privileg für den öffentlichen Ausschank von Kaffee und eröffnet in der Folge das erste Wiener Kaffeehaus. Nachdem Kaiser Leopold I. ab 1669 in Wien die Juden ausgewiesen hatte, brach die Silberversorgung für die kaiserliche Münze zusammen. Da ansässige Handelsleute die Lieferung nicht übernehmen konnten, wurde Diodatos Handelsgesellschaft engagiert. Von März bis Oktober 1671 war er dazu in der Türkei, konnte jedoch auch nicht für einen regelmäßigen Betrieb der Münze sorgen. Am 17. Januar 1685 erhielt er zum Dank für seine Kurierdienste von den Stadtoberen das Privileg, 20 Jahre lang als einziger Händler der Stadt "Thürkischen Gethränks Chava", verkaufen zu dürfen, und eröffnete in seinem Wohnhaus am Haarmarkt, heute Rotenturmstraße 14, das erste Wiener Kaffeehaus. Ein nur mit einfachen Holzbänken und kleinen Tischen ausgestattetes Zimmer wird zur besonderen Attraktion.
In Washington D.C. wird der erste Western der Filmgeschichte vorgeführt:
Der nur neun Minuten lange Streifen " Der Große Eisenbahnraub" wird zum Vorbild für
eine endlose Reihe von Western- oder "Cowboy"-Filmen, die weltweit gedreht
werden und bei denen es meist um den Kampf zwischen Gut und Böse geht - mit
einem Sieg des Guten am Ende.
Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan sticht von Sanlúcar de Barrameda aus in See und startet mit einer Flotte bestehend aus fünf Schiffen zur, eigentlich schon am 10. August in Sevilla begonnenen Weltumsegelung. Im portugiesischen Seefahrtsarchiv hatte Magellan eine geheime Landkarte gefunden die darauf deutete dass in Südamerika eine Durchfahrt zum Pazifischen Ozean existiere. Möglicherweise war die große Bucht des Rio de Janeiro oder die des Rio de La Plata als Meerenge missdeutet worden. Er entschied, als erster diesen Weg westwärts zu nutzen, um die Gewürzinseln (die heutigen Molukken) zu erreichen. Zudem war Magellan überzeugt, dass die Gewürzinseln nach dem Vertrag von Tordesillas von 1494 auf der vom Papst Spanien zugesprochenen Welthälfte lägen. Seine Flotte bestand aus den Schiffen
Mit einer Pegasus-Rakete werden vom Luftwaffenstützpunkt auf Gran Canaria aus erstmals 21 Urnen für eine Weltraumbestattung in die Erdumlaufbahn gebracht. Der Start erfolgt unter einem Flugzeug hängend. Beim zünden der Raketentriebwerke ist die Rakete horizontal ausgerichtet und fällt 5 Sekunden lang vom Flugzeug, bevor die erste Stufe zündet. An Bord befindet sich unter anderem Asche von Krafft Arnold Ehricke, der deutsch-amerikanische Raketentechniker der Konzepte der interplanetaren Raumfahrt und der Rohstoffgewinnung auf Mond und Mars entwickelte. Timothy Leary, ein US-amerikanischer Psychologe und Autor. Gerard Kitchen O’Neill ein US-amerikanischer Physiker und Raumfahrtvisionär der 1975 erstmals eine Konferenz für Technologien zur Kolonisation des Weltraums organisierte. Und Gene Roddenberry, der Drehbuchautor, Fernseh- und Filmproduzent und Schöpfer von Star Trek. Auch ein Teil der Asche des 2005 verstorbenen Schauspielers James Doohan, dem Darsteller von Scotty aus Raumschiff Enterprise, wurde am 28. April 2007 bei einem solchen Flug in den Weltraum mitgeführt.