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Chronologische Weltgeschichte - Die Jahre 1931 - 1940

1931

17. Februar - Die Übertragung eines Baseballspiels der Waseda-Universität in Tokio ist die erste Live-Übertragung eines Sportereignisses. Allerdings wird das Ereignis nur ins elektronische Labor der Hochschule übertragen. Fünf Jahre später wurden die Olympischen Spiele in Berlin mit Fernsehkameras übertragen.

 

19. Februar - Kinopremiere der "Dreigroschenoper" nach der Vorlage von Bertolt Brecht und der Musik von Kurt Weill sowie Theo Mackeben endete mit Beifallsstürmen. Die Hautprollen spielten Rudolf Forster, Lotte Lenya und Fritz Rasp. Brecht schrieb auch das Drehbuch zum "Dreigroschenfilm" und veränderte dabei die Geschichte deutlicher in Richtung Kapitalismuskritik. Die Filmgesellschaft akzeptierte dies nicht und drehte den Film ganz nah am Theaterstück. Brecht prozessierte und verlor. Der Film wurde ein großer Erfolg. Durch den "Dreigroschenprozess" frustriert, schrieb Brecht in den folgenden Jahren den "Dreigroschenroman".

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18. März - Die US-amerikanische Schreibmaschinenfirma Remington Rand bringt den von Jacob Schick erfundenen ersten Elektrorasierer auf den Markt. Oberst Jacob Schick erhält 1930 ein Patent für einen Rasiermesser Scherkopf der durch eine Welle mit einem seperaten Motor verbunden war. Nach dem Schick's Pläne von den Herstellern alle abgelehnt wurden, beschloß er 1931 eine eigene Firma zur Herstellung seiner mittlerweile weiterentwickelten Rasierapperate zu gründen. 

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1. Mai - Nach vierzehnmonatiger Bauzeit weihte US-Präsident Herbert Hoover am 1. Mai 1931 in New York das Empire State Building ein, indem er per Knopfdruck die Lichter des Gebäudes einschaltete. Der mit 381 Meter über Jahrzehnte hinweg höchste Wolkenkratzer der Welt, wurde von mehr als 3000 Arbeitern errichtet. Architekt des insgesamt über 40 Millionen Dollar teuren Empire State Buildings war William F. Lamb. Das Gebäude verfügt über 102 Stockwerke. 1950 wurde auf dem Dach des Wolkenkratzers eine Fernsehantenne angebracht, wodurch die Höhe des kommerziell genutzten Bauwerks auf 449 Meter anstieg.

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Der von Franz Kruckenberg konstruierte und selbst gesteuerte Schienenzeppelin stellte auf der 257 km langen Strecke zwischen Hamburg-Bergedorf und dem Lehrter Bahnhof in Berlin, zwischen Karstädt und Wittenberge, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 230,2 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord auf der 24 Jahre lang Bestand hatte. Ermöglicht wurde dies auch durch seine geringe Leermasse, die nur 18,6 t betrug, sie wurde durch die Verwendung von Spanten aus Aluminium, die mit Segeltuch als Fahrzeugaußenhaut überspannt wurden, erreicht. Der im Reichsbahn-Ausbesserungswerk Hannover-Leinhausen gebaute, zweiachsige Wagen war 25,85 m lang und hatte einen Achsabstand von 19,6 m. Eine Zwei- oder Vier-Blatt-Luftschraube aus Eschenholz wurde von einem im Heck sitzenden 12-Zylinder-Flugmotor des Typs BMW VI mit einer Leistung von 600 PS angetrieben. Die Antriebswelle war um 7 Grad nach oben geneigt, um das Fahrzeug auf die Schienen zu drücken.

Bild: Bundesarchiv, Bild 102-10590 / unbekannt / CC-BY-SAnach Oben

 

20. September - Nach dem vergeblichen Versuch, mit seinem U-Boot "Nautilus" den Nordpol unter dem Eis hindurch zu erreichen, kehrte der australische Forscher George Hubert Wilkins in den Hafen von Bergen/Norwegen zurück. Wilkens, der am 16. April 1928 den ersten Flug über die Antarktis erfolgreich beendet hatte, hatte sich das U-Boot ausgeliehen und war von Spitzbergen aus Richtung Nordpol gestartet. Am 82. Breitengrad musste er die Expedition wegen der schlechten Wetterverhältnisse und technischer Probleme abbrechen. 1958 gelang es einem atomgetriebenen US-amerikanischen Unterseeboot - das ebenfalls "Nautilus" hieß - Wilkens Pläne zu verwirklichen und die Antarktis in 96 Stunden zu unterqueren.

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12. Oktober - Die von Heitor Silva Costa entworfene Christusstatue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro wird eingeweiht.Die Errichtung der Christusstatue Monumento Cristo Redentor war ursprünglich aus Anlass der hundertjährigen Unabhängigkeit Brasiliens geplant. Die Entwürfe stammen vom brasilianischen Bauingenieur Heitor Silva Costa. Finanzierungsprobleme verzögerten den Bau aber um fast zehn Jahre, ehe nach der Unterstützung der Erzdiözese Rios, des Vatikans und Frankreichs schließlich die Einweihung am 12. Oktober 1931 stattfinden konnte. Die Statue ist 30 Meter hoch und ruht auf einem 8 Meter hohen Sockel, der auch eine Kapelle für 150 Personen beherbergt. Die Spannweite der Arme beträgt 28 Meter, das Gesamtgewicht der Statue beträgt 1145 Tonnen. Der Kopf und die Hände wurden nach Gipsmodellen gefertigt, die der französische Bildhauer Paul Landowski in seinem Atelier nahe Paris hergestellt hatte. Baumaterial ist Stahlbeton, der mit einem Mosaik aus Speckstein überzogen ist.

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19. November - Der amerikanische Arzt Earle Haas läßt sich seine Erfindung - das Tampon - patentieren. Jahrtausende lang mussten Frauen ideenreich für hygienische Bedingungen während ihrer Menstruation Lösungen finden.Selbstgemachte Tampons aus weichen Papyrusblättern kennt man schon aus der äyptischen Zeit, häufig benutzen Frauen auch Stoffläppchen. Dr. Earle Haas entwickelte, angespornt von seiner Frau, die Damenbinden hasste, das erste Tampon "Tampax". Es bestand aus gepresster Watte, durch die ein Bändchen lief, das das hygienische Entfernen des Tampons ermöglichte. Schon bei diesem ersten Tampons gab es einen Applikator. Gertrude Tenderich, eine Ärztin aus Denver, kaufte Haas die Patent- und Herstellungsrechte ab und gründete die Tampax Corporation.Der Verkauf der Tampons erwies sich zunächst schwierig, da es den zumeist männlichen Apothekern peinlich war, ein solch intimes Produkt zu führen. Beharrlich hielt sich auch die Geschichte, frau würde durch die Benutzung von Tampons die Jungfernschaft verlieren. Bis heute steht diese Frage auf den Websites der Tamponhersteller unter den FAQ. Tampax startet eine Aufklärungskampagne, innerhalb derer Frauen Frauen berieten, eine anschließende groß angelegte Werbekampagne ließ die Verkaufszahlen dann endlich in die Höhe steigen. In Deutschland stieß der deutsche Ingenieur Dr. Carl Hahn 1947 bei der Lektüre einer amerikanischen Illustrierten auf eine Anzeige für Tampons. Diese Neuerung griff Hahn für die Entwicklung eines Tampons in Deutschland auf. Den entscheidenden Teil des Herstellungsverfahrens ließen sich Hahn und sein Mitarbeiter Mittag patentieren: Sie schafften es, die hochelatische Watte maschinell und mit hohem Pressdruck in eine Hülle zu stecken.

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21. November - Der Film "Frankenstein", mit Boris Karloff in der Rolle des Monsters unter der Regie von James Whale wird uraufgeführt. Der zugrunde liegende Roman von 1818 stammt von der damals 19 jährigen Mary Shelley, einer englischen Schriftstellerin. Inspiriert dazu wurde sie durch einen erzählerischen Wettstreit während eines regnerischen Sommers 1816 in Lord Byrons Villa am Genfer See. Frankenstein ist nicht, wie heute oft angenommen, der Name des künstlichen monströsen Wesens aus dem Roman, sondern der seines Schöpfers, an dem es sich rächt. In ihrem Roman versucht der junge Schweizer Viktor Frankenstein die Geheimnisse des Lebens zu entschlüsseln. Er ist besessen von der Idee ein Lebenselixier zu finden und so neues Leben zu erschaffen, was ihm auch gelingt. Das menschenähnliche Lebewesen wird durch ein Mißgeschick seines Assistenten, ohne etwas über die Außenwelt oder die Menschen zu wissen, in die Welt entlassen. Doch vor dem unförmigen Monster haben Alle Angst. Dabei wünscht es sich nichts sehnlicher als selbst ein Mensch zu sein und dazuzugehören. So wird das einsame "Monster" zu einem rachsüchtigen Außenseiter der seinen Schöpfer töten will. Dieser will dem Ungeheuer nun eine Frau erschaffen, doch es gelingt ihm kein zweites Mal und ihm wird letzlich klar, dass dieses “Übel” sich nicht vermehren darf. So nimmt das tragisches Schicksal seinen Lauf.

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Al Capone wird in 5 von 23 Anklagepunkten u.a. wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 200.000 Dollar von den Geschworenen schuldig gesprochen. Diese Summe war verhältnismäßig gering da es sich nur um den Teil handelte , der nachgewiesen werden konnte. Die Verteidiger Capones machten von Einspruchsrechten nur zaghaft Gebrauch, als die Staatsanwaltschaft entscheidendes Belastungsmaterial vorlegte. Der Verteidigung fehlte eine Strategie, sie hatte sich zu sehr auf die Vereinbarung mit dem Schuldbekenntnis festgelegt das zu einer Strafmaßminderung führen sollte. Von den 23 Anklagepunkten wurde Capone in lediglich fünf Punkten für schuldig erklärt, darunter allerdings drei schwere Vergehen, die je fünf Jahre Gefängnisstrafe nach sich ziehen konnten. Wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Geldwäsche wurde Al Capone zu 50.000 Dollar Strafe, zusätzlich knapp 8.000 Dollar Gerichtskosten und elf Jahren Gefängnis verurteilt.

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VORBOTEN DES 2. WELTKRIEGES

Mit einem enormen Propaganda- und Veranstaltungs-Aufwand (angeblich 34´000 Veranstaltungen der NSDAP) führen die bislang parlamentarisch unbedeutenden Nationalsozialisten Adolf Hitlers ihren Wahlkampf unter Regie von Propaganda-Chef Joseph Goebbels. Die NSDAP wird zweitstärkste Partei und zieht mit 107 (demonstrativ uniformierten) Abgeordneten in den Reichstag ein.

Das, zur Zeit, mit 449 m (ohne Antennenturm 381 m) Länge höchste Bauwerk der Erde, das Empire State Building in Manhattan, New York City, wird fertiggestellt.

Der erste Durchlauferhitzer zur Warmwasserversorgung geht in Serie.

Das Elektronenmikroskop wird von Ruska und Knoll erfunden mit noch nicht wesentlich besserer Leistung als ein optisches Gerät.

Auf dem Corcovada-Berg hoch über dem brasilianischen Rio de Janeiro wird die 30 m hohe Christus-Statue errichtet.

Gestorben:18.10. Der amerikanische Universal-Erfinder (über 2´000 Patente) Thomas Alva Edison (*1847);

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1932

19. März - Die Sydney Harbour Bridge, eine der längsten Bogenbrücken der Welt, die den Hafen von Sydney überspannt, wird offiziell eröffnet. Die Sydney Harbour Bridge stellt die Hauptverbindung zwischen Sydneys Nord- und Südküste über den Hafen von Sydney (Port Jackson) dar und wird von Einheimischen schlicht „Kleiderbügel" genannt. Die Spannweite der Sydney Harbour Bridge beträgt 503 Meter, und der Bogenscheitel erhebt sich 134 Meter über den Meeresspiegel, wobei diese Höhe aufgrund der Expansion des Stahls an heißen Tagen um 18 cm steigen kann. Im Bogen sind 39.006 Tonnen Stahl verarbeitet. Insgesamt wurden 52.800 Tonnen Stahl verbaut, womit diese Brücke eine der schwersten und weitesten Bogenbrücken der Welt ist. Mit ihrer Breite von 50 Metern ist sie laut "Guinness-Buch der Rekorde, 2004" die „Breiteste Brücke der Welt mit langer Spannweite“ Die Brücke hat insgesamt acht Straßenspuren, zwei Bahngleise, einen Fahrrad- und einen Fußweg. Eröffnet wurde die Brücke mit sechs Straßenspuren, zwei Bahngleisen, zwei Straßenbahnschienen und jeweils einem Fuß- und Fahrradweg. Die zwei granitverkleideten Pfeiler auf jeder Seite sind nur Dekoration bzw. dienen als Museum (Südostpfeiler). Sie ragen 89 Meter über den Wasserspiegel. In Wirklichkeit wird die Bogenbrücke von riesigen Fundamentblöcken getragen.

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21. Mai - Die US-amerikanische Pilotin. Amelia Earthart-Putnam flog an diesem Tag von Neufundland in Kanada nach Irland und legte die Strecke in nur 13 Stunden und 55 Minuten zurück. Sie stellte damit einen neuen Weltrekord auf. Sie war die erste Frau, die einen Transatlantikflug alleine wagte. 1935 gelang der ehrgeizigen und vielseitig begabten Pilotin als erste auch die Pazifiküberquerung von Kalifornien nach Hawaii. Auf einem Flug rund um die Welt verscholl sie 1937. Das Wrack des Flugzeugs wurde nie gefunden.

nach Oben Bild: .americaslibrary.gov

 

18. August - Der Schweizer Physiker Auguste Piccard und sein Assistent Max Cosyns stiegen mit Hilfe einer an einem Ballon befestigten Druckkabine in 16.203 Meter Höhe auf. Während der Fahrt durch die Stratosphäre sammelten sie Informationen über die Intensität der kosmischen Strahlen und fotografierten die überflogenen Gebiete. Temperaturmessungen ergaben Außentemperaturen von bis zu -60 °Celsius. Ab 1947 wandte sich Piccard, der von den Romanen Jules Vernes inspiriert wurde, der Tiefseeforschung zu. 1953 konnte er mit seinem Sohn in dem Tiefseetauchgerät "Trieste" die Tiefe von 3150 Metern erreichen.

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20. September - Im Gefängnis der indischen Stadt Pune beginnt Mahatma Gandhi seinen Hungerstreik. Gandhi übernahm 1920 die Führung des Indian National Congress, der sich zur wichtigsten Institution der indischen Unabhängigkeitsbewegung entwickelte. Er baute auf das Konzept der Nichtzusammenarbeit um die Briten zu zwingen, den indischen Subkontinent zu verlassen: Alle indischen Angestellten und Unterbeamten sollten einfach nicht mehr für die Kolonialherrscher tätig sein, jegliche Kooperation sollte gewaltfrei verweigert werden, um so die Engländer machtlos zu machen. Im August 1920 rief Gandhi die Kampagne der Nichtkooperation offiziell aus, im Glauben die Gewaltlosigkeit sei der Gewalt weit überlegen. Einhunderttausend Briten in Indien war es nicht möglich, ein Land von damals dreihundert Millionen Indern zu beherrschen, wenn diese einfach die Zusammenarbeit verweigern. 1930 veranlasste er eine Kampagne des zivilen Ungehorsams gegen das britische Salzmonopol und rief zum Salzmarsch auf. Der Salzmarsch war die spektakulärste Kampagne, die Gandhi während seines Kampfes um Unabhängigkeit auf den Weg brachte. Gandhi protestierte mit diesem Marsch gegen die englischen Steuern, die auf dem Salz lagen. Indische Bürger durften weder Salz herstellen, noch es selber verkaufen. Gandhi wurde von der britischen Kolonialmacht mehrmals inhaftiert; insgesamt saß er acht Jahre im Gefängnis.

Bild: Bundesarchiv, Bild 102-13884 / CC-BY-SAnach Oben

 

16. November - Der Film "Die blonde Venus" mit Marlene Dietrich und Cary Grant wurde uraufgeführt. Regisseur Josef von Sternberg erzählte die Geschichte einer Frau, die sich ihrem kranken Manne zuliebe von einem reichen Lebemann aushalten lässt, nach seiner Genesung jedoch verstossen und für ihr Kind zur Prostituierten wird. Schließlich macht sie in ihrem früheren Beruf als Varieté-Tänzerin Karriere und kehrt zu ihrem Mann zurück.

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VORBOTEN DES 2. WELTKRIEGES

Die Braunschweiger Regierung ernennt den Österreicher Adolf Hitler zum Regierungsrat, womit er nach geltendem Recht automatisch deutscher Staatsbürger wird.

Die Arbeitslosenzahl steigt im Februar auf über 6 Millionen.

Paul von Hindenburg wird im April im zweiten Wahlgang als Reichspräsident wiedergewählt.

Adolf Hitler erreichte als Gegenkandidat im ersten Wahlgang 37% der Stimmen.
Vorgezogene Neuwahlen zum Reichstag machen am 31.7. die NSDAP zur stärksten Partei Deutschlands mit 37,8% der Stimmen.

Hermann Göring wird zum Präsidenten des Reichstages gewählt. Als er in dieser Funktion im September eine Wortwahl des Kanzlers von Papen ignoriert, kommt es zum Eklat und erneuten Auflösung des Reichstages. Erneute Reichstagswahlen bestätigen am 6.11. die NSDAP als stärkste Fraktion, obwohl sie Stimmenverluste hinnehmen muß.

Die erste Autobahn wird zwischen Köln und Bonn für den Verkehr freigegeben.

Der Demokrat Franklin Delano Roosevelt wird im Dezember neuer Präsident der USA (Amtsübernahme traditionell im Januar des Folgejahres) und löst die Republikaner in diesem Amt ab.nach Oben

1933

17. Februar - Der US-Senat beschließt den "Blaine Act" mit dem die Alkoholprohibition in den USA beendet wird. Drei Tage später wird auch der 21. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten beschlossen, der den 18. Zusatzartikel außer Kraft setzt, mit dem die Prohibition 1920 eingeführt worden ist.

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18. Februar - Die Friedrich Krupp AG präsentierte den ersten luftgekühlten Dieselmotor. Der Motor war für Automobile gedacht. Eingebaut wurde der Motor in einen kleinen Lastkraftwagen. Das Triebwerk hatte vier Zylinder und 50 PS.

 

30. März - Heinrich Himmler, damals Polizeipräsident von München und später Reichsführer-SS, gab die Einrichtung des ersten Konzentrationslagers in Dachau bekannt. Nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 wurden politische Gegner verhaftet. Die ersten Gefangenen kamen aus dem Gefängnis München-Stadelheim, vor allem Mitglieder der KPD, der SPD und der Gewerkschaften. Sie waren der Brutalität und Willkür der SS völlig ausgeliefert. Unter den insgesamt etwa 206.000 Häftlingen des Lagers gab es knapp 32.000 registrierte Todesfälle, die tatsächliche Zahl der Ermordeten ist nicht bekannt. Ein Aufstand am 28. April 1945 wurde blutig niedergeschlagen. Am nächsten Tag befreiten amerikanische Truppen das Lager. Heute gibt es die Baracken, wo die Gefangenen lebten, nicht mehr, aber das Hauptgebäude ist heute ein Museum. welches an die hier inhaftierten erinnert. Es gibt auch ein großes Kino im Inneren, wo man einen Dokumentarfilm über das Lager von seiner Gründung bis zum heutigen Tag sehen kann.

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Das deutsche Telexnetz nimmt den Betrieb auf.

 

Das erste Elektronenmikroskop mit 12´000facher Vergrößerung wird von Ernst Ruska gebaut.

 

Ascorbinsäure (Vitamin C) kann künstlich hergestellt werden.

 

18. August - Auf der Funkausstellung in Berlin wird ein neues und preiswertes Radiogerät vorgestellt, mit dem die Regierung sich verspricht, die breiten Massen erreichen zu können. Der "Volksempfänger" der von Otto Griessing bei der Firma Seibt im Auftrag von Joseph Goebbels entwickelt wurde, wird zu einem wichtigen Hilfsmittel der NS-Propagandamaschinerie. Der vorgeschriebene Preis betrug 76 RM, eine batteriebetriebene Version kostete 65 Reichsmark.

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17. Oktober - Albert Einstein emigriert aus dem Dritten Reich in die USA. Einstein entstammte einer alteingesessenen jüdischen Familien, die schon seit Jahrhunderten im schwäbischen Raum ansässig waren. Seine zunehmende Bekanntheit nutzte Einstein für etliche Reisen: Mit Genehmigung des Preußischen Kultusministeriums hielt er Vorlesungen auf der ganzen Welt. Zahlreiche Ehrendoktorwürden wurden ihm zuteil, darunter die der Princeton University, wo er später lehren sollte. Alsbald plante er, fortan die Hälfte des Jahres in Princeton, New Jersey, die andere in Berlin zu verbringen. In Berlin war er wegen seiner pazifistischen Haltung zunehmend zum Gegenstand politischer Debatten geworden. Im Dezember 1932 begab er sich erneut in die Vereinigten Staaten, kehrte aber wegen Hitlers Machtübernahme im Januar 1933 nicht mehr zurück. Er brach sämtliche Kontakte nach Deutschland ab. An die Preußische Akademie der Wissenschaften, der er 19 Jahre lang angehört hatte, wandte er sich am 28. März 1933 schriftlich, teilte sein Bedauern über sein Ausscheiden mit und würdigte die Anregungen und menschlichen Beziehungen dort. Damit kam er einem Ausschluss zuvor, der sich nach der Veröffentlichung einer nicht für die Presse bestimmten pazifistischen Erklärung abzeichnete. Bereits am 20. März hatte man sein Haus in Caputh durchsucht, im April auch seine Stadtwohnung in der Berliner Haberlandstraße 5. Am 4. April stellte Einstein einen Antrag auf Entlassung aus dem preußischen Staatsverbund (Ausbürgerung). Dieser wurde jedoch abgelehnt, um ihm stattdessen die Staatsangehörigkeit per Strafausbürgerung, die am 24. März 1934 vollzogen wurde, abzuerkennen.

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17. November - "Im Westen nichts Neues" Der mit Abstand bekannteste und einflussreichste aller Romane von Erich Maria Remarques, wurde durch die Nationalsozialisten verboten. Inhalt des Buches waren die Erlebnisse des jungen Soldaten Bäumer, der sich unter dem Einfluss seines Klassenlehrers im Ersten Weltkrieg direkt von der Schulbank an die Front meldet. Er muss den Tod aller seiner Freunde miterleben und erfährt im Grauen des Schützengrabens den Zusammenbruch seiner jugendlichen Welt. "Im Westen nichts Neues" wurde 1930 von Lewis Milestone verfilmt. Goebbels gelang bereits im Dezember 1930 mit Stinkbomben, herumlaufenden Mäusen, Zwischenrufen und Einschüchterungen des Publikums der Abbruch einer Filmvorführung.

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VORBOTEN DES 2. WELTKRIEGES

Machtergreifung Adolf Hitlers, der unverzüglich mit der Aufrüstung der deutschen Wehrmacht beginnt.
Beginn des "Dritten Reichs".

Hitler wird am 30.1. Reichskanzler. Die SA feiert mit einem großen Fackelzug durch das Brandenburger Tor. Der Hitler-Regierung gehören nur 3 NSDAP-Mitglieder an, von denen Hermann Göring allerdings kommissarisch der Polizei des wichtigsten Reichslandes Preußen vorsteht. Er richtet dort die Geheime Staatspolizei GESTAPO ein.

Am Abend des 27.2. wird das Reichstagsgebäude in Brand gesteckt (Man verhaftet den Holländer Marinus van der Lubbe als angeblichen Brandstifter und wird ihn wenig später zum Tode verurteilen) .

Einen Tag später erläßt Hindenburg die von Hitler eingebrachte Notverordnung "Zum Schutz von Volk und Staat", die den Anfang vom Ende der Weimarer Republik darstellt und mit dem ergänzenden "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich", kurz Ermächtigungsgesetz, in die Geschichte eingeht. In ihr werden fast alle Artikel der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt und unter ihnen auch diejenigen, welche die persönlichen Freiheiten garantieren.

Am 13.3. besetzt Hitler das neu geschaffene "Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda" mit Joseph Goebbels.

Der Reichstag nimmt das Ermächtigungsgesetz am 23.3. mit großer Mehrheit an. In der Folge werden überall KZ Konzentrationslager der SA eingerichtet und auch gefüllt, so z.B. mit dem kritischen Journalisten Carl von Ossietzky (das KZ Dachau ist schon seit dem 20.3. in Betrieb), alle Parteien (außer natürlich der NSDAP) und die Gewerkschaften werden aufgelöst und abgeschafft, die katholische Kirche mit dem Reichskonkordat und die evangelische Kirche scheinbar mit dem Reichsbischof Ludwig Müller auf die Linie der Nazis eingeschworen .

Die Juden werden ab dem 1.4. mit Schikanen, Boykotts und Berufsverbot und die Intelligenz mit öffentlicher Verbrennung von Büchern verfolgt.

Deutschland tritt aus dem Völkerbund aus.

Das Deutsche Volk wird gleichgeschaltet und in einer Vielzahl von Organisationen bei Laune gehalten (u.a. HJ Hitlerjugend, KdF "Kraft durch Freude"). Eine Zahl von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wird zunächst bei der Industrie subventioniert, dann im Arbeitsdienst als Pflichtprogramm staatlich zentralisiert. Goebbels sorgt insbesondere über den Rundfunk dafür, dass jetzt alle stets mitbekommen, welche Erfolge die Nazis haben

Am 12.11. läßt sich das NS-Regime per Einheitsliste in einer als Wahl getarnten Veranstaltung bestätigen. nach Oben

1934

1. Januar - Das Bundesgefängnis auf der Insel Alcatraz in der Bucht von San Francisco geht nach einem Umbau der vorher als Fort genutzten Baulichkeiten in Betrieb. Im neuen Hochsicherheitsgefängnis sollen als unverbesserlich und schwierig eingestufte Häftlinge ihre Haft verbringen. Unter den im Laufe des Jahres überstellten Strafgefangenen befinden sich Al Capone und Machine Gun Kelly. Während der 29 Jahre dauernden Nutzung gelang offiziell niemandem der Ausbruch aus dem Gefängnis. Alle 14 Versuche waren entweder erfolglos oder endeten tödlich, da die Flüchtigen entweder erschossen wurden oder im 10°-12° kalten Wasser der Bucht von San Francisco ertranken. Die Geschichte, die Gewässer um die Insel würden von menschenfressenden Haien frequentiert, wurde nur zur Abschreckung verbreitet. Die einzigen Haie vor Alcatraz waren harmlose Katzenhaie.

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19. Januar - In den USA beantragt Laurens Hammond Patentschutz für eine von ihm entwickelte elektronische Orgel – die "Hammond-Orgel". Hammond, selbst kein Musiker, erfand um 1920 für von ihm produzierte Uhren einen Wechselstrom-Synchronmotor. Von 1932 an suchte er weitere Anwendungsmöglichkeiten für diesen Motor. Durch den Boom von Theater- und Kinoorgeln und angeregt von einem Firmenmitarbeiter, der Organist einer Kirchgemeinde war, kam ihm 1933 die Idee zur Konstruktion des Tonerzeugungsprinzips der Hammond-Orgel. Die Töne werden so erzeugt, dass je eine rotierende Scheibe mit ihrem in regelmäßigen Kurven ausgeschnitteten Rand am Kopf eines Elektromagneten vorbeiläuft und in diesem durch periodische Änderung des Magnetfeldes eine elektrische Schwingung gewünschter Frequenz hervorruft. Diese Schwingung wird verstärkt und durch Lautsprecher hörbar gemacht. Ursprünglich als Ersatz für die Pfeifenorgel gedacht, wurde sie über den Einsatz als Unterhaltungsinstrument schnell zum Instrument des Jazz und als preisgünstiger Pfeifenorgelersatz in amerikanischen Kirchen wanderte sie in die Gospel-Musik ein. Von dort breitete sich die Hammond-Orgel in Rock, Rhythm and Blues, Soul, Funk aus. Allen Instrumenten gemein ist der Aufbau mit zwei Manualen und Pedal.

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21. März - Die deutsche Reichsregierung veröffentlicht ein umfangreiches Bauprogramm, dass Deutschland mit einem Netz von zweispurigen Autostaßen überziehen soll. Das ehrgeizige Projekt geht auf Pläne aus der Weimarer Republik zurück und soll die immer noch hohe Arbeitslosigkeit senken helfen. Bereits Ende des Monats sind auf 22 baustellen 15.000 Arbeiter beschäftigt, die Gesamtstrecke der zum Bau freigegebenen Autobahnen beträgt Ende des Jahres bereits 1500 km.

 

18. April - Der erste öffentliche Waschsalon eröffnet, in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas. Durch die zunehmende Pupularität elektrischer Trommelwaschmaschinen entfliel die bis dahin noch übliche Handwäsche. Geräte zum Reinigen der Wäsche waren jedoch noch lange Zeit nahezu unerschwinglich. Deshalb hat der US-amerikanische Geschäftsmann J. F. Cantrell zu Beginn der dreißiger Jahre eine geniale Geschäftsidee. Er kauft sich vier Waschmaschinen und stellt sie in einen Raum, vermutlich in der Viehstadt Fort Worth in Texas. Dann vermietet er die Ungetüme aus Metall stundenweise. Waschsalons erfreuten sich in den darauffolgenden Jahrzehnten weltweit großer Beliebtheit. Deutsche Hausfrauen, Studenten und Junggesellen müssen allerdings bis 1950 warten, bevor sie gemeinsam in das rotierende Loch öffentlicher Waschmaschinen schauen können: Da nämlich eröffnet in München die erste "Laundrette".

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Frank Capras Filmkomödie "Es geschah in einer Nacht" begründet die Screwball-Komödie, die von witzigen Dialogen und verwickelten Situationen lebt. Capras Liebesgeschichte wird zum erfolgreichsten Film des Jahres. Der Film erhielt fünf Oscars, u.a. für die beste Regie. Der Held ist ein armer Reporter, gespielt von Clark Gable, der sich in eine reiche Millionärstochter (Claudette Colbert) verliebt.

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Die Glühbirne erreicht ihre technische Perfektion durch einen doppelt gewendelten Glühdraht. Man wird an ihr ein halbes Jahrhundert lang nicht mehr viel ändern.

Das Ehepaar Irène und Frédéric Joliot-Curie erzeugt erstmals künstlich ein neues radioaktives Element (das in der Natur nicht vorkommende Phospor 30 durch Beschuss von Aluminiumatomen mit Alpha-Teilchen).

Wernher von Braun entwickelt eine Flüssigkeitsrakete, die 2400 m hoch steigt.

11. August - Die ersten Gefangenen, 53 Häftlinge aus dem Staatsgefängnis in Atlanta, werden auf die Gefängnisinsel Alcatraz in der Bucht von San Francisco gebracht. AlcatrazSie wurde früher als Standort für ein befestigtes Fort und danach als Hochsicherheitsgefängnis genutzt, dient aber inzwischen lediglich als Touristenattraktion. Die 500 Meter lange und bis zu 41 Meter hohe Sandsteininsel diente nicht nur als Standort für ein Gefängnis. Auf der 85.000 m² großen Insel befindet sich auch der älteste Leuchtturm der US-amerikanischen Westküste. Wegen des eiskalten Wassers in der Bucht und der tückischen Strömung war „The Rock“ (Der Fels) für ein Gefängnis ideal gelegen, da eine Flucht unmöglich schien. Alcatraz fungierte bis 1963 als Hochsicherheitsgefängnis, in dem Gefangene untergebracht wurden, die in anderen Gefängnissen als unverbesserlich und schwierig eingestuft wurden. Unter ihnen befanden sich so bekannte Gangster wie Al Capone (1934–1939), Robert Franklin Stroud (1942–1959), Machine Gun Kelly (1934–1951) und Alvin „Creepy“ Karpis (1936–1962).

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VORBOTEN DES 2. WELTKRIEGES

Das Deutsche Reich übernimmt alle Hoheitsrechte der deutschen Länder.

Der Volksgerichtshof wird neben dem Reichsgerichtshof eingerichtet. Sein Zuständigkeitsbereich ist Landesverrat. Eine gesetzliche Grundlage wird erst 1936 geschaffen.

Hitler löst Machtkämpfe innerhalb der eigenen Reihen auf seine Weise, als er den ihm zu mächtig werdenden SA-Führer Ernst Röhm am 30.6. durch seine SS-Leibstandarte verhaften und tags darauf erschießen läßt. Da die Aktion nicht ganz zu Unrecht als Putschversuch Röhms hingestellt wird, dem zuvorzukommen war, fallen in derselben Nacht eine ganze Reihe weiterer unliebsamer Personen seinen Mordkommandos zum Opfer (siehe Mitte), von denen viele mit dem Machtstreben Röhms in keiner Weise in Zusammenhang zu bringen sind.

Am 2.8. stirbt der Nationalheld von Tannenberg (1914) und Reichspräsident Paul von Beneckendorff und von Hindenburg (*1847). Noch am gleichen Tag läßt Adolf Hitler die Wehrmacht auf sich selbst vereidigen und sich mit dem Titel "Führer und Reichskanzler" als Staatsoberhaupt vom Reichstag bestätigen. nach Oben

1935

1. März - Das Saarland wird wieder uneingeschränkt in das Deutsche Reich eingegliedert, bleibt aber als politische Einheit erhalten. 1680 wurde das Gebiet während der Reunionen dem Königreich Frankreich angegliedert, das die neu gewonnenen Gebiete zu einer Saarprovinz zusammenschloss. Dieser Zustand endete 1697, als Frankreich im Frieden von Rijswijk die Reunionen an der Saar und in der Pfalz wieder aufgeben musste. In Folge der Französischen Revolution wurden die Fürsten 1793 vertrieben und das gesamte linke Rheinufer der Ersten Französischen Republik angeschlossen. Nach dem Wiener Kongress 1815 fielen die größten Teile des heutigen Saarlandes an die Königreiche Preußen und Bayern, kleinere Teile an andere Staaten des Deutschen Bundes. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 führte die Gründung des Deutschen Reiches und der Anschluss Elsaß-Lothringens zur Bildung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes bis zur französischen Grenze. Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg kam das Saargebiet gemäß des Versailler Vertrags unter die Regierung des Völkerbundes. 1920 wurde es mit einem Mandat des Völkerbundes für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt. 1935 sollte laut Vertrag eine Volksabstimmung über den künftigen Status stattfinden. Die Besetzung des Saargebietes durch französische Kolonialtruppen bestärkte die Saarländer im Wunsch, ins Deutsche Reich zurückzukehren.

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Adolf Hitler verkündet am 16. März, über das Radio in seiner Funktion als Reichskanzler die Wiedereinführung der Wehrpflicht und verstößt dabei eindeutig gegen die Abmachungen des Versailler Vertrages. Allerdings sieht er sich durch eine vorherige Aufrüstung der Truppenstärken der Engländer und Franzosen außenpolitisch gerechtfertigt. Die Einführung der Wehrpflicht ist nur eine weitere vorbereitende Stufe auf dem Weg zum 2. Weltkrieg.

 

21. März - Reza Schah Pahlavi ändert den Landesnamen Persiens in Iran.

 

Der Operettenfilm "Der Zigeunerbaron" nach der Musik von Johann Strauß junior wurde am 17. April in Berlin uraufgeführt. Die Regie führte Karl Hartl. Der Operettenfilm spielt im Banat: Nach der Vertreibung der Türken werden einem jungen Flüchtlingssohn die elterlichen Güter übertragen. Er wirbt beim Nachbarn, einem reichen Schweinezüchter, um die Hand dessen Tochter und erfüllt deren Forderung nach einem Adelstitel. So ernennen ihn die auf seinem Grund lebenden Zigeuner zum "Zigeunerbaron". Doch plötzlich verliebt sich der frischgekürte "Zigeunerbaron" in eine junge Zigeunerin. Als er erfährt, dass die Zigeunerin vom letzten türkischen Pascha abstammt, bricht für ihn eine Welt zusammen, denn nun ist er abermals nicht standesgemäß.

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19. Mai - Zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt wird von den Nationalsozialisten mit großem propagandistischem Aufwand das erste Teilstück der Reichsautobahn eröffnet. Das bereits 1932 durch den damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffnete erste Teilstück der heutigen A 555 zwischen Bonn und Köln ist eigens zu diesem Zweck schon 1933 zur Landstraße herabgestuft worden. Mit der Planung und dem Aufbau wurde bereits zur Zeit der Weimarer Republik begonnen, unter den Nationalsozialisten wurde der Ausbau schließlich beschleunigt. Entgegen weit verbreiteter Meinung diente der Autobahnbau nicht direkt der Kriegsvorbereitung und hatte nur marginale Auswirkungen auf den Abbau der Arbeitslosenzahlen. Die Reichsautobahnen bildeten später den Grundstein für das heutige Bundesautobahnnetz.

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Der französische Luxusdampfer "Normandie" erreichte am 16. Juni, nach einer Fahrt von vier Tagen und drei Stunden, den Hafen von New York und gewann das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung. Der Dampfer war mit einer Länge von 313,6 Metern und 79.000 BRT das bis dato größte und prunkvollste Passagierschiff der Welt und seine Jungfernfahrt wurde als ein weltweites Medienereignis gefeiert. Das Schiff bot Platz für 2230 Passagiere, das Personal zählte 1320 Personen. An seiner Herstellung waren alle Regionen Frankreichs sowie die Kolonien in Indochina und Algerien als Zulieferer von Rohstoffen beteiligt. Das Schiff galt als "eine französische Schöpfung zur Ehre der Nation" und zählt zu den schönsten Ozeanlinern des 20. Jahrhunderts.

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16. Juli - Der US-Amerikaner Carl C. Magee beantragt ein Patent für ein münzgesteuertes Parkmessgerät. Es wird ihm für die Erfindung dieser Parkuhr am 24. Mai 1938 zugebilligt. Die erste Parkuhr wurde am 16. Juli 1935 in Oklahoma City aufgestellt und erhielt den Namen „Schwarze Maria“. In Europa wurden in Basel 1952 die ersten Parkuhren errichtet. Am 4. Januar 1954 installierte Duisburg als erste Stadt in Deutschland 20 so genannte Parkographen in der Straße „Am Buchenbaum“. Anfangs war es umstritten, ob Parkuhren mit dem deutschen Verkehrsrecht vereinbar waren. Am 1. Mai 1956 wurde die Straßenverkehrsordnung geändert, so dass Parkuhren nicht mehr juristisch mit dieser kollidierten.

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19. Oktober - In Bad Dürkheim wird die "Deutsche Weinstraße" feierlich eröffnet. Sie soll sowohl heimischen Rebensaft stärker ins Bewusstsein rücken als auch den Tourismus fördern. Die Deutsche Weinstraße verläuft entlang der Bundesstraßen 38 und 271 durch das Weinbaugebiet Pfalz in Rheinland-Pfalz. Sie erstreckt sich über etwa 85 Kilometer von Süd nach Nord und reicht vom Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze bis zum Haus der Deutschen Weinstraße in Bockenheim am Rande Rheinhessens. Alle Ortsdurchfahrten auf dieser Route wurden in "Weinstraße" umbenannt und die an der neuen Deutschen Weinstraße gelegenen Ortschaften konnten von nun an den Zusatz " ... an der Weinstraße" führen.

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17. Dezember - Am 32. Jahrestag des ersten motorisierten Fluges der Gebrüder Wright findet der Erstflug einer Douglas DC-3 statt. Die DC-3 wird später als „Rosinenbomber“ zur Zeit der Berliner Luftbrücke bekannt, die West-Berlin mit Lebensmitteln und anderen lebenswichtigen Hilfsmitteln versorgten. Dazu gehörte ganz wesentlich auch Brennmaterial wie Briketts. Der Name nimmt Bezug auf die freiwilligen Hilfspakete, die die amerikanischen Flugzeugbesatzungen vor der Landung und vor der eigentlichen Verteilung an kleinen selbstgebastelten Fallschirmen aus dem Flugzeug warfen, um den wartenden Kindern eine Freude zu machen. Die abgeworfenen Päckchen enthielten meistens Schokolade und Kaugummi und vermutlich auch Rosinen. Die Douglas DC-3 wurde eigentlich entwickelt, um den Passagieren zu ermöglichen, während des Fluges zu schlafen. Man baute in die DC-3 zunächst Liegen ein, um dies zu gewährleisten. Dieses System hieß zunächst DST (Douglas Sleeper Transport). Als man in die DST wieder Sitze einbaute, bekam das Flugzeug seinen Namen: Douglas DC-3. Die Passagierkapazität betrug zuerst 28, später bis zu 35 Passagiere. Das Flugzeug zeichnete sich vor allem durch Sicherheit, Robustheit und hohe Wirtschaftlichkeit aus.

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Der Prototyp der Volkswagens VW Käfer wird von Ferdinand Porsche vorgestellt. Die ersten drei Testwagen sind 1936 fertig, nach Bau weiterer 30 Testwagen bei Daimler-Benz wird das "KdF"-Auto ab 1938 in Serie gebaut.

Deutschland beginnt mit der regelmäßigen Ausstrahlung von Fernsehsendungen.

Das Nylon wird in den USA patentiert. Das bereits 1912 erfundene PVC kann durch besondere Produktionsverfahren erstmals massenhaft gefertigt werden.

Das erste einsatzfähige Radargerät wird in England entwickelt.

Charles Francis Richter entwickelt die nach ihm benannten (und immer noch nach oben offene) Skala zur Stärkebestimmung von Erdbeben.

In den USA wird der (damals noch so benannte) Hoover-Staudamm fertiggestellt, der den Colorado zum weltgrößten künstlichen See (Lake Mead) aufstaut.

Die Moskauer U-Bahn mit ihren aufwendig gestalteten Stationen und hochmodernen Rolltreppen wird eingeweiht.

Konrad Lorenz veröffentlicht eine Untersuchung über das Sozialverhalten von Tieren.

Das Saarland wird per Volksabstimmung vom 13.1. mit 90,8% JA-Stimmen wieder dem Deutschen Reich angegliedert.

 

VORBOTEN DES 2. WELTKRIEGES

In Deutschland wird (unter Verletzung des Versailler Vertrages) die Allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt, der Arbeitsdienst zur Pflicht, die männlichen Schulabgänger zu einem Landjahr und die weiblichen zu einem Haushaltsjahr "gleichgeschaltet".

Das NS-Regime Hitlers erläßt die sogenannten Nürnberger Gesetze, in denen die Trennung zwischen Juden und Nichtjuden geregelt und neuerliche Diskriminierungen von Juden verankert sind.

Die Verhaftungswelle von Gegnern des Nazi-Regimes rollt und füllt die Konzentrationslager.

Das erste Teilstück (Frankfurt-Darmstadt) des neu geplanten Reichsautobahn-Netzes wird feierlich eingeweiht (erster Spatenstich am 23.9.1933).nach Oben

1936

20. Januar - Edward VIII. wird zum König proklamiert und folgte so seinem verstorbenen Vater George V auf den Thron. Die Herrschaft des neuen Königs sollte aber nur elf Monate dauern. Dann dankte er ab, da die britische Regierung seiner Hochzeit mit einer geschiedenen Bürgerlichen, der US-Amerikanerin Wallis Simpson, nicht zustimmen wollte.

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19. Juni - Der deutsche Boxer Max Schmeling schlägt den bis dahin unbesiegten amerikanischen Schwergewichtler Joe Louis in der 12. Runde eines historischen Boxkampfes KO. Schmeling wird damit Weltmeister im Schwergewicht – den Titel verliert er aber zwei Jahre später gegen Joe Louis.

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20. Juli - Olympische Sommerspiele Berlin. In Griechenland startet der erste Fackellauf mit dem olympischen Feuer. Nach einer Idee von Alfred Schiff und Carl Diem wurde der erste Fackellauf bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin unter Anweisung Joseph Goebbels’ von den Nationalsozialisten veranstaltet. Die Fackeln wurden vom Rüstungskonzern Krupp aus Holz und Metall in der Form eines Ölbaumblattes produziert. Nachdem die Flamme, das Olympische Feuer, im antiken Olympia durch einen Brennspiegel entzündet worden war, wurde sie über 3187 Kilometer von 3331 Läufern, die zusammen die Stafette bildeten, in zwölf Tagen und elf Nächten von Griechenland nach Berlin getragen.

Hintergrund: Während der Olympischen Spiele der Antike wurden keine Fackelläufe durchgeführt. Aber um den anderen griechischen Städten die Wettkämpfe und deren genauen Zeitpunkt anzukündigen, brachen ölzweiggekrönte Läufer von Elis auf. Das antike Elis, gelegen in der Nähe der modernen Kleinstadt Gastouni, hatte in klassischer Zeit die Aufsicht über die Olympischen Spiele, hier trainierten die Athleten, bevor sie in Olympia zum Wettkampf antraten. Die Läufer riefen den Olympischen Frieden (Ekecheiria) aus, denn während der Olympischen Spiele der Antike sollten alle kriegerischen Auseinandersetzungen ruhen, damit Athleten und Publikum ohne Gefahr nach Olympia reisen konnten. Ursprünglich waren Fackelläufe (griechisch lampadedromia) ein besonders in Athen beliebter nächtlicher Wettlauf mit Fackeln, der später auch zu Pferd durchgeführt wurde. Der Wettkampf bestand darin, möglichst schnell ans Ziel zu gelangen, ohne die Fackel verlöschen zu lassen. Diese Läufe wurden insbesondere an den Festen für Pan, Artemis und an den Panathenäen und Prometheen zu Ehren der olympischen Feuergötter abgehalten. Später waren in der Griechische Antike „Läufer“ Boten, die Nachrichten an verschiedene Personen, Städte (Polis), deren Statthalter und an Bürger, die weit entfernt waren, überbrachten. Diese meist jungen Männer überbrachten Friedens-, Kriegs- und weitere Nachrichten. Der Legende nach hat sich hieraus der Marathonlauf entwickelt.

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1. August - Adolf Hitler eröffnet in Berlin die Olympischen Spiele. Die meisten Wettkämpfe fanden auf dem Olympiagelände Berlin statt, mit dem Olympiastadion als zentraler Arena. Mit 49 teilnehmenden Nationen und 3961 Athleten stellten die Spiele von Berlin einen neuen Teilnehmerrekord auf. Der Kunstturner Konrad Frey war mit drei Goldmedaillen, einer Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen der erfolgreichste deutsche Athlet. Der herausragenste Sportler der Spiele war der US-amerikanische Leichtathlet Jesse Owens, der vier Goldmedaillen gewann. Zu diesen Spielen fand zum ersten Mal ein Fackellauf statt. Nach der Idee von Carl Diem wurde eine Olympische Fackel in Griechenland entzündet und durch 3400 Fackelläufer zur Eröffnungsveranstaltung nach Berlin getragen. Der Lauf führte durch sieben Länder über eine Distanz von 3075 Kilometern. Die Strecke war von Mitarbeitern des Propagandaministeriums festgelegt und vermessen worden. Der Lauf begann in Olympia und führte über die Stationen Athen, Delphi, Sofia, Belgrad , Budapest, Wien und Prag. Am 1. August um 11:42 Uhr erreichte die Fackel das Berliner Stadtgebiet. Bevor das Olympische Feuer ins Olympiastadion gebracht wurde, feierte man seine Ankunft in einer „Weihestunde“ mit 20.000 Hitlerjungen und 40.000 SA-Männern im Lustgarten. Zwei „Altäre“, einer im Lustgarten und einer vor dem gegenüberliegenden Berliner Stadtschloss, wurden von Fackelläufer Siegfried Eifrig entzündet. Sie brannten während der gesamten Olympischen Spiele. Der Schlussläufer des Fackellaufes war der Leichtathlet Fritz Schilgen, er entzündete während der Eröffnungsveranstaltung die Olympische Flamme. Anschließend brachten Fackelläufer die Flamme zu den olympischen Wettkampfstätten in der Kieler Bucht und Grünau. Neben der sportlichen Bedeutung waren die Spiele 1936 besonders dadurch geprägt, dass die regierenden Nationalsozialisten sie erfolgreich als Propagandaforum missbrauchten, um das NS-Regime im Ausland positiv darzustellen. Drei Jahre später bricht Deutschland den Zweiten Weltkrieg vom Zaun.

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19. August - Mit dem ersten der großen "Moskauer Prozesse" begann die Welle der "Säuberungen" unter Stalin. Die vermeintlichen Gerichtsverfahren waren makabre Inszenierungen, bei denen die Angeklagten öffentlich ihre unter Folter erzwungenen Geständnisse wiederholen mussten. Bei dem ersten Prozess wurden 16 Angeklagte zum Tode verurteilt und anschließend erschossen. Von Juni 1937 an erfasste die "Säuberung" auch die Armee: etwa 35 000 Offiziere, ein Fünftel des Bestandes, wurden umgebracht. Im Juli 1937 befahl das Politbüro der Geheimpolizei NKWD, einen Plan zur Eliminierung aller "antisowjetischen Elemente" vorzulegen. Sowjetische Geheimdienstakten dokumentieren, dass innerhalb von 14 Monaten während der sogenannten "Großen Tschistka" fast 682.000 Menschen getötet wurden.

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Die IG Farben stellten den ersten Autoreifen aus synthetisiertem Kautschuk vor (Buna). Die Entwicklung synthetischer Ersatzstoffe (ähnliches gab es bald für Baumwolle, Holz und das viel wichtigere Benzin) war Teil eines großangelegten Programms der Nationalsozialisten, das Deutschland von Rohstoffimporten unabhängig machen sollte. Im Ersten Weltkrieg war die deutsche Kriegsproduktion schwer durch die Seeblockade der Alliierten beeinträchtigt worden, was von vielen Experten sogar als kriegsentscheidend angesehen wurde. Für den nächsten Krieg planten die Nationalsozialisten in Zusammenarbeit mit der I.G. Farben also entweder die Bevorratung mit "kriegswichtigen" Rohstoffen sicherzustellen, oder aber Ersatzstoffe dafür zu entwickeln. Die I.G. Farben wurde wegen dieses Beitrages zur Kriegsvorbereitung nach 1945 in ihre Bestandteile Hoechst, BASF und Bayer zerlegt.

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Auf den Präsidenten des deutschen Nationalen Olympischen Komitees Carl Diem geht die Idee des seitdem unverzichtbaren Fackellaufs zum Olympischen Feuer zurück, das im antiken Olympia entfacht, an den jeweiligen Austragungsort gebracht und dort entzündet wird.

Der erste funktionsfähige Hubschrauber wird von Heinrich Focke entwickelt. Er wird im nachsten Jahr fliegen.

Konrad Zuse baut ein Funktionsmuster eines ersten Digitalrechners unter Verwendung elektromechanischer Relais.

Otto Bayer entwickelt die artenreiche Familie der Polyurethane. Damit bricht auch das Zeitalter der Kunststoffe an.

Der Farbdiafilm erhält erneut von AGFA entscheidende Impulse durch Verfahren, die auf subtraktiver Farbmischung beruhen.

Zwischen Calais und Dover wird ein fahrplanmäßiger Eisenbahn-Fährverkehr über den Kanal aufgenommen.

 

VORBOTEN DES 2. WELTKRIEGES

Die Olympischen Spiele in Berlin werden mit 129 Disziplinen zu Hitlers Fest der Selbstdarstellung des Dritten Reiches. Deshalb passt es nicht in sein und Goebbels Konzept, dass der (schwarze) US-Publikumsliebling Jesse Owens viermal Gold holt. Bis heute passt es einigen nicht ins Konzept, dass Leni Riefenstahl bei der ungewöhnlich aufwendigen Dokumentation der Spiele ästhetische Filmgeschichte geschrieben hat. Erstmals werden die Spiele mit aufwendiger Technik im Fernsehen live übertragen.

In Peenemünde auf Usedom wird die Heeresversuchsanstalt für Raketenforschung eingerichtet. Wernher von Braun ist ihr Leiter.

Gegen die Bestimmungen des Locarno-Vertrages läßt Hitler das entmilitarisierte Rheinland von der Deutschen Wehrmacht besetzen. Die Vertragspartner von Locarno reagieren lediglich mit halbherzigem Protest, zumal Hitler lautstark seine Friedensliebe betont.

Polizei und SS werden unter der Leitung von Heinrich Himmler organisatorisch zusammengelegt.

Auf dem 8. Reichsparteitag "der Ehre" der NSDAP beschließt Hitler einen Vierjahresplan, der die deutsche Wirtschaft importunabhängig und die Wehrmacht bis 1940 kriegsfähig machen soll. Hermann Göring wird am 18.10. mit der Durchführung des Planes betraut.

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21. Dezember - Die Junkers Ju 88, eines der Standard-Kampfflugzeuge der Luftwaffe des nationalsozialistischen Deutschlands, Absolviert seinen ersten Testflug. Da die eigenen Motoren noch nicht zur Verfügung standen, war die Maschine mit Vergasermotoren vom Typ DB 600 Aa mit je 1000 PS Startleistung ausgestattet. Bei einem Gewicht von 7000 kg erreichte das Flugzeug mit seinem aerodynamisch günstigen Bug 450 km/h. Nach 6 weiteren Prototypen ging die letzte Version mit der Bezeichnung Ju 88 A-0 im September 1938 in Produktion. Mit 14.882 gebauten zweimotorigen Maschinen war die Ju-88-Produktion eines der größten Rüstungsprogramme des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg.

nach Oben Bild: Bundesarchiv, Bild 101I-417-1766-03A / Ellerbrock / CC-BY-SA

 

1937

21. März - Ein Bankenkonsortium unter der Führung der Deutschen Bank erwirbt die Aktienmehrheit der Universum Film AG (UFA), dem größten deutschen Filmstudio. Die Deutsche Bank handelt in Zusammenarbeit und im Auftrag der nationalsozialistischen Reichsregierung. Mit dem Erwerb der UFA kontrolliert Propagandaminister Josef Goebbels den gesamten deutschen Filmmarkt. Die auf dem Babelsberg bei Potsdam residierende UFA war in den 20er Jahren für zahlreiche große internationale Filme bekannt geworden, darunter Fritz Langs legendärer "Metropolis". Unter der Regie der Regierung produziert sie seichte Unterhaltungsfilme und Komödien, um die Deutschen während des Krieges bei Laune zu halten, sowie einige martialische Kriegsfilme, die den Durchhaltewillen stärken sollen.

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In der auf Deutsch verfassten Enzyklika "Mit brennender Sorge" verurteilte Papst Pius XI. die Kirchen- und Rassenpolitik des NS-Regimes. Die Nationalsozialisten antworteten mit einer gezielten Verfolgung der kirchlichen Amtsträger und Kirchenmitglieder, die an der Verbreitung und dem Druck der Enzyklika beteiligt waren. Während des Zweiten Weltkrieges vermied Pius XI. einen Konflikt mit Deutschland. Während der Besetzung Roms durch die deutsche Wehrmacht schwieg er zu den Deportationen von Juden aus der Stadt.

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Der amerikanische Chemiegigant DuPont meldete einen in seinen Laboratorien entwickelten neuen Kunststoff namens "Nylon" zum Patent an. Im April 1930 entdeckte das Team um den Forschungsleiter Wallace Hume Carothers das Neopren, ein synthetisches Gummi, und synthetisierte das erste Polyester. 1934 führten Versuche mit Polyamiden zum Nylon. Schon eine Woche später sollte der neue Stoff seinen Siegeszug um die Welt antreten. Zur Namensgebung des Nylons existiert die Legende, dass Carothers erkannt haben soll, dass die hervorragenden Fasereigenschaften des von ihm entdeckten Polyamids das japanische Seidenmonopol bedrohen könnte. Aus seinem Ausruf "Now, you lousy old nipponese" (und nun, ihr lausigen alten Japaner) soll das Wort Nylon gebildet worden sein. Schon eine Woche später sollte der neue Stoff "Nylon" seinen Siegeszug um die Welt antreten. Das erste aus dieser neuen Kunstfaser hergestellte Produkt waren Zahnbürsten mit Nylonborsten.

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18. Dezember - Mit ihrem zweiten deutschen Spielfilm "La Habanera" wurde die Schauspielerin Zarah Leander weltbekannt. Der Schlager "Der Wind hat mir ein Lied erzählt" aus dem Film machte die Schwedin zum Star des deutschen Musikfilms. Zarah Leander war die bestbezahlte Filmdiva des nationalsozialistischen Films. Ihre Lieder sind durch ihre dunkle, rauchige Stimme gekennzeichnet. "Was in der Erinnerung bleibt, ist ihr unvergessliches Alt-Timbre, ihre faszinierende Sprach-Artikulation, jenes taubengurrende, rollende RRR und das träge Verschleppen von Silben, das immer ein wenig dem korrekten Taktmaß hinterhertrödelt" hieß es in einem Nachruf auf die Diva.

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21. Dezember - Vor einem rein erwachsenen Publikum hat der erste abendfüllende Zeichentrickfilm "Schneewittchen und die sieben Zwerge" , des bis dahin unbekannten, Walt Disney in den USA Premiere.

 

In England wird als Frühwarnsystem entlang der Kanalküste eine Kette von 20 Radarstationen gebaut.

 

Dem Farbkinofilm gelingt der Marktdurchbruch mit dem abendfüllenden Trickfilm "Schneewittchen und die sieben Zwerge" Walt Disney.

Die Xerographie wird erfunden.

Das Ende der zivilen Zeppelinluftschiffahrt wird mit der Explosion der HINDENBURG am 6.5. im amerikanischen Lakehurst markiert. Unglaublicherweise können sich 62 der 97 Besatzungsmitglieder und Passagiere aus dem Flammenmeer retten.

Das erste funktionierende Düsentriebwerk wird in England von Whittle gebaut.

In Deutschland wird unter Leitung von Walter R. Dornberger mit der Konstruktion der V2 Rakete begonnen.

Die Golden Gate Brücke über den Sund nördlich von San Francisco überbrückt in der frei hängenden Hauptöffnung 1.280 m. Baubeginn war der 5.2.1933.

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1938

1. April - In der Schweiz wird erstmals der von der Firma Nestlé hergestellte Instantkaffee Nescafé verkauft. Im Jahr 1930 wandte sich erstmals die brasilianische Regierung an die Schweizer Firma Nestlé mit Fragen zur möglichen Konservierung von Kaffee weil die Überschußernten, um die Preise auf dem Weltmarkt stabil zu halten, an der gesamten Küste tonnenweise ins Meer geschüttet wurden. Die damals noch kleine und junge Firma hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits einen Namen auf dem Gebiet der Konservierung durch die Haltbarmachung von Frischmilch in Form von Trockenmilchprodukten gemacht. Ein Team forschte nun nach Möglichkeiten zur Haltbarmachung von Kaffee der nur durch die Zugabe von Wasser zuzubereiten sei, ohne dabei den natürlichen Duft und Geschmack des Kaffees zu verlieren. Nach acht Jahren Entwicklungsarbeit konnte Nestle eine Methode vorstellen die Kaffeebohnen sowohl qualitäts- als auch aromaschonend zu Pulver zu verarbeiten und ihn damit haltbar machte. Nach Deutschland kam Nescafé 1943 zunächst nur für die Wehrmacht hergestellt. Diese verteilte ihn hauptsächlich an Piloten und Flugzeugbesatzungen, damit sie wach blieben. Über die US-amerikanische Armee gewann Nescafé relativ schnell an Bekanntheit in den anderen Stationierungsländern wo er zu ihren Verpflegungsrationen gehörte. Er ist mittlerweile der meist getrunkene Kaffee der Welt und mit einem Markenwert von 14,8 Mrd. Franken die wertvollste Marke der Schweiz.

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20. April - Leni Riefenstahls zweiteiliger Film über die Olympischen Spiele 1936 wurde in Berlin uraufgeführt. Die Regisseurin hatte "Fest der Völker" und "Fest der Schönheit" im Auftrag des Internationalen Olympischen Komitees gedreht. Die Filme verherrlichten Hitlers "Propaganda-Sportfest" und waren damit sowohl filmische Sport-Dokumentation als auch nationalsozialistische Propaganda.

 

 

26. Mai - Grundsteinlegung für die Kfz-Fabrik der neugegründeten Volkswagen GmbH in Wolfsburg zur Serienproduktion des mit wöchentlich 5 RM über die Organisation KdF (Kraft durch Freude) finanzierbaren VW Käfer.

 

Mit Wirkung vom 1. Juli 1938 wird durch Verordnung des Oberpräsidenten der Regierung zu Lüneburg die „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ (später Wolfsburg) im Landkreis Gifhorn durch Vereinigung der Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich der Wolfsburg) gebildet. Vorrausgegangen war am 26. Mai 1938 die Grundsteinlegung für das Volkswagenwerk auf der Nordseite des Mittellandkanals, wo der KdF-Wagen – später VW Käfer genannt – gebaut wurde. Um die nötigen Arbeiter unterzubringen, sollte in unmittelbarer Nähe eine neue Stadt entstehen. Der Bau von Kirchen wurde bewusst ausgeschlossen, Wolfsburg sollte eine Stadt ohne Kirchen werden. Am 25. Mai 1945 wurde auf Weisung der britischen Besatzungsmacht die Stadt „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ in „Wolfsburg“ umbenannt. Damit erhielt sie ihren endgültigen Namen nach dem gleichnamigen Schloss sowie dem Wohnplatz an der Aller

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21. Juli - Heinrich Harrer, Fritz Kasparek, Anderl Heckmair und Ludwig Vörg beginnen die Erstbesteigung der Eiger-Nordwand. Die Eiger-Nordwand ist mit einer Höhe von ungefähr 1650 Metern und einer Länge von bis zu vier Kilometern, eine der grossen Nordwände der Alpen. Bekannt wurde die Wand vor allem durch die dramatische Geschichte der Durchsteigungsversuche und Besteigungen. Nachdem bereits 1936 eine Zweier-Seilschaft bei einem der ersten Durchsteigungsversuche tödlich verunglückt war, spielte sich 1936 das bekannteste Drama ab, als alle Bergsteiger der Vierer-Seilschaft um Toni Kurz starben. 1938 gelang einer Vierer-Seilschaft mit Anderl Heckmair, Heinrich Harrer, Ludwig Vörg und Fritz Kasparek die Erstbegehung.

nach ObenBild: de:User:Martin Hawlisch

 

16. Dezember - Die Nationalsozialisten führen "Als sichtbares Zeichen des Dankes des Deutschen Volkes an kinderreiche Mütter" das "Ehrenkreuz der Deutschen Mutter" kurz Mutterkreuz ein. Um die weibliche Benachteiligung weiterhin zu mindern, aber auch die Gebärfreudigkeit zu steigern und aufzuzeigen „wie wichtig ihr Beitrag, den sie in Form von Kindern erbrachten, für das Reich war“wurde das Mutterkreuz im Jahre 1938 in der Vorbereitungsphase des Krieges gestiftet. Die Voraussetzungen zur Verleihung unterlagen der damaligen Ideologie und hatte drei Merkmale. Dabei waren nicht nur gewisse Merkmale der Mutter zu beachten, sondern auch die ihrer Eltern. Demnach konnte das Mutterkreuz erhalten, falls:

  • die Eltern der Kinder „deutschblütig“ und „erbtüchtig“ waren,
  • die Mutter der Auszeichnung würdig war (d.h. „erbgesund“, „anständig“ und „sittlich einwandfrei"),
  • die Kinder lebend geboren worden waren.

Die Einteilung des Ehrenkreuzes folgte den damaligen Ordensstatuten und war Dreistufig angelegt. So konnte die Mutter die:

  • dritte Stufe (Bronze) erhalten, wenn sie vier oder fünf Kinder hatte,
  • zweite Stufe (Silber) erhalten, wenn sie sechs oder sieben Kinder,
  • erste Stufe (Gold) erhalten, wenn sie acht oder mehr Kinder hatte.

Die ersten Verleihungen (immer am Muttertag) finden am 21. Mai 1939 statt. Die erste Empfängerin des Mutterkreuzes ist die 61-jährige Louise Weidenfeller. Wegen der bei der anfänglichen Planung nicht erwarteten hohen Anzahl von 5,5 Millionen Ehrenkreuzen wurden bei dieser ersten Verleihung nur solche Mütter ausgezeichnet, die bereits älter als 60 Jahre waren. So erhielten das Ehrenkreuz insgesamt ca. drei Millionen Mütter. Die übrigen Frauen erhielten es beim Erntedankfest desselben Jahres.

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17. Dezember - Der US-amerikanische Schriftsteller Eric Knight veröffentlicht in der Wochenzeitschrift The Saturday Evening Post die Kurzgeschichte "Lassie" Die zwei Jahre später als Buch herausgebrachte Erzählung wird sofort zum Bestseller. Knights Kurzgeschichte erzählt von einem Jungen aus Yorkshire, der einen besonders schönen und treuen Collie besitzt, ihn aber, als seine Familie in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, an einen wohlhabenden Adligen verkaufen muss. Weder Junge noch Hund können die Trennung verwinden, die noch schlimmer wird, als der Adlige den Hund auf seinen hunderte von Kilometern entfernten Landsitz in Schottland bringt. Instinktiv flieht Lassie und versucht, zu dem Jungen zurückzukehren. 1943 kam der erste Lassie-Film Lassie Come Home (lief in Deutschland unter dem Titel Heimweh) mit der 10-jährigen Elizabeth Taylor in die Kinos, der sich an die literarische Vorlage anlehnte. Seitdem wurden viele weitere Filme gedreht, die so erfolgreich waren, dass Lassie als einzigem Hund außer Rin Tin Tin und Strongheart ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gewidmet wurde.

  • Der Name "Lassie" eine Bezeichnung aus einem schottischen Dialekt und bedeutet "Mädchen".
  • Lassie wurde meist von Rüden gespielt, da deren Fell voller und „telegener“ als das weiblicher Hunde ist.

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Im britischen Glasgow läuft der Luxusliner im Transatlantikdienst "Queen Elizabeth" vom Stapel.

 

Der deutsche Physiker Otto Hahn spaltet als erster den Kern eines Uranatoms. Seine enge Mitarbeiterin Lise Meitner (*1878) flüchtet vor den Nazis nach Schweden, wo sie Anfang 1939 einen Aufsatz über Kettenreaktion bei der Atomkernspaltung veröffentlicht, der Auslöser für Atombombenprojekte wird..

 

Das Elektronenmikroskop erreicht mittlerweile 30´000fache Vergrößerung.

 

In Amerika kommt Nylon auf den Markt, und in Deutschland wird Perlon erfunden.

 

Konrad Zuse stellt die binäre Rechenmaschine Z1 fertig

 

Im Indischen Ozean wird ein lebender Quastenflossler gefangen, von dem man geglaubt hatte, er sei seit 60 mio Jahren ausgestorben.

 

In Ungarn wird der erste Kugelschreiber von den Brüdern Biro erfunden.

 

Der erste vollständig künstliche Hüft-Ersatz wird in England aus Edelstahl entwickelt.

 

Der erste Non-Stop-Passagierflug Berlin-New York gelingt einer viermotorigen Focke-Wulf FW 200 CONDOR in knapp 25 Std.

 

In Peenemünde fliegen die Testraketen des Wernher von Braun bereits 18 km weit.

 

VORBOTEN DES 2. WELTKRIEGES

Als ein 17jähriger Junge aus Protest gegen die Behandlung seiner in Deutschland lebenden jüdischen Eltern den deutschen Legations-Sekretär in Paris, Ernst vom Rath, erschießt, ist dies willkommener Anlaß für die NSDAP zum verschärften Vorgehen gegen Juden.

Am Jahrestag des Marsches auf die Feldherrnhalle (9.11.1923) hält Hitler eine hasserfüllte Hetzrede gegen alles Jüdische, mit der Folge unkontrollierter Zerstörung jüdischer Einrichtungen durch SA und Sympathisanten. Es werden über 30´000 Juden verhaftet, die sich mit Lösegeld freikaufen können.

Als Kristallnacht gehen die Pogrome in die Geschichte ein, weil (Kristallglas-) Schaufenster im Wert mehrerer Millionen RM zu Bruch gegangen sind.

Den Juden im Deutschen Reich wird der Besuch von Kinos, Theatern, Konzerten und Kunstausstellungen verboten. Ihnen wird der Führerschein abgenommen und der Schulbesuch an deutschen Schulen untersagt. Im Januar des kommenden Jahres sind sie nicht mehr zu den gesetzlichen Prüfungen bei Handwerks- und Industrie- und Handelskammern zugelassen. Ärzte und Apotheker verlieren ihre Zulassung, und alle Juden bekommen ein großes "J" in ihren Pass gestempelt. Wer sein Vermögen an den Staat verpfändet, darf beschleunigt ausreisen.

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1939

20. März - Im Hof der Hauptfeuerwache in Berlin-Kreuzberg werden tausende von den Nationalsozialisten als Entartete Kunst verfemte Kunstwerke aus öffentlichen Sammlungen verbrannt. Der Begriff Entartung wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Medizin auf die Kunst übertragen. Die Nationalsozialisten entwickelten ein gesondertes Kunstideal und verfolgten dem entgegenstehende Kunst, die auch als „Verfallskunst“ und „artfremd“ bezeichnet wurde, weil sie von Pessimismus und Pazifismus geprägt sei. Künstler, deren Werke nicht den nationalsozialistischen Idealen entsprachen, die Kommunisten oder Juden waren, wurden verfolgt. Die Nationalsozialisten belegten sie mit Berufs- und Malverboten, ließen ihre Kunstwerke aus Museen und öffentlichen Sammlungen entfernen, konfiszierten „Entartete Kunst“, zwangen Künstler zur Emigration oder ermordeten sie. Als „Entartete Kunst“ galten im NS-Regime alle Kunstwerke und kulturellen Strömungen, die mit dem Kunstverständnis und dem Schönheitsideal der Nationalsozialisten nicht in Einklang zu bringen waren: Expressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus, Kubismus oder Fauvismus.

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21. Mai - Die Nationalsozialisten verleihen erstmals das mit kleinen Vorteilen verbundene Mutterkreuz. Sie versprechen sich von diesem Verdienstorden eine höhere Gebärfreudigkeit. Das von den Nationalsozialisten am 16.Dezember 1938 eingeführte "Ehrenkreuz der Deutschen Mutter" diente als "sichtbares Zeichen des Dankes des Deutschen Volkes an kinderreiche Mütter". Die Voraussetzungen zur Verleihung unterlagen der damaligen Ideologie und hatte drei Merkmale. Dabei waren nicht nur gewisse Merkmale der Mutter zu beachten, sondern auch die ihrer Eltern. Demnach konnte das Mutterkreuz erhalten, falls:

  • die Eltern der Kinder "deutschblütig" und "erbtüchtig" waren,
  • die Mutter der Auszeichnung würdig war (d.h. "erbgesund", "anständig" und "sittlich einwandfrei"),
  • die Kinder lebend geboren worden waren.

Die Einteilung des Ehrenkreuzes folgte den damaligen Ordensstatuten und war Dreistufig angelegt. So konnte die Mutter die:

  • dritte Stufe (Bronze) erhalten, wenn sie vier oder fünf Kinder hatte,
  • zweite Stufe (Silber) erhalten, wenn sie sechs oder sieben Kinder,
  • erste Stufe (Gold) erhalten, wenn sie acht oder mehr Kinder hatte.

Die erste Empfängerin des Mutterkreuzes ist die 61-jährige Louise Weidenfeller. Wegen der bei der anfänglichen Planung nicht erwarteten hohen Anzahl von 5,5 Millionen Ehrenkreuzen wurden bei dieser ersten Verleihung nur solche Mütter ausgezeichnet, die bereits älter als 60 Jahre waren. So erhielten das Ehrenkreuz insgesamt ca. drei Millionen Mütter. Die übrigen Frauen erhielten es beim Erntedankfest desselben Jahres.

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1. April - In Wilhelmshaven läuft das größte deutsche Schlachtschiff Tirpitz in Anwesenheit Adolf Hitlers vom Stapel und wird von der Tochter des Namensgebers dem deutschen Marinestaats-sekretär und Großadmiral Alfred Freiherr von Tirpitz, getauft. Sie war nicht nur das größte jemals in Deutschland gebaute Schlachtschiff, sondern ist zudem bis heute das größte jemals in Europa vollendete Kriegsschiff. Für den größten Teil ihrer Dienstzeit war die Tirpitz nach dem sogenannten Fleet-in-being-Konzept in Norwegen stationiert und bedrohte durch ihre Position alliierte Konvois. Gegebenenfalls sollte sie eine alliierte Invasion in diesem Gebiet abwehren. Nach mehreren Angriffen auf die Tirpitz wurde sie am 12. November 1944 bei einem Luftangriff der Royal Air Force im Sandnessund (eine Meerenge südwestlich der Insel Tromsøya) zum Kentern gebracht. Das Wrack wurde in den 1950er Jahren von einem norwegischen Bergungsunternehmen am Ort seines Untergangs verschrottet.

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Die Uraufführung des Filmklassikers "Vom Winde verweht" erfolgt in Atlanta, Georgia (USA). Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Margaret Mitchell, die mit zehn Oscars ausgezeichnet wurde spielte laut dem Guinness-Buch der Rekorde weltweit 393,4 Millionen US-Dollar ein, was einer inflationsbereinigten Summe von rund 3,785 Milliarden entspricht und womit Vom Winde verweht bis heute das kommerziell erfolgreichste Werk der Filmgeschichte ist. Allein in den USA wurden 283,1 Mio. Karten verkauft.

 

17. Juni - Der wegen sechsfachen Mordes verurteilte Eugen Weidmann wird in Versailles als letzter Straftäter in Frankreich mit der Guillotine öffentlich hingerichtet. Premierminister Édouard Daladier verfügt am 24. Juni wegen des aufgetretenen Rummels, solche Hinrichtungen künftig hinter Gefängnismauern zu vollstrecken.

 

18. Juni - Schalke 04 besiegte vor 100.000 Zuschauern im Endspiel der Deutschen Fußballmeisterschaft Admira Wien mit 9:0 und stellte damit einen neuen Tor-Rekord auf. Der "Schalker Kreisel" mit seinem verwirrenden Kombinationsspiel ließ den Wienern keine Chance. Allein fünf Tore schoss Ernst Kalwitzki, außerdem trafen Ötte Tibulski, Fritz Szepan, Ala Urban und Ernst Kuzorra. Damit wurde Schalke nach 1934, 1935 und 1937 zum vierten Mal Deutscher Meister. 1938 wurde der Verein ebenfalls Pokalsieger und schaffte als erster deutscher Club das „Double“. Auch 1940 wurde Schalke wieder Deutscher Meister. Seit den 80er Jahren wechselte der Verein zwischen Erster und Zweiter Bundesliga.

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PanAm nimmt den ersten regelmäßigen Linienflugdienst über den Atlantik auf, und mit der Heinkel HE178 fliegt das erste Flugzeug der Welt mit Düsenantrieb, ebenso mit der HE176 das erste Raketenflugzeug.

 

Das von Ruska und Knoll 1931 erfundene Elektronenmikroskop geht in Serienproduktion.

 

Von Paul Müller wird entdeckt, dass man mit DDT sehr wirksam Insekten vertilgen kann.

 

17. August - In den USA lief das Filmmusical "Der Zauberer von Oz" von Victor Fleming nach dem Kinderbuch von Lyman Frank Baum in den Kinos an. Die 17jährige Hauptdarstellerin Judy Garland, in der Rolle der Dorothy, wurde über Nacht zum Star. Die kleine Dorothy, die von einer Zauberin in ein fremdes Land entführt wird, möchte wieder nach Hause. Doch den Heimweg kann ihr nur der Zauberer von Oz zeigen. Zusammen mit drei seltsamen Gestalten: dem Blechmann ohne Herz, der Vogelscheuche ohne Gehirn und dem ängstlichen Löwen ohne Mut, macht sie sich auf die Suche. Das Kindermusical wurde auch für Erwachsene zum Kultfilm und erhielt 1939 zwei Oscars - für die beste Filmmusik und den besten Filmschlager.

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Der slowakische Landtag stimmte einstimmig für die Unabhängigkeit der Slowakei statt der Wiedervereinigung mit Ungarn. Bereits im Herbst 1938 hatten deutsche Truppen das Sudetenland besetzt, und das Münchner Abkommen beschloss im September 1938 die Autonomie der Slowakei. Nachdem im Frühjahr 1939 deutlich wurde, dass binnen weniger Tage deutsche Truppen auch in den Rest der Tschechoslowakei einmarschieren werden, erklärte sich die Slowakei unter der Führerschaft von Josef Tiso für unabhängig. Hitler hatte dieser Unabhängigkeitserklärung zugestimmt. Doch schon wenige Tage später wurde sie durch einen "Freundschafts- und Beistandspakt" ausgehöhlt. Dieser Pakt räumte dem Deutschen Reich weitgehende Rechte bei der Ausbeutung der slowakischen Bergwerke ein. Das war ein tiefer Eingriff in die slowakische Wirtschaft.

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Zweiter Weltkrieg beginnt.

Begonnen hat ihn Hitler nicht erst mit dem Überfall auf Polen, sondern spätestens bereits 1936 mit seinem Vierjahresplan und der Reihe von völkerrechtswidrigen Annexionen seit 1936 (Rheinlandbesetzung) und 1938 (Anschluss Österreichs) mit den weiteren Höhepunkten in der ersten Hälfte dieses Jahres. Erst mit dem Überfall auf Polen wird der Krieg von den beiden europäischen Siegermächten des 1. Weltkrieges, England und Frankreich, auch konsequent angenommen.


1. September - Beginn des 2. Weltkrieges. Deutsche Truppen marschieren um 4:45 Uhr in Polen ein. Den militärischen Angriff begann das deutsche Linienschiff "Schleswig-Holstein" auf die polnische Stellung "Westerplatte" in Danzig. Der von Hitler mit "polnischen Grenzverletzungen" begründete Einmarsch weitet sich rasch zum "Zweiten Weltkrieg" aus und wird zu einer der größten Katastrophe dieses Jahrhunderts.

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Die polnische Hauptstadt Warschau hat am 27.9. kapituliert, auf einen modernen Krieg war man vollkomen unvorbereitet. Adolf Hitler nimmt im Oktober eine Siegesparade der Truppe ab.

Aufgrund der abgegebenen Garantieerklärungen für Polen erklären Großbritannien und Frankreich Deutschland am 3.9. den Krieg. Wegen des Überfalls Rußlands auf Ost-Polen hätte eigentlich auch eine Kriegserklärung an Rußland erfolgen müssen, wenn da nicht der Beistandspakt vom 24.6. gewesen wäre.

Am 22.5. wird zwischen Deutschland und Italien der als Stahlpakt bezeichnete militärische Beistandspakt unterzeichnet. Bei Kriegsbeginn erklärt sich Mussolini allerdings als "noch nicht ausreichend gerüstet".

Als Rußland zum nicht uneigennützigen Stillhalten bereit ist, befiehlt der Oberste Feldherr Adolf Hitler den Angriff auf Polen und erklärt am 1.9. im Reichstag, dass "ab 4:45 Uhr zurückgeschossen" werde. Der erste Blitzkrieg ist im Gange. Maßgeblichen Anteil am Erfolg haben die hochmodernen schnellen und leichten Panzer, die taktische Kombination aus Panzern und Panzergrenadieren und die Luftüberlegenheit, die im wesentlichen durch Sturzkampfbomber vom Typ Junkers Ju 87 (StuKa) erlangt wird.

Nachdem England und Frankreich ihre Kriegserklärungen an Deutschland am 3.9. abgegeben haben, passiert (außer Selbstversenkung der vor Montevideo festgenagelten "Graf Spee" und anderer "kleinerer Vorkommnisse" wie erster Erfolge deutscher U-Boote gegen englische Schiffs-Veteranen aus dem 1. Weltkrieg) merkwürdigerweise über 6 Monate lang nichts (von den Engländern später als "The Phoney War" apostrophiert). Hitler kann sich auf die Westfront ausreichend vorbereiten, nachdem ein Friedensappell seinerseits von England und Frankreich zurückgewiesen wurde.

Am 1.9. ordnet Hitler die Euthanasie (Vernichtung unwerten Lebens) an. Am 8.11. entgeht der "Führer" nur knapp einem Attentat im Keller des Münchener Hofbräuhauses (am Vorabend der traditionellen Gedenkfeier an den Marsch auf die Feldherrnhalle am 9.11.1923).

Deutschland meldet knapp 700´000 gefangene Polen, die großteils zum Arbeitseinsatz ins Kernland deportiert werden. Adolf Eichmann wird vom Reichsführer SS Heinrich Himmler mit der Aufgabe der Deportation von Juden und Polen aus dem besetzten Land betraut.

2.8.: Ein Brief Albert Einsteins an US Präsident Roosevelt führt zu dessen Entschluss, die Atombombe bauen zu lassen.

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1. Oktober - Das "Wunschkonzert für euch an allen Fronten" wurde erstmals vom Großdeutschen Rundfunk ausgestrahlt. Die Sendung wurde vom Reichspropagandaminister des nationalsozialistischen Deutschland Joseph Goebbels und der Wehrmacht kontrolliert. Als Überbringer von Nachrichten, Grüßen und Musikwünschen sollte das "Wunschkonzert" der moralischen Unterstützung der Streitkräfte dienen. Bereits im Januar 1939 war auf Veranlassung von Goebbels die Bezeichnung "Großdeutscher Rundfunk" eingeführt worden. Seit Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 waren "Außerordentliche Rundfunkmaßnahmen" in Kraft getreten, die das Abhören ausländischer Sender unter Strafe stellten.

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1940

20. Juli - Die US-amerikanische Musikfachzeitschrift Billboard gibt die ersten Top-Ten in den USA bekannt. Den ersten Nummer-Eins-Hit hat Tommy Dorsey. Als Billboard im Jahre 1894 gegründet wurde, befasste es sich ursprünglich mit Karnevalsunterhaltung. Der Musikumfang des Branchenblatts vergrößerte sich, so dass in den 1950ern die Musikthemen in eine neue Zeitschrift ausgegliedert wurden. Seit 1958 werden die Billboard Hot 100 veröffentlicht, die aus den bestverkauften Singles und den meistgespielten Radiosongs besteht.

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Jeep12. September - In den USA wurde der Prototyp eines neuen Geländefahrzeugs mit Vierradantrieb vorgestellt, dessen Entwicklung die US-Army in Auftrag gegeben hatte. Der "Jeep” war geboren und trat seinen Siegeszug in den Armeen vieler Staaten an. Später kamen zivile Versionen hinzu, und in dieser zivilen Ausführung erfreute der "Jeep” sich auch heute noch großer Beliebtheit. Es gibt viele Theorien wie der Name Jeep zustandegekommen ist. Die Wahrscheinlichste ist die Version nachdem der Name auf die Figur Eugene the Jeep aus dem Comicstrip Popeye zurückgeht. Dieses hundeähnliche Fabelwesen ernährte sich vorzugsweise von Orchideen und konnte durch Wände und Decken gehen, Bäume besteigen sowie fliegen – war also in der Lage überall aufzutauchen, wo es wollte. So wird vermutet, dass die Soldaten von den Fähigkeiten des neuen Fahrzeugs so begeistert waren, dass sie ihm in Anlehnung an diese Comicfigur "Jeep" nannten.

 

15. Oktober - Charlie Chaplins filmische Persiflage auf Adolf Hitler und den Nationalsozialismus, "Der große Dikator", lief 1940 in den Kinos an. Der Klassiker war der erste durchgängig vertonte Streifen Chaplins und avancierte zum erfolgreichsten Projekt des Multitalents. Er führte Regie und spielte zudem die Hauptrollen, einen jüdischen Friseur und den Diktator des Landes Tomania, Adenoid Hynkel, die sich beide zum Verwechseln ähnlich sehen. Unter der Herrschaft Hynkels werden die Juden verfolgen, aber schließlich gelingt es seinem jüdischen Doppelgänger, die Rolle des Diktators zu übernehmen. In der Schlussrede des Films ruft der kleine Friseur dann alle Völker zum Frieden und zur Demokratie auf.

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18. Oktober - Die letzte zivile Hinrichtung in der Schweiz wird an dem dreifachen Mörder Hans Vollenweider im Kanton Obwalden vollzogen worden. Er wurde 1939 festgenommen und nach zahlreichen Gerichtsverhandlungen zum Tode verurteilt. Am 18.Oktober 1940 wurde er in Sarnen durch eine Guillotine hingerichtet. Nicht einmal zwei Jahre später wurde am 1.Januar 1942 die Todesstrafe gänzlich für zivile Straftaten abgeschafft. Liberale Kantone, die die Todesstrafe bereits abgeschafft hatten, konnten einen Verfassungsartikel, der die Todesstrafe in der ganzen Schweiz verbot, durchsetzen. Es sollte aber noch weitere 50 Jahre dauern, bis die Todesstrafe auch im Militärstrafrecht abgeschafft wurde.

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Die etwa 17.000 Jahre alten Malereien in der Höhle von Lascaux werden zufällig entdeckt.

Das 1928 von Fleming entdeckte Penicillin wird industriell hergestellt, und das eigentlich zur Konservierung von Medikamenten entwickelte Gefriertrocknen wird auf Lebensmittel angewandt.

Die erste Farbfernsehsendung wird ausgestrahlt.

Die Olympischen Spiele fallen aus.

 

Der US-amerikanische Chemiekonzern DuPont beginnt am so genannten „N-Day“ in ausgewählten Geschäften in den ganzen USA mit dem Verkauf der von Forschungsleiter Wallace Hume Carothers entwickelten Nylonstrümpfe. USA-weit verkaufte DuPont die ersten 5 Millionen Paar Nylonstrümpfe am 15. Mai 1940 („N-Day“) in ausgewählten Geschäften in US-amerikanischen Metropolen. Dabei gingen viele Kundinnen leer aus. Zum Kriegsende wurden bei Macy's in New York innerhalb von sechs Stunden 50.000 Paar verkauft. Von diesem Zeitpunkt an wurde Nylon dank seiner seidigen Beschaffenheit, seiner Feinheit und seiner kristallenen Transparenz zum meistgefragten Material bei der Strumpfherstellung.

 

Das erste McDonald’s-Restaurant wird von den Brüdern Richard und Maurice McDonald in San Bernardino, Kalifornien, eröffnet. Das Restaurant wurde nach 1948 bekannt, als die Brüder eine innovative und rationelle Art der Hamburgerzubereitung einführten und auf Selbstbedienung umstellten. Neil Fox wurde 1953 erster Konzessionsverkäufer der Brüder. Erstmals zierten die “goldenen Bögen“ sein Restaurant in Phoenix, Arizona. 1954 trat der Milchshake-Mixer-Verkäufer Ray Kroc an die Brüder McDonald mit dem Vorschlag heran, weitere McDonald’s-Restaurants zu eröffnen, da er von der Effizienz des Restaurants beeindruckt war. Am 4. Dezember 1971 eröffnete die erste deutsche Filiale in der Martin-Luther-Straße in München im Stadtteil Obergiesing, sie ist heute noch in Betrieb. Die erste Filiale in den neuen Bundesländern wurde im Sommer 1990 im sächsischen Plauen eröffnet. Die umsatzstärkste deutsche Filiale befindet sich am Münchener Karlsplatz (Stachus).

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Zweiter Weltkrieg

Am 11.2. sichert ein deutsch-sowjetischer Handelsvertrag die Öl- und Getreideversorgung für Deutschland.

Die in Polen stationierte Deutsche Wehrmacht beschwert sich bei Hitler über das brutale Vorgehen der SS gegen die dortige Führungsschicht und Bevölkerung.

Die Briten fliegen am 20.2. erste Luftangriffe gegen deutsche Industrieziele.

12. März - Mit dem ersten Bombenangriff der Royal Air Force auf deutsche Städte mit 35 Bombern auf Mönchengladbach beginnt der Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg auch in Deutschland.

Die Einrichtung des KZ Auschwitz erfolgt Ende März.

Im Protektorat Polen werden in mehreren Städten Juden in abgeschlossene Stadtteile (Ghettos) regelrecht eingemauert.

Am 10.5. bombardieren deutsche Flugzeuge wegen eines Navigationsfehlers versehentlich Freiburg im Breisgau anstelle des französischen Dijon.

Als Reaktion auf die noch während der Kapitulationsverhandlung erfolgte schwere Bombardierung der City von Rotterdam gibt Winston Churchill die Bombardierung ziviler Ziele in Deutschland frei.

Hitler versucht erfolglos, Spanien unter dem Diktator Franco zum Kriegseintritt auf Seiten der Achsenmächte zu bewegen. Ebenfalls erfolglos ist sein Versuch, den im November Berlin besuchenden sowjetischen Außenminister Molotow zum Beitritt des Dreimächtepaktes und Kriegseintritt auf Seite der Achsenmächte zu bewegen.

In der (für Deutschland eigentlich verlorenen) Schlacht um England wird klar, dass moderne Kriege nur mit Lufthoheit gewonnen werden können.

Die Radartechnik gelangt in den kriegführenden Ländern zur Serienreife.

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