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Chronologische Weltgeschichte - Die Jahre 1971 - 1980

1971

3. Janaur - Im Stadion von Glasgow brach bei einem Fußballspiel eine Tribüne unter der Last der Zuschauer zusammen. Das Unglück in dem schottischen Stadium war bis zu diesem Zeitpunkt das schlimmste, was die britsche Insel erlebt hat. Durch die Katastrophe verlieren 66 Menschen ihr Leben.

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31. Januar - APOLLO 14 (Shepard, Mitchel; Pilot: Roosa) startet und wird 44 kg Mondgestein nach Hause bringen.

 

 

7. Februar - In der Schweiz wird in einer Volksabstimmung bei einer Stimmbeteiligung von 58% mit 66% Ja-Stimmen die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen auf Bundesebene gebilligt.. In Deutschland war es 1918 eingeführt worden. 57 Prozent der Wahlberechtigten Männer nahmen an der Volksabstimmung teil, zwei Drittel davon stimmten für das Wahlrecht. Knapp 20 Jahre zuvor waren noch zwei Drittel dagegen gewesen. Auf der Ebene der Kantone ließ die politische Gleichberechtigung noch auf sich warten. Zwar hatten in den französischsprachigen Kantonen Waadt, Genf und Neuenburg die Frauen in den 1950er Jahren das Wahlrecht erhalten, aber in Appenzell-Innerrhoden wurde erst im Jahr 1990 das politische Mitbestimmungsrecht der Frauen eingelöst.         W    

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3. April -Beim Bundesligaspiel Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen bricht das Torgehäuse in sich zusammen. Da kein Ersatz beschafft werden kann, wird das Spiel abgebrochen und als Sieg für Bremen gewertet. 

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19. April - Die Sowjetunion schickte die erste bemannte Raumstation auf Erdumlaufbahn. Die Raumstation wurde an das "Sojus"-Raumschiff, das die Raumstation mit Energie versorgte und als Rettungskapsel diente, angedockt. Insgesamt war die Raumstation 23 Meter lang, wog 25 Tonnen und verfügte über einen bewohnbaren Raum von 100 Kubikmetern. "Saljut I" umkreiste für mehrere Jahre die Erde und wurde von Kosmonauten und Astronauten für Experimente genutzt. Mit der "Saljut"-Reihe, die bis zum Start von "Saljut 7" Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts fortgesetzt wurde, testete die UdSSR die Herstellung, den Aufbau und die Nutzung modularer, aus mehreren Abteilungen bestehender Raumstationen.

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Am 31. März wurde Leutnant William Calley von einem Kriegsgericht wegen des Massakers von My Lai zu lebenslanger Haft verurteilt - aber schon drei Jahre später begnadigt. Der hochdekorierte Offizier blieb der einzige, der wegen des Massakers verurteilt wurde, obwohl viele beteiligt waren. Kriegsverbrecher, Sündenbock oder Held? Am 16. März 1968 hatte eine Gruppe US-amerikanischer Soldaten der 11. Infanterie-Brigade von Task Force Barker unter Leitung des Lieutenant Colonel Frank A. Barker den Auftrag, Mỹ Lai, Dorf Sơn Mỹ, Kreis Sơn Tịnh, Provinz Quảng Ngãi einzunehmen und nach Guerilleros des Vietcong zu durchsuchen, da die Bewohner, aus Sicht des US-Militärs, als potenzielle Unterstützer des Vietcong galten. Die Soldaten vergewaltigten Frauen und ermordeten fast alle Bewohner des Dorfes: 504 Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, Frauen und Greise. Es wurden sogar sämtliche Tiere getötet. Nur wenige Soldaten verweigerten den Befehl zum Mord. Lediglich der US-amerikanische Hubschrauberpilot Hugh Thompson, der sich auf einem Aufklärungsflug befand, zwang die Soldaten durch die Drohung, seine Bordschützen Glenn Andreotta und Lawrence Colburn mit dem MG auf sie feuern zu lassen, wenn diese weiter töten, elf Frauen und Kinder zu verschonen, die er in Sicherheit brachte. Für ihr Eingreifen wurde die Hubschrauberbesatzung ausgezeichnet; die Ehrungen wurden dreißig Jahre später mit der Soldier’s Medal aufgewertet.         W    

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Am 5. Mai 1980 ging die damals siebenjährige Anna Bachmeier aus Trotz gegen ihre Mutter nicht zur Schule. Sie wollte eine gleichaltrige Freundin besuchen und fiel dabei dem 35-jährigen Fleischer Klaus Grabowski in die Hände. Er soll sie bei sich zu Hause mehrere Stunden festgehalten und anschließend mit einer Strumpfhose erdrosselt haben. Laut Staatsanwaltschaft habe er das Mädchen gefesselt, in einen Karton gepackt und diesen dann am Ufer eines Kanals in eine Mulde abgelegt. Die Leiche soll er anschließend in ein Loch gelegt und mit Erde bedeckt haben. Klaus Grabowski war ein vorbestrafter Sexualstraftäter und war zuvor wegen sexuellen Missbrauchs zweier Mädchen verurteilt worden. Während seiner Haft ließ er sich 1976 kastrieren und unterzog sich zwei Jahre später einer Hormonbehandlung. Anna will er nicht sexuell belästigt haben. Bei der polizeilichen Vernehmung gab er an, das Mädchen habe der Mutter erzählen wollen, er habe sie unsittlich berührt mit dem Ziel, von ihm eine D-Mark zu erpressen. Am Abend wurde er in der Gaststätte Im alten Zolln festgenommen. Marianne Bachmeier schmuggelte am 6. März 1981, dem dritten Verhandlungstag im Prozess mit Mordanklage, eine Pistole der Marke Beretta M1934 in den Gerichtssaal des Lübecker Landgerichts und erschoss den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna, Klaus Grabowski, auf der Anklagebank.  Am 2. November 1982 wurde Marianne Bachmeier vor Gericht zunächst wegen Mordes angeklagt. Später ließ die Anklage den Mordvorwurf fallen. Nach 28 Verhandlungstagen einigte sich die Kammer auf das Urteil. Vier Monate nach Verfahrenseröffnung wurde sie am 2. März 1983 von der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Lübeck wegen Totschlags und unerlaubten Waffenbesitzes zu sechs Jahren Haft verurteilt. Damit ging einer der aufsehenerregendsten Prozesse der Nachkriegszeit zu Ende. Nach drei Jahren Haft wurde sie wegen Suizidgefahr vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.       W    

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30. Mai - Die NASA-Raumsonde Mariner 9 startet zum Planeten Mars. Am 14. November 1971 zündete die Sonde ihr Triebwerk für 915,6 Sekunden und schwenkte in einen 1397 km x 17.616 km Orbit mit einer Inklination von 64,28 Grad ein. Mariner 9 war damit die erste irdische Sonde überhaupt, die in eine Umlaufbahn um einen anderen Planeten einschwenkte. Zu diesem Zeitpunkt tobte auf dem Mars der größte Staubsturm seit 1953, sodass die ersten Fotos nur die Gipfel einiger hoher Vulkane zeigten. Zu Beginn des Jahres 1972 klärte sich die Atmosphäre auf, und Mariner 9 begann den Mars zu kartieren. Es wurden Oberflächentemperaturen und die Zusammensetzung der Atmosphäre bestimmt.       W   

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6. Juni - Das sowjetische Raumschiff Sojus 11 wird gestartet. Die Besatzung kann erfolgreich dauerhaft an die Raumstation Saljut 1 ankoppeln, was bei der Sojus 10-Mission nicht gelungen war. Es war die erste erfolgreiche Kopplung eines Raumschiffs an eine Raumstation überhaupt und der 19. Flug im sowjetischen Sojus-Programm. Infolge einer technischen Fehlfunktion während der Landephase kamen jedoch alle drei Kosmonauten ums Leben. Nach einer ersten Kurskorrektur in der vierten Umkreisung näherte sich Sojus 11 der Raumstation auf sieben Kilometer, bis das automatische Annäherungs- und Kopplungssystem Igla die Flugkontrolle übernahm. Diesmal musste die Besatzung nicht in den automatischen Ablauf eingreifen. Die Kopplung selbst fand am 7. Juni um 07:49 UTC außerhalb der Reichweite der Bodenstationen statt, und als die Verbindung wieder aufgenommen werden konnte, hatte die Besatzung die Raumstation bereits betreten. Die Landung war für den 30. Juni im Morgengrauen vorgesehen. Die Besatzung sollte während der Landung Funkkontakt über Kurzwelle und UKW halten und das Öffnen des Fallschirms melden. Etwa zwölf Minuten nach dem Zünden der Bremsraketen wurden Rückkehr-, Orbital- und Servicemodul planmäßig voneinander getrennt. Auf Grund einer fehlerhaften Zündsequenz der Sprengbolzen öffnete sich dabei unerwartet ein Frischluftventil, und die Atemluft entwich aus der Landekapsel. Dobrowolski, Wolkow und Pazajew waren innerhalb kürzester Zeit tot. Die Landung erfolgte automatisch.         W    

 

29. Juni - Die Rückkehr des Sojus-Raumschiffs nach der Mission Sojus 11 endet tragisch. Es war die erste erfolgreiche Kopplung eines Raumschiffs an eine Raumstation überhaupt und der 19. Flug im sowjetischen Sojus-Programm. Infolge einer technischen Fehlfunktion während der Landephase kamen jedoch alle drei Kosmonauten ums Leben. Weil die Atemluft an Bord durch eine Fehlfunktion entweicht, ersticken die drei Kosmonauten.       W   

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6. Juni - In der Illustrierten "Stern" bekannten sich 374 Frauen, darunter zahlreiche Prominente, dazu, dass sie Abtreibungen haben vornehmen lassen. Die Selbstbezichtigungskampagne war als Protest gegen den Strafrechtsparagrafen 218 gedacht, der schwangeren Frauen eine legale Abtreibung verweigert. Initiiert wurde die Kampagne von der Frauenrechtskämpferin Alice Schwarzer. Die Abschaffung des Paragrafen 218 wurde zu einem der zentralen Themen der Neuen Frauenbewegung, die die revolutionären Impulse der Studentenbewegung von 1968 aufnahm. Die Reformbestrebungen der sozialliberalen Koalition führten 1974 zu einer mit knapper Mehrheit verabschiedeten Fristenregelung, die nach einer Klage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion widerrufen wurde.

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Jim Morrison wird in der Badewanne seiner Wohnung in Paris tot aufgefunden. Seine Band, "The Doors", feierte mit ihren Platten, wie z.B. "Riders on the Storm" und "Light My Fire", große Erfolge. James Douglas Morrison war am 8. Dezember 1943 in Melbourne im US-Bundesstaat Florida geboren worden. Der Sänger, der Frank Sinatra und Elvis Presley verehrte, wurde, wie vor ihm Jimi Hendrix und Janis Joplin, nur 27 Jahre alt. Sein Grabmal auf dem Pariser Friedhof Pére-Lachaise blieb bis heute eine Pilgerstätte für Anhänger der "Doors" und ihres charismatischen Frontmannes.       W   

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26. Juli - APOLLO 15 (Scott, Irwin, Worden) bringt das Mondauto LUNAR ROVER nach oben. Beide Raumfahrtnationen unternehmen unbemannte Marsmissionen mit mäßigen Erfolgen.

 

 

18. Juli - Die sechs Emirate am Persischen Golf Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Umm al Quwain, Fujairah entschieden sich zur Gründung der Vereinigten Arabischen Emiraten. Offiziell erfolgte der Staatsakt am 2. Dezember 1971. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate ist Abu Dhabi, eine der modernsten Metropolen der Region. Die Regierung der Föderation wird von einem Premierminister geführt, der wechselweise aus einem der Mitgliedsemirate kommt.

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26. Juli - Die US-amerikanischen Astronauten David Scott und James Irving befuhren während der fünften Mondexpedition Apollo 15 mit dem "Lunar Rover Vehicle" die graue Gebirgslandschaft des Mondes. Das Gefährt war speziell für diese Aufgabe konstruiert worden. Es wurde von Batterien angetrieben und hatte einen Aktionsradius von 100 Kilometern. Die Jungfernfahrt des teuersten Autos aller Zeiten begann mit einer Panne: Als "Apollo-15"-Kommandant David Scott auf den Fahrersitz des "Lunar Rover" stieg, hatte ein Defekt im Lenksystem die Steuerung der Vorderachse außer Betrieb gesetzt. Scott und sein Beifahrer James Irwin mussten das 138 Millionen Mark teure Fahrzeug auf den Hinterrädern steuern. Die erste motorisierte Exkursion hatte eine halbe Stunde Verspätung, verlief danach aber planmäßig.        W   

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30. Juli - David Scott und James Irwin landen mit der Mondlandefähre der Apollo 15 als vierte NASA-Mission auf dem Mond, auf dem sie drei Tage verbringen werden. Bei dieser Mission kommt erstmals das Lunar Roving Vehicle zum Einsatz. Die Mondlandefähre LM-10 war gegenüber Apollo 14 stark verbessert worden und erlaubte eine längere Aufenthaltsdauer auf dem Mond. Außerdem konnte ein Mondauto (LRV - Lunar Roving Vehicle) mitgeführt werden. Zusammen mit den verbesserten Lebenserhaltungssystemen (PLSS) der Raumanzüge konnten sich die Astronauten länger im Vakuum aufhalten und große Strecken auf dem Mond zurücklegen. Das Fahrzeug fand zusammengeklappt an der Außenseite der Landefähre Platz. Das Service Module war ebenfalls um eine wissenschaftliche Ausrüstung erweitert worden und enthielt zwei Kameras, Magnetometer, Gravimeter sowie Geräte zur Röntgenfluoreszenzanalyse der Oberfläche. Als Landegebiet wurde die Hadley-Rille im Apenninen-Gebirge des Mondes ausgewählt. Die Landung erfolgte am 30. Juli um 22:16:29 UTC mit einer relativ hohen Sinkgeschwindigkeit von 2,0 m/s. Es war die härteste Landung des gesamten Programmes, hingegen gestaltete sich der Anflug trotz des bergigen Terrains einfacher als erwartet. Die erste Extra-vehicular Activity (EVA) von Scott war nach 33 min beendet, es war eine sogenannte Stand-up EVA aus der Kopplungsluke, oder wie die Astronauten meinten eine Sightseeing Tour. Die aufgenommenen Bilder der bergigen Region, aufgenommen mit dem erstmals mitgeführten 500-mm-Teleobjektiv, waren beeindruckend.         W    

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Die Münchner U-Bahn wird mit Aufnahme des Fahrbetriebs auf der ersten Linie U6 feierlich eröffnet.

 

 

4. August - In München findet der erste Banküberfall mit Geiselnahme in Deutschland durch Dimitri Todorov und einen Komplizen statt. Um 15.55 Uhr überfielen Todorov und Rammelmayr eine Filiale der Deutschen Bank in der Prinzregentenstraße in München. Um ihrer Forderung nach zwei Millionen Deutschen Mark und einem Fluchtwagen Nachdruck zu verleihen, nahmen sie die 18 in der Bank anwesenden Personen als Geiseln, ein Novum in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Im Laufe des Abends fanden sich circa 5000 Zuschauer ein, die zum Teil völlig ungeschützt das Geschehen verfolgten. Nach Verhandlungen mit der Polizei wurden gegen 23 Uhr die geforderte Summe und ein Fluchtfahrzeug bereitgestellt. Zunächst verließ eine weibliche Geisel mit einem Bankangestellten die Bank und wurde in das Fluchtfahrzeug gesetzt, anschließend kehrte der Bankangestellte – der Kassierer – in die Bank zurück. Als Rammelmayr dann anschließend die Bank Richtung Fluchtfahrzeug verließ, wurde er in dem Moment, als er das Fluchtfahrzeug erreicht hatte, beschossen. Bei dem Schusswechsel wurde die Geisel von fünf Schüssen entweder aus der Waffe Rammelmayrs, der kurze Zeit später selbst seinen Verletzungen erlag, oder von der Polizei schwer verletzt. Trotz einer schnellen Bergung durch den anwesenden Münchner Bürgermeister Hans Steinkohl aus dem Auto verstarb sie trotz Notoperation im Krankenhaus. Todorov befand sich zu diesem Zeitpunkt noch mit den restlichen Geiseln in der Bank. Als die Polizei anschließend das Gebäude stürmte, feuerte er aus seinem Revolver auf einen Polizisten. Dieser ging in Deckung, so dass das Geschoss ihn nicht traf. Todorov wurde schließlich unter einem Schreibtisch dingfest gemacht, unter dem er sich versteckt hatte. Die Tat fand eine besondere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, weil erstmals in der Geschichte des deutschen Fernsehens eine Geiselnahme einschließlich des Schusswechsels und der Erstürmung der Bank live übertragen wurden.Von den Fenstern des gegenüber der Bank liegenden Edelrestaurants Feinkost Käfer aus beobachteten die Gäste, darunter Franz Josef Strauß und der damalige Innenstaatssekretär Erich Kiesl, die Szenerie. Franz Josef Strauß soll dabei sein eigenes Jagdgewehr zur Lösung des Falles angeboten haben, mit den Worten: „Diese Schweine knall ich persönlich ab.        W     Bild: Public Domain

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Roy Oliver Disney eröffnet in der Nähe von Orlando (Florida) einen Vergnügungspark, den er zu Ehren seines verstorbenen Bruders Walt Disney World Resort nennt. Das Resort ist ein Komplex mehrerer Freizeitparks und beherbergt derzeit vier verschiedene Themenparks, zwei Wasserparks sowie 23 Hotels.

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1. September - Bundesausbildungs-Förderungsgesetz (BAföG) für Schüler/Studenten tritt in Kraft

 

 

20. Oktober - Das norwegische Preis-Komitee spricht dem deutschen Bundeskanzler Willy Brandt den Friedens-Nobelpreis für seine Politik der Versöhnung besonders gegenüber Osteuropa zu. Brandt hatte diese Politik als Außenminister begonnen und als Kanzler fortgesetzt.

 

 

23. Oktober - Daimler-Benz meldet seine Entwicklung des Airbag als "Aufprallschutzvorrichtung für den Insassen eines Kraftfahrzeugs" für ein deutsches Patent an. Bereits 1951 meldete der Münchner Erfinder Walter Linderer den Airbag als Patent an. Das Deutsche Patentamt erteilte daraufhin am 6. Oktober 1951 ein entsprechendes Patent (Nr. 896312 DE "Einrichtung zum Schutze von in Fahrzeugen befindlichen Personen gegen Verletzungen bei Zusammenstößen"). Walter Linderer gilt deshalb als Erfinder des Airbags. 
Mercedes-Benz begann 1967 mit der Arbeit an praxistauglichen Airbags. Die Sensorik musste ebenso neu entwickelt werden wie die Technik der Gaserzeugung und das Gewebe des eigentlichen Airbags. Als beste technische Lösung erwies sich ein textiler Beutel, der bei einem Unfall durch einen pyrotechnischen Satz in wenigen Millisekunden aufgebläht werden kann, um den Fahrer sanft abzufangen. Am 23. Oktober 1971 meldete die Daimler-Benz AG den Airbag zum deutschen Patent an und erhielt es unter der Registrierung DE 2152902 C2 auch erteilt. Bis zur Serienreife musste das Rückhaltesystem noch in vielen Details verbessert und getestet werden. Bei mehr als 250 Unfallversuchen mit kompletten Fahrzeugen, mehr als 2.500 Tests mit dem Schlitten und tausenden Versuchen mit einzelnen Teilen bewies der Airbag seine zuverlässige Funktion. Gleichzeitig stellte ein Langzeitversuch mit 600 Testfahrzeugen auf der Straße und im Gelände sicher, dass der Gassack nicht im normalen Fahrbetrieb auslöst. Erstes deutsches Auto mit einem Airbag war 1980 der Mercedes-Benz W 126 (S-Klasse).         W    

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Die Demokratische Republik Kongo wird in Zaïre umbenannt - ein ursprünglich durch Missverständnisse entstandener Name: Als die Portugiesen landeten und nach dem Namen des Kongoflusses fragten, dachten die Einheimischen, sie wollen wissen, wie man „Fluss“ in der Landessprache sagt. Die Antwort war daher „N’Zadi“ = "der Fluss" auf Lingala, einer der heutigen vier Nationalsprachen. Die Portugiesen verstanden „N'zaire“.        W    

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6. November - Erste spektakuläre Greenpeace-Aktion Am 6. November 1971 unternimmt die im Vorjahr in Kanada gegründete Umweltschutz-Bewegung "Greenpeace" ihre erste Großaktion: Mit einer Fahrt zu den Aleuten versuchen Greenpeace-Aktivisten vergeblich, einen unterirdischen Atombombentest der USA zu verhindern.

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27. November - Die sowjetische Raumsonde Mars 2 erreicht als erster irdischer Raumkörper den Mars. Neben den benannten Raumsonden gab es eine Reihe von Fehlstarts, die entweder bei einer Explosion der Rakete keine Bezeichnung erhielten, oder im Falle des Erreichens der Erdumlaufbahn als Satelliten unter Sputnik- und Kosmos-Decknamen ausgewiesen wurden. Außerdem flog im Rahmen des Zond-Programms eine Raumsonde (Zond 2) zum Mars, sowie eine weitere (Zond 3), die vermutlich ihr Startfenster verpasste, erprobte Kommunikation über interplanetare Entfernungen. Nach dem Start am 19. Mai 1971 gelangte die Mars 2 problemlos zum Mars. Bei der Landevorbereitung versagte jedoch das automatische Kontrollsystem, welches den Kurs berechnen sollte. Die Sonde gelangte in einen unplanmäßigen Orbit am 27. November 1971 und so führte eine falsche Ausrichtung zum Verlust von Mars 2. Die Raumsonde trat zu steil in die Atmosphäre ein. Eventuell ist er auch im Landegebiet in der Nähe von Hellespontus Montes (45° Süd, 313° West), das sich bei späteren Aufnahmen als sehr zerklüftet entpuppte, zerschellt.       W    Bild: Public Domain

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29. November - Der Aldi-Mitinhaber und Multimillionär Theo Paul Albrecht wird von Hans Joachim Ollenburg und Paul Kron entführt, die ihn über das Buch Die Reichen und Superreichen in Deutschland als Opfer ausgesucht hatten. Zunächst hatten sie geplant, Theos älteren Bruder Karl Albrecht zu entführen. Nachdem sie von dessen angegriffenem Gesundheitszustand erfuhren, wählten sie jedoch Theo als Opfer aus. Ollenburg und Kron lauerten Theo Albrecht vor dem damaligen Konzernhauptsitz in Herten auf; als dieser als Letzter das Gebäude verließ, dachten die beiden angeblich zunächst, sie hätten sich geirrt: Albrecht, der zeitlebens äußerlich sehr bescheiden auftrat, sei ihnen zu schlecht gekleidet erschienen für einen Multimillionär und Besitzer einer großen Ladenkette. Sie hätten ihn daraufhin angesprochen und sich seinen Personalausweis zeigen lassen, um sich zu vergewissern. Die Entführung dauerte 17 Tage und fand erst mit der Zahlung von sieben Millionen DM Lösegeld – es war die höchste Lösegeldsumme, die bis dahin in der Bundesrepublik gezahlt worden war – ihr Ende. Der Essener Bischof Franz Hengsbach überbrachte das Geld. Die Täter wurden gefasst und 1973 vom Landgericht Essen zu einer Freiheitsstrafe von jeweils achteinhalb Jahren verurteilt. Rund die Hälfte des Lösegelds konnte nicht mehr aufgefunden werden. Dass ein Bischof das Lösegeld überbrachte, schrieb man der Tatsache zu, dass die beiden Brüder Mitglieder der katholischen Kirche waren. Theo Albrecht klagte 1979 vor dem Finanzgericht Düsseldorf erfolglos für die Absetzbarkeit der Lösegeldsumme als außergewöhnliche Belastung bei der Steuer.         W     Bild: YouTube Filmausschnitt

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4. Dezember - Während eines Konzerts von Frank Zappa & the Mothers in Montreux bricht Feuer aus – das Ereignis inspiriert Deep Purple zu Smoke on the Water. Das Lied erreichte Platz vier der amerikanischen Billboard-Charts und gehört zu den bekanntesten Werken der Rockmusik. Angeblich hatte ein Schweizer Fan mit einer Signalpistole an die Decke des Konzertsaals geschossen („some stupid with a flare gun“ heißt es im Text). Der gesamte Gebäudekomplex mitsamt dem Equipment der Mothers wurde zerstört. Der „Funky Claude“, der im Lied erwähnt wird, war Claude Nobs, der Direktor des Montreux Jazz Festivals, der den Besuchern half, sich vor dem Feuer zu retten („Funky Claude was running in and out/Pulling kids out the ground“). Der Titel des Songs bezieht sich auf den Rauch, der sich über dem Genfersee ausbreitete und der von den Musikern von Deep Purple in ihrem Hotel beobachtet wurde.        W   

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16. Dezember - Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt die Konvention über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer (biologischer) Waffen und Toxinwaffen sowie über die Vernichtung solcher Waffen (Biowaffenkonvention). Diese tritt am 26. März 1975 in Kraft. Sie ist zusammen mit der 1993 abgeschlossenen Chemiewaffenkonvention ein Nachfolgeabkommen zum Genfer Protokoll von 1925, mit dem erstmals der Einsatz von giftigen Gasen und bakteriologischen Methoden als Methoden zur Kriegsführung vertraglich verboten wurde. Die aus 15 Artikeln bestehende Konvention verpflichtet die Vertragsparteien, unter keinen Umständen Waffen auf der Basis von Mikroorganismen sowie anderen biologischen Substanzen oder Toxinen zu entwickeln, herzustellen, zu lagern oder anderweitig anzuschaffen. Gleiches gilt für Waffen und Waffensysteme, deren Zweck der Einsatz solcher Stoffe im Rahmen eines bewaffneten Konfliktes ist. Darüber hinaus sind die Vertragsstaaten auch verpflichtet, alle in ihrem Besitz befindlichen Bestände zu zerstören oder einer friedlichen Nutzung zuzuführen, und solche Waffen nicht an andere Staaten weiterzugeben. Die Staaten sind angehalten, bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Abkommens angemessen miteinander zu kooperieren. Die sich aus dem Genfer Protokoll von 1925 ergebenden Verpflichtungen werden durch die Konvention ausdrücklich nicht eingeschränkt. Dies ist von Relevanz, da sich aus der Konvention kein direktes Verbot des Einsatzes von Biowaffen ergibt. Deutschland trat am 7. April 1983 diesem Abkommen bei.

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2. Dezember - Nach der Unabhängigkeit von Großbritannien schlossen sich die sechs Scheichtümer Abu Dhabi, Dubai, Scharjah, Ayman, Umm al-Kaiwain und Fujaira zur Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate zusammen. 1972 folgte als siebtes Mitglied Ras al-Khaima. Staatsoberhaupt ist ein für fünf Jahre gewählter Präsident. Das höchste Föderationsorgan, den Obersten Rat, bilden die Herrscher der sieben Emirate. Exekutive und Legislative sind in ihm vereint. Die Föderationsversammlung hat nur beratende Aufgaben, die Einzelstaaten werden feudal regiert. Seit 1975 gibt es eine Verfassung, in der Abu Dhabi zum Sitz der zentralen Regierung erklärt wurde, die für die Außen-, die Verteidigungs- und die Ölpolitik zuständig ist.       W   

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Nach der Oetker-Entführung vom Vorjahr wird nun einer der Brüder Aldi entführt und gegen ein Lösegeld von 7 mio DM durch Vermittlung von Bischof Hengsbach wieder freigelassen.

 

Auch in der Schweiz wird schließlich das Frauenwahlrecht eingeführt (nach mehreren Volksabstimmungen mit gegenteiligem Ergebnis).

 

 

Die russische Raumfahrt erhält einen empfindlichen Rückschlag, als drei Kosmonauten nach ihrer Rückkehr zur Erde tot in ihrer Raumkapsel aufgefunden werden.

 

Der Mikroprozessor wird erfunden.

 

 

Der erste Taschenrechner von Texas Instruments beherrscht die 4 Grundrechenarten und wiegt noch mehr als 1 kg.

 

Niklaus Wirth entwickelt die Computersprache PASCAL.

 

Der Erfinder der Holographie Dennis Gabor erhält hierfür den Nobelpreis.

 

Armbanduhren werden hochgenau durch batteriegetriebene Schwingquarz-Steuerung. nach Oben

 

 

1972

23. Januar - Die Maus taucht zum ersten Mal in den Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger auf. Die Sendung, die ein knappes Jahr später in "Die Sendung mit der Maus" umbenannt wird, wurde von Gert Kaspar Müntefering Siegfried Mohrhof, Monika Paetow und Armin Maiwald entwickelt. Die „Sendung mit der Maus“ ist eine Wissenssendung für Kinder, die auch von Erwachsenen gern angesehen wird. Zielgruppe sind ältere Kindergartenkinder und Grundschüler bis etwa zur dritten Klasse, nach Angaben des WDR beträgt das Durchschnittsalter der Zuschauer jedoch knapp 40 Jahre. Das Alte Rom, Brennnesseln, das Archimedische Prinzip, Bundestagswahl, Tschernobyl, Kettenreaktion, Internet, Nachkriegszeit, die Weltraumstation Mir, die Herstellung unzähliger Produkte (von der Milch und den Brötchen über den Bleistift und Tennisball bis hin zum Flugzeug) und vieles mehr wurden und werden dem Zuschauer auf sehr anschauliche Weise nähergebracht. Dazu gehören auch Fragen wie „Wer malt die Streifen in die Zahnpasta?“, „Wie macht man Kaugummi – und wie ihn später auf dem Bürgersteig wieder weg? Die Maus, und ihre Freunde – dem kleinen blauen Elefanten und der gelben Ente (seit 1987) – die in kleinen Einspielfilmchen, den so genannten Maus-Spots, zu sehen sind, wurden von der Illustratorin Isolde Schmitt-Menzel erschaffen. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte die Maus in der Lachgeschichte „Die Maus im Laden“, einer von Isolde Schmitt-Menzel illustrierten Bildergeschichte. Die Animationen werden vom Zeichentrickfilmer Friedrich Streich erstellt, die berühmte Eröffnungsmelodie stammt von Hans Posegga.         W    

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30. Januar - Im Feuer von Fallschirmjägern der britischen Armee starben 13 Teilnehmer einer verbotenen Demonstration katholischer Bürgerrechtler in Londonderry, Nordirland. Der Nordirland-Konflikt forderte in den letzten drei Jahrzehnten bis zu 3600 Todesopfer. In Nordirland sind heute 18.000 britische Soldaten stationiert. Mit nackter Gewalt hatten die Briten seit je her versucht, auf der Nachbarinsel dauerhaft Fuß zu fassen. Bereits 1169 gab es eine anglo-normannische Invasion auf Irland. Nach 1790 bezahlten 50.000 Iren ihre Teilnahme am Aufstand unter Wolfe Tone mit dem Leben. Hinzu kam, dass zwischen 1840 und 1860 eine Hungersnot die grüne Insel fast entvölkerte. Von 1919 bis 1921 tobte der Britsch-Irische Krieg. 1969 begannen die "Troubles", die bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen, deren Höhepunkt der "Bloody Sunday" war.         W     Bild: SeanMack

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3. Februar - Die ersten Winterspiele in einem asiatischen Land wurden auf der japanischen Insel Hokkaido in Sapporo eröffnet. Nach einer erfolglosen Bewerbung, 32 Jahre zuvor war die Austragung aufgrund des Zweiten Weltkriegs abgesagt worden, durfte Sapporo endlich die Olympiade ausrichten. Von den 35 teilnehmenden Nationen gewann die Mannschaft der UdSSR vor der DDR die meisten Medaillen. Herausragende Sportler waren der Niederländer Ard Schenk, er gewann drei Goldmedaillen im Eisschnelllauf über 1500, 5000 und 10.000 Meter. Die russische Langläuferin Galina Kulakowa gewann in allen drei Ski-Langlaufwettbewerben der Frauen über 5 und 10 Kilometer und mit der sowjetischen Mannschaft im Staffelwettbewerb eine Goldmedaille. Die Schweizerin Marie-Theres Nadig gewann je eine Goldmedaille im Abfahrtslauf und im Riesenslalom. Sowie Francisco Fernandez Ochoa, er gewann als bisher einziger Spanier bei Olympischen Winterspielen die Goldmedaille im Slalom.         W    

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Das SALT Abkommen zwischen der UdSSR und den USA zur Begrenzung strategischer Rüstung wird unterzeichnet.

 

 

15. Februar - Nach dem Tode von König Frederik IX. von Dänemark bestieg seine älteste Tochter Margrethe II. als 54. Regentin den Thron. Margrethe II., die am 16.4.2000 ihren 60. Geburtstag feierte, war die erste weibliche Monarchin seit über 600 Jahren. Während der Vorbereitung auf ihre Regentschaft studierte Margrethe II. in Dänemark, Großbritannien und an der Pariser Sorbonne. 1967 heiratete sie Henri Graf de Laborde de Monpezat, der bei der Hochzeit den Namen Henrik annahm. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Frederik und Joachim hervor. Als Königin hat Margrethe II. nicht nur repräsentative Aufgaben zu erfüllen: Für alle neuen Gesetze ist ihre Unterschrift erforderlich. Anerkennung als Künstlerin erlangte die dänische Regentin auch als Kostüm- und Kulissenbildnerin für das Königliche Theater und als abstrakte Malerin.
Bild: Public Domain

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17. Februar - Mit einem 1302 S in Hellblaumetallik, der als 15.007.032. Fahrzeug vom Band läuft, übertrifft der VW Käfer das Ford Model-T als meistgebautes Auto der Welt.

 

 

 

21. Februar - Als erster Präsident der Vereinigten Staaten reiste Richard M. Nixon in die Volksrepublik China. Der Besuch wurde als "Gipfeltreffen des Jahrhunderts" betitelt und erst im Rahmen der neuen Außenpolitik Chinas des Premiers Zhou Enlai ermöglicht. Während des Treffens vereinbarte Nixon mit dem Regierungschef Mao Zedong eine Normalisierung auf diplomatischer Ebene. Außerdem sicherten die USA den Abzug ihrer Truppen aus Taiwan zu. Der von Asien und der Sowjetunion mit Skepsis betrachtete Besuch stellte den Höhepunkt der sogenannten "Ping-Pong-Diplomatie" dar. Der Name rührt von den sportlichen Begegnungen, die am Anfang der Beziehungen zwischen den beiden Ländern gestanden hatten.

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3. März - Die US-amerikanische Raumsonde Pioneer X wird an Bord einer Trägerrakete vom Typ Atlas Centaur in Richtung der äußeren Planeten gestartet. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen über Jupiter, den Asteroidengürtel und den interplanetaren Weltraum war die Pioneer-10-Mission auch ein wichtiger Schritt im Bereich der Raumsondenkonstruktion und Missionsplanung. Die Sonde erwies sich als äußerst robust und sendete das letzte Mal im Januar 2003 Daten zur Erde. Mit einer Missionsdauer von knapp 31 Jahren übertraf sie ihre geplante Lebensdauer von 21 Monaten um mehr als das Sechzehnfache.   

Mit an Bord war auch ein Plakette die in der Hoffnung hergestellt wurde, etwaige intelligente, außerirdische Lebensformen könnten dadurch von der Menschheit und ihrer Position im Universum erfahren, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür äußerst gering ist. Die Platte bestehe aus Aluminium und sind mit Gold beschichtet. Sie sind 229 mm × 152 mm groß und 1,27 mm dick. Die auffälligste Abbildung auf der Plakette sind ein Mann und eine Frau. Als die schematischen Zeichnungen damals veröffentlicht wurden, entbrannte in den USA eine hitzige Diskussion darüber, ob man die menschlichen Geschlechtsteile so unverhüllt darstellen dürfe oder nicht. Einige Wissenschaftler gaben weiterhin zu bedenken, dass die zum Gruß aufgerichtete Hand des Mannes von Außerirdischen irrtümlich als eine aggressive Geste missverstanden werden könnte. Im Hintergrund ist im gleichen Maßstab die Silhouette der Pioneer-Sonde zu sehen. Links daneben ist die Position der Sonne in Relation zu 14 Pulsaren und zum Zentrum der Milchstraße kodiert. Unten befindet sich eine Darstellung unseres Sonnensystems mit den acht Planeten sowie dem Zwergplaneten Pluto (der zum damaligen Zeitpunkt noch Planetenstatus hatte) und die Reiseroute der Raumsonde darin. Links oben findet sich die Darstellung eines Hyperfeinstrukturüberganges des Wasserstoffatomes.      W  

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Nach einer Schießerei in Hamburg wird der zur RAF gehörende Manfred Grashof festgenommen, ein Polizist erliegt später seinen Verletzungen. Kurz danach, am 16. Juni 1972, gelingt es der Polizei in Hannover Ulrike Meinhof zu verhaften. Sie ist die letzte der ursprünglichen RAF-Gründer, die den Fahndern in die Falle geht. Doch die gewalttätigsten RAF-Jahre beginnen erst jetzt, sie finden 1977 mit der Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback, des Bankiers Jürgen Ponto sowie der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" und dem Mord an Arbeitgeberpräsident Hans Martin Schleyer ihren Höhepunkt. Alles begann im April 1968, als Andreas Baader und Ulrike Meinhof mit einem Brandanschlag auf ein Kaufhaus ein Zeichen gegen den Vietnamkrieg setzen wollten. 1970 beginnt der Aufbau der "Rote Armee Fraktion", diese führt einen bewaffneten Kampf gegen das "imperialistische System" in der Bundesrepublik, gegen die NATO und den "Militärisch Industriellen Komplex".

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27. April - Ein konstruktives Misstrauensvotum (das erste in der Geschichte der Bundesrepublik) gegen Willy Brandt verfehlt die erforderliche Mehrheit knapp um zwei Stimmen.

 

 

 

27. April - In Washington, London und Moskau wurde ein Vertrag gegen Biologische und Chemische Waffen unterzeichnet. In diesem Vertrag wurde ein weltweites Verbot der Erforschung, Herstellung und Lagerung chemischer und bakteriologischer Waffen verankert.

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1. Juni - In Frankfurt am Main verhafteten Polizisten die Terroristen Andreas Baader, Holger Meins und Jan Carl Raspe. Damit war der Polizei nach intensiver Fahndung ein erster großer Schlag gegen die linksterroristische Roten Armee Fraktion (RAF) gelungen. Aber auch nach der Verhaftung weiterer führender Terroristen wie Ulrike Meinhof im Juni 1972 verübte die Rote Armee Fraktion weitere Attentate bis zu ihrer Selbstauflösung 1998. Einen Höhepunkt erreichte der Terror 1977 mit der Entführung eines Lufthansa-Flugzeugs nach Somalia und der Geiselnahme des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer. Insgesamt tötete die RAF etwa 30 Menschen.

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3. Juni - Das Viermächte-Abkommen in Kraft, das zwischen den USA, Großbritannien, Frankreich und der ehemaligen UdSSR abgeschlossen wurde. Es bestätigte die Verantwortlichkeiten und Rechte der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges. Moskau akzeptierte mit dem Viermächte-Abkommen die gewachsene Lage, nämlich die faktische Zugehörigkeit West-Berlins zur Bundesrepublik. Erstmals seit 1945 garantierte die Sowjetunion den ungehinderten zivilen Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin. Gleichzeitig wurde jedoch auch festgeschrieben, dass der Westteil Berlins "kein Bestandteil" der Bundesrepublik war. Bonn musste daraufhin seine Präsenz in West-Berlin reduzieren.

 

 

3. Juni - Das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten BRD und DDR tritt in Kraft. Grundlage für dieses Abkommen war das kurz zuvor zwischen den Alliierten beschlossene Viermächteabkommen vom 3. September 1971, welches ebenfalls am 3. Juni 1972 in Kraft trat. Das Abkommen fand Anwendung auf die Bereiche Schifffahrt, Bahn- und Straßenverkehr. Der Flugverkehr zwischen Berlin und dem Bundesgebiet war nicht Bestandteil des Abkommens. Besonderes Augenmerk erhielt der Straßenverkehr. Die Vorschriften und Verfahrensweisen im Falle eines Missbrauchs waren besonders im Bereich Güter- und Personenverkehr sehr ausführlich, nicht zuletzt aus dem Grunde, weil hier aus Sicht der DDR die größte Gefahr bestand, die Transitstrecken für Fluchtversuche zu missbrauchen. Mit dem Abkommen wurde unter anderem vereinbart, dass die Ausstellung von Visa an den Grenzkontrollstellen der DDR direkt am Fahrzeug der Reisenden zu erfolgen habe und dass eine Kontrolle der Gepäckstücke unterbleibe. In die Pässe wurde dabei ein zweifarbiger Visavermerk gestempelt. Die Farben wechselten jedes Jahr. Mit Artikel 18 wurde zudem geregelt, dass die für die Benutzung der Transitwege anfallenden Kosten fortan nicht mehr direkt vom Reisenden zu bezahlen waren, sondern nunmehr in einer jährlichen Pauschalsumme von 234,9 Millionen DM durch die Bundesrepublik beglichen wurden. Aus Sicht der DDR bestand eine erhöhte Gefahr, dass die Transitstrecken für Fluchtversuche oder unkontrollierte und somit unerwünschte Kontakte zwischen West-Berlinern bzw. Bundesbürgern und Bürgern der DDR genutzt werden könnten. Daher wurde im Vertragswerk explizit festgehalten, was als Missbrauch des Transitabkommens gewertet und strafrechtlich verfolgt werden könnte in dem er:

a) Materialien verbreitet oder aufnimmt;
b) Personen aufnimmt;
c)
die vorgesehenen Transitwege verläßt, ohne durch besondere Umstände, wie Unfall oder Krankheit, oder durch Erlaubnis der zuständigen Organe der Deutschen Demokratischen Republik dazu veranlaßt zu sein;
d) andere Straftaten begeht ode
e) durch Verletzung von Straßenverkehrsvorschriften Ordnungswidrigkeiten begeht.       

   W    Bild: Bundesarchiv, Bild 183-K1211-0014 / Link, Hubert / CC-BY-SA

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In Hannover wurde am 15. Juni, die Terroristin Ulrike Meinhof verhaftet. Mit ihr ging das letzte Mitglied der "ersten Generation" der Rote Armee Fraktion (RAF) in Haft. Sie war entscheidend an der Befreiung des Terroristen Andreas Baader aus der Haft beteiligt. So gründete sich Baader-Meinhof-Gruppe. Als Journalistin machte Meinhof gegen den "Konsumterror" mobil. Mit anderen Mitgliedern der RAF ließ sie sich in einem militärischen Trainingscamp radikaler Palästinenser in Jordanien für ihre Terroraktionen ausbilden. Die RAF verübte vor allem Banküberfälle und Sprengstoffanschläge. Von 1971 bis 1993 starben rund 30 Menschen bei Terroranschlägen der RAF. Ulrike Meinhof erhängte sich am 9. Mai 1976 in ihrer Gefängniszelle.

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17. Juni - Fünf als Klempner verkleidete Männer werden in Washington verhaftet, als sie im Hauptquartier der Demokratischen Partei der USA Abhörgeräte installierten. Darunter war auch James Mc Cord, Sicherheitsberater des Wiederwahlkomitees von US-Präsident Richard Nixon. Der Republikaner Nixon entließ seinen Mitarbeiter umgehend und wies jede Verquickung mit der Abhöraktion von sich. Journalistische Untersuchungen ergaben jedoch, dass Nixon selbst die Bespitzelung des politischen Gegners in Auftrag gegeben hatte und führten zur Aufdeckung weiterer Verbrechen und Vergehen, die in den Jahren zuvor teils auf direkte Anweisung des Weißen Hauses hin begangen worden waren. In einer erstaunlichen Kette von Enthüllungen, die ab März 1973 die Berichterstattung der Medien dominierte, erfuhr eine schockierte amerikanische Öffentlichkeit vom Ausmaß dieser Amtsmissbräuche zulasten der politischen Gegner Nixons. Am 9. August trat Nixon als erster und bisher einziger Präsident der USA von seinem Amt zurück und kam so einem Amtsenthebungsverfahren zuvor. Sein Nachfolger, der Republikaner Gerald Ford, befreite Nixon kurz darauf von jeder Strafverfolgung.

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Der Unterhaltungselektronik- und Automatenhersteller Atari wird von Nolan Bushnell und Ted Dabney mit einem Startkapital von 500 Dollar gegründet. Ursprünglich wollte er die Firma Syzygy nennen, aber zu seiner eigenen Überraschung gab es bereits einen Dachdecker mit diesem Namen, und er wich auf den Namen „Atari“ aus – einen Begriff aus der japanischen Kampfkunst und dem Brettspiel Go, das er in seiner Freizeit gern spielte. Atari bedeutet da: Angriff, Treffer. Als Logo wählte er die stilisierte Fassung des japanischen Berges Fuji. Er ließ von seinem Kollegen, dem Atari-Mitbegründer Allan Alcorn ein einfaches Reaktionsspiel programmieren: "Pong". Dieses auch für Anfänger leicht verständliche Spiel begründete 1972 den ersten Erfolg der Firma. Bushnell geriet damit in einen juristischen Streit mit der Firma Magnavox, der damit endete, dass Magnavox von Atari bis 1976 einen Gewinnanteil erhielt. 1976 verkaufte er Atari an Time Warner.       W   Bild: GDC Online

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30. Juni - Erstmals wird eine Schaltsekunde ans Tagesende angefügt, um die offizielle Zeit mit der mittleren Sonnenzeit zu synchronisieren. Bis in die 1950er Jahre war die Sekunde als 1/86400 eines mittleren Sonnentages definiert. Eine solche ungleichförmige Zeitskala ist für viele technische und wissenschaftliche Zwecke nicht brauchbar. Seit 1967 ist daher die Sekunde als das 9.192.631.770-fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustands von Atomen des Nuklids 133Cs entsprechenden Strahlung festgelegt. Die so erzeugte gleichförmig verlaufende Zeitskala ist die Internationale Atomzeit (TAI). Die Erdrotation wird dennoch weiter beobachtet; die aus ihr abgeleitete ungleichförmig verlaufende Zeitskala ist die Universal Time UT1, die z. B. für astronomische Zwecke benötigt wird. Im Jahr 1972 betrug die Differenz zwischen UTC und TAI vor Einführung der Schaltsekunde bereits 10 Sekunden. Somit liegt der Unterschied heute bei etwa 35 Sekunden. Die im Alltag verwendete bürgerliche Zeit sollte sich zweckmäßigerweise am Tag-Nacht-Wechsel, also an der Erdrotation und damit an UT1 orientieren, andererseits ist für technische Zwecke ein streng gleichförmiges Zeitmaß, also TAI, wünschenswert. Als Kompromiss wurde die Koordinierte Weltzeit UTC eingeführt. Zeiteinheit für UTC ist wie für TAI die mit Atomuhren gemessene SI-Sekunde. Durch Einfügen von Schaltsekunden wird erreicht, dass sich UTC nie um mehr als 0,9 s von UT1 entfernt. Auf diese Weise ist einerseits gewährleistet, dass die Alltagszeitskala nicht langfristig von der mittleren Sonnenzeit abdriftet, andererseits steht eine atomuhrgenaue Zeiteinheit zur Verfügung.         W      Bild: Luekk

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1. August - Die Bauer Verlagsgruppe bringt die deutsche Ausgabe des Männermagazins Playboy auf den Markt. Die erste Ausgabe erschien am 1. Dezember 1953 in den Vereinigten Staaten und enthielt ein aufklappbares Blatt, auf dem Marilyn Monroe recht freizügig posierte, daneben eine Sherlock Holmes-Geschichte, einen Artikel über die Dorsey-Brüder (Jimmy und Tommy) und einen Bericht über das Tisch-Design im modernen Büro. Von den 70.000 Exemplaren der Startauflage wurden 54.175 zum Preis von 0,50 US-Dollar verkauft. Ursprünglich sollte die Zeitschrift Stag Party (etwa: „Junggesellen-Party“) heißen, was aus markenrechtlichen Gründen jedoch nicht möglich war. Ein Freund des Herausgebers Hugh Hefner schlug dann den Namen Playboy vor.

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1. September - Der amerikanische Schachspieler Bobby Fischer besiegte in der isländischen Hauptstadt Reykjavik den sowjetischen Schachweltmeister Boris Spasski. Mit vier Punkten Vorsprung gelang es Fischer, die seit 24 Jahren andauernde Vorherrschaft der Sowjets im internationalen Schach-Sport zu beenden.

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4. September - Der 22-jährige Schwimmer Mark Spitz gewann bei den Olympischen Spielen in München mit der US-Lagenstaffel über 4 x 100 Meter seine siebente Goldmedaille. Spitz dominierte die Einzelwettkämpfe über 100 und 200 Meter Schmetterling ebenso wie die Freistilstrecken über 100 und 200 Meter. Zwei weitere Goldmedaillen holte der Ausnahmeathlet mit den beiden Freistil-Staffeln. Die sieben Titel - jeweils in neuer Weltrekordzeit - machten "Mark the Shark" zum erfolgreichsten Olympiateilnehmer. Wenige Stunden nach dem Triumph des jüdischen Schwimmers überfielen palästinensische Terroristen die israelische Unterkunft im Olympischen Dorf. Spitz wurde unter Geleitschutz gestellt und erklärte nach der Rückkehr in die USA seinen Rücktritt. 1999 wurde er zum "Schwimmer des Jahrhunderts" gewählt.       W   

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Am 5. September 1972 überfällt ein Trupp palästinensischer Terroristen die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen in München. Im Verlauf der Geiselnahme kommen 17 Menschen um - die Spiele werden aber nur kurz unterbrochen. Die Geiselnehmer verlangten zunächst die Freilassung von 232 Palästinensern aus israelischen Gefängnissen sowie die Freilassung der deutschen RAF-Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof sowie des japanischen Terroristen Kōzō Okamoto. Die israelische Regierung unter Golda Meir lehnte Zugeständnisse ab. Versuche deutscher Politiker, sich als Austauschgeiseln anzubieten, wiesen die Palästinenser zurück. Bei einem schlecht geplanten und katastrophal gescheiterten Befreiungsversuch durch deutsche Behörden auf dem nahen Militärflugplatz Fürstenfeldbruck starben am Abend desselben Tages alle verbleibenden neun Geiseln, ein deutscher Polizist und fünf der Terroristen. Insgesamt kamen in München und Fürstenfeldbruck 17 Menschen ums Leben.         W    

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21. September - Der Deutsche Bundestag billigt eine Reform der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Hauptveränderung bestand darin, dass Arbeitnehmer ab 1973 bereits im Alter von 63 Jahren in den Ruhestand gehen können, wenn sie bis dahin über 35 anrechnungsfähige Versicherungsjahre verfügen.

 

 

30. September - Die Ölandbrücke wird in Schweden eröffnet, eine der längsten europäischen Brücken. Die Ölandsbron, so ihr schwedischer Name, ist eine Brücke, die Kalmar auf dem schwedischen Festland mit Färjestaden auf der Insel Öland im Osten verbindet. Sie ist 6072 Meter lang und wird von 156 Pfeilern getragen. Sie hat eine durchschnittliche Höhe von 36 Metern und ist 13 Meter breit. An ihrer höchsten Stelle liegt die Fahrbahn 41,69 Meter über dem Meeresspiegel, an ihrer niedrigsten 6,65 Meter. Ihre insgesamt 155 Brückenfelder bestehen aus Spannbeton, von denen die sechs mittleren jeweils 150 Meter Spannweite aufweisen. Es wurden 7000 Tonnen Betonstahl und 105.000 Kubikmeter Beton verbaut. Die Brücke gliedert sich in drei Teilstücke. Der niedrige westliche Abschnitt ist 795 Meter lang und besitzt 23 Felder. Hieran schließt sich östlich die Hochbrücke mit einer Länge von 910 Meter und 23 Feldern an. Der längste Abschnitt ist der östliche, Öland zugewandte, Teil mit 124 Feldern und einer Länge von 4355 Metern. Der Bau der Brücke kostete 80 Millionen Schwedische Kronen. Weitere 19 Millionen wurden für die Auffahrten zur Brücke investiert.         W     Bild: Public Domain

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78 Staaten unterzeichnen die Ächtung bakteriologischer Waffen.

 

 

Mit Richard Nixon findet der erste Besuch eines US Präsidenten in China und der UdSSR statt.

 

 

19. Oktober - Der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll erhält den Nobelpreis für Literatur. Der 1917 in Köln geborene Böll gehört zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern der Gegenwart. Böll war auch ein entschlossener Befürworter der Friedensbewegung. In seinen Büchern schildert Böll den Alltag während und nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Mittelpunkt seines Werks steht dabei die Auseinandersetzung des Individuum's mit der Frage der Schuld und Verantwortung. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Der Zug war pünktlich" (1949), "Billard um halb Zehn" (1959) und "Ansichten eines Clowns" (1963). Mehrere seiner Werken wurden erfolgreich verfilmt, darunter "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Volker Schlöndorff.

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28. Oktober - Der "Airbus" unternimmt seinen ersten Probeflug. Das Verkehrsflugzeug wird von einem Konsortium mit französischer, deutscher, britischer und spanischer Beteiligung gebaut und ist die "europäische Antwort" auf die bis dahin marktbeherrschende US-amerikanische Flugzeug-Industrie.       W   

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Die Olympischen Spiele in München (mit deutlich erweitertem Programm von 195 Disziplinen) werden überschattet von der Geiselnahme 11 israelischer Sportler durch ein palästinensisches Terrorkommando und einen missglückten Befreiungsversuch durch deutsche Sicherheitskräfte, bei dem 17 Tote zu beklagen sind. "The Games must go on" leitet die endgültige Kommerzialisierung der Spiele ein.

 

 

Der erste zivile Fernerkundungssatellit LANDSAT 1 wird gestartet und, die Russen landen die Sonde WENERA 8 weich auf der Venus.

 

 

Die Amerikaner starten die Raumsonde PIONEER 10, die nach einem außerordentlich erfolgreichen Erkundungsflug am 13.6.1983 als erstes Gerät menschlicher Produktion das Sonnensystem verlassen wird.

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Start Apollo 17Apollo 17 startet mit drei Astronauten zum vorläufig letzten bemannten Mondflug der Vereinigten Staaten. An Bord befinden sich Eugene Cernan, Ronald Evans und der Geologe Harrison Schmitt, der als erster Wissenschaftler den Mond betritt. Am 11. Dezember landet die Mondfähre in der Nähe des Littrow-Kraters im Gebiet der Taurus-Berge. Schmitt und Cernan sammeln 110 kg Mondgestein und legen im Mondauto rund 34 Kilometer durch das Taurus-Littrow Tal zurück. Bei ihrem Abflug am 14. Dezember hinterlassen sie eine Plakette mit der Inschrift: "Hier beendeten die Menschen ihre erste Monderkundung. Dezember 1972. Möge der Geist des Friedens, mit dem wir gekommen sind, im Leben der ganzen Menschheit widergespiegelt werden." Am 19. Dezember kehren die Astronauten wohlbehalten auf die Erde zurück.         W    

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23. Dezember - Die letzten Überlebenden des am 13. Oktober abgestürzten Uruguayan-Air-Force-Flug 571, die sich zum Teil nur durch Kannibalismus am Leben erhalten haben, werden gerettet. Fuerza-Aérea-Uruguaya-Flug 571 war ein Flug der Luftwaffe Uruguays von Montevideo nach Santiago de Chile. Die Maschine vom Typ Fairchild-Hiller FH-227 zerschellte am 13. Oktober 1972 an einem Berghang in den Anden in 4.000 Metern Höhe. Nach 72 Tagen im Eis konnten 16 von 45 Insassen gerettet werden. Die Geschehnisse sind seitdem auch bekannt als das „Wunder der Anden“. Das Doku-Drama "Überleben" von Frank Marshall ist die bekannteste filmische Aufarbeitung dieser Ereignisse.    W   

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1973

27. Janaur - In Paris unterzeichnen die Unterhändler Nord- und Süd-Vietnams sowie der Vereinigten Staaten ein mühsam ausgehandeltes Abkommen über die Beendigung des Vietnam-Krieges, wonach am Folgetag ein Waffenstillstand im Vietnamkrieg in Kraft treten soll und die USA sich schrittweise aus Vietnam zurückziehen sollen. Am 29. März 1973 verließ schließlich der letzte US-Soldat Südvietnam, kurz zuvor waren 591 amerikanische Kriegsgefangene entlassen worden. Die Unterhändler Nordvietnams und der USA, Lê Duc Tho und Henry Kissinger, erhielten hierfür wenig später den Friedens-Nobelpreis.         W   

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Am 27. Februar besetzten bewaffnete Angehörige von AIM, der Bewegung der amerikanischen Indianer, Wounded Knee. Der kleine Ort im Pine Ridge-Reservat im US-Bundesstaat South Dakota steht für den Überlebenskampf der Indianer. 1890 wurden dort bei einem Massaker, das heute von Historikern mit My Lai in Vietnam verglichen wird, über 300 Menschen umgebracht.

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4. März - Die Einführung der Sendeform "Talkshow" erfolgte in Deutschland mehr als zwanzig Jahre nach deren Entstehen in den USA. Zwar hatte man bereits in den 60er Jahren über Gesprächssendungen nach amerikanischem Vorbild nachgedacht, doch man fürchtete, dass der deutsche Zuschauer, der zu jener Zeit vor allem Krimis und amerikanische Spielfilme liebte, nicht reif für ein derartiges Talk-Konzept sei. Ab März 1973 wurden in WDR 3 die ersten zehn Folgen von "Je später der Abend"ausgestrahlt, mit Dietmar Schönherr als Moderator. Die Sendung war ein absolutes Novum in der deutschen Fernsehlandschaft, da sie das erste Format war, das Gespräch als Fernsehunterhaltung verstand und nicht als Bildung und Information.       W   

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20. März - Fertigstellung des 5 Km langen Eiderdamms mit dem Eidersperrwerk - eines der größten Bauwerke des Jahrhunderts. Da das Hinterland an der Eider bei Sturmfluten ständig unter Wasser gesetzt wurde, begann man 1967, die Mündung des Flusses mit einem Sperrwerk abzuriegeln. Rund 170.000 Tonnen Fels, Beton, Kies und Stahl wurden bewegt, 300 Planer, Techniker und Arbeiter verwirklichten eines der kühnsten wasserbautechnischen Projekte Deutschlands. In den Bau wurden etwa 170 Millionen Mark investiert, seine Generalprobe bestand das Eidersperrwerk bei der grossen Sturmflut am 3. Januar 1976. Doch die extreme Belastung durch 30 bis 40 Millionen Kubikmeter Wasser, das zweimal täglich durch die Fluttore strömt, wirkt sich aus: Die Unterhaltungskosten von 1973 bis heute betrugen über 76 Millionen Mark, eine Sanierung der Fundamente ist dringend nötig.

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21. März - In Hamburg wird die 290 Meter lange und 70m hohe Kattwyk-Brücke über der Süderelbe eingeweiht. Sie ist mit 46 m Hubhöhe die größte Hubbrücke der Welt. Eine Besonderheit der Brücke ist, dass die Eisenbahnschienen auf der Brücke in der Mitte der Straßenfahrbahn verlaufen. Deshalb muss diese für die Durchfahrt eines Güterzuges für den Straßenverkehr für ca acht bis zehn Minuten gesperrt werden. Für den Schiffsverkehr wird die Brücke tagsüber immer zu den geraden Stunden geöffnet.    Bild: Gunnar Ries

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24. März - In der deutschen Fußball-Bundesliga hält die Trikotwerbung ihren Einzug. Die Elf von Eintracht Braunschweig tritt erstmals in einem Spiel mit Jägermeister-Reklame an. Allerdings bediente man sich hier eines Tricks, denn der DFB verbot Trikotwerbung, sodass die Eintracht kurzerhand das Firmenlogo von Jägermeister als Vereinswappen übernahm und so „legal“ werben konnte. Dies war zugleich der erste große Auftritt von Günter Mast. Der Wolfenbütteler Kräuterlikörfabrikant begleitete Eintracht in der Zeit von 1972 bis 1987 als Sponsor und 1983 bis 1986 auch als Präsident. Sein publikumswirksamer Dauerstreit mit dem DFB – er wollte ursprünglich die Mannschaft in „Jägermeister Braunschweig“ umbenennen lassen – verschaffte seinen Produkten in ganz Westdeutschland werbewirksame Schlagzeilen.       W   

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3. April - Das von Minoru Yamasaki entworfene und erbaute World Trade Center in New York City wird offiziell eingeweiht, obwohl es erst 1977 fertiggestellt wird. Das World Trade Center, abgekürzt WTC, deutsch Welthandelszentrum, war ein aus sieben Gebäuden bestehender Gebäudekomplex in New York City. Die beiden bekanntesten Gebäude des Komplexes in Lower Manhattan, der Südspitze des New Yorker Stadtteils Manhattan, waren die beiden 110 Stockwerke umfassenden Zwillingstürme (Nord- und Südturm), welche 1970 und 1971 vollendet und 1973 offiziell eröffnet wurden. Die beiden Türme waren die höchsten Gebäude New Yorks mit einer Höhe von 417 Metern (Nordturm, WTC 1; einschließlich 1978 errichtetem Antennenmast sogar 526,7 Meter) und 415 Metern (Südturm, WTC 2). Die beiden fast gleichen Hochhaustürme wurden bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 mit zwei entführten Passagierflugzeugen zerstört. Beim Einsturz begruben die Trümmer das WTC-3-Gebäude (Marriott Hotel) unter sich. Das WTC-7-Gebäude stürzte acht Stunden später ebenfalls ein. Es starben 2.602 Menschen, die nicht mehr aus dem WTC fliehen konnten, und die Insassen der beiden Flugzeuge (AA 11 und UA 175), die die Attentäter in die Zwillingstürme steuerten. 343 Feuerwehrleute, 60 Polizisten und acht Sanitäter starben bei den Rettungseinsätzen.       W   

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17. April - Das US-amerikanische Kurier- und Logistikunternehmen Federal Express nimmt mit 14 Flugzeugen seine Tätigkeit auf, mit denen vorläufig 25 Städte in den USA angeflogen werden. 1971 wurde das Unternehmen unter dem Namen Federal Express von Frederick W. Smith in Little Rock (Arkansas) gegründet. Der Name des Unternehmens sollte dazu beitragen, Regierungsaufträge zu erhalten. 2000 erhielt das Unternehmen seinen heutigen Namen FedEx Corporation, wobei man sich an der seit vielen Jahren gebräuchlichen Abkürzung FedEx orientierte und sie zur offiziellen Bezeichnung der Firma machte.

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21. Mai - Ein verwirrter Mann beschädigt in einem Akt von Vandalismus Michelangelos Pietà im Petersdom. Der Täter schlägt mit einem Hammer auf die Skulptur ein.

Bild: Stanislav Traykov, Niabot

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1. Juli - Das Gesetz über die Gleichstellung von Wehr- und Zivildienst löste gemeinsam mit dem Zivildienstgesetz, welches am 9. August in Kraft trat, das Ersatzdienst-gesetz ab. Der Zivildienst wurde zu einer wichtigen Stütze im sozialen Bereich der Bundesrepublik Deutschland. Bei den immer wieder aufkeimenden Diskussionen um die Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland wurde nicht selten die Notwendigkeit der allgemeinen Wehrpflicht mit der Unentbehrlichkeit der Zivildienstleistenden in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen sozialen Einrichtungen begründet. Bei diesem Disput wurde oft vernachlässigt, dass das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland überhaupt kein Wahlrecht zwischen Wehr- und Zivildienst vorsieht. Denn nur derjenige, der als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen anerkannt sei, könne Zivildienst leisten. Eine völlig neue Richtung erfuhr die Diskussion, seit auch Frauen zum Dienst an der Waffe zugelassen wurden. Die deutschen Männer seien gegenüber den Frauen benachteiligt, da sie ihrer Wehrpflicht nachkommen müssten, während die Frauen die Karriere bei der Bundeswehr einschlagen könnten, nicht aber wehrpflichtig seien. Das verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes.

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3. Juli - Die erste Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) wird eröffnet. Die Konferenz war eine Folge von blockübergreifenden Konferenzen der europäischen Staaten zur Zeit des Ost-West-Konfliktes. Seit 1995 nennt sich die KSZE Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Teilnehmer waren 35 Staaten: die USA, Kanada, die Sowjetunion und alle europäischen Staaten mit Ausnahme von Albanien und Andorra, welche erst später der KSZE bzw. OSZE beitraten. Bei den Hauptverhandlungen wurde vor allem um die Frage des Verhältnisses zwischen dem Prinzip der staatlichen Souveränität und des Rechtes der Individuen auf Freizügigkeit und freien Zugang zu Informationen gerungen. Aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland zählte auch das Offenhalten der Möglichkeit für friedliche Grenzänderungen mit Hinblick auf eine angestrebte Wiedervereinigung mit der DDR zu den zentralen Verhandlungsgegenständen. Nach teilweise sehr zähen Verhandlungen einigten sich alle Staaten im Mai 1975 auf Kompromissformeln zu allen strittigen Bereichen, die den Weg zur Unterzeichnung der Schlussakte am 1. August 1975 freimachten.       W   Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F083849-0025 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA

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18. September - Die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) wurden in New York als 133. und 134. Mitglied in die Vereinten Nationen (UNO) aufgenommen. Der Außenminister der BRD Walter Scheel und DDR-Außenminister Otto Winzer beglückwünschten sich zum UNO-Beitritt. 1945 war die UNO offiziell gegründet worden und Deutschland als so genannter Feindstaat nicht aufgenommen worden. Wegen des Ost-West-Konfliktes war kein deutscher UN-Eintritt bis 1973 möglich. Von 1950 bis 1972 versuchten beide deutsche Staaten, sich in der UNO zu etablieren. Nach dem Eintritt bis 1990 agierten sie als zwei Staaten innerhalb der UNO. Seit der Wiedervereinigung von BRD und DDR gibt es eine deutsche Vertretung.

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23. September - In Deutschland wird auf Initiative der Björn-Steiger-Stiftung die bundesweite, flächendeckende Einführung der Notrufnummern 110 und 112 beschlossen. Die Stiftung ist nach Björn Steiger benannt, der 1969 nach einem Verkehrsunfall verstorben war. Siegfried und Ute Steiger, die Eltern des verunglückten Kindes, gründeten noch im gleichen Jahr diese Stiftung. Am 3. Mai 1969 wurde er auf dem Nachhauseweg von einem Auto angefahren. Der Verkehrsunfall führte zu lebensgefährlichen Verletzungen. Obwohl wiederholt die Polizei und die Rettungskräfte alarmiert wurden, dauerte es eine Stunde, bis der Krankenwagen am Unfallort eintraf. Björn Steiger verstarb noch im Rettungswagen während des Transports ins Krankenhaus. Ende der 1960er Jahre gab es in der Bundesrepublik weder rund um die Uhr besetzte Leitstellen noch eine Koordinierung der Hilfsorganisationen.
W
     Bild: KMJ aus der deutschsprachigen Wikipedia

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20. Oktober - In einem legendären Spiel dreht der 1. FC Kaiserslautern ein 1:4 gegen den FC Bayern München in den letzten 30 Spielminuten noch um und gewinnt mit 7:4.

 

 

20. Oktober - Königin Elisabeth II. eröffnet das Opernhaus von Sydney. Die Eröffnung, bei der Beethovens 9. Sinfonie zur Aufführung gebracht wird, wird live im Fernsehen übertragen und mit einem großen Feuerwerk gefeiert.

 

 

30. Oktober - In Istanbul wird die Europa und Asien verbindende Bosporus-Brücke vom türkischen Staatspräsidenten Fahri Korutürk eröffnet. Die Bosporus-Brücke ist eine Hängebrücke mit sechs Fahrspuren, zwei Notspuren und einem Fußweg. Die Fahrtrichtung der Hauptspuren ist nicht festgelegt, sondern wird je nach Tageszeit und Wochentag dem Verkehrsfluss angepasst. An Werktagen führen morgens vier Spuren von Ost nach West, abends vier von West nach Ost, um den Berufsverkehr von Asien nach Europa, wo sich die meisten Arbeitsplätze befinden, zu bewältigen. Die Brücke überquert den Bosporus mit einer lichten Höhe von 64 m, so dass auch große Schiffe wie Flugzeugträger und Kreuzfahrtschiffe passieren können. Ihre Länge zwischen den auf den Hochufern gelegenen Ankerblöcken beträgt 1560 m. Die Spannweite zwischen den Pylonen beträgt 1074 m.      W     Bild: Darwinek

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14. November - Die britische Prinzessin Anne heiratete in der Londoner Westminster Abbey den Hauptmann Mark Phillips. Über 500 Millionen Menschen weltweit verfolgten die Trauung live am Bildschirm. Nur vier Monate nach der Hochzeit scheiterte ein Versuch der IRA, die Prinzessin zu entführen. 1990 wurde sie für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Die Ehe mit Mark Phillips wurde nach 19 Jahren im April 1992 geschieden. Am 12. Dezember heiratete Anne den Marineoffizier Captain Timothy Laurence. Sie hat 222 Ehrenämter und erfüllt jährlich etwa 700 repräsentative Termine. Die Hörer der BBC wählten sie 1993 wegen ihres Einsatzes für das Kinderhilfswerk zur "Persönlichkeit des Jahres".

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16. November - Die OPEC beschließt, den Ölpreis um 70 % anzuheben und löst damit die erste große Ölkrise aus. Die erste und folgenreichste Ölkrise wurde im Herbst 1973 durch den Jom-Kippur-Krieg (6. bis 26. Oktober 1973) ausgelöst. Die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) drosselte bewusst die Fördermengen um ca. fünf Prozent, um die westlichen Länder bezüglich ihrer Unterstützung Israels unter Druck zu setzen. In der Bundesrepublik Deutschland wurde als direkte Reaktion auf die Krise viermal ein Sonntagsfahrverbot im November (erstmalig 25. November 1973) und Dezember 1973 verhängt sowie neue Geschwindigkeitsbegren-zungen eingeführt. Dies hatte einen moralischen, aber keinen wirtschaftlichen Effekt. 1974 musste die Bundesrepublik für ihre Ölimporte rund 17 Milliarden DM mehr bezahlen als im Jahr zuvor. Dies verstärkte die Wirtschaftskrise und führte zu einem deutlichen Anstieg von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Sozialausgaben und Insolvenzen von Unternehmen.

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3. Dezember - Die Raumsonde Pioneer 10 erreicht nach einer Reise von 21 Monaten den Planeten Jupiter und sendet Nahaufnahmen und Daten zur Erde. Pioneer 10 ist die erste von Menschen gebaute Raumsonde, die den Planeten Jupiter und anschließend den äußeren Bereich unseres Sonnensystems erreichte. Die Sonde hat zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse über den Planeten Jupiter, den Asteroidengürtel aber auch in den Regionen weit außen unseres Sonnensystems erbracht. Die Sonde erwies sich als äußerst robust und sendete das letzte Mal im Januar 2003 Daten zur Erde. Mit einer Missionsdauer von knapp 31 Jahren übertraf sie ihre geplante Lebensdauer von 21 Monaten um mehr als das Sechzehnfache.       W   

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24. Dezember - Im Petersdom in Rom öffnete Papst Paul VI. zur Einläutung des Heiligen Jahres 1975 die Heilige Pforte. Das Heilige Jahr dient der inneren Erneuerung der katholischen Gläubigen und der Vergebung ihrer Sünden. Als erster Papst verkündete Bonifatius VIII. im Jahr 1300 das "Anno Santo" als Jubeljahr für die Erlösung Christi. Tausende Pilger zogen nach Rom, um durch Beichten und Kommunizieren einen vollständigen "Ablass", den Erlass ihrer Sündenstrafen, zu erhalten. Seit 1475 feiert die katholische Christenheit das Heilige Jahr im Abstand von 25 Jahren, um jeder Generation die Gelegenheit zum Jubiläumsablass zu bieten. 1983 rief Papst Johannes Paul II. ein "Außerordentliches Heiliges Jahr der Erlösung" aus. Dieses sollte der Vorbereitung auf das Große Jubiläum im Jahr 2000 dienen.         W     Bild: Allie_Caulfield

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31. Dezember - Gründung der australischen Rockband AC/DC. Die australische Hard-Rock-Band wurde von den in Schottland geborenen Brüdern Angus und Malcolm Young gegründet. Sie zählen zu den Pionieren des Hard Rock, die Band selbst bezeichnet ihre Musik jedoch stets als Rock ’n’ Roll. Die Besetzung der Band änderte sich bereits vor Erscheinen des ersten Albums High Voltage im Jahr 1975, als der Sänger Dave Evans im Herbst 1974 durch Bon Scott ersetzt wurde. 1979 nahm die Band ihr sehr erfolgreiches Album Highway to Hell auf. Nur wenig später veröffentlichte die Band ihr meistverkauftes Album, Back in Black. AC/DC verkaufte bisher mehr als 200 Millionen Alben weltweit, darunter 69 Millionen Alben in den USA. Back in Black ist die weltweit am zweithäufigsten verkaufte Platte der Geschichte mit schätzungsweise 49 Millionen verkauften Stück. AC/DC ist auf der VH1-Liste der „100 besten Hard-Rock-Bands“ auf Platz 4 und Siebter auf der Liste der „besten Heavy-Metal-Bands aller Zeiten“ von MTV. Im Jahr 2004 wurde die Band zur Nummer 72 auf der Rolling-Stone-Liste der 100 besten Künstler gewählt. Auf den Bandnamen kamen die Brüder Angus und Malcolm, nachdem die Schwester der australischen Brüder, Margaret, die Abkürzung auf der Rückseite ihrer Nähmaschine sah und meinte, das sei ein guter Bandname. AC/DC ist die englische Abkürzung für Wechselstrom/Gleichstrom. Auf Margaret Young ging auch der Vorschlag zurück, Angus Young solle seine alte Schuluniform auf der Bühne tragen, da er es sich in seiner Teenager-Zeit angewöhnt hatte, die Uniform nach der Schule für den Rest des Tages anzubehalten. Bis heute trägt Young bei fast allen Auftritten von AC/DC maßgeschneiderte Uniformen in unterschiedlichen Farben. Durch dieses extravagante Outfit wurde er das optische Erkennungszeichen der Band. Auch die Angewohnheit Youngs, gelegentlich im Liegen zu spielen, geht auf einen seiner frühen Auftritte zurück, bei dem er über ein Kabel stolperte. Um die Peinlichkeit zu überbrücken, spielte er im Liegen weiter. Später brachte die Uniform einen zusätzlichen Nutzen: Young war einer der ersten Gitarristen, der einen Funksender verwendete, weil die Verkabelung ihn bei seinen lebhaften Auftritten behinderte. Da die nötige Technik damals noch nicht in den heute üblichen Bodypacks untergebracht werden konnte, wurde der Sender kurzerhand in einen Schulranzen eingebaut, den Young sich während des Auftritts auf den Rücken schnallen konnte.       W   

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Die EG Europäische Gemeinschaft wird um Dänemark, Großbritannien und Irland erweitert.

 

Sonntagsfahrverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen auf deutschen Straßen nach Verabschiedung des in großer Hetze durch das Parlament geschickten Energiesicherungsgesetzes wegen der Ölverknappung.

 

Die Gentechnologie findet ihren Anfang, als die Amerikaner Cohen und Boyer DNA-Moleküle nicht nur zerschneiden, sondern auch wieder zusammensetzen können und hierfür eine universell anwendbare Methode entwickeln.

 

Bei Getränkedosen wird zum einfachen Öffnen die Vorstanzung mit Abzugsring erfunden.

 

Gestorben:

1.8.:ehem. Staatsratsvorsitzende der DDR Walter Ulbricht (*1893)

8.4.: Maler und Bildhauer Pablo Picasso (*1881)nach Oben

 

1974

5. Februar - Die US-amerikanische Raumsonde Mariner 10 passiert die Venus und sendet über 4.000 Bilder zur Erde. Danach fliegt sie mit einem Swing-by-Manöver weiter Richtung Merkur. Die Gesamt­startmasse betrug 503 kg. Gebaut wurde die Sonde von Boeing. Die Instrumente, darunter zwei Kameras, wogen 78,2 kg und beinhalteten sieben Experimente. Nach dem Start am 3. November 1973 passierte die Sonde am 5. Februar 1974 die Venus, von der sie 4165 Bilder übertrug. Merkur wurde erstmals am 29. März 1974 in einer Entfernung von 705 km passiert, wobei 2450 Bilder übermittelt wurden. Damit war erstmals eine Raumsonde bei diesem Planeten angekommen. Am 24. März 1975 waren die Vorräte an Treibstoff erschöpft und die Sonde wurde abgeschaltet.       W   

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20. Februar - Ratifizierte der Deutsche Bundestag den Atomwaffen-Sperrvertrag. Darin verzichtet Deutschland auf Herstellung und Erwerb von Kernwaffen. Über die Ratifizierung des Vertrages war zehn Jahre lang erbittert diskutiert und gestritten worden. Bis 1995 hatten sich 178 Staaten dem Vertrag angeschlossen.

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26. Februar - Norwegen gibt die Entdeckung des Ölfelds Statfjord in der Nordsee bekannt. Das Feld liegt zu 85 % im norwegischen und zu 15 % im britischen Sektor des Meeres, wird aber von einem gemeinsamen Betreiber unter norwegischem Recht betrieben. Das Feld war das größte Ölfeld der Nordsee und zeitweise wichtigstes Ölfeld. Ursprünglich sollte das Feld nach einer Ausbeute von 48 % des vorhandenen Öls Mitte der 1990er vom Netz gehen, mittlerweile gelten 63 % als ökonomisch ausbeutbar und es soll bis 2020 betrieben werden. Öl und Gas liegen in Erdtiefen zwischen 2500 und 3000 Metern. Sie entstanden vor etwa 160 Millionen Jahren im Jura und liegen in Sandsteinformationen, wo sich Öl und Gas in den Poren zwischen den einzelnen Sandkörnern befinden.       W

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22. März - Der Deutsche Bundestag beschließt, das Erreichen der Volljährigkeit auf 18 Jahre herabzusetzen. Mit diesem Alter erwerben Deutsche seitdem unter anderem das aktive Wahlrecht und das Recht, ohne Zustimmung der Eltern zu heiraten, und die volle Geschäftsfähigkeit. Die Volljährigkeit, selten auch als Großjährigkeit oder Majorennität bezeichnet, ist das Lebensalter, ab dem eine Person juristisch als erwachsen gilt. Strafrechtlich wird eine Person zwischen dem 18. und dem 21. Geburtstag als Heranwachsender angesehen, auf die ausnahmsweise das Jugendstrafrecht oder das allgemeine Strafrecht angewendet werden kann.       W 

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29. März - Die US-amerikanische Raumsonde Mariner 10 passiert als erster irdischer Flugkörper den Planeten Merkur in einer Entfernung von 705 km passiert, wobei 2450 Bilder übermittelt wurden. Mariner 10, die letzte der Mariner-Serie, war wieder eine Vorbeiflugsonde – allerdings mit sehr komplexen Bahnmanövern. Sie sollte erstmals den sonnen­nächsten Planeten Merkur besuchen. Als erste Raumsonde überhaupt nutzte sie einen Planeten, in diesem Fall die Venus, für ein Swing-by-Manöver, das die Sonde zum Merkur weiterleitete. Damit war erstmals eine Raumsonde bei diesem Planeten angekommen. Merkur lenkte die Sonde in eine 176-tägige Umlaufbahn um die Sonne um. Da Merkur selbst die Sonne in 88 Tagen umrundet, trafen sich Sonde und Merkur nach 176 Tagen wieder am gleichen Punkt der Merkur­umlaufbahn.       W  Bild: NASA

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Die schwedische Popgruppe ABBA, bestehend aus Agnetha Fältskog, Anni-Frid Lyngstad, Björn Ulvaeus und Benny Andersson, gewinnt mit Waterloo den Grand Prix Eurovision de la Chanson und legt damit den Grundstein für eine internationale Karriere.  Sie gehört mit 380 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte.  Ihren internationalen Durchbruch schaffte sie 1974 mit dem Sieg ihres Titels Waterloo beim Eurovision Song Contest.  Zu den bekanntesten Liedern der Band zählen beispielsweise SOS (1975), Mamma Mia (1975), Dancing Queen (1976), Fernando (1976),Take a Chance on Me (1977), Gimme! Gimme! Gimme! (1979) und The Winner Takes It All (1980). Vor allem in der Mitte und gegen Ende der 1970er Jahre galt ABBA wegen der aufwändigen und ausgefeilten Musikproduktionen als Mitbegründer einer neuen internationalen Popmusik. Aufgrund privater Differenzen beendete die Gruppe Ende 1982 nach zehnjährigem Bestehen die musikalische Zusammenarbeit. Ihr 1992 veröffentlichtes Best-of-Album ABBA Gold wurde über 28 Millionen Mal verkauft und zählt zu den weltweit erfolgreichsten Alben.       W    

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24. April - Der größte Spionagefall seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland flog auf. Günter Guillaume, persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt (SPD), wurde wegen des Verdachts der Spionage für die DDR fest genommen. Guillaume war 1956 als vorgeblicher Flüchtling in die Bundesrepublik eingeschleust worden. Durch seine Position hatte er Zugang zu geheimen Akten. Während eines Ferienaufenthalts mit Familie Brandt in Norwegen spielte er der DDR-Führung wichtige NATO-Dokumente zu. Willy Brandt zog die Konsequenzen und trat zurück. Günter Guillaume wurde am 15. Dezember 1975 wegen besonders schweren Landesverrats zu einer Haftstrafe von dreizehn Jahren verurteilt.         W    

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1. Mai - In der Bundesrepublik Deutschland wird weltweit erstmals ein Punktesystem im Fahrerlaubnisrecht eingeführt, mit dem Einträge im Verkehrszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg bewertet werden. Beim Überschreiten der Punktzahl ist nunmehr die theoretische Fahrprüfung zu wiederholen. Zweck des Punktesytem ist es Verkehrsteilnehmer, die erheblich oder wiederholt gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen haben, zu identifizieren und mit einheitlichen Strafen bzw. Bußgeldern zu einer besseren Regelbeachtung anzuhalten. Bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld ab 40 Euro wird mit einem bis vier Punkten geahndet, oder bei einer Verkehrs-Straftat  die mit fünf bis sieben Punkten bestraft wird, erfolgt automatisch ein Eintrag im Register. Bei 18 oder mehr Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen. Zur Wiedererlangung muss sich der Bürger einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung unterziehen, die positiv bewertet werden muß. Punkte aus Ordnungswidrigkeiten werden „automatisch” nach zwei Jahren gelöscht, aus Straftaten nach fünf, in einigen Fällen erst nach zehn Jahren. Die Löschung der Punkte erfolgt erst, wenn der jüngste Eintrag abgelaufen ist. Einträge aus Ordnungswidrigkeiten werden jedoch spätestens nach fünf Jahren gelöscht.

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6. Mai - Willy Brandt gibt nach einer Tagung der SPD-Spitze in der Kurt-Schumacher-Akademie in Bad Münstereifel wegen der Affäre um den DDR-Agenten Günter Guillaume in seinem Kabinett offiziell seinen Rücktritt als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland bekannt. Im Auftrag der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS, auch: Stasi) reiste Guillaume als „Offizier im besonderen Einsatz“ (OibE) 1956 in die Bundesrepublik ein. Der Mitarbeiter des MfS und Offizier der Nationalen Volksarmee (NVA) gab dabei vor, Flüchtling zu sein. Von Beginn an war er auf die Parteiarbeit in der SPD angesetzt und profilierte sich dabei im eher konservativen Flügel in Frankfurt am Main. 1970 gelangte Guillaume als Mitarbeiter ins Bundeskanzleramt und wurde im Oktober 1972 persönlicher Referent des Bundeskanzlers in Parteiangelegenheiten. In dieser Funktion hatte er unter anderem die Parteitermine Brandts, der neben der Kanzlerschaft auch den Parteivorsitz der SPD innehatte, zu organisieren sowie den Schriftverkehr mit Parteigliederungen und Mitgliedern zu führen. Guillaume gehörte damit zum engsten Mitarbeiterkreis Brandts und war einer der wenigen, die den Kanzler auch privat und im Urlaub begleiteten. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Guillaume-Affäre nicht der alleinige Grund für den Rücktritt war, zumal die von Guillaume in die DDR übermittelten Informationen offenbar nicht allzu sicherheitsrelevant waren.    W    Bild: Pelz

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18. Mai - In Rajasthan wurde unterirdisch die erste Atombombe des indischen Subkontinents gezündet. Das Entwicklungsland wurde nach den USA, der Sowjetunion, Frankreich, Großbritannien und China sechste Nuklearmacht. Trotz internationaler Warnungen zündete Indien auch 1998 drei Atomsprengsätze zu Testzwecken.

 

 

18. Mai - Der 646,38 Meter hohe Sendemast Radio Warschau in Konstantynow, Polen, wird fertig gestellt. Der am 30. Juli offiziell in Betrieb genommene Sendemast ist bis zu seinem Einsturz am 8. August 1991 das höchste Bauwerk der Welt.

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30. Mai - Vier Jahre nach Einstellung des Verfahrens gegen die Herstellerfirma Chemie Grünethal wurden die Ansprüche von 3000 Kindern abgegolten, die durch das Medikament Contergan lebenslang geschädigt worden sind. Die Firma stellte 100 Millionen Mark bereit, weitere 100 Millionen wurden vom Bund aufgebracht. Die Contergan-Opfer erhielten eine monatliche Rente von 1000 Mark. Das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan wurde 1957 auf den Markt gebracht. Es galt als verträglich und sehr wirksam. In Deutschland konnte man das Medikament rezeptfrei kaufen, auch im Ausland setzte es sich schnell durch. In der Folgezeit kamen weltweit rund 12.000 Kinder mit Missbildungen an Armen und Beinen zur Welt

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18. Juni - Der Deutsche Bundestag beschließt eine Einschränkung der Tabakwerbung, um Raucher vor den gesundheitsschädlichen Folgen ihrer "Schwäche" zu schützen. Nach dem veränderten Lebensmittelgesetz darf in Rundfunk und Fernsehen nicht mehr für Zigaretten und andere Tabakerzeugnisse geworben werden.

 

 

20. Juni - Die Ständigen Vertretungen der Bundesrepublik und der DDR nahmen ihre Arbeit auf. Der westdeutsche Bevollmächtigte Günter Gaus wurde in Ost-Berlin offiziell in sein Amt eingeführt, Michael Kohl trat als Vertreter der DDR seinen Posten in Bonn an. Die Einrichtung der Vertretungen war nach Unterzeichnung des Viermächteabkommens am 3. September 1971 und des Grundlagenvertrages möglich geworden.

 

 

7. Juli - Deutschland wird durch einen 2:1-Sieg gegen die Niederlande im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister - als erster Weltmeister, der amtierender Europameister war.. Nach mehreren erfolglosen Bewerbungen erhielt die Bundesrepublik Deutschland am 6. Juli 1966 während des FIFA-Kongresses in London den Zuschlag für die Austragung der Weltmeisterschaft 1974.         W    

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7. August - Der französische Hochseilartist Philippe Petit geht achtmal über ein in 417 Metern Höhe gespanntes Stahlseil zwischen den Zwillingstürmen des World Trade Centers. Die Aktion nahm sechs Jahre Vorbereitungszeit in Anspruch. Am Abend des 6. August 1974 verschafften er und seine Helfergruppe sich Zugang zu den noch nicht fertiggestellten Gebäuden. Ihre Ausrüstung enthielt unter anderem eine Balancierstange, Schnüre, Werkzeug, ein 75 Meter langes Stahlseil sowie Pfeil und Bogen. Nach und nach wurden immer stärkere Schnüre und zuletzt das Stahlseil auf das andere Gebäudedach gezogen. Das Stahlseil sicherte die vierköpfige Gruppe anschließend noch mit zwei Hilfsseilen. Kurz nach 7 Uhr am Morgen des 7. August begann Petit seinen 45-minütigen Drahtseilakt. Tausende von Menschen im Finanzbezirk, viele davon auf dem Weg zu ihrem Büro, blieben stehen und verfolgten das außergewöhnliche Schauspiel, das sich fast einen halben Kilometer über ihren Köpfen abspielte. Nach der Aktion wurde Philippe Petit festgenommen und vor Gericht gestellt. Aufgrund der ausführlichen Berichterstattung und der weltweiten Anerkennung seiner Leistung wurden sämtliche Anklagepunkte fallen gelassen. Die Port Authority of New York and New Jersey als Eigentümerin des World Trade Centers befragte Petit eingehend, wie es ihm gelungen sei, die Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Als Dankeschön bekam er später eine Dauerkarte für die Aussichtsplattform des World Trade Centers überreicht.       W

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In Bonn verabschiedete der Bundestag mit den Stimmen aller Parteien das Bundesemissionsschutzgesetz. Dieses Gesetz ermöglichte die Festlegung von umweltschonenden Auflagen für Industrie- und Gewerbebetriebe sowie Heizkraftwerke und Fahrzeuge. Den Bundesländern oblag es nun, Smogalarm auszulösen und Fahrverbote zu verhängen.

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Mehr als 170.000 Zuschauer, nach inoffiziellen Zahlen sogar mehr als 200.000 Fans, sahen am 16. Juli 1974 das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Brasilien und Uruguay. Trotz der Rekord-Unterstützung durch ihre Anhänger verlor die brasilianische Heim-Mannschaft im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro mit 2-1 Toren. Damit waren die Südamerikaner, neben Schweden 1958, die einzigen Gastgeber einer Fußball-Weltmeisterschaft, die das Finale erreichten und dort unterlagen.

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5. September -Im ZDF wird die erste Sendung der Quiz-Fernsehshow Der große Preis mit Wim Thoelke ausgestrahlt. Die Show wurde von 1974 bis 1992 von Wim Thoelke 219-mal moderiert. Die Verlegung von donnerstags auf samstags, verbunden mit dem Moderatorenwechsel führte dann zu rapide nachlassenden Zuschauerzahlen und zur Einstellung der Sendereihe binnen eines Jahres. Eine Neuauflage in den Jahren 2002 und 2003 blieb weitgehend unbeachtet.            W    

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30. Oktober - Muhammad Ali gewinnt den als Rumble in the Jungle bezeichneten WM-Kampf gegen Box-Weltmeister George Foreman im 20th of May Stadium, Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, überraschend durch KO, wird Weltmeister und bricht damit, als zweiter Boxer nach Floyd Patterson, das ungeschriebene Gesetz des Boxens: „They never come back!“.      W

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30. November - In Hadar, Äthiopien, findet Donald Johanson mit Lucy einen gut erhaltenen Australopithecus afarensis, der weitere Aufschlüsse über die Stammesgeschichte des Menschen zulässt. 47 ihrer 207 Knochen wurden gefunden, darunter ein Oberschenkelknochen mit erhaltenem Kopf und Hals, zwei Schienbein-Fragmente, Teile des Beckens und der Wirbelsäule, mehrere Rippen sowie Teile des Schädels und beider Oberarmknochen; die Knochen der Hände und der Füße fehlen nahezu vollständig. Das Fossil zählt zu den besterhaltenen Skeletten der frühen Hominini-Arten. Im erhaltenen Unterkiefer ist der 3. Molar (der so genannte Weisheitszahn) bereits durchgebrochen, weist aber nur geringe Abnutzungserscheinungen auf.Lucy wird in der Fachliteratur daher – aufgrund der Form ihres Beckens und des Abnutzungsgrads ihrer Zähne – meist als eine bei Eintritt des Todes rund 25 Jahre alte Erwachsene beschrieben; einige Forscher deuten den Fund allerdings als männlich.Den gefundenen Knochenstücken wurde zunächst keine besondere Aufmerksamkeit zuteil, da es zuvor bereits Dutzende ähnliche Funde in der Region gegeben hatte. Erst eine erneute, genauere Untersuchung der Fundstelle ergab, dass weitere Knochenfragmente offenbar vom selben Individuum stammten, also eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht worden war. Als man am Abend dieses Tages die zusätzlichen Funde im Forschercamp katalogisierte, wurde wiederholt eine Beatles-Tonkassette vom Kassettenrecorder abgespielt, auf der unter anderem der bekannte Song Lucy in the Sky with Diamonds enthalten war. Zunächst spaßhaft gemeint, wurde die Bezeichnung Lucy rasch auch außerhalb des Camps zur üblichen Abkürzung für den Fund.         W     Bild: Gerbil

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Die Arecibo-Botschaft an mögliche Außerirdische wird in Form eines einmaligen Radiowellen-Signals, um 1:00 Uhr Atlantischer Standard Zeit, vom Arecibo-Observatorium aus ins All gesendet. Ziel des Signals war der Kugelsternhaufen Messier 13 im Sternbild Herkules. Dieser Kugelsternhaufen ist 22.800 Lichtjahre von uns entfernt und besteht aus mehr als 300.000 Sternen. Die Botschaft enthält binär codierte Informationen über die Biologie und Anatomie des Menschen, sowie über die menschliche Population und die Herkunft des Signals. In der nebenstehenden Grafik sind die mit dem Signal übertragenen Nullen und Einsen farbig gruppiert dargestellt, um die zusammenhängenden Objekte zu zeigen. Diese Farbinformation steht einem möglichen Empfänger nicht zur Verfügung. Die Nachricht besteht aus den 7 Teilen: Zahlen - chemische Elemente - Nukleotide - Struktur der DNA - Menschheit - Planet Erde - Absender. Da die Botschaft mit Lichtgeschwindigkeit reist, wird sie im Jahr 24.770 ihr Ziel, den Kugelsternhaufen Messier 13 erreichen. Falls die Nachricht dort empfangen und dekodiert wird, sowie umgehend eine Antwort geschickt wird, kann diese frühestens im Jahr 47.574 die Erde erreichen.

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20. Oktober - Das ZDF strahlt die erste Folge der Krimiserie Derrick aus.

 

Aufdeckung der Watergate-Affäre führt am 8.8. zum Rücktritt von US Präsident Nixon zugunsten des Vizepräsidenten Gerald Ford.

 

Bundeskanzler Willy Brandt stürzt über seinen persönlichen Kanzlerreferenten Günter Guillaume, der als DDR-Spion enttarnt wird, und tritt zugunsten von Helmut Schmidt, der am 16.5. dann auch gewählt wird, zurück.

 

In Hamburg wird der 3,3 km lange Elbtunnel für den Verkehr freigegeben.

 

In der Bundesrepublik wird der Abtreibungsparagraph 218 des StGB reformiert. Außerdem wird das Lebensalter der Volljährigkeit durch Bundestagsbeschluß vom 22.3. von 21 auf 18 Jahre herabgesetzt.

 

Das gemeinschaftlich von Deutschland, England, Frankreich und den Niederlanden entwickelte Passagierflugzeug Airbus A300 wird erstmals ausgeliefert.

 

Bei einem Erdbeben der Stärke 7 in Sichuan und Yunnan in der Volksrepublik China kommen etwa 20.000 Menschen ums Leben.

 

In den USA wird in einer Elektronik-Zeitschrift beschrieben, wie man einen PC Personalcomputer baut, und Hewlett Packard bringt den ersten programmierbaren Taschenrechner heraus.

 

Die amerikanische Raumsonde MARINER 10 sendet 2.000 Bilder des Planeten Merkur zur Erde.

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1975

1. Januar - Der deutsche Bäcker, Konditor und Erfinder Josef Anton Wiese gründet zusammen mit seinem Vetter Aloys Coppenrath die Conditorei Coppenrath & Wiese. Coppenrath übernahm den kaufmännischen Bereich, während sich Wiese als Bäcker, Konditor und Tüftler in das Unternehmen einbrachte. Wiese kümmerte sich vor allem um die Entwicklung der Fertigungsmaschinen. Als seine wichtigste Erfindung gilt das Verfahren zum kontinuierlichen Aufschlagen von Sahne im Jahr 1975, mit der die Herstellung von Torten in großer Menge möglich wurde. Er löste damit das Problem, das Sahne beim Gefrieren flockt und damit für Tiefkühlkosteigentlich unbrauchbar ist. Nach dem Erfolg des ersten Coppenrath & Wiese-Produktes, der "WienerPlatte", hatte Wiese auch mit seiner Entwicklung der Aufbackbrötchen maßgeblichen Anteil am Erfolg des Unternehmens das sich zu einer der modernsten Conditoreien Europas und zu einem der international bedeutendsten Hersteller von Tiefkühl-Backwaren, entwickelte.

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25. Februar - Das Bundesverfassungsgericht erklärt die erst im Jahr zuvor verabschiedete "Fristenregelung" für Abtreibungen für verfassungswidrig Eine Abtreibung innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft verletze das Recht des Ungeborenen auf körperliche Unversehrtheit.

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27. Februar - Der Berliner CDU-Vorsitzende Peter Lorenz wird entführt. Die Entführer forderten die Freilassung mehrerer inhaftierter Terroristen, von denen fünf am 3. März in den Südjemen ausgeflogen wurden. Zwei Tage später wurde Peter Lorenz freigelassen.

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1. März - Der Film "Szenen einer Ehe" von Ingmar Bergman kommt in die deutschen Kinos. Mit "Szenen einer Ehe" inszenierte Bergmann ein feinfühliges Psycho-Drama, das ein Kino-Renner wurde. Die Handlung: Die Rechtsanwältin Marianne und der Naturwissenschaftler Johan sind seit zehn Jahren verheiratet und haben zusammen zwei Töchter, die aber im Film keine Rolle spielen. Am Anfang des Films werden die beiden als Muster-Ehepaar für die Home Story einer Zeitschrift interviewt. Marianne wird dabei nur als Accessoire ihres Mannes gezeigt, während Johann versucht, sein angenehmes Wesen und seinen Intellekt herauszustreichen. Marianne bekommt Zweifel an ihrer eigenen Ehe durch den Besuch einer Mandantin, die sich nach 20 Jahren Ehe ohne offensichtlichen Grund von ihrem Mann scheiden lassen will. Ihr Mann sei ein guter Vater und treuer Gatte und doch war es eine „Ehe ohne Liebe“. Auf dem Beurteilungsbogen kann Marianne keinen Scheidungsgrund ankreuzen und wird dadurch nachdenklich. Sie versucht, mit Johan über ihre Probleme zu sprechen, findet aber kein Gehöhr. Kurze Zeit darauf beichtet Johan ihr dass er schon seit vier Jahren über eine Trennung nachdenkt, weil er eine 23-jährige Studentin liebe und mit ihr ins Ausland gehen wolle. Vergeblich bittet ihn Marianne, es sich doch anders zu überlegen, doch Johan lässt sich nicht umstimmen. Nach acht Monaten Auslandsaufenthalt kehrt Johan jedoch desillusioniert zurück. Einige Jahre später wollen die beiden in Johans Arbeitszimmer endlich die Scheidungspapiere unterzeichnen. Marianne berichtet freimütig von wechselnden Partnern und besteht auf Johans Unterschrift, der frustriert vor ihr sitzt. Johan und Marianne werden im Büro intim miteinander. Dann kommt es zu einem heftigen Streit und voller Hass gehen die beiden auseinander. Beide sind bei einem erneuten Treffen nach mehreren Jahren jetzt mit anderen Partnern verheiratet, doch verbringen sie ein gemeinsames Wochenende im Landhaus eines Freundes und schlafen miteinander. Diese heimlichen Ausflüge werden ihnen nun zur Gewohnheit. Vielleicht finden sie damit zu einer neuen Form der Gemeinsamkeit Der sozialkritische Film löste heftige Diskussionen aus und führte zu einer Scheidungswelle.

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2. April - Mit dem Aufsetzen des Sendemastes, war das höchste freistehende Gebäude der Welt nun der CN-Tower in Toronto, Kanada. Er wurde von dem Unternehmen Canadian National (CN) gebaut - der Tower sollte die Stärke der kanadischen Industrie symbolisieren. Nach der ursprünglichen Planung hätte der CN Tower eine Gesamthöhe von rund 522,5 Meter haben sollen. Während dieser Bauphase sah der Bauherr die Chance, dass der Turm durch eine Erhöhung zum höchsten Bauwerk der Erde werden könnte. Das Designteam unterbreitete dem leitenden Ingenieur Norman McMillan diese Möglichkeit. Nach einer eingehenden Prüfung entschied sich der Bauherr entgegen der ursprünglichen Planung, den Schaft des Bauwerks zwischen dem geplanten Turmkorb und der darüber liegenden Plattform um 30,5 Meter zu erhöhen. Der Turm misst bis zur obersten Spitze 553,3 Meter und weicht am höchsten Punkt nur um etwa 2,7 Zentimeter von der exakten Senkrechten ab. Der CN Tower wurde nach einer über dreijährigen Bauzeit am 6. Februar 1976 fertiggestellt und löste den Fernsehturm Ostankino in Moskau mit 540 Metern als höchstes freistehendes Bauwerk der Welt ab.Jährlich besuchen rund zwei Millionen Menschen den Turm und fahren mit dem Aufzug auf 447 Meter Höhe, wo sich die höchstgelegene Aussichtsplattform der Welt befindet.       W    Bild: Wladyslaw

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3. April - Bill Gates und Paul Allen gründen in Albuquerque, New Mexico, ein Softwareunternehmen, das später unter dem Namen Microsoft einer der größten multinationalen Konzerne weltweit werden wird. Mit 94.290 Mitarbeitern und einem Umsatz von 77,85 Milliarden US-Dollar ist das Unternehmen weltweit der größte Softwarehersteller. Der Hauptsitz liegt in Redmond, einem Vorort von Seattle im US-Bundesstaat Washington. Das Unternehmen ist bekannt für sein Betriebssystem Windows und seine Büro-Software Office.       W   

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Franz Josef Strauß bereist die Volksrepublik China. Dem ehemaligen Verteidigungs- und Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland gelang damit eine der politischen Sensationen der Zeit. Strauß hatte sich als erklärter und scharfer Gegner der neuen, auf Versöhnung und Ausgleich zielenden, Ostpolitik unter dem sozialdemo-kratischen Bundeskanzler Willy Brandt profiliert. Während seines Besuches in der Volksrepublik China wurde der Vorsitzende der konservativen Christlich Sozialen Union (CSU) von dem Vorsitzenden der Kommunisitischen Partei Chinas, Mao Tse Tung, und dem chinesischen Regierungschef Chou En-Lai empfangen. Strauß war der erste bundesdeutsche Politiker, der sich mit Mao traf.     Bild: Public Domain

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15. April - In New York wurde das Musical "A Chorus Line" uraufgeführt. Marvin Hamlisch komponierte das Musical nach dem Drehbuch von James Kirkwood und Nicholas Dante. Das Stück zeigt eine Gruppe Tänzerinnen, die sich für eine Broadway-Produktion bewerben. Das Musical "A Chorus Line" war eine technische Innovation, sie war die erste computergesteuerte Broadway-Show.

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16. Mai - Als erste Frau erreichte die japanische Bergsteigerin Junko Tabei über die Südroute den Gipfel des 8848 Meter hohen Mount Everest. Der höchste Berg der Welt liegt im Himalaja zwischen Nepal und Tibet. Nepalesisch "Chomo-Lungma" (Göttinmutter) genannt, wurde der Berg von den Briten nach dem britischen Geografen Sir George Everest benannt, der von 1830 bis 1834 Indien vermaß und als erster den Himalaja kartografierte. Im Mai 1953 wurde der Gipfel von einer britischen Expedition unter dem Neuseeländer Edmund Hillary und seinem nepalesischen Führer Tensing Norgay erstmals ganz erklommen. Dem italienischen Alpinisten Reinhold Messner gelang 1980 als erstem Menschen die Alleinbesteigung des Achttausenders ohne Sauerstoffgerät.       Bild: teioneexblog.jp

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21. Mai - Im Hochsicherheitsgefängnis von Stammheim bei Stuttgart begann der Prozess gegen die Führer der linksextremen "Rote Armee Fraktion" (RAF), die die Bundesrepublik jahrelang mit Terroranschlägen verunsichert hatten. Die Prominentesten unter ihnen waren Andreas Bader und Ulrike Meinhof, die sich wenig später in Stammheim das Leben nahmen.

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Die Europäische Weltraumorganisation ESA wird gegründet. Die Gründung der Organisation bezweckt eine bessere Koordinierung der europäischen Raumfahrtaktivitäten mit dem Ziel einer nachhaltigen Stärkung der europäischen Raumfahrtaktivitäten, um den technologischen Rückstand gegenüber Raumfahrtnationen wie Russland, damals UdSSR und den USA auf Grund der immensen Anstrengungen beider Länder schrittweise aufzuholen und auszugleichen. Sie hat 20 Mitgliedstaaten und beschäftigte 2006 1.905 Mitarbeiter.      W    Bild: ESA

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17. Juli - Als Symbol der Völkerverständigung trafen sich die sowjetische Sojus 19 und das amerikanische Raumschiff Apollo 18 rund 225 Kilometer über der Erde im Weltall. Das erste Rendezvous der beiden Mannschaften dauerte mehr als vierzig Stunden und wurde mit der Überreichung der Flagge der Vereinten Nationen und einem gemeinsamen Essen gefeiert. Nach der ersten Ankoppelung trennten sich die Raumfahrzeuge kurzzeitig und führten dann einen weiteres Andock-Manöver durch. Während Sojus am 21. Juli zur Erde zurück kehrte, blieb Apollo noch einige Tage länger im All. Die Initiative für die Mission war vom 1972 zwischen dem sowjetischen Ministerpräsidenten Kossygin und dem amerikanischen Präsidenten Nixon unterzeichneten Abkommen zur Zusammenarbeit bei der Erforschung des Weltraums ausgegangen.

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Ende der Diktatur in Spanien nach Tod von General Franco. Seinem Testament entsprechend wird Juan Carlos I. (*1938) König von Spanien.

 

 

Nach achtjähriger Schließung (seit dem 6-Tage-Krieg 1967) wird der Suez-Kanal neu eröffnet.

 

 

22. Oktober - Die sowjetische Raumsonde Venera 9 landet auf dem Planeten Venus und übermittelt erste Bilder von der Oberfläche des Planeten. Erstmals wurde ein grob auflösendes Panoramabild zur Erde gesandt. Dies war das erste Bild von der Oberfläche eines fremden Planeten, noch ein Jahr vor den Mars-Bildern der Viking-Sonden. Weitere Instrumente waren ein Gaschromatograph zur Untersuchung der Atmosphäre, ein Probensammler und Bohrer zur Untersuchung der physikalischen Struktur der Oberfläche. Auch ein Seismometer arbeitete, lieferte aber in der kurzen Zeit keine Daten. Vor der Landung war die Geräteabteilung auf -10 Grad Celsius gekühlt worden, so arbeitete Venera 9 mit 53 Minuten länger als jede Raumsonde vorher auf dem Planeten.       W   

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Mehr als 15 Grad am Heiligabend in Hamburg und Berlin - wärmste Weihnachten seit über 100 Jahren.

 

 

Im deutschen Scheidungsrecht wird das Schuld- durch das Zerrüttungs-Prinzip abgelöst.

 

 

Das LCD (Liquid Chrystal Display) kommt auf den Markt, und in den USA kann man den ersten Bausatz eines Personalcomputers kaufen.

 

 

Die Zusammenarbeit von Russen und Amerikanern im Weltall beginnt am 15.7. mit einem APOLLO-SOJUS Koppelmanöver.

 

 

19.7. Den Amerikanern gelingt mit der Raumsonde VIKING 1 eine weiche Landung auf dem Mars, wenig später auch mit VIKING 2.

 

 

Mit der Japanerin Junko Tabei (*1940) hat es die erste Frau auf den Gipfel des Mount Everest geschafft.

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1. November - In der Nacht zum 2. November brechen im Kölner Dom drei Einbrecher mittels Bergsteigerausrüstung in die alte Domschatzkammer im nördlichen Querhaus ein und stehlen wertvolle Monstranzen und Kreuze. Die Täter können später mit Hilfe der Kölner Unterwelt gefasst und zu höheren Freiheitsstrafen verurteilt werden. Einen Teil der Beute haben sie einschmelzen lassen.

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20. November - Der Film "Einer flog über das Kuckucksnest", der auf dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey basiert, wurde von Milos Forman verfilmt und feierte nach seiner Uraufführung einen Welterfolg. Das mit fünf Oscars ausgezeichnete Werk handelt von einem Gauner, der im Gefängniss nicht arbeiten will und sich für verrückt erklären lässt. In einer Nervenheilanstalt gerät er in die Fänge der Psychiatrie. Jack Nicholson spielt die Hauptrolle des Gauners McMurphy. Der Film sorgte aufgrund seines Inhalts für heftige Kontroversen, Forman wurde vorgeworfen, Geistekrankheiten zu humorvoll dargestellt zu haben. In Amerika wurden die Zuschauer gewarnt, dass der Film labile Menschen endgültig in Depression und Wahnsinn stürzen könne.

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Juan Carlos I. wird als König von Spanien inthronisiert. Der eben verstorbene Diktator Francisco Franco hatte verfügt, dass nach seinem Tod die Monarchie wiedereingeführt werden und Juan Carlos den Thron besteigen sollte. Die Thronansprüche von Don Juan, des Vaters von Juan Carlos, überging er. Wider Erwarten wird der junge König zu einem Motor für die Demokratisierung des Landes, am 23. Februar 1981 verteidigt er die junge Demokratie gegen einen Putschversuch des Militärs. Spanien wird zum Modell für den friedlichen Übergang von einer Diktatur zur Demokratie. Als "Bürgerkönig" hält sich Juan Carlos keinen Hofstaat und hat ein geringeres Budget als andere Monarchien.  W  Bild: א (Aleph), http://commons.wikimedia.org

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1976

4. Februar - In Innsbruck wurden zum zweiten Mal nach 1964 die Olympischen Winterspiele eröffnet. Zuvor hatte die amerikanische Stadt Denver, die eigentlich die Spiele austragen sollte, die Veranstaltung der Olympiade aus finanziellen Gründen zurück gegeben. Für das Sportereignis, an denen mehr als 1300 Athleten aus 37 Nationen teilnahmen, konnte die Stadt Innsbruck größtenteils auf den Neubau von Anlagen verzichten und erneuerte stattdessen die bestehenden Einrichtungen. Zu den erfolgreichsten Teilnehmern der Spiele gehörte die deutsche Skiläuferin Rosi Mittermaier, die zwei Gold- und eine Silbermedaille gewann.       W    Bild: www.olympic.org

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1. April - Die Mitglieder des Homebrew Computer Club, Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne, gründen das Unternehmen Apple. Das Startkapital von 1750 US-Dollar kam aus dem Verkauf von Jobs' VW-Bus und dem Hewlett-Packard-Taschenrechner von Wozniak. Wozniak entwarf die ersten Rechner in Los Altos im heute noch bekannten „Silicon Valley“, die Steve Jobs und er in der Garage zusammenbauten. Dort entstand 1976 auch der Apple I, der für 666,66 US-Dollar bei der Computerkette Byte Shop verkauft wurde. Der erste Werbespruch lautete Byte into an Apple. Einige hundert Exemplare des Apple I wurden verkauft. Nach dem verhältnismäßig geringen Erfolg des Apple I folgte der Apple II, dessen Entwicklung aus den Verkaufserlösen finanziert wurde. Dieser verkaufte sich bis 1985 knapp zwei Millionen Mal und gilt als einer der erfolgreichsten Personal-Computer seiner Zeit. Im Gegensatz zur heute bekannten Apple-Benutzeroberfläche waren der Apple I und II noch kommandozeilenorientiert.

Der Name „Apple Computer“ war die Idee von Steve Jobs, als sie das Unternehmen gründeten, doch Steve Wozniak war mit dem Namen nicht einverstanden. Jedoch hatten sie sich eine Frist von fünf Monaten für die Gründung ihres Unternehmens gegeben, und da ihnen kein anderer Name einfiel, meldete Jobs das Unternehmen als „Apple Computer“ an. Von Steve Jobs selbst gibt es dazu folgendes Zitat: „Damals war ich tatsächlich noch Frutarier, aß nur Obst. Mittlerweile bin ich, wie jeder andere auch, ein Abfalleimer. Wir waren damals mit der Anmeldung unseres Unternehmensnamens drei Monate im Verzug, und ich drohte, das Unternehmen ‚Apple Computer‘ zu nennen, falls bis fünf Uhr niemandem ein interessanterer Name einfällt. Ich hoffte, so die Kreativität anzuheizen. Aber der Name blieb. Und deshalb heißen wir heute ‚Apple‘.“

Das erste Logo war eine Zeichnung im Stile eines barocken Kupferstichs, das Isaac Newton unter einem Apfelbaum sitzend zeigte; eine Anspielung auf die Entdeckung der Schwerkraft mithilfe eines Apfels. Dieser Entwurf stammte von Ron Wayne. Man stellte jedoch schnell fest, dass sich dieses Logo nur schlecht reproduzieren ließ, da es viel zu kleinteilig war, und so wurde es wieder verworfen. Das heutige Logo einer Apfelsilhouette mit Biss wurde von Regis McKenna 1976 entworfen. Das Design bot ein subtiles Wortspiel: Beißen heißt im Englischen "to bite", was wiederum klingt wie Byte. Eine andere Erklärung lautet, dass der angebissene Apfel eine Anspielung auf den Selbstmord des Mathematikers Alan Turing sei, der als einer der Väter des Computers gilt. An dessen Totenbett befand sich ein angebissener, von ihm selbst vergifteter Apfel.

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21. April - In Bergheim in Nordrhein-Westfalen Deutschland wurde der größte Schaufelrad-Bagger der Welt in Betrieb genommen. Der Schaufelrad-Bagger ist 225 Meter lang und 83 Meter hoch. Von 4 Mann Besatzung gesteuert, bewegt sich Maschine auf 12 Raupenfahrwerken mit einer Breite von 45 m und einer Leistung von 22.521,60 PS. Die 18 Schaufeln mit einem Fassungsvermögen von je 6,6 m³ sind auf einem Schaufelrad mit 21,6 m Durchmesser montiert. Die Maschine fördert damit im Tagebau täglich 240.000 Kubikmeter Braunkohle und ersetzt 40.000 Arbeitskräfte. Die Entwicklung der Automationstechnik in der Bergbauindustrie ist so weit fort geschritten, dass die riesigen Bagger über kilometerlange Glasfaserleitungen mittels Satellitennavigation ferngesteuert werden. Die Schaufelrad-Bagger-Technik greift intensiv in die Landschaft des rheinischen Braunkohlereviers ein.

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In Ost-Berlin wird der "Palast der Republik" nach 32-monatiger Bauzeit feierlich eröffnet. Der "Palast der Republik" war ein Gebäude am Schloßplatz (von 1951 bis 1994 Marx-Engels-Platz) auf der Spreeinsel im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Er wurde zwischen 1973 und 1976 nach Plänen von Heinz Graffunder u. a. auf einem 15.300 m² großen Teil des Geländes des ehemaligen Berliner Stadtschlosses gegenüber dem Außenministerium der DDR in Nachbarschaft zum Berliner Dom und zum Staatsratsgebäude errichtet. Er war Sitz der Volkskammer, des Parlamentes der DDR, und beherbergte eine große Zahl von Veranstaltungsräumen eines öffentlichen Kulturhauses. In dieser Doppelnutzung sollte und konnte er als ein Symbol dieses Staates gelten. Aufgrund des massiv verbauten Spritzasbests wurde das Bauwerk von Anfang Februar 2006 bis Anfang Dezember 2008 schrittweise abgerissen.       W   Bild: Thomas.mies

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19. Juni - Von Fernsehkameras begleitet heiratete der schwedische König Carl Gustav XVI. die aus Heidelberg stammende Deutsche Silvia Sommerlath. Sie hatten sich bei den Olympischen Spielen 1972 in München kennengelernt. Silvia Sommerlath war zu dieser Zeit Hostess bei den Olympischen Spielen. Die Hochzeit vier Jahre darauf war von einem starken Interesse auch der deutschen Bevölkerung begleitet. Auch von schwedischer, königlicher Seite war die Heirat ungewöhnlich: Der bis dato als Frauenheld bekannte König Carl Gustav heiratete mit Silvia eine bürgerliche, nicht schwedische und - wenn auch nur wenige Jahre - ältere Frau. Aus der Ehe gingen die drei Kinder Victoria, Carl Philip und Madeleine hervor.

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Air France-Flug 139 wird auf dem Weg nach Paris nach dem Zwischenstopp in Athen von Terroristen der Volksfront zur Befreiung Palästinas gekapert und zum Flughafen Entebbe in Uganda entführt. Nach tagelanger Ungewissheit der Geiseln sorgt am 3. Juli die Operation Entebbe für das Ende dieses Aktes von Luftpiraterie. Im Rahmen der militärischen Befreiungsaktion in der Nacht vom 3. Juli bis zum frühen Morgen des 4. Juli von israelischen Sicherheitskräften beendet. Bei der Befreiungsaktion wurden alle Geiselnehmer getötet. Drei Geiseln und etwa 25 ugandische Soldaten kamen bei Feuergefechten ums Leben. Eine weitere Geisel wurde später in einem ugandischen Krankenhaus von ugandischen Offiziellen ermordet. Der spektakuläre Handstreich wurde bereits 1976 und 1977 mehrmals verfilmt. Die Aussonderung jüdischer Geiseln durch den deutschen Terroristen Wilfried Böse wie auch die Anerkennung der militärischen Fähigkeiten und der Selbstbehauptung Israels spielten dabei eine wichtige Rolle.             W    Bild: Public Domain

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7. Juli - Das erste Frauenhaus Deutschlands, in dem misshandelte oder von Misshandlung bedrohte Frauen und Kinder Schutz und Hilfe finden sollten, wurde in Berlin eröffnet. Auf der Flucht vor ihren gewalttätigen Männern kamen schon am ersten Tag 20 Frauen und Kinder in die Villa im Grunewald. Unter dem Motto »Frauen helfen Frauen« wurde dieser Zufluchtsort, der rund um die Uhr geöffnet war, von Frauen aus der autonomen Frauenbewegung betrieben. Die Finanzierung des Modellprojektes übernahmen der Berliner Senat und die Bundesregierung. Jährlich flüchten etwa 40.000 Frauen mit ihren Kindern vor gewalttätigen Männern in verschiedene Frauenhäuser.         W    

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18. Juli - Bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal erhält die 14-jährige Rumänin Nadia Comăneci als erste Turnerin überhaupt die Höchstnote 10,0 für ihre Übung auf dem Stufenbarren, eine Note, die sie bei diesen Spielen noch sechs weitere Male erhalten wird. Die Note wurde auf der Anzeigetafel als 1,00 angezeigt, weil die Anzeigetafeln eine zweistellige Note nicht darstellen konnten: Die Höchstnote 10,0 galt bis dahin als unerreichbar und war noch nie zuvor vergeben worden. Comăneci gewann darüber hinaus Gold am Schwebebalken und im Mehrkampf, Silber mit der Mannschaft und Bronze am Boden.

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20. Juli - Nach knapp einjähriger Flugzeit gelang mit der amerikanischen Viking I. erstmals die weiche Landung auf dem Mars. Weniger als einen Monat später erreichte die später gestartete Sonde Viking II. ebenfalls den roten Planeten, der etwa halb so groß wie die Erde ist. Beide unbemannten Forschungskapseln führten Analysen der Atmosphäre und der Oberfläche durch und machten zahlreiche Fotos. Von Viking durchgeführte Experimente und genommene Proben lieferten keine Anhaltspunkte für Leben auf dem Mars. Auch die Hoffnung, Wasser auf dem Planeten zu finden, bestätigte sich nach den Ergebnissen der NASA-Sonden nicht.

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1. August - Der österreichische Formel 1 Weltmeister Niki Lauda erleidet bei einem Unfall auf dem Nürburgring schwerste Brandverletzungen. Nach knapp anderthalb Monaten fährt Lauda wieder und er wird 1984 auch wieder Weltmeister. Vor dem Großen Preis von Deutschland am 1. August 1976, der nach Auslaufen eines Vertrages schon vorher als letztes F1-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings feststand, regnete es. Außer Jochen Mass, der viel Erfahrung am Ring hatte, starteten alle Fahrer das Rennen auf Regenreifen. Auf abtrocknender Piste wechselten alle schon nach der ersten Runde auf Slicks, nur Peterson fuhr regenbereift weiter. Die Ferrari-Mechaniker waren langsamer als die meisten englischen Teams, Lauda lag in der zweiten Runde nur im hinteren Mittelfeld, überholte jedoch bald einige Konkurrenten. Er verunglückte kurz nach Passage des Adenauer Ortsteils Breidscheid vor dem Streckenabschnitt Bergwerk. Das Fernsehen hatte dort keine Kamera, aber es gelang zwei Amateurfilmern, Aufnahmen von dem Unfall auf Super8-Film zu machen, die in den Folgetagen veröffentlicht wurden. Das Medieninteresse an diesem Ereignis in der Formel 1 war damals schon über Deutschlands Grenzen hinaus enorm.

In Amateurfilmaufnahmen eines französischen Zuschauers kann man sehen, wie der Ferrari 312T2 nach der Durchfahrt des Linksknicks, der heute inoffiziell nach Lauda benannt wird, plötzlich nach außen (also nach rechts) abbiegt, gegen eine Felswand prallt, entlang der Fahrbahn schleudert und in Flammen aufgeht. Amateurfilmaufnahmen aus Deutschland zeigen das Eintreffen der Rettungskräfte am Unfallort und den Abtransport Laudas, der dabei bei Bewusstsein ist. Laudas Helm wurde beim Aufprall vom Kopf gerissen, er wurde kurz bewusstlos. Die fast 200 Liter Benzin im Fahrzeug liefen teilweise aus und entzündeten sich sofort. Einige nachfolgende Wagen stießen gegen Laudas Fahrzeug, andere konnten noch anhalten. Es bildete sich ein Stau, die Strecke war blockiert, das Rennen musste abgebrochen werden. Mehrere Piloten, insbesondere Arturo Merzario, Brett Lunger, Guy Edwards und Harald Ertl, konnten Lauda nach über einer halben Minute aus dem brennenden Wrack retten. Er hatte sich jedoch Verbrennungen am Kopf zugezogen, da die Kopfhaube (Balaclava) nur im Gesichtsbereich aus mehreren Lagen schwer entflammbaren Materials bestand, und im Helmbereich dünner und komfortabler ausgelegt war, da ein Verlust des Helmes nicht einkalkuliert ist.Die Ursache des Unfalls wurde nie offiziell bekanntgegeben. Niki Lauda selbst schreibt in seinem Buch „Meine Story“ von 1985, dass er es für am wahrscheinlichsten hält, dass der rechte hintere Längslenker ausgerissen sei. Dadurch würde das rechte Hinterrad sich nach hinten wegdrehen und das Auto plötzlich nach rechts abbiegen. Ursprünglich sollte der Rettungswagen, der Rennstrecke folgend, kilometerweit bergauf (etwa 300 m Höhenunterschied) fahren und dann auf der Landstraße wieder bergab nach Adenau zum dortigen Krankenhaus. Auf Einsatz von Hans-Joachim Stuck wurde jedoch bei nun abgebrochenem Rennen nicht dieser ca. 20 km lange Umweg gemacht, sondern entgegen der normalen Fahrtrichtung zur nur wenige 100 m entfernten Ausfahrt Breidscheid gefahren. Diese meist langen Distanzen für Rettungsfahrzeuge waren auch ein Grund für die Entscheidung, die 22,8 km lange Nordschleife nicht mehr für Formel-1-Rennen zu nutzen. Vom Adenauer Hospital wurde Lauda zuerst mit einem Hubschrauber in das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz geflogen, dann in das Unfallkrankenhaus Ludwigshafen, wo ein Schwerverbranntenzentrum vorhanden ist. Dort erwiesen sich jedoch die Lungenverätzungen durch das Einatmen des giftigen Rauchs der Kunststoffkarosserie als viel kritischer als die Hautverbrennungen. Lauda fiel ins Koma, er erhielt in der Klinik die Krankensalbung. Er erholte sich jedoch rasch.

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6. September - Der sowjetische Leutnant Viktor Belenko setzte sich mit einer hochmodernen Mig-25 nach Japan ab. Das Kampfflugzeug wurde erst nach wochenlangen Untersuchungen an die UdSSR zurückgegeben, der Pilot erhielt politisches Asyl in den USA. Bis zu diesem Zeitpunkt galt die Mig-25 als eines der bestgehüteten militärischen Geheimnisse der Sowjetunion, nach seiner Demontage durch die Japaner wurde das Flugzeug wegen seiner technischen Mängel von Experten, im Vergleich mit US-amerikanischen Flugzeugen, als eher minderwertig eingestuft. Mittlerweile ist das Flugzeug durch technisch verbesserte Typen wie die Mig-31 ersetzt worden.         W     Bild: Public Domain

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29. Oktober - Erich Honecker wurde von der Volkskammer zum Staatsratsvorsitzenden gewählt. Damit vereinigte er die drei wichtigsten Ämter in seiner Person: Staatsratsvorsitzender, Generalsekretär der SED und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrats. In den folgenden Jahren bemühte er sich, den Konsumwünschen der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Der öffentliche Druck zwang ihn, die Ausreisepraxis für DDR-Bürger großzügiger zu handhaben. Bürgerrechtsbewegungen und Intellektuelle übten immer heftigere Kritik am Regime. 1989 trat Honecker seine Ämter an Egon Krenz ab bzw. wurde vom Politbüro dazu gezwungen. Auch die SED schloss ihn aus. Er wurde daraufhin Mitglied der neu gegründeten KPD.       W    Bild: Public Domain

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Ein israelisches Kommandounternehmen befreit im ugandischen Entebbe 103 Geiseln aus der Gewalt palästinensischer Terroristen.

 

Jimmy Carter wird 39. Präsident der USA.

 

Der 30jährige König Carl XVI. Gustav von Schweden heiratet die 32jährige Deutsche Silvia Sommerlath, die er bei den Olympischen Spielen in München 1972 kennengelernt hatte.

 

In Haft begeht die Terroristin Ulrike Meinhof (*1934) vor ihrer bevorstehenden Verurteilung am 9.5. Selbstmord, was europaweit zu Unruhen und Anschlägen führt.

 

Mit schweren Verletzungen überlebt der 25jährige Sohn des Lebensmittelfabrikanten Oetker seine erpresserische Entführung nach Zahlung eines Lösegeldes in Höhe von 21 mio DM. Die Entführer narren die Polizei bei der Geldübergabe im unterirdischen Gewirr des Münchner Stachus und entkommen.

 

 

2. November - Mit 51% der Stimmen gewann James Earl Carter aus Georgia die Präsidentenwahl für die Demokratische Partei gegen den republikanischen Amtsinhaber Gerald Ford. Als erster Anwärter aus dem Süden seit dem Amerikanischen Bürgerkrieg, engagierte sich Carter für eine kompetente und volksnahe Regierung. Während seiner Regierungszeit stiegen die Energiekosten in den USA. Die Inflation nahm zu und es kam zu innenpolitischen Spannungen, so dass Carter den Erwartungen der US-amerikanischen Bevölkerung nicht gerecht werden konnte. Sein Einsatz für die Einhaltung der Menschenrechte wurden von einflussreichen Kreisen in den USA kritisiert. 1978 kam unter seiner Regierung das Camp-David-Abkommen zustande, das zur Annäherung von Israel und Ägypten führte. Der Versuch Carters, durch Diplomatie US-amerikanische Geiseln aus der US-Botschaft in Teheran/Iran zu befreien, misslang. Die Wirtschaftskrise führte zur Wahlniederlage der Demokraten gegen Ronald Reagan.         W      Bild: Public Domain

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16. November - Die DDR verweigert dem regimekritischen Liedermacher Wolf Biermann nach kritischen Bemerkungen bei einem Konzert in Köln die Wiedereinreise nach einer Tour durch die Bundesrepublik und entzieht ihm die Staatsangehörigkeit „wegen grober Verletzung der staatsbürgerlichen Pflichten“. Viele berühmte Personen in Ost und West, protestierten gegen Biermanns Ausbürgerung. Am 17. November 1976 veröffentlichten dreizehn namhafte DDR-Schriftsteller einen offenen Brief an die DDR-Führung, in dem sie an diese appellierten, die Ausbürgerung Biermanns zurückzunehmen. In den folgenden Tagen schlossen sich der Erklärung rund 100 weitere Schriftsteller, Schauspieler und bildende Künstler an. Diesen Protest nahm die DDR-Führung zum Anlass für weitere Schikanen gegen die Unterzeichner, was mehrere Künstler, u.a. Nina Hagen und Manfred Krug, aus der DDR ins bundesdeutsche Exil trieb.
Bild: Marco Maas/fotografirma.de

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23. November - Der französische Apnoe-Taucher Jacques Mayol stößt als erster Mensch ohne Atemgerät nachweislich in eine Meerestiefe von 100 Metern vor. Seine Tauchtechnik beruhte weniger auf Muskelausbildung und Maximierung der Luftspeicherung für den Abstieg, sondern eher auf der psychologischen Vorbereitung und Konzentration auf den Tauchgang. Dieser Ansatz entsprach der sehr mit der Natur verbundenen Psyche Mayols. Im Jahr 2000 veröffentlichte er sein fast 400-seitiges Buch " Delphinus: The  Dolphin Within Man". In den 1990er Jahren war er für den weiteren an der Weltspitze mitkämpfenden Apnoisten Umberto Pelizzari ein Vorbild und Freund. Mit dessen zunehmendem Alter bemerkte Pelizzari eine tiefe Glücklosigkeit von Mayol, die für letzteren schließlich mit Suizid durch Erhängen in seinem Wohnort auf der Insel Elba endete. Er hinterließ einen Sohn und eine Tochter. Zu seinem Gedenken wurde vor der Küste seines Wohnortes auf der Insel Elba ein Denkmal versenkt. Das Denkmal befindet sich auf ca. 16 m Tiefe bei den Gemini-Inseln im Südosten von Elba.      W   

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21. Dezember - Der FC Bayern München gewinnt im Rückspiel mit 2:0 gegen Cruzeiro Belo Horizonte als erster deutscher Fußballverein den Weltpokal.

 

 

Eine Explosion in einer Chemiefabrik für Schädlingsbekämpfungsmittel beim italienischen Seveso setzt große Mengen giftiger Dioxingase frei, die nachhaltig die Orte Seveso und Manfredonia verseuchen.

 

 

In der Computertechnik wird der Nadeldrucker entwickelt.

 

 

Gestorben:

9.9.: Mao Tse-tung (*1893);nach Oben

 

1977

3. Januar - Ließen die Computerfreaks Steven Jobs und Stephen Wozniak ihre Firma Apple registrieren. Es gelang den Tüftlern, mit "Apple II" den ersten wirklichen "personal computer" (PC) auf den Markt zu bringen. Der Erfolg blieb nicht aus: Schon 1982 Überstieg der Umsatz 1 Mrd. US $. 1984 schließlich brachte die Firma mit dem "Macintosh" den ersten bezahlbaren PC mit Maus und grafischer Benutzeroberfläche heraus.         W    

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25. Januar - In Odeillo, in den französischen Pyrenäen, ging das erste kommerzielle Sonnenkraftwerk ans Netz. Es war damit das erste alternative Kraftwerk der Welt. Ein mehr als 2500 Quadratmeter Fläche umfassender Hohlspiegel bündelt das Sonnenlicht auf einen Wasserkessel. Der so entstehende Dampf treibt einen 64-kw-Generator an. 1981 folgte "Eurelios" in Sizilien. Seit Ende 1988 ist in Deutschland, bei Kobern-Gondorf, das größte Sonnenkraftwerk von Europa am Netz.  W     Bild: YvesC The scientific solar furnace at Odeillo, French Cerdagne.

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31. Januar - Nach vierjähriger Bauzeit wurde in Paris das "Centre National d'Art et de Culture Georges Pompidou" eröffnet. Das Kunst- und Kulturzentrum entstand an der Stelle der alten Markthallen im Stadtteil Beaubourg. Das Centre Pompidou beherbergt das Museum für moderne Kunst, eine bedeutende Filmsammlung und eine öffentliche Bibliothek. Nach zweijähriger Renovierungszeit wurde der Komplex am 1. Januar 2000 wieder dem Publikum zugängig gemacht. Bereits 1978 wurde das Centre Pompidou für Dreharbeiten zum James-Bond-Film Moonraker - Streng geheim genutzt. Die Fußgängerröhre war Teil der Szene, in der James Bond zum ersten Mal auf Holly Goodhead trifft und sollte im Film das Drax Forschungszentrum darstellen. Bis 1996 war am Centre Pompidou eine große Count-Down-Uhr namens Le Génitron befestigt, die die Sekunden bis zum Jahr 2000 herunterzählte. Als das Centre kurz vor dem Jahr 2000 wegen Renovierungsmaßnahmen geschlossen wurde, versetzte man die Uhr an den Eiffelturm.         W      Bild: Cristian Bortes

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27. März - Kam es zum folgenschwersten Unglück in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Eine Boeing 747 der niederländischen KLM kollidierte auf der Startbahn des Flughafens von Teneriffa mit einer wartenden Jumbo der US-amerikanischen PanAm. Beide Maschinen fingen Feuer, 583 Menschen kamen in dem Inferno ums Leben. Wie es zu der Katastrophe kommen konnte, ist bis heute ungeklärt.

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7. April - Der deutsche Generalbundesanwalt Siegfried Buback wird in Karlsruhe von RAF-Terroristen erschossen. Mit ihm stirbt beim Attentat sein Fahrer Wolfgang Göbel. Der Fahrbereitschaftsleiter Georg Wurster erliegt einige Tage später seinen Verletzungen.         W    

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Die erste Ausgabe der feministischen Zeitschrift EMMA von Alice Schwarzer erscheint. Der Name „Emma“ wurde wegen seiner Griffigkeit und als Wortspiel auf „Emanzipation“ gewählt. Die Herausgeberin Alice Schwarzer sagte dazu: „Der war irgendwann mal aufgetaucht und gefiel uns. Nicht nur wegen der Anspielung auf die Em(m)anzipation, sondern auch, weil er das selbstironische Gegenteil vom platt Erwarteten war: Wie würde sie wohl heißen, diese Zeitschrift der jetzt vollends größenwahnsinnigen Schwarzer? Nora? Die Rächerin? Die Amazone? Nein. Emma. Ganz einfach Emma.“ Emma gilt seit der ersten Ausgabe als Leitblatt des Feminismus im deutschsprachigen Raum. Die Zeitschrift hat sich ausdrücklich politisch und wirtschaftlich unabhängig positioniert; laut eigenen Aussagen kann sie sich bis heute fast alleine durch den Kioskverkauf und Abonnementsgebühren finanzieren und ist nicht auf Anzeigen angewiesen. Die verkaufte Auflage betrug 2012 40.063 Exemplare, zwei Drittel davon im Abonnement.       W    

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25. Mai - In den Vereinigten Staaten kommt der erste Kinofilm der Star Wars-Serie zur Uraufführung. Am 2. Februar 1978 in lief er in den westdeutschen Kinos an. Der Film entwickelte sich zu einem Phänomen der heutigen Popkultur. Fünf weitere Spielfilme folgten, sowie eine Reihe von lizenzierten Büchern, Comic-Heften, Videospielen, Nebenfilmen, Fernsehserien, Spielzeugen, Kostümen, Rollenspielen und anderen Produkten. Die Geschichte stellt eine Mischung aus Fantasy und Science-Fiction dar, bei der es sowohl eine Art Magie und Magier gibt, die gleichzeitig als „Ritter“ bezeichnet werden, und „ritterliche“ Duelle mit Schwertern ausfechten, als auch Raumfahrt, Roboter und Weltraumschlachten. Trotz der in den Filmen stark präsenten Science-Fiction-Elemente ist die Handlung selbst eher typisch für einen mittelalterlichen Mythos wie die Artussage. Die Macht (Original: The Force) ist das markanteste Element der Star-Wars-Reihe. Sie wird in den originalen Star-Wars-Filmen von Obi-Wan Kenobi als das alles durchdringende Energiefeld beschrieben, das das Universum zusammenhält. Es gibt zwei Seiten der Macht, die helle und die dunkle, die sich irgendwann vereinen und alles vernichten sollen (vgl. Annihilation). Sie spiegeln in den Filmen das Prinzip des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse wider. Im Jahr 2005 schätzte das Forbes Magazine die durch Star-Wars-Merchandising über 28 Jahre erwirtschafteten Einnahmen und ermittelte eine Gesamtsumme von beinahe 20 Milliarden US-Dollar. Somit ist Star Wars, finanziell gesehen, das erfolgreichste Filmprojekt aller Zeiten.       W   

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20. Juni - Die 1280 Kilometer lange und 1,20 Meter dicke Erdöl-Pipeline von der arktischen Prudhoe Bay bis zum eisfreien Hafen Valdez im Süden Alaskas wurde fertiggestellt. Die Pipeline ist zur Hälfte auf Stützen und zur anderen Hälfte in die Erde gebaut. Die unterirdischen Rohre mussten sehr gut wärmeisoliert werden, da das 50° bis 80°C warme Öl den Permafrostboden schmelzen lassen und die Rohre im Schlamm versinken würden. Außerdem ist die Pipeline gefedert und im Zickzack-Kurs angelegt, um Schäden durch Erdbeben zu verhindern. Zehn Pumpstationen transportieren das Öl. Täglich werden 1,6 Millionen Barrel Öl nach Valdez gepumpt und dort in Supertanker umgeladen.       W    Bild: Flominator

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27. Juli - Die deutsche Schauspielerin Ingrid van Bergen wurde wegen Totschlags an ihrem Freund zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Sie soll auf ihrem Anwesen in Starnberg/Bayern ihren Freund Klaus Knaths im Affekt erschossen haben. Während ihrer fast fünfjährigen Haftzeit wurde es ruhig um die Schauspielerin - und auch nach ihrer Freilassung hörte man nur noch wenig. Sie veranstaltete Lesungen und Chansonabende und spielte kleinere Rollen im Fernsehen. Erst 1998 erhielt sie eine bedeutendere Rolle in der Fernsehserie "Mobbing Girls". Ingrid van Bergen schildert ihre Lebensgeschichte in der Gedichtsammlung „Aus Vergessen gewebt und aus Hoffnung" und einer „Autobiographie" (1994).       W    Bild: Udo Grimberg

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30. Juli - In seinem Haus in Oberursel wurde der Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Ponto, mit fünf Schüssen von der Roten Armee Fraktion (RAF) erschossen.

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Elvis Presley, der "King of Rock´n Roll", wird am 16. August, tot in seiner Villa Graceland in Memphis aufgefunden, als offizielle Todesursache wurde Herzversagen angegeben. Im Anschluss an seinen Tod entwickelte sich ein Mythos um seine Person, der bis heute anhält. Immer wieder gibt es Meldungen, die behaupten, dass Elvis lebe und auf der Straße gesehen worden sei. Die Palette der Mutmaßungen reicht von wilden Spekulationen über eine Verbindung von Elvis zu Außerirdischen bis zu ikonenhafter und religiöser Verehrung: So gibt es zum Beispiel im Internet eine "First Presleyterian Church of Elvis the Divine". Außerdem ist die Mauer um seine Villa wie die Motiv-Tafeln an Marien-Wallfahrtsorten mit zahlreichen Bittsprüchen versehen.

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"Deutscher Herbst" Als Deutscher Herbst wird die Zeit und ihre politische Atmosphäre in Westdeutschland im September und Oktober 1977 bezeichnet, die geprägt war durch Anschläge der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF). Die Entführung und Ermordung Hanns Martin Schleyers, die Entführung des Lufthansa-Flugzeugs Landshut und die Selbstmorde der inhaftierten führenden Mitglieder der ersten Generation der RAF stellten den Schlussakt der so genannten Offensive 77 der RAF und den Höhepunkt des deutschen Terrorismus dar. Der Deutsche Herbst gilt als eine der schwersten Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Am 5. September 1977 wurde der Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer in Köln überfallen und verschleppt, dabei wurden sein Fahrer und drei Polizeibeamte ermordet. Die Entführer forderten die Freilassung von elf gefangenen RAF-Mitgliedern. Da die Regierung – anders als bei der Entführung von Peter Lorenz zwei Jahre zuvor – nicht zu einem Gefangenenaustausch bereit war, versuchten mit der RAF verbündete Terroristen der PFLP, den Druck durch die Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ am 13. Oktober 1977 zu erhöhen.


Als Antwort auf die Anschläge der deutsche, linksextremistischen "Rote Armee Fraktion" (RAF) trat, am 2. Oktober, das so genannte Kontaktsperregesetz in Kraft. Per Dekret wurden Kontakte der inhaftierten Terroristen zu Häftlingen und Verteidigern für maximal 30 Tage verboten. Das Gesetz war im September 1977 vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden. Die Gesetzeserlassung war die Reaktion auf den Mord der RAF am Generalbundesanwalt Siegfried Buback, dem Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto und der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer.       W   

18. Oktober
Nach einer Odyssee des Flugzeuges durch die arabische Welt und der Ermordung des Kapitäns Jürgen Schumann landeten die Terroristen auf dem Flughafen Mogadischus, der Hauptstadt des ostafrikanischen Somalia. Hier wurde das Flugzeug am 18. Oktober gegen 0:30 Uhr durch die GSG 9 gestürmt. Um 0:38 Uhr kam eine Sondermeldung des Deutschlandfunkes, dass „alle Geiseln befreit sind. Ob es unter ihnen Tote und Verletzte gab, wissen wir zu dieser Stunde noch nicht …“. Die 86 Geiseln konnten unverletzt befreit werden.

Kurz danach, noch in der Nacht vom 17. zum 18. Oktober 1977, der Todesnacht von Stammheim, begingen die in Stuttgart-Stammheim inhaftierten RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe Selbstmord. Die ebenfalls in Stammheim inhaftierte Irmgard Möller überlebte mit vier Messerstichen in der Herzgegend.

Als Reaktion auf die Stürmung des Flugzeuges „Landshut“ wurde Hanns Martin Schleyer von seinen Entführern erschossen. Seine Leiche wurde am Abend des 19. Oktober in Mülhausen im Elsass gefunden.

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19. Oktober - Im elsässischen Ort Mühlhausen wird die Leiche von Hanns-Martin Schleyer im Kofferraum eines Autos gefunden. Schleyer war am 5. September von Mitgliedern der terroristischen "Rote Armee Fraktion" (RAF) entführt worden, um elf inhaftierte Mitglieder der Gruppe freizupressen - eine Forderung, auf die man in Bonn nicht einging.

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In der Bundesrepublik wird die Wahlfreiheit zwischen Wehrdienst und Zivildienst eingeführt.

 

 

Hamida Djandoubi war der letzte Mensch, der in Westeuropa hingerichtet wurde und weltweit der letzte Verurteilte, der durch eine Guillotine enthauptet wurde. Der tunesische Staatsangehörige, der bei einem Unfall das rechte Bein verloren hatte, betätigte sich in Marseille als Zuhälter. Nachdem er seine Geliebte Elisabeth Bousquet unter Gewaltanwendung zur Prostitution zwingen wollte und sie ihn angezeigt hatte, verbrachte er 1973 einige Monate im Gefängnis. Aus Rache entführte er am 5. Juli 1974 die damals 21-jährige Bousquet, folterte sie mehrere Stunden lang und erdrosselte sie. Das zuständige Geschworenengericht in Aix-en-Provence, dasselbe Gericht, das ein knappes Jahr zuvor bereits das Todesurteil gegen Christian Ranucci gesprochen hatte, verurteilte ihn am 25. Februar 1977 dafür zum Tod und sprach ihn darüber hinaus der Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens schuldig, das er zur Prostitution gezwungen hatte. Nach Ablehnung eines Revisionsantrags durch den Kassationsgerichtshof in Paris am 9. Juni verweigerte der damalige Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing am 9. September 1977 die Umwandlung des Urteils in eine lebenslange Freiheitsstrafe. Bereits am darauf folgenden Tag wurde Djandoubi um 4:40 Uhr morgens im Marseiller Gefängnis Les Baumettes von Scharfrichter Marcel Chevalier auf der Guillotine enthauptet. Nach Aussage des anwesenden Gefängnisarztes soll Djandoubis Kopf noch etwa 30 Sekunden lang auf Zurufe reagiert haben, was nach heutiger medizinischer Auffassung allerdings für unmöglich gehalten wird.

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17. August - Dieter Müller schießt 6 Tore im Bundesligaspiel 1. FC Köln gegen Werder Bremen (Endstand 7:2), eine bis heute unerreichte Leistung.

 

Der erste komplett gefertigte Personalcomputer Apple II wird erfolgreich in den Markt eingeführt.

 

Glasfaserkabel werden erstmals für Telefonnetze eingesetzt.

 

16. November - Klaus Fischer erzielt beim Länderspiel Deutschland - Schweiz (4:1) im Stuttgarter Neckarstadion per Fallrückzieher das in der ARD-Sportschau gewählte Tor des Jahrhunderts (ARD).

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22. November - Die Concorde startet zu ihrem ersten Überschallflug von Paris nach New York City. Die Aérospatiale-BAC Concorde 101/102, kurz Concorde (französisch „Eintracht, Einigkeit“), ist ein Überschall-Passagierflugzeug, das von 1976 bis 2003 betrieben wurde. Sie wurde in der Presse vielfach als die „Königin der Lüfte“ bezeichnet. Die Flugzeit auf ihren wichtigsten Strecken über den Atlantik zwischen Paris beziehungsweise London und New York betrug mit etwa 3 bis 3,5 Stunden etwa die Hälfte moderner Unterschallflugzeuge, die Flughöhe lag bei bis zu 18 km. Die Betreiber waren von Indienststellung bis zuletzt British Airways und Air France. Die Concorde wurde von der französischen und britischen Luftfahrtindustrie auf Basis eines Regierungsabkommens vom 29. November 1962 gemeinsam entwickelt und erreichte maximal Mach 2,23 (2.405 km/h).       W   Bild: Eduard Marmet

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Der norwegische Forscher Thor Heyerdahl startete mit dem Schilfrohrboot "Tigris" nach Dschibuti in Afrika. Mit seiner Reise vom Irak nach Afrika wollte Heyerdahl beweisen, dass das Volk der Sumerer 5000 Jahre zuvor mit seinen Schiffen aus Schilfrohr den indischen Ozean befahren konnte und Handel mit anderen Völkern in Indien und Afrika betrieb. Schon vorher hatte Heyerdahl mit ähnlichen Expeditionen seine wissenschaftlichen Theorien unter realen Bedingungen getestet. Aus Protest gegen die Militarisierung am Horn von Afrika wurde die "Tigris" von Heyerdahl und seiner internationalen Besatzung nach der 6.800 km langen Reise vor Dschibuti verbrannt.         W

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Der Pockenvirus ist ausgerottet. Dafür werden aber die ersten AIDS-Kranken registriert (der AIDS-Begriff wird erst ab 1981 benutzt werden).

 

In Rußland entdeckt man ein seit ca 40.000 Jahren eingefrorenes Mammutbaby in guterhaltenem Zustand.

 

Die US-Raumsonden VOYAGER 1 und 2 werden auf die Reise zu den äusseren Planeten des Sonnensystems geschickt, der Neptun wird 1989 ereicht werden.

 

21. Dezember - Arbeitslöhne in der Bundesrepublik erreichen Weltspitze: 18,50 DM pro Stunde (USA: 15,50; Frankreich 11,- Mark)

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1978

2. Januar - Erstmals werden die Tagesthemen in der ARD gesendet. Sie ersetzen die Spätausgabe der Tagesschau.       W  

 

2. Januar - Das ZDF strahlt die erste Ausgabe des heute-journals aus.       W   

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19. Janaur - Das letzte Exemplar des legendären "Käfer" rollte im Volkswagenwerk Emden vom Band. Der Wagen, eine Weiterentwicklung des ursprünglichen ersten Volkswagen, wurde durch den "Golf" ersetzt. Freunde des historischen Modells konnten den "Käfer" aber weiter erwerben, denn die Produktion ging in Mexiko weiter.

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1. März - In der Nacht auf den 2. März wird der Sarg des Filmkomikers Charlie Chaplin vom Schweizer Friedhof Corsier-sur-Vevey gestohlen, um Lösegeld zu erpressen.

 

 

2. April - In den USA strahlt der Fernsehsender CBS die erste Folge der Serie Dallas aus. Die Seifenoper entwickelt sich zum „Straßenfeger“ und zur erfolgreichsten Fernsehserie der 80er Jahre, die bis 1991 ausgestrahlt werden wird. Dallas ist eine von 1978 bis 1991 produzierte US-amerikanische Fernsehserie, die in der gleichnamigen texanischen Stadt Dallas spielt und das Schicksal der fiktiven Familie Ewing darstellt. Gedreht wurden insgesamt 357 Folgen und drei Filme. Die berühmte Titelmelodie schrieb Jerrold Immel.  In Deutschland strahlte Das Erste am 30. Juni 1981 die erste Folge aus.      W   

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3. Mai - Der DEC-Mitarbeiter Gary Thuerk geht mit dem Versenden von 400 Werbemitteilungen als erster Spammer in die Computer-Geschichte ein. SPAM war ursprünglich ein Markenname für Dosenfleisch, der bereits 1936 entstanden ist aus SPiced hAM, fälschlicherweise auch Spiced Pork And Meat/hAM oder Specially Prepared Assorted Meat genannt. Während der Rationierung im Krieg war Spam eines der wenigen Nahrungsmittel, die in Großbritannien praktisch überall und unbeschränkt erhältlich waren. Die Omnipräsenz dieses Fleisches, ähnlich wie später die unerwünschten Botschaften (zum Beispiel als E-Mails), förderte die Entwicklung des Begriffs.       W     Bild: Cypher789 at the German language Wikipedia

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Der prominente italienische Politiker Aldo Moro wird unter mysteriösen Umständen von den Roten Brigaden entführt und schließlich ermordet. Seine Leiche wird im Mai in einem Auto gefunden. Der Entführungsfall konnte nie ganz aufgeklärt werden. 20 Jahre nach der Entführung verfing sich der ehemalige Politiker und Ministerpräsident Italiens Mario Andreotti in Ungereimtheiten und wurde unter anderem wegen mafiösen Zuständen in seiner ehemaligen Regierungszeit, aber auch wegen diesem nie ganz geklärten Mord vor Gericht gestellt.

 

 

Der Supertanker "Amoco Cadiz", ein Koloss von 250.000 Bruttoregister-Tonnen, lief vor der französischen Atlantik-Küste nahe der Hafenstadt Brest auf Grund und verursachte die bis dahin schwerste Ölpest der Geschichte. Die unter liberianischer Flagge fahrende «Amoco Cadiz» war in einen Sturm geraten und brach auseinander. Die gesamte Ladung, bestehend aus 223.000 Tonnen Öl, ergoss sich in den Atlantik. 400 Kilometer bretonischer Strand wurden verseucht. In einem Ölteppich, der so groß wie das Saarland war, verendeten 15 Tausend Seevögel, starben Fische, wurden Muschel- und Austernbänke zerstört. Der wirtschaftliche Schaden belief sich auf 230 Millionen Mark.

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Der erste "Garfield" Comic-Strip wird in 41 Zeitungen veröffentlicht. Jim Davis - amerikanischer Comiczeichner und der Erfinder der Comicfigur "Garfield" wuchs auf einer kleinen Farm und seinen 25 Katzen auf. Aufgrund einer Asthmaerkrankung war Jim oft gezwungen, im Haus zu bleiben, und so verbrachte der junge Jim seine Zeit mit Zeichnen. 1969 wurde Jim Assistent bei Comiczeichner Tom Ryan, dem Erfinder der "Tumbleweeds". Zuerst erfand er die Comicfigur Gnorm Gnat, einen Käfer, der regelmäßig in der "Pendleton Times" veröffentlicht wurde. Nach fünf Jahren orientierte er sich um, und so entstand "Garfield". Jim Davis benannte den Comic-Kater nach seinem Großvater James Garfield Davis. Bis heute sind 33 seiner Comic-Bücher auf der New York Times Bestseller Liste erschienen. Ironischerweise gibt es in der Familie Davis gibt es keine Mieze, da Ehefrau Carolyn allergisch gegen Katzen ist.

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25. Juli - Louise Joy Brown, das weltweit erste »Retortenbaby« das durch künstliche Befruchtung außerhalb des Mutterleibes gezeugt wurde, kommt um 23:47 Uhr Ortszeit in Oldham im Nordwesten Englands zur Welt. Louise Joy Brown wurde durch einen Kaiserschnitt geboren. Sie hatte ein Geburtsgewicht von 2600 g. Das Londoner Massenblatt Daily Mail hatte sich von Louises Mutter Lesley die Exklusivrechte erkauft und berichtete ausführlich von der Geburt. Louise Brown gilt als öffentlichkeitsscheu. Sie „fühle sich nicht als etwas Besonderes“, sei „einfach ganz normal“, gebe nicht gern Interviews und habe auch nichts Aufregendes zu erzählen. Ihren 25. Geburtstag verbrachte sie 2003 dennoch in Bristol gemeinsam mit 1.000 weiteren Menschen, die durch künstliche Befruchtung gezeugt worden waren.   Video der Geburt auf You Tube (beginnent nach dem Kaiserschnitt).         W    

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26. Juli - Das Landgericht Hamburg weist die Sexismus-Klage von Alice Schwarzer gegen den Gruner und Jahr-Verlag und den Chefredakteur des Stern Henri Nannen ab. Der Klage vorausgegangen war eine Reihe von Stern-Titelbildern, die nach Ansicht der Klägerinnen frauenerniedrigend waren, z. B. die Abbildung eines leicht bekleideten Damengesäßes auf einem Fahrradsattel im Juni 1977. Direkter Auslöser war ein Titelbild des Fotografen Helmut Newton aus dem April 1978. Alice Schwarzer beschrieb es in der Emma 7/1978, als „[…] eine Schwarze, nackt, in der Hand ein phallisches Mikrofon und um die Fesseln - schwere Ketten.“ Dabei ignorierte sie jedoch, dass die „Schwarze“ keineswegs anonym und stellvertretend für alle Frauen stand. Denn es handelte sich um das für schrille Outfits und ihre persönliche Nähe zum Sadomasochismus bekannte Model Grace Jones. Die Klage wird in der Zeitschrift Emma und von Schwarzer selbst bis heute als wesentlicher Bestandteil ihrer PorNO-Kampagne dargestellt. Schwarzer bezeichnete das Photo als eine „Darstellung der Frau als bloßes Sexualobjekt“ und als einen Verstoß gegen die „Menschenwürde aller Frauen“. Sie sah sich daher selbst als Opfer einer Beleidigung gemäß § 185 StGB. Das Landgericht Hamburg wies die Klage am 26. Juli 1978 ab (Az. 74 O 235/78). In der Urteilsbegründung nahm es zum einen den Vorwurf der Popularklage auf. Zum anderen stellte es fest, dass die Frauen als Kollektiv nicht beleidigungsfähig sein können. Eine Beleidigung einer großen Anzahl an Personen sei nur dann möglich, wenn diese „Personenmehrheit so aus der Allgemeinheit hervortritt, dass dieser Kreis der beteiligten Einzelpersonen deutlich umgrenzt ist“; bei einer Personengruppe, die mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung ausmacht, könne dies nicht der Fall sein.       W   

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17. August - Nach der Aufstellung eines Langstreckenrekords von 5000 Kilometern und einer Rekorddauer von 137 Stunden und sechs Minuten endete die erste transatlantische Ballonfahrt in Miserey in Frankreich. Der mit Helium gefüllte "Double Eagle II", mit den Amerikanern Ben Abruzzo, Max L. Anderson und Larry Newman an Bord, war am 11. August in Presque Isle (US-Bundesstaat Maine) gestartet und erreichte eine maximale Flughöhe von 7600 Metern. Die drei Männer waren die ersten, die den Atlantik im Ballon überquerten. Drei Jahre später überquerten Abruzzo und Newman den Pazifik. Sie stellten damit einen neuen Streckenflugrekord (8400 Kilometer) für bemannte Ballone auf.

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26. August - Der Physiker und Diplom-Militärwissenschaftler Sigmund Werner Paul Jähn fliegt in der sowjetischen Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Raumstation Saljut 6.und war damit der erste Deutsche im Weltraum. Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden. Während der 125 Erdumkreisungen führte Jähn zahlreiche Experimente durch. Dazu zählten wissenschaftlich-technische Experimente mit der Multispektralkamera MKF 6 zur Erdfernerkundung, materialwissenschaftliche Experimente, Experimente zur Kristallisation, Formzüchtung und Rekristallisation sowie Züchtung eines Monokristalls, medizinische Experimente, Untersuchung der Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf das Sprechvermögen, arbeitspsychologische Untersuchungen, Überprüfung der Hörempfindlichkeit der Stammbesatzung, biologische Experimente zum Zellwachstum in der Schwerelosigkeit und zur Verbindung von Mikroorganismen mit organischen Polymeren und anorganischen Stoffen. Bekannt wurde die im Fernsehen gezeigte Puppenhochzeit des von Jähn mitgebrachten DDR-Sandmännchen mit der sowjetischen Fernsehpuppe Mascha, die Waleri Bykowski gestellt hatte. Eine unerwartet harte Landung der Rückkehrkapsel Sojus 29 (Sojus 31 blieb als Rückkehrkapsel für die Stammbesatzung an Saljut 6 angedockt) führte bei Jähn zu bleibenden Wirbelsäulenschäden. Da der Fallschirm sich nicht von der Landekapsel löste, wurde sie durch die Steppe geschleift. Nach seiner Rückkehr erhielt Jähn die Auszeichnungen Held der DDR und Held der Sowjetunion.     W     Bild: Bundesarchiv, Bild 183-T0709-148 / Peter Koard / CC-BY-SA

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Nordindien wird von der größten Flutkatastrophe seit Menschengedenken heimgesucht.

 

In der Bundesrepublik tritt das Datenschutzgesetz in Kraft.

 

Im erdbebenreichsten Gebiet Deutschlands, dem Zollernalbkreis, führt das seit 35 Jahren stärkste Beben zu erheblichen Schäden (u.a. auf Burg Hohenzollern).

 

 

Der ägyptische Staatspräsident Muhammad Anwar el Sadat und der israelische Ministerpräsident Menachem Begin einigten sich in Camp David/USA nach 12-tägigen Verhandlungen auf ein Rahmenabkommen für eine Nahostfriedenslösung. Darin wurden der Rückzug der israelischen Armee auf Sicherheitspositionen, die Beendigung der Militärverwaltung im Westjordanland und in Gasa und die palästinensische Selbstverwaltung festgelegt. Damit war Ägypten der erste Staat der arabischen Welt, der Verhandlungen mit Israel aufnahm. Daraufhin wurde die ägyptische Regierung von vielen arabischen Staaten kritisiert.         Bild: Public Domain

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28. September - Papst Johannes Paul I. starb nach nur 33 tägiger Amtszeit, dem kürzesten Pontifikat der Kirchengeschichte. Als Todesursache wurde offiziell Herzversagen angegeben, aber der mysteriöse Tod des 33-Tage-Papstes ist bis heute Quelle vielfältiger Gerüchte. Es wird vermutet, der reformwillige Johannes Paul hätte entschlossene Gegner im Vatikan gehabt. Deshalb wird ein gewaltsamer Tod nicht ausgeschlossen. Allerdings wurden die tatsächlichen Hintergründe des plötzlichen Todes nie geklärt. Nachfolger wurde der polnische Kardinal Karol Wojtyla als erster nicht-italienischer Papst seit dem 16. Jahrhundert. Er ist seitdem als Papst Johannes Paul II. im Amt.       W

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16. Oktober - Der Erzbischof von Krakau, Karol Jozef Wojtyla, wird zum Papst gewählt. Der Nachfolger von Johannes Paul I. der nur 34 Tage im Amt war, wählte den Namen Johannes Paul II. und wurde am 22. Oktober offiziell in sein Amt eingeführt. Damit stand erstmals seit 455 Jahren kein Italiener an der Spitze der römisch-katholischen Kirche. Sein Amt als Oberhaupt von rund 906 Millionen Katholiken trat Johannes Paul II. mit dem Anspruch an, die Kirche ins dritte Jahrtausend zu führen. Er hatte, beispielsweise durch seine Unterstützung der polnischen Gewerkschaft "Solidarität", maßgeblichen Anteil am Zusammenbruch des Kommunismus und widmete sich intensiv der Annäherung und Aussöhnung zwischen den Weltreligionen.      Bild: Philippus2011

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6. November - Als Nachfolger des aus Altersgründen nicht mehr kandidierenden Alfons Goppel wurde der CSU-Politiker Franz-Josef Strauß zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt. Den Schwerpunkt seiner Tätigkeit legte er auf wirtschaftspolitische Fragestellungen. Die Verbesserung des Wirtschaftsstandorts Bayern versuchte Strauß durch intensive Auslandsbeziehungen und direkten Kontakt zu großen Industrieunternehmen zu erreichen. Er blieb bis 1988 im Amt. Für Schlagzeilen sorgte er durch Auslandsreisen unter anderem nach Chile, China, USA, die Sowjetunion und die DDR. Bislang erbitterter Gegner jeglicher Annäherung an die DDR, vermittelte Strauß 1983 überraschend einen Milliardenkredit an die DDR.         W     Bild: Public Domain

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18. November - Auf Befehl ihres Anführers Jim Jones begingen über 900 Mitglieder der Sekte "The People´s Temple" im Dschungel von Guyana Selbstmord. Einigen Opfern wurde der Todescocktail aus Zyanid und Limonade in die Venen gespritzt. Unter den Toten wurden auch viele Kinder gefunden, Jones selbst starb durch einen Schuss in die rechte Schläfe. Er sollte wegen Mordes an einem US-Kongressabgeordneten und dreier Journalisten, die über Misshandlungen im Camp der Sekte berichtet hatten, festgenommen werden. Die Kinder waren vielfach wie Sklaven gehalten worden, sie wurden geschlagen, mit Elektroschocks bestraft und sexuell missbraucht. Jones hatte die Tat schon lange geplant und seinen Anhängern vom nahenden Weltuntergang erzählt.

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20. Dezember - Lebenslange Freiheitsstrafen können bei günstiger Sozialprognose nach 15 Jahren enden. Und der achtwöchige Mutterschafts-Urlaub wird in der Bundesrepublik um vier Monate erweitert.

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26. Dezember - Die erste Rallye Paris-Dakar wird in Paris gestartet und endete am 14. Januar 1979 in Dakar. Die Rallye Dakar ist ein seit 1978 einmal jährlich hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragenes Offroad-Motorsportrennen und gilt als die berühmteste Langstrecken- respektive Wüstenrallye der Welt, obwohl sie keine Rallye im eigentlichen Sinn, sondern ein Rallye-Raid-Wettbewerb ist. Gründer der Veranstaltung war der Franzose Thierry Sabine. Nach seinem Tod übernahm sein Vater für einige Jahre die Rallye, verkaufte die Rechte daran aber anschließend an die Amaury Sport Organisation (A.S.O.), die die Rallye bis heute durchführt. Die A.S.O. ist ein großes französisches Sportunternehmen, das z. B. auch die Tour de France veranstaltet. 2008 fand die Rallye Dakar erstmals in ihrer 30-jährigen Geschichte nicht statt. Am 4. Januar, nur einen Tag vor dem geplanten Start in Lissabon, sagte der Veranstalter aufgrund einer dringenden Reisewarnung der französischen Regierung den Wettbewerb ab. Neben dem Mord an vier französischen Touristen, am 24. Dezember 2007, und einem tödlichen Überfall auf drei Soldaten an der Grenze zu Algerien habe es auch eine Terrordrohung gegen die Rallye selbst gegeben. Als Konsequenz aus der Terrordrohung und der darauffolgenden Absage des Jahres 2008 fand die Rallye Dakar im Jahr 2009 nicht mehr in Afrika, sondern in Südamerika statt.     
W
   Bild: Акутагава

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In den USA werden Chlorfluorkohlenwasserstoffe als Treibgas verboten wegen der auf die Ozonschicht zerstörenden Wirkung.

 

Das erste Retortenbaby wird geboren.

 

Die 1968 zurückgeführte Bevölkerung des Bikini-Atolls wird wieder zwangsweise evakuiert, weil man entdeckt hat, dass radioaktives Cäsium 137 von den Planzen aus dem Boden aufgenommen und an die Nahrungskette weitergegeben wird.

 

Die USA starten zwei PIONEER Sonden in Richtung Venus.

 

Der erste Deutsche im All ist der Oberstleutnant der Volksarmee Sigmund Jähn an Bord der russischen Sojus 31 Mission.

 

Erste Atlantik-Überquerung in einem Ballon.

 

Mit Muhammed Ali wird erstmals ein Boxer zum dritten Mal Weltmeister aller Klassen (gegen Leon Spinks). nach Oben

 

 

1979

Nach einem Generalstreik und Massendemonstrationen im Iran fliehen der Schah Resa Pahlawi und seine Familie, am 16. Januar, nach Ägypten. Der Herrscher ermöglichte so dem im Exil lebenden Schiitenführer Ayatollah Khomeini, mit seinen Anhänger daraufhin die Macht zu übernehmen und die erste islamische Republik auszurufen.

 

 

1. Februar - Beendete der iranische Schiitenführer, Ayatollah Ruhollah Khomeini, sein 15jähriges Exil (zunächst im Irak und dann in Frankreich) und kehrte in seine Heimat zurück. Dort hatten lang andauernde Unruhen Mitte Januar dazu geführt, dass der Schah das Land verließ. Khomeini rief bei seiner Rückkehr die "Islamische Republik" aus.

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16. Februar - Verurteilung des Anwalts Klaus Croissant zu einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe. Außerdem wurde ein vierjähriges Berufsverbot über ihn verhängt. Croissant gehörte der linksradikalen RAF (Rote Armee Fraktion) an und war Verteidiger einiger Mitglieder der Terrororganisation. 1975 wurde er von dem großen RAF-Verfahren in Stuttgart-Stammheim ausgeschlossen. Ihm wurde vorgeworfen, den organisatorischne Zusammenhalt der RAF zu betreiben. Croissant wurde beschuldigt, von den terroristischen Aktionen der RAF gewusst und sie sogar mit vorbereitet zu haben. Am 4. März 1993 wurde er erneut verurteilt, diesmal wegen seiner Agententätigkeit für die ehemalige DDR.

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In der Bundesrepublik wird die 30-jährige Verjährungsfrist für Mord aufgehoben.

 

 

Ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes besagt: Wer im Auto nicht angeschnallt ist, hat verminderten Versicherungsschutz.

 

 

4. März - Bei ihrer dichtesten Annährung an den Planeten Jupiter funkte die Sonde Voyager 1 faszinierend genaue Aufnahmen an die Erde zurück. Sie bewiesen, dass die Atmosphäre des Planeten Jupiter von dünnen Staubringen umgeben ist. Der größte Planet unseres Sonnensystems, ist einer der fünf Planeten, die von der Erde aus ohne Einsatz von Fernrohren gesehen werden können. Mit Sicherheit war er bereits in der Antike bekannt, doch erst zu Beginn des 20.Jahrhunderts konnte durch Spektralanalyse die Zusammensetzung der Jupiteratmosphäre geklärt werden. Durch laufende Verbesserungen der Teleskope wurden genauere Beobachtungen möglich, der größte Teil des heutigen Wissens über Jupiter wurde jedoch durch Raumsonden erworben.        W   

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5. März - Die Raumsonde Voyager fliegt am Planeten Jupiter vorbei und liefert erstmals sensationell scharfe Fotos. 1973 und 1974 hatten die Pioneer-Sonden erstmals Jupiter passiert. Voyager 1 flog zunächst die Planeten Jupiter und Saturn an und trat ungefähr im August 2012 als erstes von Menschen erzeugtes Objekt in den interstellaren Raum ein. Die Mission der Voyager 1 gilt als einer der größten Erfolge der NASA und der Raumfahrt allgemein, da die Sonde ihre geplante Lebenserwartung bereits weit übertroffen hat und noch heute regelmäßig Daten zur Erde sendet. Außerdem ist sie das am weitesten von der Erde entfernte von Menschen gebaute Objekt überhaupt und wird diesen Status auf absehbare Zeit auch behalten. Die Entfernung von Voyager 1 zur Sonne beträgt (Stand: 6. Juli 2014) etwa 128,32 Astronomische Einheiten (AE), ca. 19,20 Milliarden Kilometer, eine Entfernung, für die Licht ca. 17 Stunden und 41 Minuten benötigt. Jährlich nimmt sie um rund 3,6 AE (ca. 540 Mio. km) zu, dies entspricht einer (Radial-) Geschwindigkeit von etwa 61.000 km/h. Von der Erde aus betrachtet befindet sich Voyager 1 im Sternbild Schlangenträger.         W    

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28. März - Bei einem durch menschliches Versagen ausgelösten Reaktorunfall im amerikanischen Harrisburg beim Reaktor Three Miles Island wird Radioaktivität freigesetzt, der Reaktor schmilzt zum Teil durch. Nur durch Zufall ergibt sich keine größere Katastrophe.

 

 

In West-Berlin erscheint eine neue Tageszeitung auf den Markt: die "taz". Mit einer Anfangsauflage von 30.000 Exemplaren sagte sie als linke Alternative der "bürgerlichen Presse" den Kampf an.

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21. Mai - Elton John gibt als erster westlicher Popstar ein Konzert in der Sowjetunion in Leningrad. Insgesamt hat er bis zum 28. Mai acht Auftritte in Leningrad und Moskau. 2008 hätte Elton John sein einziges Deutschlandkonzert der damaligen Konzerttournee in der 70.000-Einwohner-Stadt Aalen geben sollen. Das Konzert des Weltstars wurde aber abgesagt. Das städtische Grünflächenamt befürchtete eine Beschädigung des Rasens im Aalener Stadion.

nach Oben Bild: David Shankbone

 

 

11.Juni - Die von unbekannter Hand nachts an die Wände öffentlicher Gebäude gesprühten Fassadenfiguren spalten die Züricher Bürger: Während sich ein Teil über die 900 Strichmännchen belustigt, bildet sich eine Bürger-Aktion, die an diesem Tag eine Fangprämie von 3255 DM aussetzt, um den Urheber der Graffiti-Kunst zu enttarnen. 1981 wird der Psychologe Harald Naegli, der mit seiner Kunst gegen die Beton-Verschandelung der Städte protestiert, wegen Sachbeschädigung zu neun Monaten Haft und 123 000 DM Geldbuße verurteilt.          Bild: anbraendle

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1. Juli - Sony bringt den ersten Walkman mit der Bezeichnung „TPS-L2“ auf den Markt. Das Gerät geht auf eine Erfindung des Deutschen Andreas Pavel zurück, der bereits 1977 eine "körpergebundene Kleinanlage für hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen" zum Patent anmeldete. In den 1980er-Jahren war der Walkman unter den Jugendlichen ein wichtiges Statussymbol und Sinnbild für eine individuelle, urbane Lebensform. Von Geräten mit dem Markennamen Walkman wurden bis zum Jahr 2004 ca. 335 Millionen Stück verkauft.

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K212. Juli - Die Bergsteiger Reinhold Messner und Michael Dacher erreichen ohne Sauerstoffgeräte den Gipfel des K2, des zweithöchsten Berges der Welt im Karakorum. Der 8611 m hohe K2 oder Lambha Pahar auf der Grenze zwischen Pakistan und China gelegen, gilt unter Bergsteigern als weit anspruchsvoller als der Mount Everest, wenn nicht sogar als der schwierigste aller vierzehn Achttausender.

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1. September - Die Raumsonde "Pioneer 11" fliegt als erstes von Menschenhand gesachaffenes Objekt, in 21.000 km Abstand am Saturn vorbei und entdeckt dabei einen neuen Saturnmond. Die amerikanische Raumsonde der Pioneer-Reihe, startete am 6. April 1973 auf Cape Canaveral an Bord einer Trägerrakete mit der Aufgabe, die Planeten Jupiter und Saturn zu erforschen.

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16. September - Den Familien Strelzyk und Wetzel gelingt am 16. September, mit einem selbstgebauten Heißluftballon die Flucht über die Innerdeutsche Grenze aus der DDR nach Westdeutschland. Diese aufsehenerregende Ballonflucht wurde 1981 in dem US-amerikanischen Spielfilm Mit dem Wind nach Westen dargestellt und von den Strelzyks in einem Buch beschrieben. Die Route der 28-minütigen nächtlichen Ballonfahrt führte bei Nordwind aus Pößneck (Thüringen) nach Süden. Der Ballon landete in Naila (Bayern), wo er heute im dortigen Heimatmuseum ausgestellt ist. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR ließ den Initiator Peter Strelzyk an seinem neuen Wohnort im Westen durch einen Freund und Mitarbeiter observieren und hat ihm möglicherweise geschäftlich zu schaden versucht. Für die Ballonhülle war ein erforderliches Volumen von 2.800 Kubikmeter errechnet worden. Sie war 28 Meter hoch und 20 Meter breit und wurde aus Regenmantelstoff genäht, der in dieser Menge nur nach und nach beschafft werden konnte. Die Gondel bestand aus einer 1,40 m mal 1,40 m großen hölzernen Plattform mit einem 80 cm hohen Geländer aus vier Eckpfosten und Wäscheleine. Die acht Personen kauerten während der Fahrt mit dem Rücken zum Geländer und hielten sich an den in der Mitte stehenden vier Propangasflaschen fest.

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30. September - Niki Lauda erklärt mit der Begründung, er wolle nicht mehr „im Kreis herumfahren“, seinen Rücktritt aus dem Motorsport. Lauda ist einer der wenigen Rennfahrer, die dreimal den Titel des Weltmeisters in der "Königsklasse" der Autorennen, der Formel-1, erringen konnten, wobei er auf eine besonders spektakuläre Karriere zurückblicken kann. Nach dem ersten Titelgewinn 1975 wurde er bei einem Unfall auf dem Nürburgring schwer verletzt, stieg aber bereits 42 Tage später wieder ins Auto und errang im folgenden Jahr erneut den Weltmeistertitel. Nach einer dreijährigen Rennpause von 1979 und 1982 gewann er 1984 nochmals die Weltmeisterschaft, um sich danach dem Aufbau der von ihm betriebenen Fluglinie "Lauda Air" zu widmen.         W

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17. Oktober - Mutter Teresa von Kalkutta erhält in Anerkennung ihres Einsatzes für die Ärmsten der Armen den Friedens-nobelpreis. Die in Makedonien geborene Nonne begann 1948 mit ihrer Arbeit in den Slums von Kalkutta und gründete die Schwesternschaft "Missionarinnen der Nächstenliebe". 1965 wurde ihr Orden direkt der Kontrolle von Papst Paul VI. unterstellt. Er erlaubte Mutter Theresa, ihren Orden auch außerhalb Indiens auszuweiten. Mutter Teresa widmete sich vor allem der Hilfe für Kinder, Arme, Sterbende und Aussätzige.

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24. Dezember - Vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guyana startete die erste von der europäischen Weltraumorganisation "European Space Agency" (ESA) konstruierte Trägerrakete "Ariane 1". Die 200 Tonnen schwere, dreistufige Rakete konnte eine Nutzlast von 1850 Kilogramm transportieren. An Bord befand sich der Kommunikationssatellit "Capsule Ariane Technologique" (CAT-1), der die technischen Daten des Jungfernfluges zur Erde übertrug. Die "Ariane 1" war das erste Raumfahrzeug, das nicht aus militärischen Flugkörpern entwickelt, sondern speziell für den kommerziellen Satellitentransport entworfen worden war. 1984 wurde sie durch die leistungsstärkeren "Ariane 2" und "Ariane 3" ersetzt. Die jüngste Entwicklung der ESA, die "Ariane 5", startete erfolgreich am 30. Oktober 1997.         W     Bild: de:Benutzer:Stahlkocher

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Es gelingt, gentechnisch geklonte Mäuse zu züchten, deren Genetik mit der der Muttertiere identisch ist.

 

Die Computersprache ADA wird entwickelt.

 

Mit VISICALC wird die erste Anwendungssoftware für Personalcomputer weltweit vermarktet.

 

Die im Vorjahr gestartete Raumsonde VOYAGER 1 entdeckt, dass der Planet Jupiter einen Ring hat, und die aufgegebene Raumstation Skylab fällt vom Himmel ins westliche Australien, ohne dabei jemanden zu verletzen.

 

Mit einem ausschließlich durch Muskelkraft angetriebenen Fluggerät überquert der Amerikaner Bryan Allen den Ärmelkanal.nach Oben

 

1980

21. Januar - Die Chinesische Mauer wird unter Denkmalschutz gestellt. Die 10 m breite und 6-9 m hohe chinesische Mauer gilt als das größte Bauwerk der Welt. Die von Mitte des 5. Jahrhunderts v.Chr bis 1644 n.Chr. entstandene Mauer besteht aus einem System mehrerer teilweise auch nicht miteinander verbundener Abschnitte unterschiedlichen Alters und Bauweise. Die Hauptmauer ca 2400 km lang. Die Behauptung, dass die Chinesische Mauer mit bloßem Auge aus dem Weltraum zu sehen sei ist allerdings falsch. Bei der bekannten Breite der Mauer müsste man vergleichsweise auch jede bessere Landstraße aus dem Weltraum erkennen können. Was man jedoch bei sehr guten Sichtverhältnissen aus großer Höhe sehen könnte, wäre der Schatten der Mauer, wenn im Winter die Sonne tief steht und die Mauer ein breites Schattenband erzeugt.                                                                                           Bild: Herbert Ponting (1870-1935)

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28. Februar - Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe fällte eine Entscheidung, die eine Reformierung des Eherechts nach sich zog. Es ging dabei um die juristischen Begriffe "Schuld" und "Zerrüttung". So trat der Bergriff der Schuld in den Hintergrund, eine Ehe durfte nun auch ohne Rücksicht auf Verschuldung geschieden werden. Dreijähriges Getrenntleben war laut Verfassungurteil als "Zerrüttung" einer Ehe anzusehen und als Grund für eine Scheidung anzuerkennen. Heute ist es möglich, eine Ehe nach einjährigem Getrenntleben zu scheiden.       W   

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27. März - Ein Sturm mit Windstärke 10 und 8 Meter hohen Wellen werden der Ölbohrinsel "Alexander Kielland" vor der norwegischen Küste zum Verhängnis. Ein Bein knickt um, die Bohrinsel kentert und 160 Menschen kommen ums Leben. Ursache für den Unfall waren Ermüdungserscheinungen am Tragwerk der Bohrinsel. Der Verlust der Alexander L. Kielland führte zu einer Reihe von einschneidenden Änderungen in der Konstruktion, Prüfung und Sicherheitsausstattung von Bohrinseln.        W    

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14. April - Erstmals erhielt ein deutscher Film den "Oscar". In der Kategorie "Bester ausländischer Film" gewann Volker Schlöndorffs "Die Blechtrommel" nach dem gleichnamigen Roman von Günther Grass. Wie der Roman erzählte der Film die Geschichte von Oskar Matzerath aus Danzig. Oskar, der als Erzähler fungiert, stellt mit drei Jahren sein Wachstum ein, um nicht zu den Erwachsenen gehören zu müssen. Seine Blechtrommel nutzt Oskar, um Distanz zu schaffen und mit seiner Stimme kann er Glas zerspringen lassen. "Die Blechtrommel" mit den Darstellern Mario Adorf und Katharina Thalbach wurde zu einem der größten Erfolge des westdeutschen Films.

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18. April - Die letzte britische Kolonie in Afrika, Rhodesien, wurde unabhängig und nannte sich fortan Zimbabwe. Voraus gegangen war ein jahrelanger Bürgerkrieg zwischen der schwarzen Guerilla unter der Führung Robert Mugabes und den Armee- und Polizeieinheiten der durch die weiße Minderheit gestellten Regierung. Nach der Einigung zwischen Mugabe und der Regierung kam es zu freien Wahlen, aus denen Mugabe als Sieger hervorging. Es gelang ihm, in allerletzter Sekunde einen Putsch der weißen Armeeführung zu verhindern. Auch in den folgenden Jahren vermittelte er zwischen der Land besitzenden weißen Minderheit und den Bedürfnissen der schnell wachsenden schwarzen Landarbeiter-Bevölkerung. Gleichzeitig wird auch die neue Flagge Zimbabwe's eingeführt.

Bedeutung ihrer Elemente:

  • Grün steht für die Vegetation und die Ressourcen des Landes
  • Gold symbolisiert den Reichtum an Mineralien
  • Rot repräsentiert das Blut, das während des Freiheitskampfes vergossen wurde.
  • Schwarz steht für die schwarze Bevölkerung des Landes
  • Das weiße Dreieck symbolisiert Frieden und den "Weg nach vorn"
  • Der rote Stern steht für Internationalismus, und spiegelt den sozialistischen Gedanken der herrschenden Partei wider, aber auch Frieden.
  • Der ‚Simbabwe-Vogel‘ entstammt einer in den Ruinen der alten Stadt Simbabwe aufgefundenen Abbildung aus Speckstein und stellt das nationale Emblem dar.

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30. April - An ihrem 71. Geburtstag dankt Juliana nach 32-jähriger Regierungszeit zugunsten ihrer Tochter Beatrix als Königin der Niederlande ab. Die 42-jährige Prinzessin Beatrix, älteste Tochter Königin Julianas und Prinz Bernhards, wird am gleichen Tag zur Nachfolgerin gekrönt. Zu den Pflichten der niederländischen Königin gehört unter anderem die Eröffnungsrede im Parlament. In ihrer Thronrede anlässlich des Thronwechsels legte Königin Beatrix fest, dass der 30. April im Gedenken an ihre Mutter, Königin Juliana, auch weiterhin Nationalfeiertag bleiben solle, weil an ihrem Geburtstag, am 31. Januar, meist schlechtes Wetter herrsche. Zu Zeiten Königin Julianas war es üblich, dass die Bürger in einem großen Defilee am Schloss Soestdijk der Königin zum Geburtstag huldigen konnten. Seit 1981 finden keine Defilées mehr statt, sondern die Königin besucht mit ihrer Familie zwei Gemeinden einer Provinz. Dieser Besuch wird durch die NOS im Radio und Fernsehen live ausgestrahlt, während im ganzen buntbeflaggten Land Straßenfeste mit Musik und „Oranje-Bitter“, einem orangefarbenen Likör, gefeiert werden.       W   

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3. Mai - Atomkraftgegner besetzen das Gelände des Endlagers  in der Nähe von Gorleben im Wendland und gründen als symbolischen Akt die Republik Freies Wendland. Sie bestand einen Monat und wurde am 4. Juni 1980 von Polizei und Bundesgrenzschutz geräumt. Die an der Demonstration rund 5000 beteiligten Atomkraftgegner zogen zum Gelände der geplanten Tiefbohrstelle 1004 zwischen den Dörfern Gorleben und Trebel. Dort besetzten sie das Gelände, um gegen weitere Tiefbohrungen für den Bau des Atommülllager Gorleben zu protestieren. Darauf errichten die Besetzer innerhalb der folgenden Tage ein provisorisches Hüttendorf mit insgesamt 110 Hütten aus Holz und Lehm. Gegen eine Gebühr von 10 DM wurde im Informationshaus ein sogenannter Wendenpass ausgestellt und mit einem Einreisestempel versehen. Der Pass war nach eigenen Worten der Besetzer gültig „für das gesamte Universum [...] so lange sein Inhaber noch lachen kann.“       W    Bild: Public Domain

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15. Mai - Auf Empfehlung der Bundesregierung beschloss das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) einen Boykott der Olympischen Sommerspiele in Moskau. Im Dezember 1979 waren sowjetische Truppen in Afghanistan einmarschiert, um den Aufstand gegen die sozialistische Regierung zu bekämpfen. Die USA unter Präsident Carter initiierten daraufhin einen Boykott der Spiele, dem sich 65 von 148 Nationalen Olympischen Komitees anschlossen. Während die Bundesrepublik keine Athleten nach Moskau entsandte, nahmen Sportler aus Großbritannien, Frankreich und Italien gegen den Rat ihrer Regierungen teil. Bei den durch das Fehlen der USA und Chinas sportlich stark abgewerteten Wettkämpfen holten die Sowjetunion und die DDR allein 127 der 204 Goldmedaillen.

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18. Mai - Beim Ausbruch des Mount St. Helens im Bundesstaat Washington in den USA rutscht der nördliche Gipfel des Vulkans ab, wodurch ein Pyroklastischer Strom freigesetzt wird, der 56 Menschen tötet, unter ihnen der Vulkanologe David A. Johnston.

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21. Mai - Der vordere Kranz der elegant geschwungenen Kongresshalle in Berlin-Tiergarten stürzt an diesem Tag herab. Tonnenschwere Betonteile schlagen durch die Freitreppe und Empore der Halle und töten einen Besucher, fünf weitere werden verletzt. Der Zusammensturz ist auf Korrosionsschäden zurückzuführen. Das Gebäude wurde vom US-amerikanischen Architekten Hugh Stubbins als Beitrag zur 1957 in Westberlin stattfindenden Internationalen Bauaustellung "Interbau" entworfen. Das Dach der Halle wurde 1984-87 wiederaufgebaut.

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1. Juni - In Atlanta, Georgia, nimmt mit Ted Turners Cable News Network (CNN) der erste reine Nachrichtensender seinen Betrieb auf.

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2. Juni - Der "Zauberwürfel" kommt auf den deutschen Markt. Das dreidimensionale Puzzlespiel wurde von dem ungarischen Architekturprofessor Ernö Rubik ursprünglich zu Schulung des räumlichen Vorstellungsvermögens entwickelt. Die Idee zu dem Zauberwürfel kam ihm, als er das chinesische Tangram-Puzzle dreidimensional umsetzen wollte. Das nervenaufreibende Spielzeug wurde weltweit inzwischen über 200 Millionen Mal verkauft und wurde in die Sammlung des Museum of Modern Art aufgenommen. Rubik ist längst einer der reichsten Männer seines Landes und leitet ein Budapester Designstudio. Er hat inzwischen einige Nachfahren des Würfels gebaut: "Triamid", eine Hektaeder-Pyramide und "Rabbits", einen handtellergroßen, verdrehbaren Zylinder.       W   Bild: User:Booyabazooka, User:Meph666 modified by User:Niabot

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te29. Juni - Vigdis Finnbogadottir wurde erstes weibliches Staatsoberhaupt Europas, indem sie zur Präsidentin der Republik Island gewählt wurde. Ihre Amtszeit wurde 1984 ohne Wahl um vier Jahre verlängert, da kein Gegenkandidat antrat. Sie amtierte bis 1996. Islands Vorreiterrolle in der Frauenbewegung begann schon 1975 mit der Gründung einer Frauenpartei.       W   Bild: Defranoux

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19. Juli - Ohne die USA und mehr als 50 weitere Nationen, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, wurden die Olympischen Sommerspiele in Moskau eröffnet. Grund für den durch den US-amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter initiierten Boykott war der Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan im Dezember 1979 gewesen. Carter hatte zuvor vergeblich versucht, das Internationale Olympische Komitee zu einer Verschiebung oder Verlegung der Spiele zu bewegen. Am ersten olympischen Wettbewerb in einem kommunistischen Staat beteiligten sich Athleten aus mehr als 75 Ländern, wobei die Sportler aus der UdSSR und der DDR in den meisten Disziplinen dominierten.

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29. Juli - Islamische Revolution: Der Iran erhält eine modifizierte Flagge. Die Islamische Revolution war eine vielschichtige Bewegung im Iran, die 1979 zur Absetzung von Schah Mohammad Reza Pahlavi und zur Beendigung der Monarchie im Iran führte. Symbolfigur und später Revolutionsführer war Ajatollah Ruhollah Chomeini, der ab 1979 gegen weitere revolutionäre und säkulare Gruppen sein Staatskonzept von der Regentschaft der Geistlichkeit (Velayat-e faqih) zum Teil mit Gewalt durchsetzte und neues Staatsoberhaupt wurde. Am 1. April 1979 wurde die bisherige Staatsform der Monarchie durch ein Referendum abgeschafft und durch die neue Staatsform der Islamischen Republik ersetzt.       W   

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5. September - Der Sankt-Gotthard-Tunnel, mit 16,3 Kilometern die längste unterirdische Straße der Welt, wurde nach einer Bauzeit von elf Jahren für den Verkehr freigegeben. Mit der Betonröhre durch das Sankt-Gotthard-Massiv verkürzte sich die Fahrzeit auf dieser wichtigen Nord-Süd-Achse um rund zwei Stunden gegenüber der Passstraße. Der Bau kostete rund 700 Millionen Franken, 18 Menschen starben beim Bau des Tunnels. Er wird jährlich von etwa sieben Millionen Fahrzeugen passiert, darunter über eine Million Lastwagen. Inzwischen wurde vom schweizer Nationalrat der Bau einer zweiten Tunnelröhre für den Autoverkehr gebilligt. Am 10. Juli 2000 wurde mit dem Bau des Gotthard-Basistunnels, des längsten Eisenbahntunnels der Welt, begonnen.         W    

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17. September - In der Volksrepublik Polen wurde auf Grundlage des Danziger Abkommens vom 31. August 1980 zwischen der polnischen Regierung und dem unabhängigem Streikkomitee die unabhängige Gewerkschaft Solidarnosc gegründet. In dieser Gewerkschaft, die wenig später 10 Millionen Mitglieder zählte, konzentrierte sich die Opposition gegen die sozialistische Regierung. Zum Vorsitzenden der Gewerkschaft wurde Lech Walesa ernannt. Die Gewerkschaft wurde von der polnischen Regierung verboten und Lech Walesa inhaftiert. 1983 wurde Walesa mit dem Friedensnobelpreis geehrt. 1990 wählte die polnische Bevölkerung Walesa zum Staatspräsidenten. Bis 1995 bekleidete er das höchste Staatsamt.

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21. September - Gérard d'Aboville erreicht nach 72 Tagen den Hafen Brest und wird damit der erste Mensch, der alleine im Ruderboot den Atlantik überquert hat.

 

 

26. September - Bei einem Bombenanschlag auf dem Münchener Oktoberfest kamen 13 Menschen ums Leben, über 200 wurden verletzt. Als Täter wurde der 21jährige Gundolf Köhler ermittelt. Er kam bei dem Anschlag selbst ums Leben. Köhler war Mitglied der neonazistischen Vereinigung "Wehrsportgruppe Hoffmann". Nach dem Anschlag erhielt das Bundeskriminalamt einen Hinweis auf die Herkunft des Sprengstoffs. Er stammte aus einem umfangreichen Waffenlager, das von dem Neonazi Heinz Lembke angelegt oder zumindest verwaltet wurde. Die Hintergründe des Anschlags wurden nie aufgeklärt.       W

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23. November - Bei einem schweren Erdbeben in Süd- und Mittelitalien kamen etwa 3100 Menschen ums Leben, 335.000 wurden obdachlos. Noch zwei Wochen nach dem Beben konnten drei Personen lebend geborgen werden. Italien liegt neben Griechenland in der weltweit ausgedehntesten mediterran-transasiatischen Erdbebenzone. Sie reicht von West- und Mitteleuropa bis nach China. In dieser Zone treten durch Verschiebungen der Kontinentalplatten immer wieder tektonische Beben auf. Eine zusätzliche Gefahr sind die Vulkane Ätna, Vesuv und Stromboli. Das schwerste Erdbeben in Italien ereignete sich 1908 in der sizilianischen Stadt Messina, dabei starben 80.000 Menschen.       W   

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Die Besetzung der US-Botschaft in Teheran (Iran) hält an und wird erst im Januar nächsten Jahres beendet, als die Amtszeit von US Präsident Carter abgelaufen ist. Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab. Ein Kommandounternehmen der USA zur Befreiung der Geiseln scheitert in einer Katastrophe für die Teilnehmer (11 Gefallene).

 

Die Präsidentschaftswahlen in den USA bringen einen erdrutschartigen Sieg des Republikaners Ronald Reagan gegen den Demokraten Carter.

 

Der erste Golfkrieg zwischen Iran und Irak beginnt mit Kündigung des Grenzvertrages von 1975 und Fliegerangriffen auf iranische Ölzentren durch den angreifenden Irak.

 

Rhodesien wird unter dem Namen Simbabwe selbständig (von Großbritannien).

 

Schwere Rassenunruhen in Miami (Florida, USA), als 4 weiße Polizisten, die einen Farbigen zu Tode geprügelt hatten, freigesprochen werden. Ebenfalls schwere Rassenunruhen in Südafrika.

 

In Belgien wird der lange Sprachenstreit zwischen Wallonen und Flamen beigelegt durch Aufteilen des Landes in einen Bundesstaat mit den Teilstaaten Flandern und Wallonien.

 

Ein Bombenanschlag von Rechtsextremisten während des Oktoberfestes in München fordert in dichtgedrängter Menge 13 Tote und über 200 Verletzte.

 

In Berlin stürzt die 1957 als Geschenk der USA erbaute Kongresshalle ("Schwangere Auster") aufgrund von Mängeln in der Dachstatik teilweise ein und verletzt einen Passanten tödlich.

 

18.5.-08:32 Uhr: Beim Ausbruch des Mount St. Helens im Nordwesten der USA sterben 61 Menschen.

 

In der Nordsee kentert in schwerem Sturm die Bohrinsel Alexander Kielland und reißt über 150 auf ihr wohnende Arbeiter mit sich.

Der Nierensteinzertrümmerer wird von Dornier erfunden und ein Impfstoff gegen Hepatitis B am Blood Center in New York entwickelt.

 

Die US Firma General Electric gewinnt einen Prozess um die Patentierbarkeit einer gentechnisch für die Ölreinigung geklonten Mikrobe.

 

Die US Raumsonde VOYAGER 1 fliegt am 12.11 am Saturn vorbei, VOYAGER 2 am 27.8., und entdeckt den 13. und 14. Saturnmond.

 

Der schwedische Tennisspieler Björn Borg gewinnt das Turnier in Wimbledon zum fünften Mal hintereinander.

 

Gestorben

8.12.: der Komponist und Musiker John Lennon (ermordet, *1940); 30.3.: der Olympionike von 1936 Jesse Owens (*1913).

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