Chronologische Weltgeschichte - Die Jahre 1101 - 1200
1101
In Italien wird Branntwein aus Wein destilliert.
In England wird die einheitliche Längeneinheit der Elle von König Heinrich I. festgelegt.
1104
Der 9 m lange Abrahamsteppich wird geknüpft, (heute im Domschatz von Halberstadt), er zeigt Szenen aus Abrahams Leben. Hier besiegt gerade der Erzengel Michael den Drachen.
1106
Die erste deutsche Zunft entsteht durch Vereinigung der Wormser Schiffer und Fischhändler.
1107
Der Mehrfarbendruck wird in China zum Schutz vor Falschgeld erfunden.
1109
Der persische Mathematiker Omar Chaijam löst im Iran als erster kubische Gleichungen (Würfelberechnung (m3)
1113
Der Steinkohlebergbau wird erstmals erwähnt in einer Chronik des Klosters Klosterroda bei Kirchrath im Herzogtum Limburg
1125
Der (theoretische) deutsche Erbanspruch an England und die Normandie verfällt wegen Kinderlosigkeit der Ehe Kaiser Heinrich V. und Mathildes, Tochter Heinrich I. von England.
1127
Über Frankreich kommen Ritterturniere nach Deutschland, wovon das erste in Würzburg ausgetragen wird.
1128
1135
In Köln werden sogenannte "Schreinkarten" niedergelegt als Sammlung gültiger Kaufverträge, Grundrechte, Pfandrechte und/oder Eigentumsrechte an Grund und Boden (Vorläufer von Notariaten).
1140
21. Dezember - König Konrad III. erobert nach langer Belagerung die Burg Weinsberg. 1140 war die Burg im Besitz der Welfen, die sich mit den Staufern um die Macht im Reich stritten. König Konrad III., mehrere Bischöfe und Fürsten, belagerte die Burg mehrere Wochen lang und schlug am 21. Dezember 1140 in offener Feldschlacht den zum Entsatz bis sie sich schließlich ergab. Dem Bericht der Kölner Königschronik zufolge versprach der König den Frauen auf der Burg Weinsberg freien Abzug und gab die Erlaubnis, „dass jede forttragen dürfte, was sie auf ihren Schultern vermöchte“. Auf die Männer wartete der Tod. Die Frauen nahmen den König beim Wort und trugen ihre Männer auf dem Rücken herab, denen sie so das Leben retteten, da der König sein Wort hielt. Die Frauen wurden als "Treue Weiber von Weinsberg" bekannt, und die Burg, nähe Heilbronn gelegen, kam aufgrund dieser Begebenheit zu ihrem Namen "Weibertreu".
Bild: Wikipedia User Rosenzweig
1143
Erste Erwähnung einer Windmühle in England.
1146
In Regensburg wird die steinerne Donaubrücke fertiggestellt.
1147
Erste urkundliche Erwähnung Moskaus.
Als Erkennungszeichen bildet das Rittertum Familiensignets aus, die als Wappen auf den Schilden dargestellt werden
In Koblenz wird der Neubau der Kirche St. Kastor begonnen (fertiggestellt 1158).
1152
1155
Ulm wird Reichsstadt.
In Augsburg wird die älteste deutsche Bauordnung erlassen.
1157
Das Kegelspiel wird erstmals erwähnt
1158
Die älteste bekannte gedruckte Landkarte stellt Westchina dar.
Heinrich der Löwe gründet München.
1163
1167
Wismar wird erstmals urkundlich erwähnt (erhält 1229 Stadtrecht).
1176
Neubau des Münsters zu Straßburg beginnt (romanischer Dom seit 1050, Nordturm 1439 fertiggestellt).
1189
Die noch heute von Bussen und Lastwagen häufig befahrene Marco-Polo-Brücke wird über den chinesischen Fluss Yung-Ting gebaut.
Die vermutlich älteste Papiermühle Europas entsteht im französischen Hérault
1190
1191
12. Mai - Der englische König Richard Löwenherz und Berengaria von Navarra heiraten in Limassol auf Zypern. Der König begibt sich danach wieder auf den Dritten Kreuzzug.
Der Dreikönigsschrein in Köln wird von Nikolaus von Verdun fertiggestellt. Er ist der größte Goldsarkophag im Abendland
1192
21. Dezember - Der österreichische Herzog Leopold V. nahm den englischen König Richard I. Löwenherz gefangen, der sich auf dem Rückweg vom Dritten Kreuzzug befand. Zwischen den beiden war während des Kreuzzuges ein Streit entstanden, weshalb Richard I. versucht hatte, unerkannt durch die Herrschaftsgebiete Leopolds zu reisen. Leopold ließ Richard Löwenherz auf der Burg Dürnstein bei Wien inhaftieren, übergab ihn aber später an Kaiser Heinrich VI. Für die Freilassung verlangte Heinrich VI. von Richard I. ein Lösegeld. Erst nach der Zahlung der geforderten Summe wurde Richard Löwenherz 1194 wieder freigelassen.
1193
Älteste bekannte (chinesische) Abbildung einer Angelspule
1195
Der einköpfige Adler ist als Hoheitszeichen des deutschen Königs urkundlich belegt
1196
1. Mai - Der Heilige Rock wird erstmals in einer Urkunde erwähnt. Das Bistum Trier versucht mit diesem Fund die konkurrierende Abtei Prüm zu übertrumpfen, die seit dem 8. Jahrhundert im Besitz der Sandalen Christi ist. Die Authentizität des Heiligen Rocks ist umstritten. Er wurde nie mit wissenschaftlichen Methoden auf seine Echtheit untersucht. Nach dem Evangelium nach Johannes wurde ein Teil der Gewänder Jesu nach dessen Kreuzigung verteilt. Der Leibrock jedoch wurde unter den Soldaten verlost, da er für eine Zerteilung zu kostbar erschien. Der weiteren Überlieferung nach soll in dem in Trier aufbewahrten Heiligen Rock ein etwa 30 × 30 cm² großes Stück Gewebe dieses Leibrocks eingenäht sein, das Flavia Iulia Helena Augusta, Mutter Konstantins des Großen, nach Trier brachte. Da man sich allerdings des Öfteren anlässlich einer Zeigung zu Ausbesserungen und Schutzmaßnahmen gezwungen sah, ist der „Urzustand“ der Tunika zunehmend verändert worden. Der Heilige Rock wurde in den unsicheren Zeiten von 1657 bis 1794 auf der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz aufbewahrt; danach nahm ihn der letzte Kurfürst Clemens Wenzeslaus mit nach Augsburg. Im Jahr 1810 wurde der Heilige Rock anlässlich seiner Rückführung aus Augsburg 18 Tage lang ausgestellt und von über 220.000 Pilgern besichtigt. Die nächste Wallfahrt mit Zeigung des Heiligen Rockes wird 2012 stattfinden. 2012 jährt sich die erste Zeigung des Heiligen Rockes in Zusammenhang mit dem Reichstag zu Trier 1512 zum 500. Mal.

21. Dezember - König Konrad III. erobert nach langer Belagerung die Burg Weinsberg. 1140 war die Burg im Besitz der Welfen, die sich mit den Staufern um die Macht im Reich stritten. König Konrad III., mehrere Bischöfe und Fürsten, belagerte die Burg mehrere Wochen lang und schlug am 21. Dezember 1140 in offener Feldschlacht den zum Entsatz bis sie sich schließlich ergab. Dem Bericht der Kölner Königschronik zufolge versprach der König den Frauen auf der Burg Weinsberg freien Abzug und gab die Erlaubnis, „dass jede forttragen dürfte, was sie auf ihren Schultern vermöchte“. Auf die Männer wartete der Tod. Die Frauen nahmen den König beim Wort und trugen ihre Männer auf dem Rücken herab, denen sie so das Leben retteten, da der König sein Wort hielt. Die Frauen wurden als "Treue Weiber von Weinsberg" bekannt, und die Burg, nähe Heilbronn gelegen, kam aufgrund dieser Begebenheit zu ihrem Namen "Weibertreu".
21. Dezember - Der österreichische Herzog Leopold V. nahm den englischen König Richard
I. Löwenherz gefangen, der sich auf dem Rückweg vom Dritten Kreuzzug befand. Zwischen den beiden war während des Kreuzzuges ein Streit entstanden, weshalb
Richard I. versucht hatte, unerkannt durch die Herrschaftsgebiete Leopolds
zu reisen. Leopold ließ Richard Löwenherz auf der Burg Dürnstein bei Wien
inhaftieren, übergab ihn aber später an Kaiser Heinrich VI. Für die Freilassung
verlangte Heinrich VI. von Richard I. ein Lösegeld. Erst nach der Zahlung
der geforderten Summe wurde Richard Löwenherz 1194 wieder freigelassen.
1. Mai - Der Heilige Rock wird erstmals in einer Urkunde erwähnt. Das Bistum Trier versucht mit diesem Fund die konkurrierende Abtei Prüm zu übertrumpfen, die seit dem 8. Jahrhundert im Besitz der Sandalen Christi ist. Die Authentizität des Heiligen Rocks ist umstritten. Er wurde nie mit wissenschaftlichen Methoden auf seine Echtheit untersucht. Nach dem Evangelium nach Johannes wurde ein Teil der Gewänder Jesu nach dessen Kreuzigung verteilt. Der Leibrock jedoch wurde unter den Soldaten verlost, da er für eine Zerteilung zu kostbar erschien. Der weiteren Überlieferung nach soll in dem in Trier aufbewahrten Heiligen Rock ein etwa 30 × 30 cm² großes Stück Gewebe dieses Leibrocks eingenäht sein, das Flavia Iulia Helena Augusta, Mutter Konstantins des Großen, nach Trier brachte. Da man sich allerdings des Öfteren anlässlich einer Zeigung zu Ausbesserungen und Schutzmaßnahmen gezwungen sah, ist der „Urzustand“ der Tunika zunehmend verändert worden. Der Heilige Rock wurde in den unsicheren Zeiten von 1657 bis 1794 auf der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz aufbewahrt; danach nahm ihn der letzte Kurfürst Clemens Wenzeslaus mit nach Augsburg. Im Jahr 1810 wurde der Heilige Rock anlässlich seiner Rückführung aus Augsburg 18 Tage lang ausgestellt und von über 220.000 Pilgern besichtigt. Die nächste Wallfahrt mit Zeigung des Heiligen Rockes wird 2012 stattfinden. 2012 jährt sich die erste Zeigung des Heiligen Rockes in Zusammenhang mit dem Reichstag zu Trier 1512 zum 500. Mal.