10. Dezember 1868 - die erste Ampel der Welt
An der Ecke Bridge Street/New Palace Yard in London wurde die erste Fußgänger-Ampel der Welt installiert. Es handelte sich dabei um eine 7m hohe Gaslaterne, deren Signale mit einem Schalter am Fußende verändert werden konnten. Die neuartige Verkehrsregelung erwies sich als äußerst zweckmäßig und fand bald in anderen Industrieländern Verbreitung.
1896 - die erste Autoversicherung
1896 bietet die britische "General Accident Co." Versicherungsgesellschaft ihren Kunden die erste Autoversicherung der Welt an. Bei einem monatlichen Beitrag von zwei Pfund Sterling können sie sich gegen Verkehrsunfälle absichern - ausgeschlossen Unfälle mit Pferdedroschken, die damals noch an der Tagesordnung sind.
11. April 1928 - das erste Auto mit Raketenantrieb
Auf der Opel-Teststrecke in Rüsselsheim startete am 11. April 1928 das erste Auto mit Raketenantrieb. Das Fahrzeug wurde von den beiden Raketenpionieren Fritz von Opel und Max Valier konstruiert. Der Antrieb bestand aus 24 Pulverraketen, die nacheinander gezündet wurden und das Auto in 8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigten. Die größte gemessene Geschwindigeit betrug an diesem Tag 238 Stundenkilometer.
20. April 1887 - das erste Autorennen der Welt
Auf dem Kurs von Saint-James in Paris veranstaltet der französische Publizist Fossier am 20. April 1887 das erste Autorennen der Welt. George Bouton hatte mit einem Dampfdreirad der Marke "De Dion-Bouton-Trepardoux" auf der Strecke von Paris nach Versailles und zurück auch den ersten Geschwindigkeitsrekord der Geschichte von 26 km/h im Durchschnitt aufgestellt. Dies war der Beginn des Zeitalters, in dem Geschwindigkeits-rekorde bzw. Wettrennen von Automobilen als guter Test des Standes der Kraftfahrzeugtechnik genutzt werden konnten.
4. Juli 1631 - das erste Arbeitsamt
Am 4. Juli 1631 wurde in Paris ein "Bureau d'Adresse" eröffnet. Dort konnten Arbeitsuchende ihre Anschrift hinterlegen, um sich gegen Gebühr an Arbeitgeber vermitteln zu lassen. Wenig später wurde für arbeitslose Ausländer die Registrierung in diesen Büros zur polizeilichen Pflicht erklärt. In London werden 1901 die ersten staatlichen Arbeitsämter eröffnet.
16. Januar 1895 - der erste Autobus
Am 16. Januar 1895 stellte der deutsche Automobilerfinder und Konstruk-teur Carl Benz den ersten Autobus vor. Das Gefährt nahm seinen Betrieb auf der Strecke zwischen Deutz und Siegen auf. Benz hatte sich zuvor bereits mit der Entwicklung des ersten motorgetriebenen Personenfahrzeuges in Deutschland einen Namen gemacht.
1896 - die erste Autovermietung
Die erste Autovermietung wurde vom Pariser Automobilclub 1896 ins Leben gerufen. Sechs Fahrzeuge standen inklusive Fahrer für 3 Francs pro Stunde oder 30 Francs am Tag zum Verleih. Mit dieser Neuerung wollte der Club vor allem neue Interessenten für das Autofahren gewinnen. Als Pionier der professionellen Autovermietung gilt der US-Amerikaner Walter L. Jacobs. 1918 eröffnete er als 22 jähriger in Chicago mit 12 gebrauchten Ford T Wagen das erste Leihwagengeschäft. Nach fünf Jahren umfasste seine Flotte bereits 565 Ford Automobile. Die Firma nannte er damals "Rent A Ford". 1923 wurde das Unternehmen von John D. Hertz gekauft. Hertz ist noch heute der Name des weltweit größten Autovermieters.
17. Februar1895 - betrat der erste Mensch die Antarktis
Der Australier norwegischer Herkunft Carsten Egeberg Borchgrevink betrat als erster Mensch am 17. 2. 1895 die Antarktis bei Kap Adare. 1898 leitete er die erste Expedition, die feste Lager einrichten wollte. Borchgrevink brachte 90 Schlittenhunde und Kajaks mit und verbrachte den Winter am Südpol. Dabei erstellte er Karten und beschrieb die Flora und Fauna.
12. Februar 1908 - die erste Autorallye um den Globus
New York startete die erste Autorallye um den Globus am 12.2.1908 unter der Schirmherrschaft der Zeitungen "Le Matin" und "New York Times". Sechs Motorwagen nahmen an dem Rennen teil. Die Route führte durch die USA, Japan und Russland führt, teil. Am 26. Juni erreichte der deutsche "Protos" als zweiter Sieger das Ziel in Paris.
25. August 1875 - erster Mensch durchschwimmt den Ärmelkanal
Als erster Mensch durchschwamm Matthew Webb den Ärmelkanal. Der Kapitän startete in Dover und landete nach 21 Stunden und 35 Minuten in Calais an der französischen Küste. Die zurückgelegte Strecke betrug 73 km. Einen ersten Versuch zwölf Tage zuvor musste er wegen eines schweren Sturms abbrechen. Als er 1883 die Whirlpool Rapids unter den Niagarafällen durchschwimmen wollte, kam er ums Leben. Seit Webbs Triumph gab es 6200 bekannte Versuche, durch den Ärmelkanal zu schwimmen. Mehr als 470 Schwimmerinnen und Schwimmer waren über 600 mal erfolgreich. 1979 schaffte es ein zwölfjähriger Junge, 1983 ein ebenfalls zwölfjähriges Mädchen.
6. August 1926 - die erste Frau durchschwimmt den Ärmelkanal
In der Rekordzeit von 14 Stunden und 31 Minuten. Die 19-jährige Ederle brach damit den bestehenden Rekord der 56 Kilometer langen Strecke zwischen Gris-Nez in Frankreich und Dover, England, um über zwei Stunden. Sie war damit schneller als ihre fünf männlichen Vorgänger. Ederle hatte 1924 bei den Olympischen Spielen in Paris einmal Gold und zweimal Bronze gewonnen. Später wurde sie Berufsschwimmerin und Schwimmlehrerin. Bis Ende der 1990er Jahre durchschwammen rund 270 Schwimmer und Schwimmerinnen den Ärmelkanal, unter anderem 1983 ein zwölfjähriges Mädchen und noch im selben Jahr ein 65-jähriger.
16. Juli 1946 - die erste Atombombe
Die weltweit erste Atombombe wurde am 16. Juli 1945 auf dem drei Jahre zuvor eröffneten Trinity-Testgelände in Los Alamos im amerikanischen Bundesstaat New Mexico um 05:29:45 Uhr gezündet. Die Explosion war das Ergebnis des "Manhattan Projects", einer mehrjährigen wissenschaftlichen Forschungsreihe, die unter strengster Geheimhaltung von einem Team um den bekannten Physiker J. Robert Oppenheimer durchgeführt worden war. Die Explosion, die eine Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT besaß, hinterließ einen 3 m tiefen und 330 m breiten Krater in der Wüste. Die Druckwelle war 160 km weit zu spüren und die atombomben-typische Pilzwolke erreichte 12 km Höhe. Der Sand in der Explosionsumgebung schmolz wegen der großen Hitze zu grünlichem Glas. Um den Test zu verbergen, meldete das Militär, dass es sich um eine Explosion eines Munitionslagers gehandelt hätte und gab die Tatsache des Atombombentests erst am 6. August, also am Tag des Bombenabwurfs auf Hiroshima, bekannt. Vor dem Test wurde am 7. Mai eine Ladung von 100 Tonnen TNT gesprengt, um die Messgeräte zu kalibrieren. Bei dem Test waren 260 Personen anwesend, die 9 km von dem Detonationsort entfernt waren. Wenige Wochen später nach dem erfolgreichen Test zerstörten Atombomben die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki und beendeten den Zweiten Weltkrieg. Auch heute noch dient das Gelände bei Los Alamos der wissenschaftlichen Forschung.
5. Mai 1922 - das erste Autoradio
In Chicago wird zum erstenmal ein Auto - ein Ford "T" Modell - mit einem Autoradio ausgestattet. Was zunächst wie eine verrückte Idee aussieht, entwickelt sich fünf Jahre später zur Serienproduktion und ist längst schon eine Selbstverständlichkeit.
17. August 1896 - der erste tödliche Autounfall
Vor dem Londoner Kristallpalast kommt es am 17. 8. 1896 zum ersten tödlichen Autounfall der Geschichte. Die Engländerin Bridget Driscoll wird von dem Autofahrer Arthur Edsall überfahren und erleidet dabei einen Schädelbasisbruch. Er rechtfertigt sich vor Gericht, er habe seine Glocke geläutet und "Aus dem Weg!" geschrien. Edsall geht damit wohl als erster Verkehrsrowdie in die Geschichte ein. Die Erfolgsgeschichte des Automobils kann dieser Vorfall aber nicht aufhalten, bereits 1908 läuft die erste Fließbandproduktion an, das Ford T-Modell "Tin Lizzy" wird bis 1927 über 15 Millionen mal verkauft werden.
9. Mai 1960 - Zulassung der ersten "Anti-Baby-Pille"
Die amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) erteilte der ersten "Anti-Baby-Pille" am 9. Mai 1960 die Zulassung. Die meist aus synthetisch her-gestellten Hormonen Östrogen und Pro-gestin bestehenden Präparate gelten als das wirkungsvollste Mittel zur Geburtenkontrolle. 1961 brachte die Schering AG die erste "Pille" in Deutschland auf den Markt. Damals war die Konzentration der Hormonpräparate mehr als doppelt so hoch wie heute. In den westlichen Industriestaaten hat sich die "Anti-Baby-Pille" inzwischen zu einem der meistverwendeten Verhütungsmittel entwickelt. Dennoch ist ihr Gebrauch gesellschaftlich teilweise noch immer umstritten und wird gesetzlich reglementiert.
7. Juni 1982 - das erste Aufwindkraftwerk
In Manzanares, bei Madrid, wurde am 7. 6. 1982 das weltweit erste Aufwindkraftwerk eingeweiht. Unter Beteiligung des Deutschen Forschungsministerium wurde das Projekt international finanziert. Mit einem Durchmesser von 10 Metern und einer Höhe von 200 Metern funktioniert das Kraftwerk in Manzanares wie eine große Kaminröhre, an dessen Fuß eine Turbine installiert ist, die durch die warme Luft in der Röhre angetrieben wird. Zuvor muss eine große kreisrunde Fläche von mehreren Quadratkilometern erhitzt werden, dessen warme Luft dann in den Turm des Kraftwerks geleitetet wird. Die Leistungskapazität des Aufwindkraftwerk in Manzanares liegt dabei zwischen 50 und 100 Kilowatt.
14. Juni 1919 - Überquerung des Nordatlantik in einem Doppeldecker
Die beiden britischen Flugpioniere John Wiliam Alcock und Arthur Brown überqueren am 14. 6. 1919 als erste Menschen in einem zweimotorigen Doppeldecker den Nordatlantik. Gestartet in Neufundland, überflogen sie den Oezan in einer Höhe von 1100 Fuss und landeten nach 16 Stunden in Irland.Der Rekord der beiden Männer wurde erst durch die Leistung von Charles August Lindbergh überboten. Diesem gelang es nach seinem Start am 20. Mai 1927 in New York den Atlantik in einer Strecke von 6000 Kilometern bei einer Geschwindigkeit von 179 km/h in 33 Stunden zu überfliegen.
17. Juni 1961 - das erste Atomkraftwerk
In Bayern versorgt das erste Atomkraftwerk am 17. 6. 1961 das deutsche Verbundnetz mit elektrischem Strom. Der Siedewasser Reaktor in Kahl wird 1986 nach der der Tschernobyl Katastrophe aus Sicherheitsgründen stillgelegt.
18. März 1965 - der erste Mensch im All
Als erster Mensch verließ der Kosmonaut Alexej Leonow eine Raumkapsel im All und schwebte zehn Minuten in einer Entfernung von fünf bis zehn Metern vom Raumschiff im Weltraum. Mit dieser Sensation unterstrich die Sowjetunion ihren Vorsprung in der bemannten Raumfahrt vor den USA. Leonow hatte den Auftrag, das Raumschiff durch die Luftschleuse zu verlassen. Ohne Stabilisierungsmöglichkeit drehte er sich bald um die eigene Achse. Noch schwieriger war der Wiedereinstieg. Der Raumanzug hatte sich durch das Vakuum ausgedehnt und nun passte Leonow nicht mehr durch die Luftschleuse. Durch Druckreduzierung im Anzug gelang ihm dann der Einstieg.
25. Juli 1909 - der erste Überflug des Ärmelkanals
Der Franzose Louis Blériot überquert als erster Mensch fliegend den 33 Kilometer breiten Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien. Mit seinem selbstgebauten Flugzeug "Blériot XI" braucht er für die Strecke von Calais bis Dover 37 Minuten und 20 Sekunden, bei einer durchschnittlichen Flughöhe von 100 Metern. Blériot konnte damit den von der englischen Zeitung Daily Mail für die erste Kanalüberquerung ausgelobten Geldpreis von 1.000 Englischen Pfund, heute umgerechnet etwa 100.000 Euro, entgegennehmen. Dies war letztendlich die Lösung seiner finanziellen Probleme, da er praktisch sein ganzes Vermögen und auch das seiner Frau in seine Konstruktionen investiert hatte. Dieser
historische Flug leitete einen wahren Flugzeugboom ein. Über hundert Bestellungen für den Typ XI gingen unmittelbar nach dem Flug ein, hergestellt wurden letztlich insgesamt etwa 800 Stück. Blériot wurde somit zum ersten kommerziellen Flugzeughersteller.
12. Oktober 1911 - erste Internationale Automobilausstellung
Am 12. Oktober 1911 wird in Berlin die erste Internationale Automobil Ausstellung eröffnet.
16. Oktober 1846 - Verwendung von Äther zur Narkotisierung
Am 16. Oktober 1846 wurde erstmals bei einem größeren medizinischen Eingriff die Verwendung von Äther zur Narkotisierung eines Patienten dokumentiert. Der Bostoner Zahnarzt William Thomas Green Morton benutzte Schwefeläther zur Betäubung während einer Operation in einem Krankenhaus. Aller-dings verwendete der Arzt Crawford W. Long aus Georgia Äther bereits 1842 zur Narkose, veröffentlichte seine Entde-ckung jedoch erst 1849. Kurze Zeit später entwickelte sich diese Methode in den Vereinigten Staaten und Europa zu einer Standard-Anwendung, obwohl es verein-zelte Todesfälle durch diese Art der Nar-kose gab. Einige Jahre später wurde neben Äther dann auch verstärkt Chloroform zur Narkose eingesetzt.
17 September 1964 - 1. Alleinflug einer Frau um die Erde
Jerrie Mock vollendet mit ihrer Cessna 180, die den Namen Spirit of Columbus trug, den ersten Alleinflug einer Frau um die Erde. Sie landet nach 29 Tagen, 11 Stunden und 59 Minuten wieder an ihrem Abflugort Columbus, Ohio. Alle Frauen, die vor ihr eine Weltumrundung im Alleinflug absolviert hatten, hatten dabei ihre Flugzeuge teilweise auf dem Schiff transportieren lassen, weil Teilstrecken zu lang oder zu gefährlich waren. Mock war die erste Frau, die die vollständige Weltumrundung im Flugzeug absolvierte.
21. Januar 1954 - das erste atomgetriebene U-Boot
In den USA läuft das erste U-Boot mit Atomantrieb vom Stapel: die "Nautilus", benannt nach dem legendären Unterseeboot aus Jules Vernes Roman "20.000 Meilen unter dem Meer". Den Bedenken wegen der Gefahren dieses Antriebes standen die technischen Vorteile entgegen, vor allem die lange Fahr- und auch Tauchzeit. Vier Jahre nach ihrem Stapellauf machte die "Nautilus" Schlagzeilen, als sie unter der Eiskappe des Nordpols hindurchtauchte.

Auf dem Kurs von Saint-James
in Paris veranstaltet der französische Publizist Fossier am 20. April 1887
das erste Autorennen der Welt. George Bouton
hatte mit einem Dampfdreirad der Marke "De Dion-Bouton-Trepardoux" auf der
Strecke von Paris nach Versailles und zurück auch den ersten Geschwindigkeitsrekord der Geschichte
von 26 km/h im Durchschnitt aufgestellt. Dies war der Beginn des Zeitalters,
in dem Geschwindigkeits-rekorde bzw. Wettrennen von Automobilen als guter
Test des Standes der Kraftfahrzeugtechnik genutzt werden konnten.
Die erste Autovermietung
wurde vom Pariser Automobilclub 1896 ins Leben gerufen. Sechs Fahrzeuge
standen inklusive Fahrer für 3 Francs pro Stunde oder 30 Francs am Tag
zum Verleih. Mit dieser Neuerung wollte der Club vor allem neue Interessenten
für das Autofahren gewinnen. Als Pionier der professionellen Autovermietung
gilt der US-Amerikaner Walter L. Jacobs. 1918 eröffnete er als 22 jähriger in Chicago mit 12
gebrauchten Ford T Wagen das erste Leihwagengeschäft. Nach fünf Jahren umfasste
seine Flotte bereits 565 Ford Automobile. Die Firma nannte er damals "Rent A Ford".
1923 wurde das Unternehmen von John D. Hertz gekauft. Hertz ist noch heute
der Name des weltweit größten Autovermieters.
Als erster Mensch durchschwamm Matthew Webb den Ärmelkanal. Der Kapitän startete in Dover und landete nach 21 Stunden und
35 Minuten in Calais an der französischen Küste. Die zurückgelegte Strecke
betrug 73 km. Einen ersten Versuch zwölf Tage zuvor musste er wegen eines schweren
Sturms abbrechen. Als er 1883 die Whirlpool Rapids unter den
Niagarafällen durchschwimmen wollte, kam er ums Leben. Seit Webbs Triumph
gab es 6200 bekannte Versuche, durch den Ärmelkanal zu schwimmen. Mehr als
470 Schwimmerinnen und Schwimmer waren über 600 mal erfolgreich. 1979 schaffte
es ein zwölfjähriger Junge, 1983 ein ebenfalls zwölfjähriges Mädchen.
Die weltweit erste Atombombe wurde am 16. Juli 1945 auf dem drei Jahre
zuvor eröffneten Trinity-Testgelände in Los Alamos im amerikanischen Bundesstaat
New Mexico um 05:29:45 Uhr gezündet. Die Explosion war das Ergebnis des "Manhattan Projects",
einer mehrjährigen wissenschaftlichen Forschungsreihe, die unter strengster
Geheimhaltung von einem Team um den bekannten Physiker J. Robert Oppenheimer
durchgeführt worden war. Die Explosion, die eine Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT besaß, hinterließ einen 3 m tiefen und 330 m breiten Krater in der Wüste. Die Druckwelle war 160 km weit zu spüren und die atombomben-typische Pilzwolke erreichte 12 km Höhe. Der Sand in der Explosionsumgebung schmolz wegen der großen Hitze zu grünlichem Glas. Um den Test zu verbergen, meldete das Militär, dass es sich um eine Explosion eines Munitionslagers gehandelt hätte und gab die Tatsache des Atombombentests erst am 6. August, also am Tag des Bombenabwurfs auf Hiroshima, bekannt. Vor dem Test wurde am 7. Mai eine Ladung von 100 Tonnen TNT gesprengt, um die Messgeräte zu kalibrieren. Bei dem Test waren 260 Personen anwesend, die 9 km von dem Detonationsort entfernt waren. Wenige Wochen später nach dem erfolgreichen Test
zerstörten Atombomben die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki und beendeten
den Zweiten Weltkrieg. Auch heute noch dient das Gelände bei Los Alamos
der wissenschaftlichen Forschung.
Als erster Mensch verließ der Kosmonaut Alexej Leonow eine Raumkapsel
im All und schwebte zehn Minuten in einer Entfernung von fünf bis zehn
Metern vom Raumschiff im Weltraum. Mit dieser Sensation unterstrich die Sowjetunion
ihren Vorsprung in der bemannten Raumfahrt vor den USA. Leonow hatte den Auftrag,
das Raumschiff durch die Luftschleuse zu verlassen. Ohne Stabilisierungsmöglichkeit
drehte er sich bald um die eigene Achse. Noch schwieriger war der Wiedereinstieg.
Der Raumanzug hatte sich durch das Vakuum ausgedehnt und nun passte Leonow
nicht mehr durch die Luftschleuse. Durch Druckreduzierung im Anzug gelang
ihm dann der Einstieg.
Der Franzose Louis
Blériot überquert als erster Mensch fliegend den 33 Kilometer breiten Ärmelkanal zwischen
Frankreich und Großbritannien. Mit seinem selbstgebauten Flugzeug "Blériot XI" braucht
er für die Strecke von Calais bis Dover 37 Minuten und 20 Sekunden, bei einer durchschnittlichen Flughöhe von 100 Metern. Blériot konnte damit den von der englischen Zeitung Daily Mail für die erste Kanalüberquerung ausgelobten Geldpreis von 1.000 Englischen Pfund, heute umgerechnet etwa 100.000 Euro, entgegennehmen. Dies war letztendlich die Lösung seiner finanziellen Probleme, da er praktisch sein ganzes Vermögen und auch das seiner Frau in seine Konstruktionen investiert hatte. Dieser
historische Flug leitete einen wahren Flugzeugboom ein. Über hundert Bestellungen für den Typ XI gingen unmittelbar nach dem Flug ein, hergestellt wurden letztlich insgesamt etwa 800 Stück. Blériot wurde somit zum ersten kommerziellen Flugzeughersteller.
Jerrie Mock vollendet mit ihrer Cessna 180, die den Namen Spirit of Columbus trug, den ersten Alleinflug einer Frau um die Erde. Sie landet nach 29 Tagen, 11 Stunden und 59 Minuten wieder an ihrem Abflugort Columbus, Ohio. Alle Frauen, die vor ihr eine Weltumrundung im Alleinflug absolviert hatten, hatten dabei ihre Flugzeuge teilweise auf dem Schiff transportieren lassen, weil Teilstrecken zu lang oder zu gefährlich waren. Mock war die erste Frau, die die vollständige Weltumrundung im Flugzeug absolvierte.