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1935 - Getränkedosen - USA
Am 24. Januar 1935 wurde in den USA zum ersten Mal Bier in Blechdosen abgefüllt. Die ungewöhnliche Verpackungsart setzte sich wegen der einfacheren Transportmöglichkeit und des Wegfalls von Pfandgebühren rasch durch. In Deutschland dauerte es aber noch einige Jahrzehnte, bis man auch hier das Dosenbier annahm.
1799 - Gasheizung - Philippe Lebon
Der französische Ingenieur Philippe Lebon meldete am 21. 9. 1799 das Patent für die erste Gasheizung der Welt, die aus gasbetriebenen Thermolampen bestand, an. Sie wurde nicht nur zum Heizen verwendet, sondern konnte auch gleichzeitig zur Beleuchtung eingesetzt werden. Lebons Erfindung bot nicht nur die Möglichkeit zur Fortentwicklung der Industrie, sondern auch eine neue Stufe des zivilisatorischen Fortschritts. Die Gasgewinnung galt als Symbol für ein philosophisches Prinzip: Die Aufklärung. Mit der künstlichen Beleuchtung wurde der Mensch unabhängig vom Tageslicht. Die Bevölkerung empfand die neuen Beleuchtungsmöglichkeiten zu-nächst nicht nur als Fortschritt, sondern fühlte sich teilweise sogar von ihnen bedroht.
910 n. Chr. - Geldscheine - in China
Die ältesten überlieferten Geldscheine stammen aus dem China des Vierzehnten Jahrhunderts.
Im europäischen Gebiet gab erstmalig die Bank von Stockholm im Jahr 1661 Geldscheine heraus. Um eine Panik unter der Bevölkerung wegen der Abwertung des Münzgeldes zu verhindern. Bereits zuvor war in Großbritannien die Entwicklung von Papiergeld erforscht und geplant worden. In Deutschland wurden mehr als vierzig Jahre später in Köln die ersten Banknoten heraus gegeben, kurz danach gefolgt von Paris. Während Europa das Papiergeld erst im Siebzehnten Jahrhundert entdeckte, war es in Asien als Zahlungsmittel schon seit langem bekannt.
1500 v. Chr. - Glasgefäße - In Ägypten
1792 - Guillotine - Antoine Louis † 20. Mai 1792 - französischer Mediziner
Kurze Zeit vor seinem Tode hatte Louis sich, zusammen mit Joseph-Ignace Guillotin, an der Konstruktion der den Namen des Letzteren tragenden Hinrichtungsmaschine beteiligt. Der Henker von Paris, Charles Henri Sanson, drängte auf eine baldige Lösung, um die Leiden der Hinzurichtenden zu mildern. So wandte man sich an den Professor für Chirurgie und Leibarzt des Königs, Antoine Louis, ein derartiges Tötungsinstrument à la Guillotin zu entwerfen. Dieser kannte die von Sanson angesprochene Problematik und schickte sich sofort an, eine entsprechende Lösung zu erarbeiten. Am 17. März 1792 legte Louis seinen Entwurf vor, der das Fallbeil von Halifax zum Vorbild nahm. Am 20. März 1792 wurde ein Gesetz erlassen, das in Frankreich die Vollstreckung der Todesstrafe einzig mittels einer derartigen Maschine anordnete. Die Guillotine war also keine Erfindung der Französischen Revolution, sondern eine moderne Weiterentwicklung vergangener Hinrichtungsapparaturen, wie sie bereits in Italien, Schottland, England und Deutschland verwendet worden waren.
Nach der Anleitung von Guillotin und unter Aufsicht von Sanson wurde ein Prototyp von dem deutschen Handwerker und Cembalobauer Tobias Schmidt entwickelt, dessen Werkstatt in Paris befand. Graf Pierre-Louis Roederer erhielt sodann den Auftrag, die Maschine erbauen zu lassen. Die ersten Versuche wurden an lebenden Schafen vollzogen. Am 15. April 1792 wurden erstmals drei menschliche Leichname vor Mitgliedern der Assemblée Constituante und den Ärzten Pierre-Jean-Georges Cabanis, Philippe Pinel, Cullerier, Antoine Louis und Guillotin geköpft. Das halbmondförmige Fallbeil wurde von Louis als mangelhaft empfunden und anschließend durch eine abgeschrägte Schneide ersetzt. Am 25. April 1792 fand die erste öffentliche Hinrichtung statt, bei der Guillotine zum Einsatz kam. Der zum Tode Bestrafte hieß Nicolas Jacques Pelletier und war dafür verurteilt worden, einem Straßenpassanten unter Anwendung von Stockhieben die Brieftasche geraubt zu haben. Am Ende soll sich die gaffende Menge über das ungewöhnlich zügige Tempo der Hinrichtung enttäuscht gezeigt und in einem Spottlied gefordert haben, ihr den vertrauten hölzernen Galgen zurückzugeben: "Rends-moi ma potence en bois, / Rends-moi ma potence!". Dennoch wies die Maschine im Detail noch zahlreiche technische Gebrechen auf, weshalb ihr Erbauer Schmidt kein Patent vom Minister des Inneren erhielt. Im Volksmund erhielt die Maschine den Namen „Louison“ bzw. „Louisette“ nach dem Leibarzt des Königs. Erst die royalistische Zeitung Actes des Apôtres setzte die Umbenennung in „Guillotine“ durch.
1878-1879 - Glühbirne - Joseph Swan und Thomas Alva Edison
1989 - Global Positioning System - US-Verteidigungsministerium
3. Juni 1492 - Weltglobus - Martin Beheim
Der Nürnberger Kaufmann und Geograf Martin Beheim (1459-1507) stellte am Vorabend der Entdeckung Amerikas am 3.6.1492 den ersten realistischen Weltglobus vor. Beheim schuf den Globus auf Veranlassung der Nürnberger Ratsherren unter Mitarbeit des Miniaturmalers Glockendon. Der "Erdapfel" wurde aus Pappe und Gips gefertigt und mit Pergament überzogen. Das Abbild der Welt basierte auf den Koordinaten der erforschten Gebiete Europas, Asiens und Afrikas. Dieser älteste erhaltene Globus wird heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt. Aus Sicherheits-gründen ist er jedoch in einem abgedunkelten, der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Raum untergebracht.
1914 - Gasmaske - Garrett Morgan
Der US-amerikanische Erfinder Garrett Morgan erhält am 13. Oktober ein Patent auf die Gasmaske. Schon 1912 hatte er mit anderen Geschäftsleuten zusammen die National Safety Device Company gegründet, die sein auf dem Patent basierendes Modell Morgan National Safety Hood nun herstellte.
Noch im Oktober 1914 demonstrierte er die Wirksamkeit seiner Maske, indem er 20 Minuten in einem durch verbrannten Teer, Schwefel, Formaldehyd und Dung verqualmten Zelt verbrachte. Dabei gab er sich als ein indianischer Ureinwohner, Big Chief Mason aus, damit seine Erfindung nicht unter der Diskriminierung gegen Schwarze zu leiden hatte. Im 1. Weltkrieg kamen Gasmasken nach Morgans Vorbild zum Einsatz. Modelle aus dem Ersten Weltkrieg waren aus imprägnierten Stoff gefertigt und hatten oft keinen Filter oder waren lediglich mit einem Baumwollfilter bestückt. Im weiteren Kriegsverlauf wurden chemikalienabsorbierende Materialien eingesetzt. Außerdem wurden spezielle Masken für Pferde entwickelt, die im Ersten Weltkrieg noch eine wichtige Rolle spielten.
21. April 1989 - Game Boy - Gunpei Yokoi
Nintendo bringt in Japan die von Gunpei Yokoi entwickelte Handheld-Konsole Game Boy auf den Markt, die sich in der Folge zu einem weltweiten Millionenseller entwickelt. Das vom Russen Alexei Paschitnow erfundene Spiel Tetris ist im Lieferumfang enthalten das damit zu dem meistverkauften Computerspiel aller Zeiten wurde. Im Laufe der darauf folgenden Jahre wurden hunderte verschiedene Spiele für den Game Boy hergestellt. Beliebte Spiele waren unter anderen die Donkey-Kong-, Zelda-, Pokémon- und Super-Mario-Serien.
1966 - Gelbe Karte und Rote Karte beim Fußball
Kreitlein leitete bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England das Viertelfinale von Gastgeber England gegen Argentinien. Das Spiel war schon in der Anfangsphase aggressiv, sodass Kreitlein bereits drei Argentinier und zwei Engländer verwarnt hatte, als er in der 35. Minute Argentiniens Kapitän Antonio Rattín vom Platz stellte. Dieser war hinter ihm hergelaufen und hatte ihn angebrüllt. Kreitlein deutete dies, obwohl er kein Spanisch verstand, als Beleidigung. „Er habe das vom Gesichtsausdruck abgelesen, sagte der deutsche Schiedsrichter später.“ Rattin, der kein Deutsch und Englisch sprach, hatte jedoch lediglich einen Dolmetscher gefordert und weigerte sich, das Spielfeld zu verlassen. Englische Polizisten mussten den Spieler vom Platz führen.
Nach dem Spiel befand sich der britische Betreuer der Schiedsrichter Ken Aston auf dem Weg zum Hotel, als er an einer Ampel halten musste. Er hatte die Idee, dass rote und gelbe Karten ein internationales Mittel der Verständigung im Fußball sein könnten und besprach sie am nächsten Tag mit Kreitlein. Der legte den Vorschlag der FIFA vor, die ihn annahm und 1970 umsetzte.

Kurze Zeit vor seinem Tode hatte Louis sich, zusammen mit Joseph-Ignace Guillotin, an der Konstruktion der den Namen des Letzteren tragenden Hinrichtungsmaschine beteiligt. Der Henker von Paris, Charles Henri Sanson, drängte auf eine baldige Lösung, um die Leiden der Hinzurichtenden zu mildern. So wandte man sich an den Professor für Chirurgie und Leibarzt des Königs, Antoine Louis, ein derartiges Tötungsinstrument à la Guillotin zu entwerfen. Dieser kannte die von Sanson angesprochene Problematik und schickte sich sofort an, eine entsprechende Lösung zu erarbeiten. Am 17. März 1792 legte Louis seinen Entwurf vor, der das Fallbeil von Halifax zum Vorbild nahm. Am 20. März 1792 wurde ein Gesetz erlassen, das in Frankreich die Vollstreckung der Todesstrafe einzig mittels einer derartigen Maschine anordnete. Die Guillotine war also keine Erfindung der Französischen Revolution, sondern eine moderne Weiterentwicklung vergangener Hinrichtungsapparaturen, wie sie bereits in Italien, Schottland, England und Deutschland verwendet worden waren.
Nach der Anleitung von Guillotin und unter Aufsicht von Sanson wurde ein Prototyp von dem deutschen Handwerker und Cembalobauer Tobias Schmidt entwickelt, dessen Werkstatt in Paris befand. Graf Pierre-Louis Roederer erhielt sodann den Auftrag, die Maschine erbauen zu lassen. Die ersten Versuche wurden an lebenden Schafen vollzogen. Am 15. April 1792 wurden erstmals drei menschliche Leichname vor Mitgliedern der Assemblée Constituante und den Ärzten Pierre-Jean-Georges Cabanis, Philippe Pinel, Cullerier, Antoine Louis und Guillotin geköpft. Das halbmondförmige Fallbeil wurde von Louis als mangelhaft empfunden und anschließend durch eine abgeschrägte Schneide ersetzt. Am 25. April 1792 fand die erste öffentliche Hinrichtung statt, bei der Guillotine zum Einsatz kam. Der zum Tode Bestrafte hieß Nicolas Jacques Pelletier und war dafür verurteilt worden, einem Straßenpassanten unter Anwendung von Stockhieben die Brieftasche geraubt zu haben. Am Ende soll sich die gaffende Menge über das ungewöhnlich zügige Tempo der Hinrichtung enttäuscht gezeigt und in einem Spottlied gefordert haben, ihr den vertrauten hölzernen Galgen zurückzugeben: "Rends-moi ma potence en bois, / Rends-moi ma potence!". Dennoch wies die Maschine im Detail noch zahlreiche technische Gebrechen auf, weshalb ihr Erbauer Schmidt kein Patent vom Minister des Inneren erhielt. Im Volksmund erhielt die Maschine den Namen „Louison“ bzw. „Louisette“ nach dem Leibarzt des Königs. Erst die royalistische Zeitung Actes des Apôtres setzte die Umbenennung in „Guillotine“ durch.
Noch im Oktober 1914 demonstrierte er die Wirksamkeit seiner Maske, indem er 20 Minuten in einem durch verbrannten Teer, Schwefel, Formaldehyd und Dung verqualmten Zelt verbrachte. Dabei gab er sich als ein indianischer Ureinwohner, Big Chief Mason aus, damit seine Erfindung nicht unter der Diskriminierung gegen Schwarze zu leiden hatte. Im 1. Weltkrieg kamen Gasmasken nach Morgans Vorbild zum Einsatz. Modelle aus dem Ersten Weltkrieg waren aus imprägnierten Stoff gefertigt und hatten oft keinen Filter oder waren lediglich mit einem Baumwollfilter bestückt. Im weiteren Kriegsverlauf wurden chemikalienabsorbierende Materialien eingesetzt. Außerdem wurden spezielle Masken für Pferde entwickelt, die im Ersten Weltkrieg noch eine wichtige Rolle spielten.
Nintendo bringt in Japan die von Gunpei Yokoi entwickelte Handheld-Konsole Game Boy auf den Markt, die sich in der Folge zu einem weltweiten Millionenseller entwickelt. Das vom Russen Alexei Paschitnow erfundene Spiel Tetris ist im Lieferumfang enthalten das damit zu dem meistverkauften Computerspiel aller Zeiten wurde. Im Laufe der darauf folgenden Jahre wurden hunderte verschiedene Spiele für den Game Boy hergestellt. Beliebte Spiele waren unter anderen die Donkey-Kong-, Zelda-, Pokémon- und Super-Mario-Serien.