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Chronologische Weltgeschichte - Die Jahre 1961 - 1970

1961

Bewaffnete Exilkubaner versuchen mit Hilfe der CIA als Maßnahme gegen die Revolution unter Fidel Castro, eine Invasion in der kubanischen Schweinebucht. Sie hatten sich die Unterstützung desertierender kubanischer Truppen erhofft. Die aber blieb aus. Die Invasion in der Schweinebucht scheiterte und wurde zu einer internationalen Blamage für die USA. Im Weltsicherheitsrat kam es zu Debatten um die Rechtmäßigkeit des Angriffs. Kuba scheiterte jedoch mit seinem Antrag, die USA als Aggressor zu verurteilen, am Vetorecht der USA. Die gescheiterte Invasion war nicht nur ein militärisches, sondern vor allem ein politisches Debakel für die Vereinigten Staaten. Neben scharfer Kritik im In- und Ausland und dem verlorenen Vertrauen in die nur 90 Tage alte Regierung unter John F. Kennedy führte sie zur Stärkung Castros und der kubanischen Revolution. Befürchtungen eines zweiten Invasionsversuches sorgten letztendlich auch für die zunehmende Annäherung Kubas an die Sowjetunion bis zur Eskalation in der Kubakrise 1962.

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14. November - Mit der 60jährigen CDU-Politikerin Elisabeth Schwarzhaupt wird zum ersten Mal eine Frau als Bundesministerin vereidigt. Sie erhält das Gesundheitsressort, das seitdem fast ausschließlich von Frauen geführt wird.

 

Zentrales politisches Ereignis dieses Jahres ist der Bau der Berliner Mauer. Mit ihrer totalen Abriegelung will die DDR den stark angestiegenen Strom von Flüchtlingen in den Westen beenden. Bereits im März hatte die SED mit Walter Ulbricht bei einer Warschauer-Pakt-Sitzung die Schließung der Grenzen nach Westberlin gefordert, stieß aber auf Ablehnung, weil dies den angestrebten Plänen zur Wiedervereinigung entgegenstand. Erst am 5.8. kann er sich auf einem neuerlichen Treffen mit dem Argument durchsetzen, die DDR verliere ihre wirtschaftliche Basis durch die zunehmende Fluchtbewegung.
15. August - Conrad Schumann bewachte an der Kreuzung zwischen Ruppiner Straße und Bernauer Straße die Berliner Mauer, die damals seit zwei Tagen stand. An dieser Stelle bestand die Absperrung aus niedrigen Stacheldrahtrollen. Schumann nahm die Gelegenheit wahr und sprang über den Stacheldraht. Noch im Sprung streifte er den Schulterriemen seiner Maschinenpistole ab, um sie fallenzulassen, und rannte weiter in einen zehn Meter entfernt stehenden Polizeiwagen, dessen offenstehende Tür als Schutz ihn ermutigt hatte, das Wagnis einzugehen. Peter Leibing, ein Fotograf, schoss das berühmt gewordene Foto im Moment des Sprunges. Dieses Bild wurde zu einem der bekanntesten Bilder des Kalten Krieges. Die Szene wurde auch aus gleicher Perspektive als Film aufgenommen.

 

Das erste (west-) deutsche Kernkraftwerk in Grundremmingen geht versuchsweise ans Netz.

Gagarin

12.4. Die Russen gewinnen mit Juri Gagarin (*9.4.1934, +27.3.1968, bei einem Flugzeugabsturz) als erstem Menschen im All den Wettlauf in den Weltraum gegen die Amerikaner. Die Flugzeit für die einmalige Erdumkreisung der WOSTOK-Rakete beträgt 1,8 Std.

 

5.5. Der erste Amerikaner im Weltraum ist Alan Shepard jr., sein ballistischer Flug mit MERCURY-FREEDOM 7 dauert 15 min.

 

21.7. Virgil I. Grissom ist mit seinem 16-min Flug der zweite Amerikaner im All.

6.8. Die Russen führen die Amerikaner erneut in der Raumfahrt vor, als der Kosmonaut German Stephanowitsch Titow die Erde in 25,6 Std 17mal umrundet.

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1. November - In Deutschland wird mit vierstelligen Postleitzahlen das weltweit erste vollständige Postleitzahlensystem eingeführt. Sie erstzen die seit 1941 verwendeten 2 stelligen Zahlencodes. Zum ersten Mal wurde 1853 von der Postverwaltung der Thurn und Taxis mit Hilfe von Ringnummernstempeln ermöglicht, Orte aus einem Zahlencode zu erkennen. Carl Bobe gliederte 1917 Deutschland in Großräume, regionale Bereiche und örtliche Bereiche in einem Organisationsschema. Am 5. Juli 1941 wurde von der Reichspost die Einführung von "Päckchenleitgebieten" bekannt gegeben. Diese wurden durch 2-stellig, numerische PLZ gekennzeichnet, z. B. 21 für die Provinz Westfalen; unterteilt in 21a für Nordwestfalen und 21b für Südwestfalen. Allgemein verbindlich im zivilen Postverkehr eingeführt wurden die Postleitzahlen mit 32 Leitgebieten am 19. Oktober 1943 mittels einer "Anweisung für den Briefverteildienst". Das Neue 4-stellige System ging nach dem 2. Weltkrieg von einem geeinten Deutschland aus und reservierte die Bereiche 1000 bis 1999 und 9000 bis 9999 für den Osten Deutschlands. Daher wurden Postleitzahlen aus diesem Bereich nicht zugeteilt. Lediglich die 1000 wurde von Berlin -West benutzt. Zum 1. Januar 1965 führte die Post der DDR ein eigenes vierstelliges Postleitzahlensystem ein. Dieses war gänzlich anders strukturiert und natürlich einzig und allein auf die DDR zugeschnitten. Die beiden unterschiedlichen Systeme bedingten, dass viele Postleitzahlen in Ost und West doppelt existieren, was ab 1990 die Post vor das Problem stellte, dass im nun geeinten Deutschland zwei Postleitzahlensysteme existierten. Die Post entschied sich daher für eine beiden Seiten gerecht werdende, aber auch radikale Lösung: das heutige Postleitzahlensystem mit fünfstelligen Zahlen wurde am 1. Juli 1993 eingeführt, was eine Änderung aller Postleitzahlen mit sich brachte. Mit der Einführung des neuen Systems wurde auch den Briefzentren ermöglicht, die Briefe in nur 2 Sortiergängen den Zustellern zuzuführen. Im neuen System wurden die Zustellbezirke in die Postleitzahlen integriert. Zudem konnten Großempfänger nun auch eine eigene Postleitzahl erhalten.

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17. Dezember - Auf dem Breitscheidplatz am Kurfürstendamm in Berlin wurde der Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche eingeweiht. Das Original-Bauwerk war im November 1943 bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. In der Kirche wird auf verschiedenen Tafeln symbolhaft an die Schrecken und das Unrecht des Krieges Bezug genommen.

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1962

Am 16 Januar begannen in der Karibik die Dreharbeiten zu dem Action-Film "James Bond jagt Dr. No". Der Agententhriller sollte den Auftakt zur erfolgreichsten Filmserie der Kinogeschichte machen. Im ersten James Bond Film spielte Sean Connery die Rolle des charmanten Geheimagenten ihrer Majestät. Die Filme zeichnen sich durch aufwendige Filmtricks, schnelle Actionszenen und eine große Zahl schöner weibliche Darstellerinnen aus.

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In der Nacht auf den 17. Februar trifft eine schwere Sturmflut auf Norddeutschland, die allein im schwer betroffenen Hamburg über 315 Menschenleben fordert. Vor allem der Stadtteil Wilhelmsburg wurde durch Deichbrüche in Mitleidenschaft gezogen. Als Bombengeschädigte des Zweiten Weltkrieges wohnten die meisten Opfer hier noch in einstöckigen Behelfsheimen der dortigen Kleingartengebiete. Auslöser der Flut war das Sturmtief Vincinette über dem südlichen Nordpolarmeer, das in Richtung Deutsche Bucht zog. In den Seegebieten der nördlichen Nordsee traten Windgeschwindigkeiten jenseits des Messbereiches der damaligen Windmessgeräte auf. Am Mittag des 16. Februar wurde dann die deutsche Nordseeküste von einer ersten Sturmflut heimgesucht, die in den Strom- und Flussgebieten von Ems, Weser und Elbe sowie deren Nebenflüssen die von Sommerdeichen umgebenen Speicherpolder füllte. In den Mittagsstunden drehte der Sturm auf nordwestliche Richtungen und nahm weiter zu, so dass bei der dem Mittagshochwasser nachfolgenden Ebbe das Wasser nur unwesentlich fiel. In Bremen und Hamburg entsprach das gegen 20 Uhr eintretende Niedrigwasser etwa dem normalen Tidehochwasser. In den Flüssen wurde bereits in den späten Abendstunden ein sehr starkes Ansteigen der Wasserstände beobachtet. Gegen 21 Uhr mussten die Fähren an der Unterweser und Unterelbe ihren Betrieb einstellen. Erst zu diesem Zeitpunkt erkannte man bei den zuständigen Behörden in Hamburg die drohende Gefahr. Gegen Mitternacht wurden vielerorts die Kronen der noch nicht erhöhten Deiche erreicht und überströmt, wenig später brachen an der Elbe im Alten Land und in Hamburg die ersten Deiche an der Süderelbe. Der spätere Bundeskanzler Helmut Schmidt koordinierte als Hamburger Polizeisenator die Rettungsmaßnahmen. Noch in den Nachtstunden vom 16. auf den 17. Februar eilte er von einer Sitzung der Landesinnenminister in Berlin zurück nach Hamburg und übernahm in den frühen Morgenstunden die Koordination der Rettungsmaßnahmen. Nach den bis dahin eingegangenen Meldungen war zu befürchten, dass die Sturmflut allein in Hamburg mehrere tausend Tote gefordert habe bzw. fordern würde, wenn nicht schnellstmöglich auch militärische Hilfe in Anspruch genommen werde. Da Helmut Schmidt zuvor als Abgeordneter des Bundestages mit Verteidigungsangelegenheiten befasst war und die meisten Kommandierenden der NATO persönlich kannte, konnte er noch am Morgen des 17. Februar, obwohl verfassungsrechtlich nicht dazu befugt, NATO-Streitkräfte und hier insbesondere Pioniertruppen mit Sturmbooten sowie 100 Hubschrauber der Bundeswehr und der Royal Air Force anfordern, welche die ca. 25.000 zivilen Helfer u.a. des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerkes und der schon seit Beginn der Katastrophe im Dauereinsatz befindlichen Feuerwehren unterstützten. Als unmittelbare Folge der Sturmflut waren 318 Tote (davon 5 Helfer), zigtausende Obdachlose und etwa 6.000 zerstörte Gebäude zu beklagen. Knapp ein Sechstel des Hamburgischen Staatsgebietes (120 km²) stand unter Wasser, die Verkehrswege in Richtung Süden waren unterbrochen, die Grundversorgung eingeschränkt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa einer Dreiviertelmilliarde D-Mark. Der Stadtteil Waltershof wurde nach der Flut als Siedlungsort aufgegeben.

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20. Februar - An Bord der Mercury 6 startete John Glenn als erster US-amerikanischer Astronaut in den Weltraum. Der 40jährige Luftwaffenpilot umkreiste in rund fünf Stunden die Erde. Der Flug diente überwiegend der medizinischen Kontrolle des Astronauten. Nachdem die Automatik der Mercury-Raumkapsel versagt hatte, musste Glenn das Steuer manuell bedienen. Der US-Amerikaner war allerdings nicht der erste Mensch im Weltall: Bereits ein Jahr zuvor umrundeten zwei Russen, die Kosmonauten Jurij Gagarin und German Titow, in getrennten Missionen die Erde. 1998 nahm Glenn erneut an einer Weltraummission teil und gilt seitdem als ältester Mensch, der im Weltall gewesen ist.

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13. April - Im Haus Große Freiheit 39 im Hamburger Stadtteil St. Pauli eröffnet Manfred Weissleder den "Star-Club". In den sieben Jahren seines Bestehens gastieren dort zahlreiche Größen der Rockmusik. Mit ihm wurde eine völlig neue Ära der Tanz- und Musik-Lokale eingeläutet. Was niemand an dem Tag ahnte: Die junge und bisher unbekannte Band, die zur Eröffnung spielte, würde die Musik-Szene weltweit beeinflussen. Die Gruppe kam aus Liverpool und nannte sich "The Beatles". Nachher zog hier dann das sehr freizügige Nachtlokal Salambo ein. Das Gebäude, das anschließend lange Zeit brach lag, wurde schließlich 1987 nach einem Brand abgerissen.

Im Star-Club gastierten namhafte Rockgrößen wie Bill Haley, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Little Richard, Jimi Hendrix, Gerry and the Pacemakers, Black Sabbath, Ray Charles, Fats Domino und The Everly Brothers.

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19. Mai - Auf einer Geburtstagsgala für US-Präsident John F. Kennedy im Madison Square Garden in New York hat Marilyn Monroe ihren letzten Auftritt und singt ihre berühmte Interpretation von „Happy Birthday, Mr. President!“ zehn Tage vor dem eigentlichen Geburtstag vor laufenden Fernsehkameras und 15.000 Zuschauern. Aufgrund Monroes durchsichtig wirkenden Kleides und ihrer lasziven Stimme leistete sie den Gerüchten um ihre mutmaßliche Affäre mit Kennedy Vorschub.

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12. Juli - The Rolling Stones werden offiziell bei ihrem ersten Auftrittim Marquee Club in London gegründet. Die Band zählt zu den langlebigsten und kommerziell erfolgreichsten Gruppen in der Rockgeschichte. Ende Oktober 1961 trafen sich Mick Jagger und Keith Richards auf dem Bahnsteig in Dartford in der Grafschaft Kent. Die beiden kannten sich aus früheren Schuljahren. Jagger trug Schallplatten von Chuck Berry und Muddy Waters unter dem Arm, und sie stellten fest, dass sie die Begeisterung für diese Künstler teilten. Sie verabredeten sich, um Musik zu hören und Rock ’n’ Roll und Blues zu spielen. Mit ihrer ersten gemeinsamen Band übten sie in den Hinterzimmern der elterlichen Wohnungen und nannten sich „Little Boy Blue and the Blue Boys“ Einer der Blue Boys war Dick Taylor, der später Mitbegründer der Band The Pretty Things war.Logo Im März 1962 besuchten Mick Jagger und Keith Richards erstmals einen Jazzclub in Ealing, in dem der Bluesmusiker Alexis Korner mit seiner Band Blues Incorporated auftrat. Am 7. April 1962 jammten sie auf der Bühne des Jazz-Clubs in Ealing mit Alexis Korner. Über Korner lernten sie den aus Cheltenham stammenden Gitarristen Brian Jones kennen. Im Juni 1962 bemühte er sich intensiv darum, zusammen mit dem Pianisten Ian Stewart eine eigene Band zu gründen. Er sprach mit Mick Jagger, der Interesse bekundete, in die Band einzusteigen, sofern seine Freunde aus Dartford Keith Richards und Dick Taylor auch dabei wären. Dagegen gab es keine Einwände, so dass sie sich daran machten, ein Repertoire von R&B-Songs einzuüben. Brian Jones hatte sich beim Namen Rolling Stones durch die Zeile „I’m a rollin’ stone“ im Muddy-Waters-Blues Mannish Boy aus dem Jahr 1956 inspirieren lassen. Alexis Korners Blues Incorporated spielten inzwischen zweimal wöchentlich im Londoner Marquee Club. Aufgrund eines Aufnahmetermins bei der BBC mussten sie einen für Donnerstag, den 12. Juli 1962 vereinbarten Auftritt absagen. Als Ersatz vermittelte Alexis Korner die Band um Brian Jones. In der Besetzung Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Dick Taylor, Ian Stewart und Tony Chapman kamen die Rolling Stones deshalb an diesem Abend zu ihrem ersten Auftritt im Marquee Club.

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Bereits einen Tag nach Auslieferung stürzt am 19.6. der erste der 1956 bei der US Firma Lockheed bestellten Starfighter ab. Weitere vier Abstürze folgen (von insgesamt über 250 in der Geschichte dieses Flugzeugtyps).

Das erste Todesopfer an der Berliner Mauer ist am 17.8. zu beklagen. Bei einem Fluchtversuch wird Peter Fechtner angeschossen. Sein Leben hätte vermutlich gerettet werden können, wenn man ihn nicht stundenlang im Todesstreifen hätte liegen und verbluten lassen.

 

Der erste Industrieroboter wird von UNIMATION vermarktet.

 

13. April - Im Haus Große Freiheit 39 im Hamburger Stadtteil St. Pauli eröffnet Manfred Weissleder den "Star-Club". In den sieben Jahren seines Bestehens gastieren dort zahlreiche Größen der Rockmusik. Mit ihm wurde eine völlig neue Ära der Tanz- und Musik-Lokale eingeläutet. Was niemand an dem Tag ahnte: Die junge und bisher unbekannte Band, die zur Eröffnung spielte, würde die Musik-Szene weltweit beeinflussen. Die Gruppe kam aus Liverpool und nannte sich "The Beatles". Wegen Qualitätsmängeln der Gruppe lehnt die Firma DECCA einen Vertrag und Schallplattenaufnahmen ab. Nach der Schließung 1969, zog in das Gebäude des Star Club's dann das sehr freizügige Nachtlokal Salambo ein. Das Gebäude wurde schließlich 1987 nach einem Brand abgerissen. An der Stelle steht heute ein Gedenkstein. Im Star-Club gastierten namhafte Rockgrößen wie Bill Haley, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Little Richard, Jimi Hendrix, Gerry and the Pacemakers, Black Sabbath, Ray Charles, Fats Domino und The Everly Brothers.

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21. Juli - Der US-amerikanische Nachrichten- und TV-Satellit "TELSTAR", der sich seit zehn Tagen in der Umlaufbahn der Erde befand, übertrug erstmals Fernsehbilder zwischen den USA und Frankreich. Angetrieben wurde der von den "Bell Telephone Laboratories" hergestellte Satellit durch 3600 Solarzellen. Er umrundete die Erde alle zwei Stunden und befand sich wie vorherige Satelliten in einer relativ geringen Höhe von 3000 Meilen. Die Umlaufgeschwindigkeit des Satelliten begrenzte seine Nutzung als Relais-Station. Die Lösung war der Satellit "Syncom II", der die Erde in einer Höhe von 22.300 Meilen umkreiste. Mit "Intelsat 1" folgte drei Jahre nach "TELSTAR" der erste kommerziell-genutzte Satellit.

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17. August - Um etwa 14:15 Uhr, gut ein Jahr nach Errichtung der Berliner Mauer, versuchte der 18-jährige Maurergeselle Fechter zusammen mit seinem 18-jährigen Freund und Arbeitskollegen Helmut Kulbeik, die Mauer in der Zimmerstraße in unmittelbarer Nähe des Checkpoints Charlie zu überklettern. Während Kulbeik dies gelang, wurde Fechter vor den Augen etlicher Zeugen noch auf der Mauer ohne Vorwarnung von mehreren Schüssen durch die Schützen Rolf F. (damals 26 Jahre), Erich S. (damals 20 Jahre) und einem dritten Schützen getroffen, fiel zurück auf Ost-Berliner Gebiet und blieb bewegungs-unfähig fast eine Stunde im Todesstreifen liegen. Peter Fechter begann laut um Hilfe zu schreien, so dass sich bald auf beiden Seiten der Mauer eine Menschenansammlung bildete. Auf der Ostseite wurde sie umgehend von Ordnungskräften zerstreut, und auch auf der Westseite wurde ein beträchtliches Aufgebot der Polizei zusammengezogen. Die Polizisten warfen Fechter zwar Verbandspäckchen zu, konnten sich aber nicht dazu durchringen, einzuschreiten. Weder die DDR-Grenzer noch die am Checkpoint Charlie diensthabenden US-amerikanischen Soldaten kamen ihm zu Hilfe, obwohl eine immer größer werdende Menschenmenge auf der Westseite sie lautstark dazu aufforderte. Peter Fechter verblutete und starb nach etwa einer Stunde. Begleitet von wütenden Mörder-Rufen holten ihn schließlich Grenzsoldaten der DDR aus dem Todesstreifen.

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John F. Kennedy wird über die sowjetischen SS4-Mittelstreckenraketen auf Kuba informiert – Die Welt steht vom 16. bis 28. Oktober wegen der Kuba-Krise am Rande eines Atomkrieges. Amerikanische Luftaufklärung und andere CIA-Aktionen ergaben eindeutig, dass die UdSSR gegen die USA gerichtete Raketen und andere Angriffswaffen auf Kuba installiert. US Präsident Kennedy veranlasst eine totale Blockade der Insel und legt der Öffentlichkeit die Beweise der US Aufklärung vor. Die Vermittlung der UNO und des Vatikans führen nach Schriftwechsel zwischen Kennedy und Chruschtschow zum Einlenken beider Seiten. Die UdSSR wird die Raketenbasen demontieren, die USA verpflichten sich, Kuba nicht anzugreifen.

Gestorben

4.8.: die Filmschauspielerin Marilyn Monroe (bürgerl. Norma Jean Baker, Selbstmord, *1926);nach Oben

 

1963

Die Beatles werden am 16. Februar zum ersten Mal Nummer eins der britischen Hitliste mit ihrer zweiten Single "Please Please Me". Am Ende des Jahres sind die vier Pilzköpfe mit insgesamt 7 Titeln in der Top Twenty der britischen Hitparade vertreten. Der Song wurde am 26.11.1962 in den Abbey-Road-Studios in London aufgenommen und von Parlophone-Records am 11. Januar 1963 als Single veröffentlicht. Nach dem grossen Erfolg des Songs erscheint im März das gleichnamige Album u.a. mit der ersten Parlophone-Single "Love Me Do". Der Song, von John Lennon und Paul McCartney gemeinsam geschrieben, variiert in nur wenigen Textzeilen ein Gespräch mit und über die Liebe.

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Mandela

 

21. Februar - Bei einer Razzia auf die Liliesleaf Farm im Johannesburger Township Rivonia (Südafrika) werden viele führende Mitglieder des African National Congress, unter ihnen Nelson Mandela, festgenommen.

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1. März - Die weltweit erste Lebertransplantation an einem Menschen nimmt der US-Chirurg Thomas Starzl in Denver vor. Der Patient, ein dreijähriger Junge mit einem angeborenen Fehlen der Gallengänge, verstarb jedoch während der Operation an Blutverlust infolge unkontrollierbarer Gerinnungstörungen. Erst 1967 gelang ihm die erste wirklich erfolgreiche Transplantation mit einer Überlebensdauer des Patienten von mehr als einem Jahr. Leberverpflanzungen sind chirurgisch sehr aufwendig, weil durch sie die großen Venen des Körpers führen, die Beine also auf Umwegen mit Blut versorgt werden müssen, solange das kranke Organ entfernt ist. Gut ein Drittel des Leberersatzes in Deutschland, bei rund 1500 Transplantationen jährlich, wird für Alkoholkranke gebraucht, mit weitem Abstand gefolgt von Krebspatienten. Am 19. Juni 1969 nahm Alfred Gütgemann am Universitätsklinikum Bonn erstmals eine solche Operation in Deutschland vor. 1989 hat Christoph Broelsch die erste erfolgreiche Lebendtransplantation einer Leber durchgeführt. Übrigens:Kein anderes inneres Organ kann sich selbst so regenerieren. In sechs bis acht Monaten wächst eine Leber wieder vollständig nach, die zu 80 Prozent entfernt worden war.

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1. April - Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) startet nach mehreren Tagen mit Versuchssendungen in Mainz offiziell sein bundesweites Fernsehprogramm. Nachdem das Bundesverfassungsgericht im 1. Rundfunk-Urteil vom 28. Februar 1961 das sogenannte „Adenauer-Fernsehen“, die Deutschland-Fernsehen GmbH, untersagt hatte und die volle Rundfunkkompetenz den Ländern zusprach, beschlossen die Länder im März 1961 unabhängig von den bisherigen Anstalten, eine zentrale gemeinnützige Fernsehanstalt des öffentlichen Rechts zu gründen. Am 6. Juni 1961 trat der Staatsvertrag über „eine gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Namen: Zweites Deutsches Fernsehen“ als zwölfte Rundfunkanstalt zum 1. Januar 1962 in Kraft. Bei der Aufsicht über das ZDF wechseln sich die Länder in zweijährigen Perioden ab. Der Sitz des Senders ist Mainz. Als Sendebeginn war der 1. Juli 1962 vorgesehen, der sich jedoch verzögerte. Die erste Versuchssendung strahlte das ZDF in der Nacht vom 19. auf den 20. März 1963 über den Sender Feldberg aus; die zweite Versuchssendung in der Nacht vom 26. auf dem 27. März über alle Sender der Kette. Zu diesem Zeitpunkt konnten 61 % der Fernsehteilnehmer erreicht werden. Offizieller Sendebeginn des ZDF war der 1. April 1963.

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21. Juni - Der Mailänder Erzbischof Giovanni Battista Montini wurde in Rom zum Papst Paul VI. gewählt. Er folgte Johannes XXIII. auf den Heiligen Stuhl. Paul VI. war der erste Papst, der weltweite Auslandsreisen unternahm.

 

1. September - Der "Heiße Draht" zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion wird in Betrieb genommen. Über diese Fernschreibleitung sollen, aufgrund der Erfahrungen der Kubakrise, im Krisenfall direkte Kontakte zur Verhinderung eines Krieges aufgenommen werden. Die Leitung läuft über London, Kopenhagen, Stockholm und Helsinki 1966 folgte eine Verbindung mit Frankreich, 1967 mit Großbritannien. Sie soll friedensgefährdende Missverständnisse zu verhindern helfen. Erster Einsatz: Nach der Installation wurde die Verbindung mit der Sowjetunion die ersten vier Jahre nicht verwendet. Robert McNamara, damaliger Verteidigungsminister der USA, beschrieb den ersten Einsatz des roten Telefons in seinen Erinnerungen: Wenige Stunden nach Ausbruch des Sechstagekrieges erhielt er am 5. Juni 1967 gegen acht Uhr morgens Ortszeit im Pentagon einen Anruf des diensthabenden Generals. Dieser teilte dem erstaunten Verteidigungsminister mit, dass der sowjetische Ministerpräsident Kossygin Präsident Lyndon B. Johnson zu sprechen wünsche. McNamara wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass die Leitungen des Fernschreibers unter seinem Büro endeten. Nachdem er den Präsidenten geweckt und informiert hatte, wurde die Verbindung für die Dauer des Krieges mehrfach verwendet. Das "Rote Telefon" diente im Laufe der Jahre zur Entschärfung mehrerer Krisen und wird auch heute noch zur direkten Kommunikation zwischen verschiedenen Regierungen genutzt.

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Porsche 90112. September - Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main wird der Porsche 901 als Nachfolger des Porsche 356 vorgestellt. Dieser muss ein Jahr später wegen den Markenrechten von Peugeot, in Porsche 911 umbenannt werden. (Peugeot hat sich die Rechte an allen dreiziffrigen Typbezeichnungen für Automobile mit einer Null in der Mitte schützen lassen)

nach Oben Bild: Public Domain

 

20. September - In Deutschland hatte der Thriller "Die Vögel" ("The Birds") von Alfred Hitchcock Premiere. In den Hauptrollen sind Tippi Hedren und Rod Taylor zu sehen. Der Film handelt vom idyllischen Küstenort Bodegan Bay, der von aggressiver Vögeln angegriffen wird. Die Einwohner und Einwohnerinnen werden in Angst und Schrecken versetzt. Hitchcock bewies in diesem Film einmal sein Können, bedrohliche Szenarien zu gestalten. Durch seinen Kunstgriff, als friedlich bekannte Vögel kreischend auf entsetzte Menschen stürzen zu lassen, lässt er jedes
alltägliche Requisit in diesem Film unversehens doppeldeutig und bedrohlich erscheinen. Hitchcock kombinierte für einzelne Szenen mehrere Dutzend verschiedener Trickverfahren.

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Die Russische Kosmonautin. Valentina Vladimirovna Tershkova flog als erste Frau in den Weltraum. Sie startete mit dem Raumschiff Vostok 6 zu einem 71stündigen Flug, bei dem sie die Erde 48mal umkreiste. Die Textilarbeiterin und Amateur-Fallschirmspringerin wurde mit drei anderen Frauen für ein spezielles "Frauen im Weltraum-Programm" ausgewählt. In der sowjetischen Luftwaffe erhielten sie eine Kampfausbildung. Am Ende ihrer Mission erhielt Tershkova die Auszeichnung "Held der Sowjetunion". Sie flog nie wieder ins All, wurde aber zu einer Sprecherin der Sowjetunion. In dieser Funktion bekam sie die "Goldmedaille für den Frieden" der Vereinten Nation. 1963 heiratete Tereshkova den Kosmonaten Andrian Nikolayev.

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Der CDU-Politiker Ludwig Erhard wird zum Bundeskanzler gewählt. Wirtschafts-Professor Erhard war einer der Väter der sozialen Marktwirtschaft und hatte sich zuvor schon als Leiter der Sonderstelle Geld und Kredit an der Währungsreform beteiligt. Bundestag wählte mit 279 von 484 Stimmen Ludwig Erhard zum neuen Kanzler.

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17. November - Über dem Silltal in Innsbruck wurde die Europa-Brücke eröffnet. Sie ist mit 192 m die höchste Pfeiler Brücke Europas. Sie wurde in der Zeit von 1960 bis 1963 errichtet. Mit einer Länge von 815 m stellt sie das Verbindungsglied der Transitstrecke zwischen Norden und Süden dar. Der Ausbau der Brenner-Autobahn sollte eigentlich den Straßenverkehr entlasten und Staus auf ein Minimum reduzieren. Die ständige Befahrung der Route durch LKWs und der alljährliche Urlaubsverkehr führte aber zum Gegenteil.

 

17. November - Spektakuläre Rettungsaktion in Abu Simbel. Die ägyptischen Felsentempel von Abu Simbel (1290-1224 v. Chr.) drohen durch den Bau des Assuanstaudammes zu versinken. Die Essener Firma Hochtief erhält den spektakulärsten Rettungsauftrag in der Geschichte der Archäologie: die Felsentempel werden mit speziell entwickelten Steinsägen zerlegt und 65 m über ihrem bisherigen Standort wieder aufgebaut.

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Zwischen den Regierungschefs der USA und der UdSSR wird eine direkte Fernschreibleitung installiert, um in Krisensituationen sofort unmittelbar in Kontakt treten zu können ("Heißer Draht").

Die USA, die UdSSR und Großbritannien unterzeichnen einen Vertrag über den Stop von Atomwaffentests in der Atmosphäre, unter Wasser und im Weltraum (nicht unter der Erde).

 

28. August - Die Bürgerrechtsbewegung gegen die Diskriminierung Schwarzer erlebt in den USA im August mit dem Marsch von 200.000 Demonstranten nach Washington D C einen Höhepunkt. Wortführer der Demonstranten ist Pastor Martin Luther King jr. Hier hielt King seine wohl bekannteste Rede I Have a Dream. Nach dem Marsch auf Washington begann FBI-Chef Hoover intensiv, King und andere Bürgerrechtler zu bespitzeln.

 

Im Rahmen seiner Europareise kommt US-Präsident Kennedy zu einem viertägigen Besuch in die BRD, auf dem er auch Berlin besucht. Seine Grundsatzreden zur Machtverteilung in der Welt finden großen Beifall, sein Verhältnis zur geteilten Stadt fasst er in einen Schlusssatz "Ich bin ein Berliner" zusammen.

Der Berliner Regierende Bürgermeister Willy Brandt handelt mit der Regierung der DDR gegen den Widerstand der Bundesregierung ein Passierscheinabkommen aus, das den Berlinern über die Weihnachtszeit Verwandtenbesuche in West-Ost-Richtung erlaubt.

08.08.: Der größte Raubüberfall der Geschichte findet beim englischen Glasgow statt, als der Postzug mit militärischer Präzision überfallen und um 2,5 mio Pfund (damals über 28 mio DM) erleichtert wird.

Ermordung des US Präsidenten John F. Kennedy am 22.11. in Dallas, Texas. Der angebliche Mörder Lee Harvey Oswald, der nicht geständig ist, wird wenige Tage später von dem hoch krebskranken Barbesitzer Jack Ruby erschossen. Vizepräsident Lyndon B. Johnson wird neuer US-Präsident.

Nach mehrjährigen Vorbereitungen wird am 20.12. gegen 21 ehemalige Bewacher des Vernichtungslagers und KZ Auschwitz der Prozess wegen Massenmordes eröffnet.

Von Philips wird die Tonbandkassette in den Markt gebracht.

Walentina Tereschkowa-Nikolajewa ist die erste Frau im All. nach Oben

Der erste geostationäre Satellit wird gestartet, und der Amerikaner L.Gordon Cooper umrundet in 34 Std die Erde 22mal. Die Russen haben erstmals zwei bemannte Raumfahrzeuge gleichzeitig im All.

Die erst 1940 entdeckte Höhle von Lascaux wird für die Öffentlichkeit geschlossen, weil die in ihr gefundenen ca 17.000 Jahre alten Felsmalereien unter der Atemfeuchte der Besucher leiden.  

Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR wirdam 17. Dezember, im Rahmen der neuen Ostpolitik das erste Passierscheinabkommen abgeschlossen. Damit können zwischen dem 19. Dezember und dem 5. Januar West-Berliner erstmals seit dem Bau der Berliner Mauer ihre Verwandten in Ost-Berlin besuchen.

 

1964

11. Januar - Das "Whisky a Go Go", die erste Diskothek der USA, eröffnet auf dem Sunset Strip in Los Angeles County. Begründer war Elmer Valentine, ein ehemaliger Polizist aus Chicago. gogoDer auf dem 8901 Sunset Boulevard angesiedelte Club wurde in den 1960er Jahren zu einem der wichtigsten Treffpunkte von Musikern und Musikmanagern. Anfangs befand sich in diesem Gebäude eine Bank. Erster Musiker, der im Whisky a Go Go auftrat, war Johnny Rivers, der zuvor seine Karriere zufällig in Gazzarris Club begann. Unter anderem hatten dort legendäre Bands wie The Doors, Alice Cooper oder The Mothers of Invention ihre ersten Auftritte. Der Name des Lokals leitet sich aus dem französischen „à gogo“ (etwa: „in Hülle und Fülle“) ab. Der Zusatz war Mitte und Ende der 1960er-Jahre in der verfremdeten Schreibweise in der amerikanischen Popkultur weit verbreitet. Das Whisky a Go-Go hat diesen Trend zwar nicht geschaffen, aber neben anderen Einflüssen zu dessen Popularität beigetragen. Aus diesem Club stammt zudem der Begriff „Go-Go Dancer“, da der Clubeigentümer junge Frauen dafür bezahlte, auf einem Podest animierend an Metall-Stangen zu tanzen.

nach ObenBild: Photograph by Mike Dillon

 

 

17. April - Jerrie Mock vollendet mit ihrer Cessna 180, die den Namen Spirit of Columbus trug, den ersten Alleinflug einer Frau um die Erde. Sie landet nach 29 Tagen, 11 Stunden und 59 Minuten wieder an ihrem Abflugort Columbus, Ohio. Alle Frauen, die vor ihr eine Weltumrundung im Alleinflug absolviert hatten, hatten dabei ihre Flugzeuge teilweise auf dem Schiff transportieren lassen, weil Teilstrecken zu lang oder zu gefährlich waren. Mock war die erste Frau, die die vollständige Weltumrundung im Flugzeug absolvierte.

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20. April - Im italienischen Alba läuft das erste Glas "Nutella" vom Band. Nutella wurde 1940 von dem italiänischen Konditor Pietro Ferrero entwickelt, der den Brotaufstrich zunächst "Pasta gianduja" (Nougatpaste) nannte. 1951 veränderte Ferrero die Rezeptur zur "Supercrema gianduja". Aufgrund eines italienischen Gesetzes, das das Präfix "Super" in Markennamen verbot, musste der Brotaufstrich 1964 umbenannt werden. Aus Supercrema wurde "Nutella", zusammengesetzt aus dem englischen nut (Nuss) und der italienischen weiblichen Verkleinerungsform -ella. Ab 1965 wurde die Creme auch in landestypischen Rezepturen exportiert. Die unterschiedliche Konsistenz von Nutella ist unter anderem auf die unterschiedlichen Brotsorten in den jeweiligen Ländern zurückzuführen.

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19. März - Der 5,8 Kilometer lange Autotunnel durch den "Großen St. Bernhard" wurde für den Verkehr freigegeben. Nachdem 1958 ein internationales Abkommen zwischen Italien und der Schweiz unterzeichnet wurde, konnten die Bauarbeiten am ersten Straßentunnel durch die Alpen aufgenommen werden. Erst 1980 wurde mit der Eröffnung des St. Gotthard-Tunnels eine noch längere Nord-Süd-Verbindung für Autos in den Alpen geschaffen. Der "Grosse Sankt Bernhard" ist ein Pass in den Walliser Alpen, der das Rhônetal im Schweizer Kanton Wallis auf einer Höhe von 2.469 m mit dem Aostatal und weiter mit der italienischen Region Piemont verbindet. Der Pass war schon zu Zeiten des römischen Reiches einer der wichtigsten Übergänge und auf der Passhöhe stand ein Tempel wo der Gott Poeninus verehrt wurde. 1905 wurde eine befahrbare Strasse fertiggestellt. Lange Zeit war der Weg nur im Sommer passierbar. Um 1050 wurde auf der Passhöhe von Bernhard von Aosta das Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard gegründet, das auch dem Pass seinen Namen gab. Hier wurde die Hunderasse Bernhardiner als Rettungshunde für die Suche nach Lawinen-Opfern gezüchtet und vor allem durch Barry, der über 40 Menschen das Leben gerettet haben soll, weltweit bekannt gemacht.

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13. April - Mit Sidney Poitier erhält bei der Oscarverleihung 1964 erstmals ein schwarzer Schauspieler einen Oscar. Gewürdigt wird damit seine darstellerische Leistung in der Komödie "Lilien auf dem Felde". Weitere bekannte Filme: "Flammen über Afrika" - "Flucht in Ketten" - "Das Zeichen des Falken" - "Porgy and Bess" - "Rat mal, wer zum Essen kommt" - "In der Hitze der Nacht" "Mörderischer Vorsprung" - "Little Nikita" - "Sneakers – "Die Lautlosen" - "Der Schakal"

 

In Bonn konstituiert sich der im Vorjahr gesetzlich verankerte Sachverständigenrat der "Fünf Weisen" zur ständigen Beratung der Regierung der BRD in Wirtschaftsfragen.

 

1. Juni - Der Vorrang für Fußgänger auf Zebrastreifen wird eingeführt. Danach wurden allerdings viele Fußgängerüberwege beseitigt, um den Verkehrsfluß aufrechtzuerhalten, wie es in einem Fachartikel von 1967 hieß.

 

14. Juni - Mit der "Otto Hahn" läuft das erste atomgetrieben Frachtschiff Europas vom Stapel.

 

19. August - Vittorio de Sicas Film "Gestern, heute, morgen" läuft in den deutschen Kinos an. Der Episodenfilm wird 1965 als bester ausländischer Film mit dem Oscar prämiert. Die Hauptrolle spielt Sophia Loren. Der Film besteht aus drei kurzen Episoden. Die erste Episode erzählt die Geschichte von der armen Adelina, die mit Schmuggelzigaretten handelt, aber ihre Schulden nicht bezahlen kann. Um die Schulden abzutragen soll sie ins Gefängnis. Sie entdeckt jedoch eine Lücke im Gesetz, dass schwangere Frauen nicht inhaftiert werden dürfen und bis sechs Monate nach der Niederkunft eine Schonfrist haben. Nach der Geburt des siebten Kindes wird ihr Mann zeugungsunfähig, Adelina kann kein Attest aufweisen und soll endgültig ins Gefängnis. Adelina wendet sich hilfesuchend an die Neapolitaner, die Geld sammeln, um sie vor dem Gefängnis zu bewahren. Die Episode endet mit einem großen Fest für Adelina, ihren Mann und die sieben Kinder. Die zweite Episode handelt von einer eine gelangweilten Industriellengattin, die mit ihrem Geliebten am Steuer einen Unfall mit leichtem Blechschaden baut, als der einem Straßenjungen ausweicht. Sie beschimpft ihren Geliebten und läßt ihn mit dem Blechschaden stehen während sie mit einem reichen Geschäftsmann nachhause fährt. Die dritte Episode spielt in Rom. Die hübsche Mara arbeitet als Prostituierte und Augusto Rusconi, Ministersohn, ist ihr Dauergast. Ein angehender Priester, beobachtet Mara vom Nachbarbalkon aus, verliebt sich in sie und beginnt über seine Berufung nachzudenken. Schließlich erklärt ihm Mara dass sie als Prostituierte arbeitet. Um den Priester wieder auf den „rechten Weg“ zu bringen, legt Mara für ihn ein einwöchiges Keuschheitsgelübde ab. Rusconi versucht nach dem Zwischenspiel mit Umberto erneut, Mara für sich zu gewinnen, muss aber wegen Maras Gelübde eine Woche warten.

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19. August - Von der NASA wird Syncom 3 als erster geostationärer Satellit auf Cape Canaveral mit einer Delta-Trägerrakete gestartet. Nahe der Internationalen Datumsgrenze stationiert, wird er die Olympischen Sommerspiele in Tokyo in die USA übertragen und damit die erste Fernsehübertragung über den Pazifik ermöglichen.

 

21. August - Die "DDR" sichert Bürgern, die vor dem Mauerbau geflohen sind, bei ihrer Rückkehr ins Land volle Straffreiheit zu.

 

10. September - Mit einem Moped "Zündapp Sport Combinette" begrüßte die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeber am Bahnhof Köln-Deutz ihren ein millionsten Gastarbeiter, den 38-jährigen Zimmermann Armando Rodrigues de Sá aus Portugal. Eine Blaskapelle spielt "Wem Gott will rechte Gunst erweisen" und "Alte Kameraden", später auch die Nationalhymnen Spaniens, Portugals und die der Bundesrepublik. Aus dem Zug mit 1.200 Gastarbeitern hat man den 38-jährigen portugiesischen Zimmermann als millionsten Gastarbeiter ausgelost - und feiert ihn. Rodrigues erhält einen Strauß Nelken und ein Moped als Geschenk. Bedingt durch den Wirtschaftsboom und den damit verbundenen Mangel an Arbeitskräften hatte die Bundesrepublik seit 1955 Abkommen mit südeuropäischen Staaten, der Türkei und Nordafrika zur Anwerbung von Arbeitnehmern geschlossen. Die Beschäftigung der preiswerten Arbeitsmigranten sollte allerdings nur vorübergehend sein. Im September 1964 hatte die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland einen historischen Tiefstand erreicht: 680.000 offenen Stellen standen nur 102.800 Arbeitssuchende gegenüber.

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9. September - In der DDR dürfen Bürger im Rentenalter von nun an für maximal vier Wochen im Jahr zu Verwandtenbesuchen in den Westen reisen.

 

16. September - Durch Beschluss der Bundesregierung wird die "Stiftung Warentest” ins Leben gerufen. Die Stiftung, die ihren Sitz in West-Berlin hat, und von der Bundesregierung finanziert wird, soll dem Verbraucher mit Tests und Vergleichen die Entscheidung angesichts eines immer weiter wachsenden Warenangebots erleichtern.

 

14. Oktober - Der US-amerikanische Geistliche und Bürgerrechtler Martin Luther King erhält als erster Schwarzer den Friedensnobelpreis. Der Sohn eines Baptistenpfarrers kämpfte nach dem Vorbild Mahatma Ghandis durch gewaltlosen Widerstand für die rechtliche Gleichstellung der Schwarzen. Erster Erfolg war die Aufhebung der Rassenschranken in den öffentlichen Verkehrs-mitteln von Montgomery 1956. King wurde Präsident der Bürgerrechtsbewe-gung "Southern Christian Leadership Conference". Im Jahre 1963 hielt King vor dem Lincoln Memorial, vor mehr als 250.000 Demonstranten die am Marsch auf Washington teilnahmen, seine berühmte Rede "I have a dream". In den folgenden Jahren geriet Kings Politik der Gewaltlosigkeit in die Kritik der "Black Power"-Bewegung, seine Position als Anführer der Schwarzen kam ins Wanken. Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King von einem entflohenen weißen Häftling erschossen.

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15. Oktober - Nach der erzwungenen Ablösung von Nikita Chruschtschow als erstem Sekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion übernahm Leonid Breschnew als sein Nachfolger das Amt. Zuvor war er maßgeblich an den Plänen, die zum Rücktritt seines Vorgängers führten, beteiligt gewesen.

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21. Oktober - Der Musical-Film "My Fair Lady" erschien n den Kinos. Der Musicalfilm wurde unter der Regie von George Cukors in den USA uraufgeführt. Die aufwendige Verfilmung des klassischen Musicals nach der Komödie "Pygmalion" von George Bernhard Shaw spielte in den ersten Wochen mehr als das Doppelte der Produktionskosten ein. "My Fair Lady" handelt von der Wette des Sprachprofessors Henry Higgins, gespielt von Rex Harrison, mit Oberst Pickering, den Wilfrid Hyde-White verkörperte, das ungebildete Blumenmädchen Eliza Doolittle, gespielt von Audrey Hepburn, innerhalb kurzer Zeit in eine vollendete Lady zu verwandeln, die in der Londoner Gesellschaft bestehen kann. Der Film erhielt acht Oscars.

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16. November - Die Volksrepublik China führt den ersten Atombombentest des Landes durch.

 

In der DDR rollt der erste "Trabbi" Trabant 601 im VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau vom Band. Er wird bis 1991 fast 3 Mio mal produziert werden und hat eine Lieferzeit von 12 Jahren.

 

1. Dezember - Die DDR führt den Mindestumtausch für alle Besucher und Bürger des "nicht-sozialistischen Wirtschaftsgebietes" ein. Es handelte sich dabei um einen Festsatz pro Kopf und Besuchstag, der Umtausch erfolgte ausschließlich über staatlich lizensierte Tauschstellen, also Filialen der Staatsbank der DDR, der Sparkassen, sowie der genossenschaftlichen Bankinstitute. Die Ausfuhr von DDR Mark war untersagt. Übriggebliegene, nicht ausgegebene Beträge konnten auf DDR-Konten eingezahlt werden. Die "Mark der Deutschen Notenbank", später "Mark der DDR", war einzig gültiges gesetzliches Zahlungsmittel. Der Zwangsumtausch beträgt für Bürger der BR Deutschland und für Ausländer 5 DM pro Tag und Kopf, für Besucher aus West-Berlin 3 DM. Das Tauschverhältnis ist 1:1, also 1 DM wird zu einer "Mark der Deutschen Notenbank" gewechselt. Rentner und Kinder sind allerdings von dieser Maßnahme nicht betroffen. Je nach politischer Lage wurde der Umtauschsatz mehrmals kurzfristig geändert. 1973 wurde der Betrag deutlich auf 20 DM bzw. 10 DM erhöht. 1980 als Reaktion auf die anhaltenden Grenzverletzungen von westlicher Seite an der deutsch-deutschen Grenze auf 25 DM pro Kopf und Tag auch für Rentner. Für Kinder zwischen sechs und fünfzehn Jahren (vorher auch befreit) sind nun DM 7,50 zu tauschen.

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Die ersten Containerschiffe werden in Dienst gestellt und erleichtern den Warenumschlag und -Transport.

 

Die Bügelmaschine wird erfunden.

 

Die Beatles stellen einen ungewöhnlichen Rekord auf, als sie alle ersten fünf Plätze der US-Hitparade belegen.

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1965

18. Febraur - Unabhängigkeit des westafrikanischen Gambia. 200 Jahre lang hatte des Land unter der Kolonialherrschaft der Briten gestanden. Von 1843 bis 1902 zunächst als britische Kolonie, dann erhielt es den Status als Protektorat. 1963 bekam das Land auch innere Autonomie. Die erste Verfassung 1965 deklarierte Gambia zur unabhängigen Monarchie im Commonwealth, behielt also die englische Krone als Staatsoberhaupt. Wie z.B. auch Kanada reihte sich Gambia in diesen Länderbund ein. 1970 wurde das Land zur präsidialen Republik. 1982 kam es zum Zusammenschluss mit Senegal als Konföderation Senegambia, die allerdings 1989 zerbrach. Der folgende Militärputsch führte später zu einer zivilen Regierung.

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Malcolm X, der Anführer des gewaltsamen Kampfes gegen die Unterdrückung der Schwarzen in Nordamerika, wurde bei einer öffentlichen Rede im New Yorker Stadtteil Harlem erschossen. Als Täter wurden Mitglieder der "Black Muslim" Bewegung verhaftet, von der der Ermordete sich zwei Jahre zuvor losgesagt hatte.

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18. März - Als erster Mensch verließ der Kosmonaut Alexej Leonow eine Raumkapsel im All und schwebte zehn Minuten in einer Entfernung von fünf bis zehn Metern vom Raumschiff im Weltraum. Mit dieser Sensation unterstrich die Sowjetunion ihren Vorsprung in der bemannten Raumfahrt vor den USA. Leonow hatte den Auftrag, das Raumschiff durch die Luftschleuse zu verlassen. Ohne Stabilisierungsmöglichkeit drehte er sich bald um die eigene Achse. Noch schwieriger war der Wiedereinstieg. Der Raumanzug hatte sich durch das Vakuum ausgedehnt und nun passte Leonow nicht mehr durch die Luftschleuse. Durch Druckreduzierung im Anzug gelang ihm dann der Einstieg.

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20. März - Der US-amerikanische Jazztrompeter Louis Armstrong begeistert 3000 Zuhörer im ausverkauften "Friedrichstadt-Palast" in Ostberlin. "Satchmo" war der erste bedeutende US-amerikanische Showstar, der in der DDR auftrat.

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Mit der Eröffnung des Mont Blanc-Tunnels am 16. Juli, erfüllte sich der seit Jahrzehnten bestehende Traum einer verkürzten Verbindung zwischen Frankreich und Italien. Die 11,7 Kilometer lange Strecke zwischen Chamonix und Courmayeur durch den höchsten Berg Europas war bei Inbetriebnahme der längste Straßentunnel der Welt. Die Bauarbeiten begonnen auf französischer Seite 1958, auf italienischer Seite ein Jahr später. Der Durchbruch der beiden Mannschaften gelang im August 1962. Im März 1999 wurde der Tunnel nach einem schweren Brand mit mehr als 30 Toten vorläufig für den Verkehr geschlossen und eine umfassende Untersuchung der Katastrophe eingeleitet.

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Die Militäraktionen in Vietnam weiten sich aus. Nach Angriffen der Vietcong auf südvietnamesische Einrichtungen fliegen die Amerikaner schwere Luftangriffe u.a. mit Napalmbomben auf Nordvietnam und geben damit ihre allein auf Südvietnam beschränkte Beraterfunktion auf. Noch in diesem Jahr werden über 500.000 US-Soldaten nach Vietnam gebracht.

Im Laufe des Jahres stürzen 26 Starfighter der Bundesluftwaffe bei Trainingsflügen ab. Die weiche Kontaktlinse wird erfunden.

Die Programmiersprache BASIC (Beginners All-Purpose Symbolic Instruction Code) wird erfunden.

In Berlin-Wilmersdorf wird zum ersten Mal in Europa ein Computer zur Verkehrssteuerung eingesetzt.

18.3. Der Russe Alexei A. Leonow führt den ersten 20 min dauernden "Weltraumspaziergang" durch.

Die USA starten ihr GEMINI Programm mit der ersten zweiköpfigen Raumfahrtbesatzung am 23.5. mit Grissom und Young.

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Mit den Urteilsverkündungen am 19. und 20. August 1965 endete nach 20 Monaten der sogenannte "Auschwitz-Prozess". Das Verfahren gegen 20 NS-Verbrecher vor einem Schwurgericht in Frankfurt am Main war der größte Massenmordprozess der deutschen Justizgeschichte. Die Anklage lautete auf gemeinschaftlichen Mord an 2279 Menschen. Fünf Jahre wurde ermittelt, 358 Zeugen aus dem In- und Ausland vernommen. Die Angeklagten redeten sich mit den erteilten Befehlen heraus, kaum einer hatte ein Wort des Bedauerns für die Opfer. Das Schwurgericht verhängte sechsmal lebenslange Haftstrafen wegen Mordes: über fünf Angehörige des SS-Personals und einen sogenannten "Funktionshäftling", der als Blockältester 14 Leidensgenossen umgebracht hatte. Elf SS-Wächter erhielten Haftstrafen zwischen 14 und drei Jahren, drei wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

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Die US-amerikanische Raumsonde Mariner 4 übermittelte erstmals genaue Bilder vom Mars. Die Mars-Sonde fliegt 12.000 km dicht an dem Planeten vorbei. Mit den Fotos standen erstmals detaillierte Informationen über die Oberfläche des Planeten und die physikalische Beschaffenheit seiner Atmosphäre zur Verfügung. Nach Mariner 4 lief die Marserforschung durch die USA und die UdSSR auf Hochtouren. 1971 gelang mit der sowjetischen Mars 3 erstmals die Landung einer unbemannten Raumkapsel auf dem Planeten. Weitere Missionen der Sonden Mariner, Mars und Viking, die speziell zur Suche nach außerirdischem Leben gestartet worden war, schickten in den nächsten Jahren immer weitere und ausführlichere Daten an die Erde zurück.

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Die Sowjetunion startet am 16 November ihre Sonde "Venera 3", die am 01. März 1966 als erstes von Menschenhand gefertigtes Objekt auf einem anderen Planeten, der Venus, landet. Nachdem die Sonde in die Atmosphäre der Venus eintauchte, brach jedoch wie bei den vorhergehenden Venera-Missionen der Funkkontakt ab, so dass keine Daten übermittelt werden konnten. Die erste Datenübertragung gelang erst mit Venera 4 im Jahr 1967, die Sonde sendete 94 Minuten aus der Venusatmosphäre. Auf der Venus herrschen Oberflächentemperaturen von 480 Grad Celsius bei einen Druck von 90 Bar. Zudem verhindern dicke Wolken die Sicht auf die Oberfläche.

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Eigentlich hätte es schon am 12. Dezember zu der ungewöhnlichen Begegnung zwischen den beiden Raumkapseln Gemini VI-A und VII kommen sollen. Doch ein technisches Problem im Raketensystem verschob den Start der Gemini VI-A um 3 Tage. Am frühen Morgen des 15. Dezembers war es endlich soweit: Der Start gelang und in mehreren Stunden des Manövrierens näherten sich die beiden Kapseln bis auf einen halben Meter an. Bereits am nächsten Tag landete Gemini VI-A wieder auf der Erde. Gemini VII war schon am 4. Dezember für eine 14-tägige Mission ins All geschossen worden und kehrte planmäßig zurück. Mit der gelungenen Mission konnte die USA einen Vorteil gegenüber der UdSSR in der technischen Beherrschung des Weltraums erringen.

 

Die Russen fotografieren Teile der Mondrückseite, und am 21.8. demonstrieren die Amerikaner mit Cooper und Conrad jr in einer 190-stündigen Mission, dass ein Flug zum Mond nicht unrealistisch ist.

Der Geschwindigkeits-Weltrekord für Landfahrzeuge wird auf 966,57 km/h gesetzt (Düsenantrieb).

 

Die Flagge Kanadas wurde erstmals am 15. Februar 1965 gehisst. Das Design von George Stanley wurde aus drei Vorschlägen durch eine von Premierminister Lester Pearson eingesetzte Kommission ausgewählt. Auf dem weißen Feld ist ein 11-zackiges, rotes Zuckerahornblatt abgebildet. Die elf Zacken des Ahornblattes entsprechen nicht dem Original in der Natur, das 23 Zacken besitzt. Trotzdem hat die Anzahl keine besondere symbolische Bedeutung. Die heute verwendete Form wurde ermittelt, indem verschiedene Designvarianten in einem Windkanal getestet wurden, um festzustellen, welche Variante bei starkem Wind am ästhetischsten aussieht. Die beiden roten Bereiche links und rechts symbolisieren jeweils den pazifischen und atlantischen Ozean.

 

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) geht im Fernsehen auf Sendung.

 

Gestorben am 4.9.:

der Arzt und Träger des Friedensnobelpreises Albert Schweitzer (*1875).

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1966

1. März - Das Landemodul der sowjetischen Raumsonde Venera 3 erreicht als erstes vom Menschen geschaffene Objekt den Planeten Venus, verglüht bei der Landung jedoch teilweise in der Atmosphäre. Die am 16. November 1965 gestartete Raumsonde, hatte bei ihrem Vorbeiflug an der Venus am 1. März 1966 wegen Hitzeproblemen keinen Kontakt mehr zur Bodenstation, doch klinkte die Sonde automatisch ihre Landesonde aus, die aber in der Atmosphäre der Venus teilweise verglühte und hart auf der Oberfläche aufschlug. Sie war damit das erste vom Menschen erzeugte Objekt, das auf der Oberfläche der Venus landete. Die Gesamtmasse der Sonde betrug 960 kg.

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20. März - Aus der Londoner Westminster Central Hall wird der Coupe Jules Rimet, die Siegestrophäe der Fußball-Weltmeisterschaften von 1930 bis 1970, entwendet. Er wird eine Woche später in einem Vorgarten vom Hund Pickles gefunden. Ursprünglich einfach als Weltpokal (Coupe du Monde) bezeichnet, wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg nach dem damaligen FIFA-Präsidenten Jules Rimet in Coupe Jules Rimet umbenannt. Die Coupe Jules Rimet war eine 35 cm große Statue aus vergoldetem Sterlingsilber. Sie wog 3,8 kg und stand auf einem blauen Sockel aus Lapislazuli. An den Seiten des Sockels befand sich eine gravierte Goldplakette mit den Namen des Pokals sowie den Namen der neun Weltmeister. Entworfen wurde die Statue von Abel Lafleur. Wie viele frühere Pokale wurde sie in Form einer Frau ausgeführt. Diese Frau sollte die griechische Siegesgöttin Nike darstellen. Sie besaß nach oben gestreckte Arme mit Flügeln. Unter der Statue befand sich Platz für die Namen der Gewinner. Zu Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 1930 wurde bekannt gegeben, dass derjenige Verband, dessen Auswahl es gelingen würde, den Pokal dreimal zu gewinnen, diesen behalten dürfe. Mit dem dritten WM-Gewinn einer Brasilianischen Nationalmannschaft im Jahr 1970 ging die Coupe Jules Rimet somit in den Besitz des Brasilianischen Fußballverbandes über.

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21. März - Konrad Adenauer tritt, zum Ehrenvorsitzenden gekürt, auf dem Parteitag der CDU als Parteivorsitzender zurück. Zu seinem Nachfolger wird zwei Tage später Ludwig Erhard gewählt.

 

18. Mai - Im Rhein wird bei Duisburg der Weißwal Moby Dick gesichtet, der sich mehrere hundert Kilometer stromaufwärts verirrt hat. Einige Rheinschiffer meldeten bei Duisburg der Wasserschutzpolizei einen weißen Wal im Rhein. Diese reagierte – und machte bei den Schiffern erstmal einen Test auf Blutalkohol. Dieser aber verlief negativ – es schwamm wirklich ein weißer Wal im Rhein, 300 Kilometer entfernt vom Meer, und tausende Kilometer entfernt vom üblichen Lebensraum der Belugawale, den arktischen Gewässern. Dorthin gelangte er, nachdem ein Transportschiff, auf dem er in einen englischen Zoo gebracht werden sollte, in einem Orkan fast kenterte und der Wal kurz vor der Küste in die Nordsee gespült wurde. Von dort aus gelangte er über den Hafen von Rotterdam in den Rhein. Wolfgang Gewalt, der Direktor des Duisburger Zoos, versuchte des ungewöhnlichen Gastes im Rhein mit Netzen und Betäubungspfeilen Herr zu werden. Aktivisten versuchten die Jagd zu stören, indem sie von einem Luftschiff aus Orangen in den Rhein warfen. Massive Proteste der Bevölkerung und offizielle Proteste aus den Niederlanden führten schließlich dazu, dass die Einfangversuche eingestellt werden mussten. Zunächst wendete sich der schnell „Moby Dick“ genannte Wal wieder meerwärts, stoppte jedoch vor der eigens für ihn geöffneten Schleuse Kornwerderzand zum Meer und schwamm wieder rheinaufwärts. Begleitet von zahlreichen Schaulustigen schwamm er bis Bonn, wo sein Auftauchen eine Bundespressekonferenz sprengte. Erst dort drehte er wieder um und wurde bereits drei Tage später, am 16. Juni um 18.42 Uhr, zum letzten Mal beim Erreichen des offenen Meeres bei Hoek van Holland gesehen.

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Aus dem Vermittlungsausschuss des deutschen Bundestages wird bekannt, dass im Vorjahr 26Kampfflugzeuge vom Typ "Starfighter" (F-104 G) der Bundesluftwaffe abgestürzt waren.Hierbei waren 15 Piloten umgekommen. Eine Untersuchung ergab, dass die Verarbeitung der Maschinen Mängel hatte und auch die Ausbildung der Piloten ungenügend war. Es dauerte allerdings noch mehr als 20 Jahre, bis die letzten "Starfighter" der Luftwaffe ausgemustert wurden.

 

Den Astronauten der Gemini 8 Mission gelingt erstmals ein Koppelmanöver im All. Sie koppeln ihre Raumkapsel an eine unbemannte Agena-Rakete an. Mit dem Gemini-Programm der USA soll die für den Flug zum Mond notwendige Technologie entwickelt werden. Im Mai 1961 hatte der damalige US-Präsident John F. Kennedy das Apollo-Programm in Gang gesetzt. Die Gemini-Raumschiffe befördern je zwei Astronauten. Diese sollen über längere Zeiträume im Weltraum arbeiten und dabei Techniken zur Begegnung mit anderen Raumschiffen und ihrer Ankopplung auf Umlaufbahnen entwickeln.

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In New York wurde am 16. September, das neue Gebäude der Metropolitan Opera am Lincoln Center eröffnet. Der Entwurf stammte von dem Architekten W.K. Harrison. Vor allem die hohe Bogenvorhalle und die beiden großen Wandgemälde von Marc Chagall - "Les Sources de la Musique" und "Le Triomphe de la Musique" - beeindrucken noch heute die Besucher. Mit Samuel Barbers Oper "Antonius und Cleopatra" nahm das neue Opernhaus seinen Bühnenbetrieb auf. Die "Met" kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. Sie wurde 1879 von dem Industriellen William H. Vanderbilt gegründet und 1883 am Broadway eröffnet. Hier debütierten Weltstars wie Enrico Caruso und Lilli Lehmann. Die heutige Metropolitan Opera fasst 3800 Besucher und gehört heute zu den renommiertesten Opernhäusern der Welt.

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17. September - Die siebenteiligen Fernsehserie "Raumpatrouille - die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion" war zum ersten Mal im deutschen Fernsehen zu sehen. Die Serie handelte von einer staatenlosen Gemeinschaft auf der Erde, die mittels des Raumschiffes "Orion" ferne Sterne kolonialisiert. Trotz des großen Erfolgs wurde die Serie wegen der hohen Kosten nicht fortgesetzt. Die neuen Folgen sollten in Farbe gedreht werden. Die Produktionskosten überstiegen das geplante Bugdet. Die Fernsehserie wurde von der Presse scharf kritisiert, weil die Serie "Raumpatrouille" chauvinistische Tendenzen erkennen ließ.

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In Indien wird die Tochter des 1964 verstorbenen Jawaharlal Nehru, Indira Gandhi, Ministerpräsidentin. Sie beendet den Kaschmir-Konflikt mit Pakistan friedlich und scheinbar endgültig.

Im Laufe des ersten Halbjahres stürzen bereits 60 Starfighter der Bundesluftwaffe bei Trainingsflügen ab.

Als Definition des Todes verwendet erstmals die französische medizinische Akademie Inaktivität des Gehirns anstelle von Stillstand des Herzens.

Die Kraftstoffeinspritzung für Kfz-Motoren ist marktreif.

Ein Lebendimpfstoff gegen Röteln wird entwickelt.

Die erste (unbemannte) Mondlandung schaffen die Russen am 3.2. mit der weichen Landung von LUNA IX; am 1.3. landen sie mit VENERA III das erste von Menschen geschaffene Objekt auf einem anderen Planeten, nämlich der Venus.

Am 4.4. geht Luna X als erster "Trabanten"-Trabant in eine Mondumlaufbahn, was im August mit LUNA XI wiederholt wird.nach Oben

 

Ludwig ErhardDer deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard tritt nach Zerbrechen der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP zurück. Sein Nachfolger wird Kurt Georg Kiesinger. Deutschland wird erstmals von einer Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD regiert.

 

20. November - Das Musical "Cabaret" feierte bei seiner Uraufführung im New Yorker Broadhurst Theatre einen großen Erfolg. Es bekam acht Tony Awards - darunter Bestes Musical, Beste Musik, Beste Regie - und lief in 1.166 Vorstellungen am Broadway. Das Stück spielt im Berlin der 1930er Jahre vor dem Hintergrund des aufkommenden Nationalsozialismus. John Kanders und Fred Ebbs verarbeiteten zwei Erzählungen des britischen Schriftstellers Christopher Isherwood. Die deutschsprachige Erstaufführung fand 1970 im Theater an der Wien statt und übernahm weitestgehend die Originalinszenierung. 1972 wurde "Cabaret" mit Liza Minelli in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt.

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Am 21.12. startet LUNA XIII. zu einer weiteren weichen Mondlandung und sendet am 24.12. Analysen von Bodenproben der Mondoberfläche zur Erde. Die Amerikaner üben seit dem ersten erfolgreichen (allerdings beinahe außer Kontrolle geratenen) Kopplungs-Manöver im Weltall vom 16.3. in mehreren Doppel-Rendezvous-Flügen, wie man zum Mond kommt; Surveyor I wird am 30.5. gestartet, 63 1/2 Stunden später im "Meer der Stürme" sanft auf dem Mond gelandet und schickt in den folgenden 10 Wochen über 12.000 Bilder von der Mondoberfläche zur Erde.

In der letzten GEMINI Mission im November halten sich Lovel und Aldrin 5 Std. lang außerhalb der Raumkapsel auf.

 

1967

US-amerikanischen Forschern gelingt an der Stanford University zum ersten Mal die künstliche Herstellung der genetischen Grundsubstanz DNS. Sie versprechen sich von der Vision einer gezielten Genzüchtung eine wirkungsvolle Bekämpfung erblich bedingter Krankheiten, die Genforschung wirft aber auch erbitterte ethische und moralische Diskussionen auf.

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20. Februar - Mit dem Gesetz über die Staatsangehörigkeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), das die Volkskammer am 20. Februar 1967 beschloss, grenzte sich die SED-Führung weiter gegenüber der Bundesrepublik ab. 1968 folgte die erste Verfassung. Die Bundesrepublik hatte sich zuvor um Entspannung zwischen den beiden Staaten bemüht. Die Verkündung einer eigenen Staatsnation in der Verfassung von 1974 unter Erich Honecker verstärkte den Separationsprozess.

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21. Mai - In den USA wird aus dem Wellenreiten das Windsurfen entwickelt. Der Amerikaner Jim Drake, Ingenieur des US-Verteidigungsministeriums, startet in der Jamaica Bay in New York zum ersten Mal seinen aus einem Surfbrett und einem Segel bestehenden Windsurfer "Old Yeller". Drake, versah ein Surfboard mit einem Segel, um das lästige Paddeln durch die Wellen zu vermeiden. Vor ihm hatte der Engländer Peter Chilvers mit der Idee gespielt, ein Surfbrett mit einem Segel zu verbinden. Jedoch hatte Drake schließlich die entscheidende Idee, das Segel mit einem Gabelbaum zu versehen und moderne Materialien für Brett, Mast und Segel einzusetzen. Am 6. Januar 1970 wurde dem Patentantrag „für ein windbetriebenes Fahrzeug“ (US-Patent Nr. 3487800) vom USPTO stattgegeben.

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5. Juni - Als die Spannungen und militärischen Zwischenfälle in Palästina ein bedrohliches Ausmaß erreichen, beginnt Israel am 5.6. gegen seine arabischen Nachbarn Ägypten, Jordanien und Syrien einen Präventivkrieg. Die als "6-Tage-Krieg" in die Geschichte eingegangene Auseinandersetzung hat nur knapp 133 Stunden gedauert und wird von Israel dank der brillanten Leistung des Stabschefs Moshe Dayan mit sehr großen Gewinnen an Gelände (Ost-Jerusalem, Sinai) und Material (Hunderte von ägyptischen Panzern) gewonnen. Ausschlaggebend für den Sieg war die bereits in den ersten Minuten und Stunden erlangte Lufthoheit durch Zerstörung der gegnerischen Luftwaffen noch am Boden.

 

17. Oktober - In New York wird das Musical Hair uraufgeführt. Hair gilt als eines der erfolgreichsten Musicals überhaupt und wurde in Folge auch in zahlreichen anderen Ländern aufgeführt. Uraufführung in Deutschland war am 24. Oktober 1968 in München. Das Rock-Musical besteht aus einem Mix von Songs und Tänzen, in denen für die bunte, gewaltfreie Kultur der Hippies geworben wird. Es geht in "Hair" um den Generationenkonflikt, den Protest der Jugend gegen die Erwachsenen, die Konsum- und Wohlstandsgesellschaft, die Ablehnung autoritärer und hierarchischer Strukturen, Toleranz, sexuelle Freizügigkeit, Drogen, Esoterik, Freundschaft und Solidarität, die Anprangerung des Krieges, die Frage nach dem Sinn des Daseins und die Sehnsucht nach einer neuen Ära im Zeichen des "Wassermanns" mit einem neuen Lebensgefühl.

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18. Oktober - Die sowjetische Sonde Venera 4 erhascht einen ersten Blick unter die Wolkendecke der Venus. Auf der Venus könnte es aktive Vulkane geben, die große Mengen des Gases Schwefeldioxid in die Atmosphäre blasen. Darauf deuten Messungen der Raumsonde Venus Express hin. Wie die europäische Raumfahrtagentur Esa bekanntgab, registrierte die Sonde stark schwankende Schwefeldioxid-Konzentrationen in der oberen Atmosphäre des Planeten. 

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18. Oktober - Der Zeichentrickfilm "Das Dschungelbuch" aus den Walt-Disney-Studios kommt in die US-amerikanischen Kinos. Er war der letzte Zeichentrickfilm in Spielfilmlänge, der noch von Walt Disney selbst produziert wurde. Dieser verstarb noch während der Herstellungsphase. Handlung: Erzählt wird die Geschichte des Findelkindes Mogli aus der Sicht des Panthers Baghira, der das „Menschenjunge" im Dschungel findet und bei einer Wolfsfamilie unterbringt. Der Tiger Shir Khan will Mogli töten, bevor dieser alt genug ist, Shir Khan selbst umzubringen, denn nur Menschen können mit Feuer umgehen - und das ist das einzige, was der Tiger fürchtet. Die Wölfe und Baghira möchten Mogli zu einer Menschensiedlung in Sicherheit bringen, doch davon ist Mogli gar nicht begeistert. Dennoch brechen Mogli und Baghira auf. 
Im Dschungel weigert sich Mogli weiterzugehen. Er sieht nicht ein, den Dschungel zu verlassen. Der Panther verlässt Mogli verärgert, behält das Menschenjunge jedoch im Auge. Mogli zieht auf eigene Faust los und trifft den gemütlichen, unbekümmerten und naiven Bären Balu. Dieser „adoptiert" den sorglosen Mogli und wird sein Lehrer in Sachen Gemütlichkeit. Doch wenig später bemächtigen sich die Affen des Menschenkindes, weil der Affenkönig King Louie das Geheimnis des Feuers herausfinden möchte. Nachdem Mogli, Balu und Baghira entkommen konnten, muss auch Balu einsehen, dass Mogli im Dschungel nicht sicher ist. Mogli fühlt sich verraten und macht sich wieder alleine auf den Weg. 
Mogli trifft inzwischen neue Freunde, die vier ulkigen Geier Buzzy, Dizzy, Ziggy und Flaps. Während eines plötzlichen Gewitters greift der gefürchtete Tiger Mogli an. Balu kann mithilfe der Geier gerade noch einschreiten und rettet Mogli vor Shir Khans Klauen, wird aber dabei vom Tiger bewusstlos geschlagen. Mogli besiegt den Tiger, als er einen durch einen Blitzschlag entflammten Ast an Shir Khans Schwanz befestigt - Shir Khan flüchtet panisch. Baghira und Mogli halten den immer noch reglos am Boden liegenden Balu für tot und Baghira hält eine ergreifende Trauerrede auf den Bären. Balu jedoch lebt, ist wieder bei Bewusstsein und genießt nur die Lobeshymne auf seine Person.
Das Ende der Reise scheint gekommen, da hört Mogli eine Mädchenstimme aus der Menschensiedlung singen. Völlig verzückt folgt er ihr und lässt seine Freunde zurück. Die sind zwar verwundert, freuen sich aber, dass nun jeder dort ist, wo er hingehört. Arm in Arm singen Balu und Baghira „Probier's mal mit Gemütlichkeit“.

Der Film erlangte vor allem in Europa eine enorme Popularität, nicht zuletzt wegen der Lieder im Film. In Deutschland ist der Film sogar der bisher erfolgreichste. 2003 erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Filmschaffenden eine 35 Filme umfassende Filmsammlung für die Arbeit an Schulen und nahm Das Dschungelbuch in die Liste mit auf. 1990 produzierte Disney die Serie Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew. Die Hauptfigur der Serie war Balu, der zwar nun ein Pilot war, aber trotzdem immer noch denselben Charakter wie im Film hatte. Auch Louie, als Barbesitzer, und Shir Khan, als reicher Firmenmogul, tauchten in der Serie auf.

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20. Oktober - Das ZDF strahlt die erste Folge der neuen Sendereihe "Aktenzeichen XY ... ungelöst" aus. Nur 53 Prozent Einschaltquote lautet das Ergebnis der Premiere, doch das Zuschauerinteresse steigerte sich schnell auf 74 Prozent zur fünfzehnten Sendung am 11. April 1968. Die Sendung entwickelt sich zu einem Dauerbrenner, durchschnittlich 40 Prozent der gezeigten Fälle können aufgeklärt werden. Themenlieferant für die Beiträge sind die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Die USA setzen im Vietnamkrieg erstmals chemische Waffen vornehmlich zur Entlaubung der Wälder ein. Das militärische Ziel einer Verbesserung der Geländesicht für die Fernaufklärung wird nicht erreicht, weil sich in dem tropischen Klima sehr schnell noch weniger einsehbares Unterholz bildet.

In der Bundesrepublik löst die neu eingeführte Mehrwertsteuer die Umsatzsteuer ab.

In der BRD beginnt das Farbfernseh-Zeitalter.nach Oben

Die Sekunde wird neu definiert als die Zeit, in der von heißem Cäsium emittierte Mikrowellen 9.192.631.770mal schwingen.

Die ersten Warnungen vor dem Treibhauseffekt infolge menschlicher Aktivitäten werden laut.

Als Dateneingabegeräte bei Computern kommen Tastaturen auf.

Mammographie zur Brustkrebs-Diagnose wird eingeführt.

Die erste teilweise erfolgreiche Herztransplantation wird in Südafrika von Christian Barnard vorgenommen. Der Empfänger überlebt die Operation um 18 Tage und stirbt an Lungenentzündung.

Beide Raumfahrtnationen erleiden schwere Rückschläge: Am 27.1. verbrennen die Amerikaner Grissom, White II. und Chaffey während eines Bodentests in ihrer Apollo-Kapsel; und der sowjetische Kosmonaut Komarow stürzt am 24.4. mit Sojus I ab, weil sich die Fallschirmleinen verwickelt haben.

Oktober: Die Biologen Porsild und Arington berichten, dass sie arktische Lupinen aus Samen gezüchtet haben, der 10.000 Jahre lang eingefroren gewesen sei.

 

13. Dezember - Im Prozess gegen den Pharma-Konzern Schering wird Anklage erhoben. Dieser hatte das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan (Thalidomid) verkauft. Das Medikament verursachte schwere Missbildungen bei Neugeborenen, wenn werdendeMütter es einnahmen. Bei Erwachsenen führte der Gebrauch zu Nervenstörungen.

 

21. Dezember - 18 Tage nach der Operation durch Christiaan Barnard, im Groote-Schuur-Krankenhaus in Kapstadt, stirbt Louis Washkansk, der erste Mensch, an dem erfolgreich eine Herztransplantation durchgeführt worden ist an den Folgen einer Lungenentzündung. Am 3. Dezember 1967 bekam der 54-jährige Gemüsehändler in einer fünfstündigen Operation eines 31-köpfigen Ärzteteams das Herz der im Alter von 24 Jahren bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten Denise Darvall. Der Eingriff löste ein immenses weltweites Medienecho mit sehr gegensätzliche Debatten aus. Darvall wurden zudem die Nieren entfernt, die dem 10-jährigen Jonathan van Wyk eingepflanzt wurden. Dies sorgte im damaligen Apartheidsstaat Südafrika für weiteres Aufsehen, da Darvall eine Weiße und van Wyk Farbiger war.

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21. Dezember - In den USA kam der von Mike Nichols gedrehte Film "Die Reifeprüfung" in die Kinos, der den jungen Schauspieler Dustin Hoffman in kurzer Zeit zum Star machte. Neben Hoffman spielten Anne Bancroft, in der Rolle der Mrs. Robinson, und Katherine Ross als Elaine, weitere Hauptrollen. In dem Streifen verführt Robinson den College-Absolventen Benjamin, der sich jedoch in ihre Tochter Elaine verliebt. Der Film behandelt die Problematik des Erwachsenwerdens und den Konflikt zwischen den Eltern und den Lebensvorstellungen von Jugendlichen. Die Musik zu "Die Reifeprüfung" stammte von Simon & Garfunkel.

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1968

1. Januar - Die Mehrwertsteuer von 10% ersetzt in der Bundesrepublik das bisherige Umsatzsteuersystem.

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11. Februar - Mit Auftritten von Bing Crosby und Bob Hope wurde in New York der neue Madison Square Garden eröffnet, die größte Mehrzweckhalle der Welt. MSGardenEin Madison Square Garden als Ort verschiedener Unterhaltungs- und Sportprogramme hatte in New York bereits seit 1874 Tradition. Der 116 Millionen Dollar teure Neubau war die vierte Halle dieses Namens und bot Platz für 20 000 Zuschauer. Im Madison Square Garden waren und sind Größen der amerikanischen Unterhaltungsindustrie zu bewundern: Elvis Presley, Barbara Streisand, Frank Sinatra, Bob Dylan und Michael Jackson traten im "Garden" auf, und die Band Greatful Dead hielt den Auftrittsrekord von 52 Shows, der erst im Oktober 2000 von Elton John gebrochen wurde. Der Madison Square Garden ist die Heimspielstätte der Eishockeyprofis der New York Rangers und der Basketballmannschaft New York Knicks, ausserdem Austragungsort von Tennis-, Box- und Wrestlingveranstaltungen.

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Am Morgen den 16. März marschierte eine US-amerikanische Infanterie-Einheit, die aus Soldaten der "Charlie Company" der elften US-Division bestand, in das vietnamesische Bauerndorf My Lai ein. Die Stimmung der US-Soldaten in Vietnam war schlecht. Seit der zu Jahresbeginn begonnenen Tet-Offensive der Vietnamesen, die den US-Truppen empfindliche Verluste und eine schwere psychische Niederlage beigebracht hatte, waren die Soldaten in ständige Gefechte mit dem scheinbar unsichtbaren Feind verwickelt. Die Einheit musste durch Minen und Sprengfallen große Verluste hinnehmen. So brannten die GIs darauf, sich zu rächen. Gegen acht Uhr erreichten sie My Lai, das umzingelt und nach vietnamesischen Soldaten durchkämmt wurde. Doch von den angeblichen Guerilleros des "Vietcong", welche von der US-Aufklärung gemeldet wurden, fanden die GIs keine Spur. Daraufhin begannen die Soldaten unter dem Kommando von Leutnant William Kelly mit der systematischen Ermordung der Zivilbevölkerung. Es dauert keine drei Stunden und das Dorf My Lai und 500 seiner Bewohner existierten nicht mehr. Der 16. März 1968 ging mit dem Massaker von My Lai als eines der dunkelsten Kapitel in die Geschichte der US-Army ein.

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22. April - Erstmals wurden in Großbritannien und Nordirland Dezimal-Münzen in Umlauf gebracht. Fünf- und Zehnpence-Stücke ersetzten die Ein- und Zweishilling-Münzen. Die traditionelle Einteilung des Pfundes in 20 Shilling zu je zwölf Pence löste beim Umtausch in andere europäische Währungen Umrechnungsprobleme aus.

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15. September - Nach dreijähriger Bauzeit wurde in Berlin die Neue Nationalgalerie eröffnet. Das Gebäude wurde von dem Architekten Ludwig Mies van der Rohe, dem Leiter des Dessauer Bauhauses, entworfen. Die Neue Nationalgalerie ist in eine Halle im Erdgeschoss und das darunterliegende Museumsgeschoss unterteilt. Die Rasterkonstruktion aus Stahl und Glas gilt als architektonische Meisterleistung.

 

Die drei Großmächte USA, UdSSR und Großbritannien unterzeichnen den Atomwaffensperrvertrag, der die Weitergabe dieser Waffen an Drittländer untersagt.

 

Der Führer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Dr. Martin Luther King wird am 4. April während einer Kundgebung von einem Unbekannten erschossen. Der Zwischenfall löst schwerste Unruhen aus mit 46 Todesopfern.

 

Am 6. Juni wird der Kandidat für die US-Präsidentschaft und Kritiker des Vietnamkrieges Robert Kennedy erschossen.

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20. Juni - In den beiden Halbfinales der US-Leichtathletik-Meisterschaften in Sacramento (Kalifornien) laufen die Sportler Jim Hines, Charles Green und Ronnie Ray Smith erstmals weniger als 10 Sekunden auf der 100-Meter-Strecke. Ihre Zeiten werden jeweils mit 9,9 Sekunden handgestoppt. Bereits in den Vorläufen liefen zwei Athleten – Jim Hines und der Jamaikaner Lennox Miller – 9,8 bzw. 9,9 Sekunden, die jedoch wegen des zu starken Rückenwindes nicht als Weltrekord anerkannt werden konnten. Dann kamen die Zwischenläufe. Beide wurden in 9,9 Sekunden gewonnen – der erste von Jim Hines, der zweite von Charles Greene, wobei Hines nur knapp vor dem zeitgleichen Ronnie Ray Smith lag. Der Rückenwind betrug lediglich 0,78 km/h, und dass die Laufbahn, wie sich hinterher heraus stellte, 11 cm zu lang war, hinderte die Anerkennung des Dreifach-Weltrekords nicht.

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13. Juli - Die Band "Steppenwolf" bringt ihren Hit "Born to be wild" heraus. Mit dem rebellischen Song treffen sie das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Bandmitglieder waren ursprünglich John Kay, Michael Monarch, Goldy McJohn, Rushton Moreve und Jerry Edmonton. Sie ließen sich bei ihrem Bandnamen vom gleichnamigen Herrmann-Hesse-Roman inspirieren. "Born to be wild" war auf dem Debutalbum und kam auf Platz 2 der amerikanischen Charts. Geschrieben wurde der Song von Dennis Edmonton, dem Bruder von Jerry. Kultstatus erlangte das Stück durch den Film "Easy Rider".

Der noch amtierende US-Präsident Johnson ordnet am 1. November die Einstellung der Bombardierung Nordvietnams an. Der über 3-jährige Bombenkrieg hat die Amerikaner 911 Flugzeuge gekostet (Nordvietnam gibt 3.300 abgeschossene Maschinen an). In über 94.000 Einsätzen sind mehr als eine mio Tonnen Bomben abgeworfen worden. In Vietnam sehen sich die USA angesichts der konzertiert zwischen den Viet-Minh (im Norden) und den Vietcong (im Süden) angelegten sogenannten "Tet-Offensive" zu weiterer Entsendung von Truppen genötigt. Das erst später bekannt gewordene angeblich aus der Reihe fallende Massaker einer US-Kampfgruppe unter Ltd. William Calley gegen die Zivilisten von My Lai findet am 16.3. statt. Es kostet allen 500 Dorfbewohnern das Leben, obwohl nicht die geringste Präsenz von Kriegsgegnern zu verzeichnen war.

Der Vatikan spricht sich in der Enzyklika "humanae vitae" gegen jede künstliche Geburtenkontrolle aus und provoziert damit weltweite Kritik auch in den eigenen Reihen und massenhafte Kirchenaustritte.

Der im wesentlichen durch die UdSSR und die Enteignung der Suez-Kanalgesellschaft (siehe 1956) finanzierte ägyptische Assuan-Staudamm wird fertiggestellt. Er staut das Nilwasser auf 600 km Länge (siehe 1964).

Der Luxusliner Queen Elizabeth II läuft vom Stapel, und der Liniendienst mit Luftkissenfahrzeugen (Hover Craft) über den Ärmelkanal wird aufgenommen.nach Oben

 

20. Oktober - Bei den Olympischen Sommerspielen in Mexiko-Stadt gewinnt der US-Amerikaner Richard „Dick“ Fosbury mit einer revolutionären Sprungtechnik, dem später nach ihm benannten Fosbury-Flop, die Goldmedaille im Hochsprung-Wettbewerb mit übersprungenen 2,24 m. Die derzeit praktizierte Methode wurde von dem Amerikaner Dick Fosbury entwickelt, mit der dieser 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt Gold gewann. Schon zehn Jahre davor, allerdings, war es Fritz Pingl, der diese Sprungart bei den österreich.
Leichtathletik-Meisterschaften zum ersten Mal vorstellte. Sie fand allerdings keine internationale Aufmerksamkeit, da Fritz Pingl nie an internationalen Meisterschaften teilnahm. Der Springer läuft beim Anlauf eine Kurve, dreht auf den letzten Schritten den Rumpf und überquert die Latte rücklings. Beim Fosbury-Flop (auch nur Flop genannt) kann theoretisch der Schwerpunkt des Athleten bis 9 Zentimeter unter der Latte durchgehen, da der Athlet seinen Körper geeignet um die Latte herumschmiegt (praktisch nachgewiesen wurde ein Wert von 3 Zentimetern). Dadurch kann bei gleicher Sprungkraft die Latte höher gelegt werden. Beim Flop unterscheidet man zwischen dem Speedflop, bei dem der Springer aus einer hohen Anlaufgeschwindigkeit springt, und dem Powerflop, bei dem der Springer seine Kraft größtenteils aus dem Absprung nimmt. Beide Techniken kommen selten einzeln vor. Meistens kann man Mischformen beobachten. Mit dem Flop wurde Ulrike Meyfarth 1972 im Alter von 16 Jahren Überraschungs-Olympiasiegerin. Endgültig setzte sich der Flop-Stil erst nach 1980 bei allen führenden Springern durch.

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20. Oktober - Der 62jährige griechische Milliardär Aristoteles Onassis heiratet auf seiner Privat-Insel Skorpios die 39jährige Witwe des fünf Jahre zuvor ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, Jackie. Die Heirat wurde nicht nur in den USA mit hämischen Bemerkungen kommentiert und ruinierte endgültig den Ruf der einst von vielen bewunderten First Lady.

 

Erstmals in der Geschichte des Fernsehens wurde am 21. Dezember 1968 eine Sendung direkt aus dem Weltraum übertragen. Die Raumfahrer Frank Borman, James A. Lovell Junior und William A. Anders waren Ziel der Mission war es, weitere Informationen über den Erdtrabanten zu erhalten. Nachdem die Astronauten die Mondoberfläche fotografiert hatten, kehrten sie zur Erde zurück

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Apollo 717. Dezember - Von Cape Kennedy aus startete die Raumsonde Apollo 8. Es war das erste Mal, dass eine aus drei Astronauten bestehende Besatzung ins All flog. Zudem wurde bei Apollo 8 erstmalig am 21. Dezember eine Fernseh-Live-Schaltung von der Kapsel zum Kontrollzentrum durchgeführt. Die Astronauten der Apollo 8-Mission beantworteten 13 Minuten lang Fragen der Reporter. Zu diesem Zeitpunkt war Apollo 8 rund 220.000 Kilometer von der Erde entfernt. Damit hatten sie schon mehr als die Hälfte des Wegs zum Mond zurückgelegt. An Bord des Raumschiffs befanden sich die Astronauten Walter M. Schirra, Walter Cunningham und Donn F. Eisele. Auf ihrer Mission führten die Besatzungsmitglieder zahlreiche Tests für künftige Flüge durch, sie nahmen an weiteren Fernsehübertragungen teil und machten zahlreiche Fotos. Nach zehntägigem Aufenthalt im Orbit kehrte Apollo 8 zur Erde zurück und landeten am 27. Dezember im Pazifischen Ozean.

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31. Dezember - Das erste zivile Überschallpassagierflugzeug wird von den Russen mit der Tupolew TU-144 vorgestellt.

Werner Arber entdeckt das Restriktionsenzym, das später zu einem der wichtigsten Werkzeuge in der Gentechnik wird.

Nach der zweiten Herzverpflanzung durch den Südafrikaner Christiaan Barnard lebt der Patient 74 Tage lang mit den neuen Herz.

In den USA beginnt man mit der Konservierung von Lebensmitteln durch Bestrahlung mit radioaktivem Kobalt 60; die US Aufsichtsbehörde für Lebensmittel und Medikamente verweigert im April die Zulassung derart bestrahlten Schinkens.

Der Beweis, dass es vor 3 Milliarden Jahren bereits Leben auf der Erde gab, wird durch die Entdeckung von Aminosäure-Resten in entsprechend altem Gestein erbracht.

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1969

18. Januar - Die erste Sendung der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck als Moderator wird ausgestrahlt.

 

20. Januar - Prof. Dr. phil. Ellinor von Puttkammer wurde als erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik zur Botschafterin ernannt. Sie vertrat Bonn im Straßburger Europarat bis 1973. Deutschland ist seit 1950 Mitglied im 1949 gegründeten Europarat. Im Jahre 2000 zählte der Rat 41 Mitgliedstaaten. Die Amtssprachen sind Englisch und Französisch. Ziel des Europarates ist die Förderung der Ideale und Grundsätze eines europäischen Erbes. Die Organe des Rates sind u.a. die parlamentarische Versammlung, Generalsekretariat, Ministerkommitee. Der Europarat bemüht sich auch um Abkommen im sozialen, wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen.

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13. Februar - Unter der Leitung von Rudolf Zenker wird, an der Chirurgischen Universitäts- und Poliklinik in Marburg an der Lahn, die erste Herztransplantation Deutschlands an einem 36jährigen Patienten durchgeführt, wobei dieser nicht aufgrund mangelnder Gewebeverträglichkeit, sondern wegen des vorgeschädigten Spenderherzens nur 27 Stunden überlebte.

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Amerikanische Zeitungen berichteten erstmals über das Massaker im vietnamesischen My Lai. Am 16. März 1968 hatten US-Truppen eine Offensive gegen das Dorf My Lai und benachbarte Siedlungen gestartet. Sie begründeten dies mit der Vermutung, dass dort eine Hochburg der vietnamesischen Truppen sei. Bei der Operation wurden rund 500 Frauen, Kinder und alte Menschen regelrecht abgeschlachtet. Unter den Opfern befand sich kein einziger vietnamesischer Soldat. Drei amerikanische Soldaten versuchten, das Massaker zu stoppen. Sie landeten mit ihrem Hubschrauber im Dorf und retteten mindestens neun Dorfbewohner vor dem sicheren Tod. Für ihre Tat wurden sie dreißig Jahre später ausgezeichnet.

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1. Mai - Das eurocheque-System kann erstmals und grenzüberschreitend von Scheckausstellern genutzt werden. Zahlungen mittels Scheck sind bei Vorlage seiner ec-Karte bis zu einer Höhe von 400 Deutsche Mark (oder dem Gegenwert in fremder Währung) durch sein Kreditinstitut dem Zahlungsempfänger gegenüber bei Einlösung garantiert.

 

 

19. Juni - Alfred Gütgemann, Direktor der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn, nimmt die erste Lebertransplantation in Deutschland vor. Patient ist ein dreißigjähriger Student, dessen Leber von Krebs durchsetzt ist. Ein Versagen der Leber und der Tod des Patienten stehen unmittelbar bevor. Der Patient stimmt dem Risiko einer Lebertransplantation zu daraifhin mit nimmt der Professor den fünfeinhalb stündigen Eingriff mit einem Team von 40 Ärzten und Schwestern vor. Die Operation gelingt und Volkmar G. kann mit der neuen Leber noch sieben Monate leben, erheblich länger als die meisten der bis dahin 50 Patienten, die sich in anderen Ländern einer Lebertransplantation unterzogen. Die Todesursache war schließlich Leberversagen infolge einer hepatitischen Infektion. Spender des Organs war der Förster Rüdiger R., 31 Jahre alt, der an einer Gehirnblutung gestorben war. Der Haken an der Sache war allerdings, dass weder die Witwe noch die Mutter des Verstorbenen von der Operation wussten oder gar ihre Einwilligung gegeben hatten. Sie erfuhren von der Organspende ihres Mannes, respektive Sohnes, aus der Zeitung. Und hier setzte dann auch das juristische Nachspiel ein. Die Angehörigen des Försters erstatteten Strafanzeige bei der Bonner Staatsanwaltschaft und strengten eine Zivilklage auf je 16.000 DM Schmerzensgeld an. Das Strafverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft mit der Begründung eingestellt, dass "das Streben nach Errettung und Erhaltung des Lebens des an Leberkrebs erkrankten Patienten G. dem Streben der Angehörigen des Försters R., einen unversehrten Leichnam zu bestatten, vorgeht". Doch in dem Zivilverfahren befanden die Richter, ein Patient müsse sich "davor geschützt wissen, daß bei seinem evtl. eintretenden Tod eines seiner Organe ohne jede Rücksicht auf seinen Willen oder die Einwilligung seiner Angehörigen - evtl. sogar mißbräuchlich - entnommen werden kann". Zu einer Zahlung von Schmerzensgeld wurde Gütgemann nicht verurteilt, da der Eingriff "nicht aus kommerziellen Gründen" geschah.

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19. Juni - Die Kosmonauten Nikolajew und Sewastjanow der Sojus 9-Mission landen in ihrer Raumkapsel mit dem Fallschirm in der kasachischen Steppe westlich von Karaganda. Mit mehr als 17 Tagen Flugdauer setzen sie eine neue Rekordmarke für den längsten Raumflug.

 

16. Juli - Apollo 11 wird zur ersten bemannten Landung auf dem Mond auf die Reise geschickt. Die drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins starteten am 16. Juli 1969 mit einer Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida und erreichten am 19. Juli eine Mondumlaufbahn. Während Pilot Michael Collins den Mond umkreist, betreten am 21.7. 03:56 Uhr MEZ Neil Armstrong als erster und gleich danach Buzz Aldrin als zweiter Mensch den Mond, was natürlich live im Fernsehen zu beobachten ist. Eine weitere Mondlandung startet am 14.11. (Conrad, Gordon, Bean) und führt zu 15 Std Erforschung der Mondoberfläche. Nach einem knapp 22-stündigen Aufenthalt verließen die Astronauten die Oberfläche des Mondes wieder und kehrten zusammen mit Collins zur Erde zurück, wo sie am 24. Juli im Pazifik wasserten. Die erfolgreiche Durchführung des Flugs wurde weltweit von rund 500 Millionen Menschen im Fernsehen verfolgt. Apollo 11 erfüllte die Ankündigung des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy aus dem Jahre 1961, noch vor dem Ende des Jahrzehnts einen Menschen zum Mond und wieder sicher zurück zur Erde zu bringen.

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20. Juli - Neil A. Armstrong betritt als erster Mensch den Mond. Die Worte des Leiters der Apollo 11-Mission beim Betreten des Planeten, "Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit" gingen per Fernsehen um die Welt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Edwin "Buzz" Aldrin unternahm er
anschließend einen mehr als zweistündigen Mond-Spaziergang, bei dem die beiden Astronauten Gesteinsproben nahmen, ein Experiment durchführten, zahlreiche Fotos schossen und eine amerikanische Flagge auf der Mondoberfläche anbrachten. Am 24. Juli kehrten Armstrong, Aldrin und Michael Collins durch eine Landung ihrer Raumkapsel im Pazifik auf die Erde zurück.

 

 

20. Juli - Der Belgier Eddy Merckx gewann seine erste Tour de France. In den darauf folgenden Jahren bis 1974 gelangen ihm vier weitere Siege beim bekanntesten und schwersten Radrennen der Welt. Merckx, der als einer der erfolgreichsten Straßen-Fahrer gilt, hatte sich bereits zuvor den Titel des Amateur- und des Profiweltmeisters gesichert und auch schon den Giro d´ Italia gewonnen. Außer dem Belgier waren bis heute nur die Franzosen Jacques Anquetil und Bernard Hinault sowie der Spanier Miguel Indurain fünf Mal bei der Tour de France erfolgreich. Indurain schaffte bislang als einzige Fahrer fünf Siege in Folge.

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Nördlich von New York beginnt am 15. August, ein dreitägiges Pop- und Rockfestival mit den bekanntesten Musikern dieser Stilrichtungen. Eine halbe Million Rockfans - zehnmal mehr als erwartet - kommen zum "Woodstock"-Festival, das seitdem zur Legende besonders der Hippie-Bewegung erklärt wurde. Auf dem Festival traten 32 Bands und Solisten der Musikrichtungen Folk, Rock, Soul und Blues für insgesamt rund 200.000 US-Dollar Gage auf. Auf dem Festivalgelände herrschten chaotische Zustände, da die erwarteten Besucherzahlen um ein Vielfaches übertroffen wurden. Die Veranstaltung sollte ursprünglich nicht in Woodstock stattfinden, sondern in Wallkill, das 50 km südlich lag. Das Festival musste dann aber nach Protesten der Dorfbevölkerung auf ein 243 Hektar großes Gelände in White Lake bei Bethel, ausweichen. Bethel liegt ca. 150 km von New York entfernt, 70 km südwestlich von Woodstock und hatte damals weniger als 4000 Einwohner. Der Grundstückseigentümer erhielt für die Dauer des Festivals 50.000 Dollar Miete. Er wurde aber am 7. Januar 1970 von seinen Nachbarn auf 35.000 Dollar Ersatz für Schäden verklagt, die Konzertbesucher an ihrem Eigentum verursacht hatten.

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1. September - Mit dem Inkrafttreten der Reform des Paragrafen 175 Strafgesetzbuch war die Homosexualität unter Männern ab 21 Jahren in der Bundesrepublik nicht mehr strafbar. Nach wie vor wurde die "Unzucht" mit Jugendlichen unter 21 Jahren strafrechtlich verfolgt. 1871 im Reichsstrafgesetzbuch als "widernatürliche Unzucht" formuliert, war der Tatbestand der Homosexualität ab 1935 Grundlage zur Inhaftierung von 50.000 Schwulen und Lesben, 15.000 von ihnen starben in Konzentrationslagern. Der Paragraf 175 wurde nach 1945 unverändert aus den Gesetzbüchern der Nationalsozialisten übernommen. Von der Reform des Strafgesetzbuches im Jahr 1962 blieb er ausgenommen und wurde erst in der Fassung vom 10. März 1994 aufgehoben.

 

1. September - Unter der Führung von Armee Stabschef Muammar al Gaddhafi stürzte die revolutionäre Bewegung "Bund Freier Offiziere" den libyschen König Idris I. und proklamierte die Arabische Republik Libyen. Gaddhafi übernahm als Vorsitzender des Revolutionären Kommandorats die Regierung und schloss die britischen und US-amerikanischen Militärbasen. Zudem verstaatlichte er ausländische Banken und Ölgesellschaften. Seine politische Idee, auf den Grundlage des Islam und eines arabischen Nationalismus einen Kompromiss zwischen Kapitalismus und Kommunismus zu finden, erläuterte er in seinem "Grünen Buch" (1976 und 1980). 1979 legte Gaddhafi alle Ämter offiziell nieder, blieb aber faktisch Staatschef als "Führer der Revolution".

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21. Oktober - Der deutsche Sozialdemokrat Willy Brandt wurde mit Unterstützung der Freien Demokratischen Partei Deutschlands zum ersten Bundeskanzler der SPD in der deutschen Nachkriegsgeschichte gewählt.

 

Ozean der Stürme19. November - Nur wenige Monate nach der ersten Landung auf dem Mond erreichten die Astronauten Charles Conrad, Alan Bean und Richard Gordon die Mondoberfläche. Hauptziel dieser Mission war eine genaue Landung im "Ozean der Stürme" (Oceanus Procellarum), in der Nähe der 1967 gelandeten unbemannten Mondsonde "Surveyor 3". Die Astronauten landeten nur 183 Meter von "Surveyor 3" entfernt. Sie hätten ihr Raumschiff noch näher heransteuern können, wollten die Sonde jedoch vor aufwirbelnden Staubteilchen schützen. Sie stellten Messgeräte auf, nahmen Bodenproben und fotografierten die Kraterlandschaft. Am 20. November hob die Mondfähre "Intrepid" wieder ab und koppelte an das Mutterschiff "Yankee-Clipper" an. Vier Tage später kehrte "Apollo 12" zur Erde zurück.

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19. Dezember - Der Film "Easy Rider" lief in den US-amerikanischen Kinos an. Der Streifen, angelehnt an eine wahre Begebenheit, zeigt zwei junge Männer, Dennis Hopper und Peter Fonda, die eine Motorradtour quer durch die USA von Los Angeles nach New Orleans unternehmen. Durch den Verkauf von Drogen verdienen die zwei Hauptdarsteller Wyatt (Peter Fonda) und Billy (Dennis Hopper) in Los Angeles das nötige Geld, um sich ihren Traum, eine Motorradtour quer durch die USA zum Mardi-Gras Karneval nach New Orleans, verwirklichen zu können. Die Tour beginnt in Los Angeles und führt sie zu einer, gastfreundlichen Farmer-Familie, wo sie einen Abend über versorgt verweilen. Auf dem weiteren Weg in Richtung New Mexiko kreuzt ein Anhalter ihren Weg, den sie mitnehmen und der sie für eine Weile bei einer Hippiekommune unterbringt. Mittlerweile in Las Vegas angekommen  werden sie verhaftet und müssen schließlich mit der Unterkunft in einem Gefängnis vorlieb nehmen. Dort treffen sie den Anwalt George Hanson (Jack Nicholson), der ihnen aufgrund seines gesellschaftlichen Status zur Freilassung verhilft und mit dem sie zu dritt die Reise fortsetzten. In einem ländlichen Ort im Bundesstaat Louisiana kehren  Billy, Wyatt und Hanson in einer Gaststätte ein, wo sie zwar von den weiblichen Besucherinnen mit Freude empfangen, jedoch von den konservativen, männlichen Bewohnern respektlos behandelt werden. So verlassen sie die Gaststätte ohne bedient worden zu sein und schlagen ihr Nachtlager auf. In dieser Nacht überfallen ihr Lager, während Billy und Wyatt jenen Anschlag überleben, stirbt Hanson.  Doch die Reise wird fortgesetzt: Billy und Wyatt erreichen schließlich New Orleans, und verwirklichen die letzte Etappe ihres Traums, den Karneval in New Orleans sowie in diesem Zusammenhang auch die psychedelischen Folgen von LSD. Auf dem Rückweg nach Los Angeles überholt sie ein Pick Up dessen Beifahrer mit einigen Bemerkungen und ausgestrecktem Gewehr Billy provoziert. Billys Reaktion ist ein ausgestreckter Mittelfinger, der den Beifahrer dazu veranlasst, auf ihn zu schießen. Die Folge darauf ist, dass Billy das Gleichgewicht verliert und zu Boden stürzt. Wyatt, der durch den Schuss auf die Handlung aufmerksam wird, bremst ab und fährt zu dem verletzten Billy zurück und bedeckt diesen mit seiner Lederjacke. Inzwischen hat der Pick Up Truck ebenfalls gewendet und steuert auf Wyatt zu, der sich erneut auf seinem Motorrad befindet und im Begriff ist Hilfe zu organisieren. Erneut ertönt ein Schuss und mit einem lauten Knall fliegt Wyatts Motorrad in den Straßengraben und entflammt. Der Film, der als Symbol der Sechziger Jahre gilt, ist inzwischen ein Klassiker. Aufgrund seiner Landschaftsaufnahmen sowie seiner Folk- und Rockmusik avancierte "Easy Rider" zu einem großen Erfolg an den internationalen Kinokassen.

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Die USA beginnen mit dem militärischen Rückzug aus Vietnam. Man sagt, sie seien "zu Hause besiegt" worden durch Bürgerproteste und Bürgerrechts-bewegung. Offensichtlich hat vorher keiner in Amerika zugehört, dass die meisten Amerikaner gar nicht nach Vietnam kämpfen gehen wollten. Vor allem nicht die Schwarzen und die Indianer, die überproportional "verheizt" worden sind. In Paris werden Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den verfeindeten Parteien in Vietnam aufgenommen. Die Bevölkerung der USA sorgt mit massiven Demonstrationen und millionenfacher Teilnahme dafür, dass die eigene Regierung das Kriegsende in Vietnam ernst nimmt.

 

Die bundesdeutschen Schülerinnen und Schüler bekamen ihren ersten "Sexualkunde-Atlas" vorgelegt. Er sollte als einheitliches Unterrichtsmittel im neu eingeführten Fach Sexualkunde benutzt werden. Das Buch war im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums erarbeitet worden. Gesellschaftliche Kräfte wie die evangelische Kirche unterstützten den Aufbruch zu einer liberalen Sexualerziehung. Von katholischer und konservativer Seite wurde der Sexualkunde-Atlas heftig angegriffen.

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In der Computertechnik werden Trommelspeicher entwickelt, die ihre Daten auch dann behalten, wenn man die Maschine abschaltet.

In Texas wird das erste künstliche Herz verpflanzt, mit dem der Patient noch fast drei Jahre lang lebt.

 

 

Die Erprobung des britisch-französischen Überschallflugzeuges "Concorde" für den zivilen Passagierdienst wird abgeschlossen.

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1970

1. Januar - In Deutschland wurde die Lohnfortzahlung für Arbeiter im Krankheitsfall eingeführt. Die Arbeitgeber sind nach diesem Lohnfortzahlungsgesetz verpflichtet, den vollen Bruttolohn während der ersten sechs Wochen der Krankmeldung auszuzahlen. Damit wurden die Arbeiter den Angestellten gleichgestellt.

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Am 16 Januar gelang es erstmals sowjetischen Kosmonauten, zwei bemannte Raumschiffe aneinander zu koppeln. Die Besatzungsmitglieder des Raumschiffes "Sojus 5" konnten dank dieses sensationellen Manövers in das Raumschiff "Sojus 4" gelangen und mit diesem den Rückflug zur Erde antreten. Die sowjetische Raumfahrt hatte mit der "Sojus"-Weltraumtechnik zu Beginn ernste Probleme. Das Raumschiff "Sojus 1" war am 1. April 1967 ungebremst auf der Erdoberfläche aufgeschlagen. Dabei kam der Kosmonaut Wladimir Kamarow ums Leben. Mit dem gelungenen Kopplungsmanöver der Schiffe 4 und 5 aus der "Unions" - Serie hatten die sowjetischen Kosmonauten im Wettlauf mit den USA um Erfolge bei der prestigeträchtigen bemannten Raumfahrt wieder deutlich die Nase vorn.

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Der Boxer Joe Frazier besiegt am 16. Febraur durch ein K.O. in der vierten Runde seinen Gegner Jimmy Ellis. Der Sieg machte den schwarzen US-Amerikaner zum neuen Weltmeister aller Verbände im Schwergewicht. Frazier konnte seinen Titel für drei Jahre halten und besiegte in dieser Zeit auch in einem legendären Kampf die Boxlegende Muhammad Ali. Über 15 Runden dauerte dieser Kampf am 26. Juli 1971, bei dem er Ali in der letzten Runde mit einem linken Haken zu Boden schlug. Seinen Titel musste er am 12. Dezember 1973 bei seiner Niederlage gegen Boone Kirkman abgeben.

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14. März - Die erste Weltausstellung in Asien wurde in Osaka (Japan) eröffnet. Das Motto der Ausstellung lautete: "Fortschritt und Harmonie für die Menschheit". Fast 80 Staaten und zahllose Organisationen widmeten sich dem Schwerpunkt Kommunikation und zeigten neuste Entwicklungen und Entwürfe: Drahtlose Kommunikation, Video und Bildschirmtelefone waren die herausragenden technischen Errungenschaften. Während des ersten Versuchs starb der Kaiser, dann kam der Zweite Weltkrieg dazwischen. Knapp 65 Millionen Menschen kamen und bescherten den Organisatoren der Ausstellung einen Gewinn von gut 52 Millionen Dollar. So viel Geld wurde von keiner anderen Weltausstellung je erwirtschaftet. Das Symbol der Ausstellung war eine stilisierte Kirschblüte mit fünf Blättern.

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21. März - Die Militärregierung von Äthiopien gibt die Abschaffung der seit mehr als 3000 Jahren herrschenden Monarchie bekannt. Im Jahr zuvor war der regierende Kaiser Haile Selassi I. nach mehr als 30 Jahren auf dem Thron nach Unruhen und Protesten gegen sein Regime von linksgerichteten Militärs abgesetzt worden.

Besuchte der damalige Bundeskanzler Willy Brandt die DDR und traf sich in Erfurt mit dem Vorsitzenden des Ministerrats der DDR, Willi Stoph. Am Rande dieses historischen ersten Treffens der Regierungschefs beider deutscher Staaten wurde Willy Brandt von der Erfurter Bevölkerung begeistert gefeiert.

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13. April - Ein Sauerstofftank des Raumschiffs Apollo 13 explodiert auf dem Weg zum Mond. 55 Stunden und 54 Minuten nach dem Start, über 300.000 km von der Erde entfernt, explodierte einer der beiden Sauerstofftanks im Servicemodul der "Odyssey". Kapselpilot Swigert meldete über Funk: "Hey, ich glaube, wir hatten da gerade ein Problem." Astronaut Jack Lousma, der zu dieser Zeit im Kontrollzentrum in Houston die Funkverbindung zur Besatzung hielt, fragte nach: "Könntet ihr das bitte wiederholen?". Daraufhin meldete sich Kommandant Lovell: “Houston, wir haben ein Problem” (“Houston, we've had a problem”).
Die Mission wird abgebrochen und eine Rettungsaktion wird eingeleitet, um die drei Astronauten James Arthur Lovell, John Leonard Swigert und Fred Haise unversehrt zur Erde zurückzubringen.
Technische Improvisation war nötig, um die drei Besatzungsmitglieder in ihrem beschädigten Raumfahrzeug lebend zur Erde zurückzubringen. Das Lebenserhaltungssystem der Landefähre war jedoch nicht dafür ausgelegt, drei Personen mehrere Tage am Leben zu erhalten. Während genügend Sauerstoff an Bord war, gab es zu wenig Wasser und insbesondere elektrischen Strom, der in der Landefähre aus Batterien bezogen wird. Außerdem musste auch das überlastete Luftreinigungssystem umgebaut werden, um mit dem CO2-Filter der „Odyssey“ arbeiten zu können, der eigentlich mit dem der „Aquarius“ inkompatibel war (runde und eckige Filter). Hierzu musste aus an Bord vorhandenen Dingen, wie zum Beispiel Tüten, Klebeband, Flugplänen usw. ein Adapter gebaut werden. Das Bodenzentrum in Houston erarbeitete eine Prozedur, die an die Crew gefunkt wurde, die dann erfolgreich den Adapter nachbaute. Dieser Apolloflug war der einzige, der vorzeitig abgebrochen werden musste.

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Nach einem spektakulären Rettungsmanöver kehrten die Astronauten Fred Haise und James Lovell der fehlgeschlagenen Apollo 13-Mission auf die Erde zurück. Nach der Wasserung im Pazifik werden sie wohlbehalten von der USS Iwo Jima (LPH-2) an Bord genommen. Das Raumschiff "Apollo 13" war von Cape Kennedy zum Mond aufgebrochen. Unkorrektes Befüllen des Sauerstoff-Tanks hatte jedoch zum Gasaustritt geführt. Während des Fluges stieg die Temperatur zeitweise auf 540 Grad Celsius an. Die Isolierungen schmolzen und ein Kurzschluss führte zur Explosion des Sauerstoff-Tanks. Technische Improvisation war nötig, um die drei Besatzungsmitglieder in ihrem beschädigten Raumfahrzeug lebend zur Erde zurückzubringen. Dieser Apolloflug war der einzige, der vorzeitig abgebrochen werden musste. Kurz vor dem Eintritt in die Erdatmosphäre musste die lebensrettende Mondfähre "AQUARIUS" abgetrennt werden. Überraschend meldete sich Kommandant James Lovell nach Wiedereintritt in die Atmosphäre wieder über Funk. Noch am Tage der Landung wurde vom amerikanischen Kongress ein Untersuchungsausschuss eingesetzt.

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21. Juli - Die zwölfte und zuletzt montierte Turbine des Assuan-Staudamms wurde in Betrieb genommen. Der 111 Meter hohe und fast vier Kilometer lange Damm staut den Nil zum Nassersee auf und ermöglicht die Regulierung des Wasserhaushalts im Tal des längsten Flusses der Welt. Dadurch sind mehrfache Ernten pro Jahr möglich. Die landwirtschaftliche Nutzfläche konnte um 15 Prozent erweitert werden. Das Ausbleiben des fruchtbaren Nilschlamms führte jedoch zu einem Rückgang der Erträge. Die Felder mussten durch Kanäle bewässert und gedüngt werden. Es kam zu einer zunehmenden Versalzung der Böden. Durch die Nährstoffverarmung des Nilwassers ist auch die Fischerei stark zurück gegangen.

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18. September - Der Gitarrist und Sänger Jimi Hendrix - Idol der Flower-Power-Generation - kam auf unerklärliche Weise in London ums Leben. Hendrix - stark alkoholisiert und narkotisiert - war vermutlich an seinem eigenen Erbrochenen erstickt. Legendär sind seine Konzertauftritte beim Monterey Pop Festival 1967, als er in seiner Bühnenshow seine Gitarre zertrümmerte und anzündete. Auch seine Interpretation der amerikanischen Nationalhymne beim Woodstock Festival 1969 ging in die Geschichtsbücher ein.

 

 

18. September - Der Prozess um das Schlafmittel Contergan, das bei tausenden Neugeborenen Fehlentwicklungen verursachte, endete mit der Einstellung der Produktion. Damit war der mit 283 Verhandlungstagen längste deutsche Strafprozess beendet. Nach der Einnahme des Schlaf- und Beruhigungsmittels Contergan während der Schwangerschaft brachten Ende der 1950er Jahre Mütter ihre Kinder missgebildet zur Welt. Die Neugeborenen litten unter dem Dysmelie-Syndrom, einer Fehlbildung der Gliedmaßen und der inneren Organe. Contergan-Kindern fehlen häufig Gliedmaßen. Ursache des Dysmelie-Syndroms ist Thalidomid, ein zentraler Wirkstoff in dem Arzneimittel Contergan.

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Unter ungewöhnlich scharfen Sicherheitsvorkehrungen beginnen Prozesse gegen Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe (RAF Rote Armee Fraktion).

Während einer von seinem Anwalt Horst Mahler beantragten Ausführung gelingt Andreas Baader mit Hilfe von Ulrike Meinhof, Irene Goergens, Ingrid Schubert unter Einsatz von Schusswaffen die Flucht. Die Baader-Befreiung gilt als Geburtsstunde der Rote Armee Fraktion (RAF). Andreas Baader war an den Brandstiftungen in zwei Frankfurter Kaufhäusern am 2. April 1968 beteiligt und dafür zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Baader, Gudrun Ensslin und Thorwald Proll erschienen nicht zum Haftantritt und setzten sich ab. Ensslin und Baader hielten sich zeitweilig bei der Journalistin Ulrike Meinhof in Hamburg auf. Zusammen mit Baaders Anwalt Horst Mahler und anderen hatte die Gruppe beschlossen, eine terroristische Vereinigung nach dem Vorbild der lateinamerikanischen Guerilleros zu gründen. Diese Pläne wurden jedoch durchkreuzt, als Baader am 4. April 1970 in Berlin erneut festgenommen wurde. Er war nach einem Hinweis des V-Manns Peter Urbach bei einer fingierten Verkehrskontrolle verhaftet worden. Die Gruppe beschloss, ihn zu befreien.

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1. November - Mit „Christoph 1“ wird der erste Rettungshubschrauber Deutschlands am Klinikum Harlaching in München stationiert und in Dienst gestellt, der sich als richtungsweisend für die Luftrettung in Deutschland und auch im Ausland erweisen sollte. Dr.Hans Burghart war zu dieser Zeit Arzt am städtischen Krankenhaus München Harlaching. Dort erhielt er von der Stadt einen Rüffel, weil er ein verletztes Kind vor dem Krankenhaus notfallmäßig versorgte und mit einem Pfleger in die Klinik brachte. Ende der 1960er Jahre entwickelte der Chirurg zusammen mit dem ADAC, ein Konzept zur Verbesserung der Rettungskette durch die Ergänzung mit Luftrettungsfahrzeugen. Zunächst charterte der ADAC einen Hubschrauber mit dem Funkrufnamen „Kolibri“ vom 13. Juni bis 6. Oktober 1968 mit Stationierung in München-Riem und vom 20. Dezember bis 7. Januar 1969 mit Stationierung im Klinikum rechts der Isar und setzte ihn versuchsweise für Einsätze rund um München ein. Eine dritte Testphase lief im Sommer 1969. Die Besatzung bestand wegen der Enge an Bord lediglich aus Arzt und Pilot. Infolge der Testläufe wurde nun eine Bölkow Bo 105 mit dem Funkrufnamen Christoph 1 eingesetzt, die 3 Mann Besatzung aufnehmen konnte. Ein Arzt des Krankenhauses, ein ADAC-Pilot und ein Rettungssanitäter. Von Januar 1975 bis 2. Februar 1984 wurden Piloten und Bordtechniker vom Bundesgrenzschutz gestellt. In diesem Zeitraum wurde das alte Flugmuster Bo 105 gegen den ersten Rettungshubschrauber vom Typ BK 117 ausgetauscht. 1995 wurde der Rettungshubschrauber zusätzlich mit einer Rettungswinde ausgerüstet.

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17. November - Die unbemannte sowjetische Raumsonde "Luna 17" landete auf dem Mond. Sie ist die erste Sonde, die ein Roboterfahrzeug mit sich führte. "Lunochod I" wurde von der Erde aus gesteuert und war mit Fernsehkamera und Sonnenbatterien ausgestattet. Das Fahrzeug legte in 11 Mondtagen eine Strecke von 10,5 km zurück und übermittelte dabei Daten von Gesteinsuntersuchungen und Fernsehbilder zur Bodenstation. Insgesamt funkten die vier Kameras über 20.000 Bilder und 200 Panoramen zur Erde. 1973 wurde diese Leistung von "Lunochod II" wiederholt. Die Luna-Missionen der UdSSR begannen im Jahr 1959. "Luna 1" war damals das erste Objekt, dass das Erdgravitationsfeld verließ.

 

17. November - Der US-amerikanische Erfinder Douglas C. Engelbart erhält ein Patent auf die erste EDV-Maus.

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Die Boing 747 Jumbo-Jet nimmt den Transatlantik-Liniendienst auf. Sie kann 450 Personen gleichzeitig befördern.

In der Computertechnik wird die Floppy Disk (noch im 8"-Format) vorgestellt.

Die ersten Schneid- und Schweiß-Kohlendioxidlaser werden in der Industrie eingesetzt (zum Schneiden von Stahlplatten).

Das Radioteleskop in Bonn mit seiner 100 m großen Schüssel wird fertiggestellt.

Es gelingt die erste vollständige Synthese eines Gens.

In der Bundesrepublik wird das aktive Wahlalter von 21 auf 18 Jahre herabgesetzt.

 

 

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