24. Mai - 28.Oktober 1920 - erste Frauen bei Olympiade
Die VII. Olympischen Spiele beginnen im stark kriegszerstörten Antwerpen. Nicht eingeladen sind die kriegsverursachenden Staaten Deutschland, Österreich, Bulgarien, Türkei und Ungarn. An den Wettkämpfen in 16 Sportarten nehmen 1.344 Aktive - darunter erstmals 12 Frauen- aus 22 Ländern teil. Erstmals wird die olympische Flagge mit fünf ineinander verschlungenen Ringen präsentiert. Tauziehen ist zum letzten Mal olympische Disziplin, Medaillen werden auch im Eiskunstlauf und Eishockey vergeben, da die Winterspiele erst 1924 eingeführt werden. Deutschland darf erst wieder 1928 an den Spielen in Amsterdam teilnehmen.
November 1783 - erster freier Flug der Menschheitsgeschichte
Michel Joseph de Montgolfier französischer Papierfabrikant und Erfinder baute den ersten Heißluftballon. Der Legende nach kam Michel Joseph die Idee für die Konstruktion in einem Wirtshaus. Dort sah er, wie der weite Taftrock der Wirtin sich nach oben aufbauschte, als sie zu nah an das Kochfeuer heran trat. Daraus entstand die Konstruktion einer sogenannten Montgolfière, dem ersten Heißluftballon, der im Juni 1783 bis auf 1800 Meter in die Höhe schwebte. Anders als bei modernen Heißluftballons wurde die heiße Luft nicht durch einen Brenner unter der Ballonhülle, sondern durch ein Feuer am Boden erzeugt. Ein halbes Jahr später absolvierte Michel Joseph den ersten bemannten freien Flug in der Geschichte der Menschheit.
25. April 1874 - das erste Funkgerät der Welt
Mit 21 Jahren stellte Guglielmo Marconi, ein italienischer Ingenieur und Physiker, das erste Funkgerät der Welt fertig, mit einer Reichweite von etwa zwei Kilometern. Marconi entschloss sich, seine Erfindung in Großbritannien, zu vermarkten, und stellte es 1896 der englischen Post vor. Weitere Patente folgten. Es gelang ihm 1899 über den englischen Kanal zu funken. 1909 erhielt er den Nobelpreis für Physik. Im Ersten Weltkrieg forschte er im Auftrag der italienischen Armee weiter am Kurzwellenfunk. Nach dem Krieg entwickelte er Methoden zur Funkpeilung zur Unterstützung der Navigation bei Schiffen und gab 1935 eine erste praktische Demonstration des Radars, dessen Erfindung er bereits 1922 in einer Lesung in den USA vorhergesagt hatte
1811 - Erste Freiwillige Feuerwehr Deutschlands
Die Erste freiwillige Feuerwehr in Deutschland wird gegründet. Die Feuerwehr der Stadt Saarlouis ist derzeit die älteste, die sich dokumentarisch nachweisen läßt, wenn auch darüber gestritten wird, ob sie aufgrund ihrer wechselhaften Zughörigkeit als deutsche Feuerwehr gezählt wird. Sie wurde 1811 von den damaligen Besitzern der Stadt, den Franzosen unter der Herrschaft von Napoleon, gegründet. Im Jahre 1811, kurz nach einem in dem Nachbardorf Fraulautern ausgebrochenen großen Brand, wurde auf Beschluss des Magistrats der Stadt Saarlouis die bestehende Pompiers-Kompagnie unter Genehmigung des Präfekten von Metz Vincent-Marie Viénot, Herzog von Vaublanc, durch den Oberbürgermeister Michel Reneauld neu organisiert. Diese Neubildung geschah zu einer Zeit, als Napoleon ein Dekret für die Pariser Feuerwehr erlassen hatte, dessen Kerngedanken Freiwilligkeit der Rekrutierung der Mannschaft, militärisch straffe Organisation und unbezahlter Dienst, also Ehrenamtlichkeit, waren.
10. Mai 1872 - Frau als Präsidentin vorgeschlagen
Die Frauenrechtlerin Victoria Woodhull wird von der Equal Rights Party als erste Frau für das Amt des US-Präsidenten vorgeschlagen, obwohl Frauen noch nicht das aktive Wahlrecht in den Vereinigten Staaten besitzen. Ihre Gegner schmähen daraufhin die Kandidatin als Mrs. Satan.
10. Dezember 1878 - Erste deutsche Feuerbestattung
Auf dem Gothaer Hauptfriedhof wird die erste Feuerbestattung in einem deutschen Krematorium durchgeführt
14. Nov 1910 - Erster Start auf einem Flugzeugträger
Dem amerikanischen Flugpionier Eugene Burton Ely, gelingt erstmals der Start eines Flugzeuges von einer Plattform, die auf dem Kreuzer "USS Birmingham" errichtet worden war. Ely widmete sich ursprünglich dem noch in den Kinderschuhen steckenden Motorsport, bis er 1910 nach Portland zog wo er eine Anstellung als Vertreter bei einem Investor für einen der ersten Doppeldecker Flugzeuge fand. Er kaufte sich die Überreste eines Flugzeugwrack's reparierte es und lernte selbst das Fliegen. Als Teilnehmer mehrerer Flugshows, traf er auf Washington Chambers, der als Beauftragter für die Entwicklung der Marinefliegerei tätig war. Am 18. Januar 1911, landete Ely sein Flugzeug auf einer Plattform auf dem Panzerkreuzer "USS Pennsylvania", der in San Francisco vor Anker lag. Hierbei kam zum ersten Mal das von Hugh Armstrong Robinson entwickelte und noch gebräuchliche Fanghaken-System zum Einsatz.
11. Jan 1911 - Erste Landung auf einem ankernden Flugzeugträger
11. Januar - Ely gelingt auch die erste Landung auf einer Plattform auf dem Panzerkreuzer "USS Pennsylvania", der in San Francisco vor Anker lag. Hierbei kam zum ersten Mal das von Hugh Armstrong Robinson entwickelte und noch gebräuchliche Fanghaken-System zum Einsatz. Ely widmete sich ursprünglich dem, noch in den Kinderschuhen steckenden Motorsport, bis er 1910 nach Portland zog wo er eine Anstellung als Vertreter bei einem Investor für einen der ersten Doppeldecker Flugzeuge fand. Er kaufte sich die Überreste eines Flugzeugwrack's reparierte es und lernte selbst das Fliegen. Als Teilnehmer mehrerer Flugshows, traf er auf Washington Chambers, der als Beauftragter für die Entwicklung der Marinefliegerei tätig war.
2. August 1917 - Erste Landung auf einem fahrenden Flugzeugträger
Edwin Harris Dunning - britischer Pilot zur Zeit des Ersten Weltkrieges war der erste Mensch in der Luftfahrt-geschichte, der ein Flugzeug auf einem fahrenden Schiff landete. Am 2. August 1917 gelang es Dunning, mit seiner Sopwith Pup auf dem Flugzeugträger HMS Furious zu landen. Dies stellt die erste Landung eines Piloten auf einem fahrenden Schiff und somit eine außerordentliche Pionierleistung der Luftfahrt dar. Für diese musste er um Schornstein und Kommandobrücke des Schiffs herumfliegen, da diese den direkten Anflug vom Heck her versperrten. Die Furious lief dabei volle Fahrt gegen den Wind, so dass die Relativgeschwindigkeit der Pup gegenüber dem Flugdeck gering war und die Decksmannschaften das Flugzeug an extra an ihm
angebrachten Seilen quasi aus der Luft pflücken konnten. Bereits fünf Tage später kam Dunning allerdings auf tragische Weise ums Leben. Er absolvierte einen dritten Landeanflug, als eine Bö mit Aufwind unmittelbar vor dem Aufsetzen auf dem Flugdeck die linke Tragfläche erfasste und das Flugzeug unkontrollierbar wurde. Zwar versuchten die Mannschaftsmitglieder noch, die Machine festzuhalten, doch dies gelang nicht, so dass die Sopwith Pup über die Schiffskante ins Meer rutschte. Dunning verlor das Bewusstsein und ertrank in seinem Cockpit.
30. April 1965 - erste Fotografien eines Fötus im Mutterleib
Das US-amerikanische Magazin "Life" publiziert die ersten Fotografien des menschlichen Fötus im Mutterleib am 30. April 1965. Mit einer Weitwinkelkamera, die auf einer chirurgischen Sonde befestigt war, gelangen dem schwedischen Foto-grafen Lennart Nilsson die spektakulären Aufnahmen. Die Fotos dokumentieren, dass bereits elf Wochen alte Föten alle Körperteile vollausgebildet haben. Die Aufnahmen verschärfen die Streitfrage um die Datierung des vorgeburtlichen Lebens.
26. April 1910 - erster Flugzeugträger als militärische Waffe
Bei dem Kampf mit Mexiko um die Häfen von Vera Cruz kämpfte die USA mit zwei Flugzeugträgern, dem Schlachtschiff "Mississippi" und dem Kreuzer "Birmingham" um den Sieg. Beide Schiffe waren mit insgesamt fünf Wasserflugzeugen von der Marine bestückt.
1. April 1867 - erster hydraulischer Fahrstuhl
Kaiser Napoleon III. eröffnete die Weltausstellung in Paris. Thema der Schau war die "Geschichte der Arbeit". Viele technische Neuerungen wurden ausgestellt, beispielsweise der hydraulische Fahrstuhl, der hier der Öffentlichkeit zum ersten Mal präsentiert wurde.
12. Mai 1903 - erster Funkspruch über den Nordatlantik
Das englische Telegrafenbüro "Reuters" übermittelte zum ersten mal am 12. Mai 1903 Nachrichten per Funk über den Nordatlantik. Der vor der US-amerikanischen Küste kreuzende Passagierdampfer "Minneapolis" erhielt Nachrichten über die jüngsten Weltereignisse. Eine auf der bordeigenen Druckerei hergestellte Bordzeitung konnte so die Passagiere noch vor ihrer Ankunft in New York über die aktuellen Geschehnisse informieren.
1928 - erste Übermittlung von TV-Bildern per Funk
1928 gelang John Logie Baird erstmals die Übermittlung von TV-Bildern per Funk von London nach New York. Er setzte erst eine Stoffpuppe, dann sich selbst vor die Kamera. Der Empfang der Bilder war aus New York per Funk bestätigt worden. Baird war einer der wohl produktivsten Erfinder auf dem Gebiet der Television. Seine Patente für Fernsehgeräte mit über 1000 Linien Auflösung wurden erst in den 1990er Jahren umgesetzt, und seine zahlreichen Konzepte reichen von Stereo-Farbfernsehen über Infrarotkameras bis zu einem Vorläufer des Videorecorders. Notorische Finanzierungsprobleme und mangelndes Talent in der Vermarktung sorgten jedoch dafür, das Baird, der aus ärmlichen Verhältnissen stammte, auch arm starb.
7. Juli 1976 - das erste Frauenhaus Deutschlands
Das erste Frauenhaus Deutschlands, in dem misshandelte oder von Misshandlung bedrohte Frauen und Kinder Schutz und Hilfe finden sollten, wurde am in Berlin eröffnet. Auf der Flucht vor ihren gewalttätigen Männern kamen schon am ersten Tag 20 Frauen und Kinder in die Villa im Grunewald. Unter dem Motto »Frauen helfen Frauen« wurde dieser Zufluchtsort, der rund um die Uhr geöffnet war, von Frauen aus der autonomen Frauenbewegung betrieben. Die Finanzierung des Modellprojektes übernahmen der Berliner Senat und die Bundesregierung. Jährlich flüchten etwa 40.000 Frauen mit ihren Kindern vor gewalttätigen Männern in verschiedene Frauenhäuser.
13. Juli 1930 - die erste Fußball-Weltmeisterschaft
Mit 13 teilnehmenden Mannschaften begann am die erste Fußball-Weltmeisterschaft in Uruguay. Viele Nationalmannschaften, darunter auch die deutsche, nahmen an dem Turnier, das inmitten einer schweren Wirtschaftskrise in Europa stattfand, nicht teil. Im Gegensatz zu heute, ging der ersten Weltmeisterschaft keine Qualifikationsrunde voraus. Stattdessen wurden die Teams vom Gastgeber eingeladen. Das Eröffnungsspiel gewann Frankreich mit 4:1 gegen Mexiko. Erster Fußball-Weltmeister der Geschichte wurde die Mannschaft von Uruguay mit einem klaren 4:2 Sieg über Argentinien am 30. Juli 1930 in Montevideo.
14. Juli 1965 - erstmals Fotos des roten Planeten
Die US-amerikanische Raumsonde Mariner 4 übermittelte erstmals am genaue Bilder des roten Planeten. Mit den Fotos standen erstmals detaillierte Informationen über die Oberfläche des Planeten und die physikalische Beschaffenheit seiner Atmosphäre zur Verfügung. Nach Mariner 4 lief die Marserforschung durch die USA und die UdSSR auf Hochtouren. 1971 gelang mit der sowjetischen Mars 3 erstmals die Landung einer unbemannten Raumkapsel auf dem Planeten. Weitere Missionen der Sonden Mariner, Mars und Viking, die speziell zur Suche nach außerirdischem Leben gestartet worden war, schickten in den nächsten Jahren immer weitere und ausführlichere Daten an die Erde zurück.
22. Oktober 1797 - der erste Fallschirmsprung
Der französische Luftschiffer André-Jacques Garnerin springt mit einer Konstruktion aus Segeltuch und einer Metallstange aus einem in etwa 760 m Höhe fliegenden Ballon über Paris ab. Der Fallschirm war mit Halteschnüren am Korb befestigt, als Garnerin die Schnüre durchtrennt, zerplatzt der offensichtlich zu prall gefüllte Ballon. Da die Kappe seines Fallschirms noch keine Scheitelöffnung hat, muss die Luft seitwärts entweichen, was zu starken Pendelbewegungen führt. Schließlich landet er sicher in einem Park. Das Fallschirmspringen war keine reine Männersache, Elisabeth Garnerin sprang über vierzig Mal aus dem Ballonkorb. Die Französin Poitivin vollführte zwischen 1849 und 1852 ingesamt 38 Absprünge.
14. Oktober 1888 - Der erste Film entsteht
14. Oktober - Louis Le Prince nimmt mit einer selbst entwickelten Filmkamera den ersten Film der Welt auf, die "Roundhay Garden Scene". Der experimentelle Kurzfilm gilt als der älteste Film der Filmgeschichte. Die Aufnahme wurde von Le Prince im Garten der Familie Whitley in der Oakwood Grange, einem Vorort von Leeds mit einer Ein-Linsen-Kamera auf Papierfilm gemacht von der heute nur noch Fragmente als fotografische Kopien bestehen. Der Film zeigt Le Prince Sohn mit seiner Verwandschaft, wie sie lachend im Garten umhergehen.
28. Februar 1900 - erste Frauen an der UNI
Am gestattete das Großherzogtum Baden Frauen erstmals das reguläre Studium an den Hochschulen des Landes. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten Frauen sich nur als Gasthörerinnen an den Universitäten einschreiben. Das Großherzogtum Baden wurde mit dieser Reform zum Vorreiter in Deutschland.
14. Juli 1897 - die erste Funkübertragung über den Atlantik
Dem Italiener Guglielmo Marconi gelingt am vom Marinestützpunkt St. Bartolomeo zu einem im Golf von La Spezia fahrenden Schlepper die erste Funkübertragung über See. Marconi legte den Grundstein für Rundfunk, Fernsehen und Funkverbindungen. 1895 gelang ihm die Erfindung einer geerdeten Sendeantenne, damit konnte er zum ersten Mal Funksignale über mehrere hundert Meter übertragen. Er baute seine Geräte für immer größere Distanzen aus, 1901 gelang es ihm, ein Signal aus 3.540 km Entfernung über den Atlantik zu empfangen. 1896 ging er nach England, wo er die "Marconi Whireless Telegraph Trading Signal Co." gründete. 1909 erhielt er den Nobelpreis für Physik.
14. August 1901 - der erste Flug mit Hilfe von Motorkraft
In den USA gelingt den Gebrüdern Whitehead am der erste Flug mit Hilfe von Motorkraft.
9. September 1908 - erster Flug über eine Stunde
Der amerikanische Flugpionier Orville Wright (1871-1948) hält sich bei einer Vorführung vor der US-Armee in der Nähe von Washington als erster Mensch mehr als eine Stunde mit einer Flugmaschine in der Luft. Eine Woche später wird Wright bei einem Absturz schwer verletzt.
28. September 1924 - erster Flug um die Erde
Nach 176 Tagen (Start am 6. April) hatten, die US-Amerikanern Lowell H. Smith und Erik H. Nelso, in 57 Etappen 42.398 Kilometer zurückgelegt und trafen wieder am Ausgangsort Seattle ein. Vor den beiden Amerikanern hatten fünf andere Nationen die Weltumrundung versucht, sie alle mussten aber früher oder später aufgeben. Flugtüchtige Flugzeuge gab es damals bereits seit rund 20 Jahren. Ihre Einsatzmöglichkeiten hatten sie bereits im Ersten Weltkrieg gezeigt. Nun ging es darum, ihre Eignung auch als Transportmittel zum Beispiel für den Personenverkehr zu beweisen und damit die Rolle der Flugzeugtechnik in der Zukunft zu zeigen.
22. Oktober 1909 - erste Frau im Alleinflug
Die Französin Elise de Laroche führte am als erste Frau einen Alleinflug durch. In ihrem Flugzeug, einem Voisine Doppeldecker, legte sie eine Strecke von 300 Metern zurück. Als erste deutsche Frau legte Melli Beese 1911 die Pilotenprüfung ab. Bereits im Herbst 1911 stellte sie bei einem Wettbewerb mit 825 Metern Höhe und zweieinhalb Stunden in der Luft einen Höhen- und Dauerflug- Weltrekord auf. Die Ära der Pionierinnen der Luftfahrt hatte mit den Ballon Flügen begonnen. Während des zweiten Weltkrieges flogen vor allem russische und amerikanische Frauen Militäreinsätze, die kaum Würdigung erfuhren.
10. Juli 1962 - erste Fernsehübertragung per Satelit
Die USA starteten den 88 cm großen Nachrichtensatelliten Telstar-I mit dessen Hilfe wenig später die erste Fernseh- Direktübertragung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa gelang.
1908 - erster Rundflug über 1 km
1908 Der französische Flugzeugpionier und Konstrukteur Henri Farman (1874-1958) flog erstmals einen vollständigen Kilometerkreis in einem voll steuerbaren Flugzeug. Zur Steuerung setzte er als erster das Querruder ein, das für die Seitenstabilität notwendig ist. 1909 erzielte er Weltrekorde in Flugdauer und Geschwindigkeit. Zusammen mit seinem Bruder Maurice baute Henri Farman das erste europäische Doppeldeckerflugzeug, mit dem die Brüder ab 1912 in Serie gingen. Auch das erste Langstrecken-Passagierflugzeug "Goliath" stammte aus der Produktion der Brüder Farman: Am 8.2.1919 kam es zum Jungfernflug auf der Strecke Paris - London.
13. März 1931 - erster Start einer Feststoffrakete
Den Deutschen Reinhold Tiling und Karl Poggensee gelang bei Berlin der erste Start einer Feststoffrakete. Die Rakete flog elf Sekunden und erreichte eine Höhe von 1800 Metern. In den folgenden Wochen wurden weitere Raketenstarts unternommen
14. März 1909 - erste Filmzensur eingeführt.
In New York wurde am 14. 3. 1909 die weltweit erste Filmzensur eingeführt. Nur wenige Jahre nach der Erfindung des Mediums zahlten jetzt Regisseure für jeweils 300 Meter begutachtetes Material 3,50 Dollar. Zur "Wahrung der öffentlichen Sittlichkeit" begutachtete eine Komission jeden Film. Beanstandete Szenen mussten herausgeschnitten werden, ansonsten erhielt der Film ein nationales Aufführungsverbot. Die Zensur wurde ins Leben gerufen, um dem Zerstreuungsangebot und der Bedienung der Schaulust Einhalt zu gebieten. Die im Film vermutete Gefahr der Verführung des Publikums, z.B. zur Vernachlässigung der eigenen politischen Interessen, der Flucht in Illusionswelten und der "Geistesverpöbelung" veranlasste schließlich die Schaffung der Zensur.
17. Februar 1931 - erste Liveübertragung
Die Übertragung eines Baseballspiels der Waseda Universität in Tokio am 17.2.1931 war die erste Liveübertragung eines Sportereignisses. Allerdings wird das Ereignis nur ins elektronische Labor der Hochschule übertragen. Fünf Jahre später wurden die Olympischen Spiele in Berlin mit Fernsehkameras übertragen.
14. August 1893 - die erste Führerscheinprüfung
In Paris wird die erste Fahrprüfung der Welt für Fahrzeuge eingeführt. Die mindestens 21 Jahre alten Kandidaten müssen Fahrkenntnisse, die Fähigkeit zu Reparaturen und Kenntnisse der Bauteile des Fahrzeuges nachweisen. Anlass dazu war eine Anordnung der Polizei in Paris. Die Prüfungen wurden damals vom Bergbauamt abgenommen, dem Inspektorat für Dampfmotoren. Den Dampfmotoren wurden alle Fahrzeuge mit selbstständigem Antrieb zugeordnet. Am 10. März 1899 wurde der Führerschein in ganz Frankreich eingeführt.
Im deutschen Kaiserreich begann die Fahrerlaubnis-Ära im Jahr 1906, zunächst auf Länderebene. Im Jahr 1909 trat das Reichsgesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen in Kraft. Ein Jahr später wurden die ersten Führerscheinklassen eingeführt. Angehörige regierender Fürstenhäuser waren jedoch von der Führerscheinpflicht ausgenommen.
Als letztes Land in Europa führte Belgien am 1. August 1956 Fahrerlaubnisprüfungen ein. Bis dahin war dort keine Fahrerlaubnis erforderlich.
10. Juni 1968 - erste Fussball - Europameisterschaft
In der erstmals nach heutigem Muster stattfindenden Fussball-Europameisterschaft gewann Italien in Rom den Titel. Das Wiederholungsspiel gegen Jugoslawien konnte Italien mit 2:0 mit den Treffern von Riva und Anastasi für sich entscheiden, nachdem das 1:1 Unentschieden in ersten Endspiel eine Wiederholung nötig machte. Die deutsche Nationalmannschaft unter Helmut Schön schaffte es mit einem 0:0 gegen Albanien nicht über die Gruppenspiele hinaus. Bei der folgenden Europameisterschaft 1972 in Belgien jedoch wurde die deutsche Nationalelf mit einem 3:0 Sieg gegen die Sowjetunion zum ersten Mal Europameister.
1901 - der erste Friedensnobelpreis verliehen
Als Konsequenz aus seinen Erfahrungen als Augenzeuge der Schlacht von Solferino, bei der 1859 fast 40.000 Menschen ums Leben kamen, organisierte Henri Dunant Hilfe für die österreichischen und französischen Verwundeten. In seinem Werk "Un Souvenir de Solferino" schlug er 1862 die internationale Gründung von freiwilligen Hilfsorganisationen zur Betreuung von Verletzten ohne Rücksicht auf deren Religion oder Herkunft vor. Zwei Jahre später rief Dunant das Rote Kreuz ins Leben. 1901 wurde dem inzwischen aufgrund seines persönlichen Engagements für humanitären Belange in Armut geratenen Dunant gemeinsam mit Frédéric Passy der erste Friedensnobelpreis verliehen.
6.-12. September 1982 - erste Frau überspringt 2,02 Meter
Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Athen übersprang die Hochspringerin Ulrike Meyfarth als erste Frau der Welt die Höhe von 2,02 Metern. Im Folgejahr konnte sie ihre Bestmarke noch um einen Zentimeter übertreffen. 1972 hatte die 16-jährige Meyfarth als jüngste Einzelsiegerin bei den Olympischen Spielen von München sensationell die Goldmedaille errungen und gleichzeitig mit 1,92 Metern den Weltrekord eingestellt. Zwölf Jahre nach ihrem ersten internationalen Triumph konnte die Hochspringerin ihren Olympiasieg wiederholen. Mit 2,02 Metern stellte sie 1984 in Los Angeles einen neuen Olympiarekord auf - diesmal als älteste Frau, die bis dahin die Hochsprungdisziplin gewinnen konnte.
16. 6. 1963 - erste Frau im Weltraum
Die Russische Kosmonautin Valentina Vladimirovna Tershkova flog als erste Frau in den Weltraum. Sie startete mit dem Raumschiff Vostok 6 zu einem 71stündigen Flug, bei dem sie die Erde 48mal umkreiste. Die Textilarbeiterin und Amateur Fallschirmspringerin wurde mit drei anderen Frauen für ein spezielles "Frauen im Weltraum-Programm" ausgewählt. In der sowjetischen Luftwaffe erhielten sie eine Kampfausbildung. Am Ende ihrer Mission erhielt Tershkova die Auszeichnung "Held der Sowjetunion". Sie flog nie wieder ins All, wurde aber zu einer Sprecherin der Sowjetunion. In dieser Funktion bekam sie die "Goldmedaille für den Frieden" der Vereinten Nation. 1963 heiratete Tereshkova den Kosmonaten Andrian Nikolayev.
27. Juni 1693 - das erste Frauenmagazin der Welt
"The Ladies Mercury", das erste Frauenmagazin der Welt, erschien zum ersten Mal in London. Das vom Buchhändler John Dunton heraus gegebene Wochenblatt verstand sich als Ratgeber in Fragen des alltäglichen Lebens. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wuchs der Anteil an Büchern, Zeitschriften und Broschüren allgemeinen Inhalts rapide an. Die erste deutsche Frauenzeitschrift war Johann Christoph Gottscheds "Die vernünftigen Tadlerinnen" (1725/26). Ziel der fiktiven Herausgeberinnen war es, die Fehler und Schwächen der Menschen zu beurteilen und diese Urteile durch Schriften verständlich zu machen. Eine umfassendere Bildung wurde als positiv für Ehe, Kindererziehung und Haushaltsführung angesehen
3. Juli 1928 - zum ersten Mal Farbfernsehen übertragen
In London wurde in den Baird Studios zum ersten Mal Farbfernsehen übertragen. Die Bilder zeigten bunte Tücher, einen Polizeihelm und einen Mann, der seine Zunge herausstreckte. Der Schotte John Logie Baird war einer der innovativsten Köpfe der Pionierzeit des Fernsehens. Seine Entwicklungen beeinflußten alle maßgeblichen bereiche der neuen Kommunikations-technologie. Er war es, der am 26. Januar 1926 Mitgliedern der Royal Institution in seiner Wohnung im Londoner Rotlichtbezirk die ersten durch Radiowellen übertragenen Bilder überhaupt vorführte und damit der entscheidene Geburtshelfer der Fernsehtechnologie war.
10. Juni 1907 - erste Farbphotographien
Der französische Chemiker Louis Jean Lumière (1864-1948) stellt die ersten Farbphotographien vor.
23. November 1924 - 1. Heimspiel der dt. Nationalmannschft
Die deutsche Fußballnationalmannschaft spielt in Duisburg ihr erstes Spiel auf deutschem Boden gegen Italien. Die Italiener gewinnen 1:0
1973 - Der erste Film der mehr als 100 Mio Dollar einspielte
Der Exorzist ist ein US-amerikanischer Horrorfilm. Er basiert auf dem Roman Der Exorzist von William Peter Blatty, der auch das Drehbuch zum Film schrieb. Der Exorzist zählt zu den größten Filmerfolgen der frühen 1970er Jahre und löste weltweit Diskussionen aus.
1910 - internationales Flugzeugführerpatent „Deutschland Nr.1“.
1. Februar - August Euler erhält die erste amtlich vorgeschriebene, international gültige Pilotenprüfung mit dem Flugzeugführerpatent „Deutschland Nr.1“.
1908 gründete Euler die "Euler-Flugmaschinenwerke" als erste deutsche Fabrik für Motorflugzeuge bei Darmstadt, erwarb die Lizenz für den Nachbau eines französischen Flugzeugtyps (Voisin-Doppeldecker).
Auf dem Truppenübungsplatz Griesheim bei Darmstadt führte August Euler 1908 erste Flugversuche durch und pachtete ein Teil des Geländes um dort seine Flugzeugfabrik aufzubauen und eine Flugschule einzurichten. Damit wurde erstmals in Deutschland ein Gelände zum Zwecke eines geregelten Flugbetriebes angepachtet und damit der "Erste Flugplatz Deutschlands" gegründet.
Auf Eulers Initiative kam auch am 10. Juni 1912 "der erste amtliche Postflug" zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt zustande.
25. Juli 1909 - der erste Überflug des Ärmelkanals
Am 25. Juli 1909 überquert der Franzose Louis Blériot als erster Mensch fliegend den 33 Kilometer breiten Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien. Mit seinem selbstgebauten Flugzeug "Blériot XI" braucht er für die Strecke von Calais bis Dover 37 Minuten und 20 Sekunden, bei einer durchschnittlichen Flughöhe von 100 Metern. Blériot konnte damit den von der englischen Zeitung Daily Mail für die erste Kanalüberquerung ausgelobten Geldpreis von 1.000 Englischen Pfund, heute umgerechnet etwa 100.000 Euro, entgegennehmen. Dies war letztendlich die Lösung seiner finanziellen Probleme, da er praktisch sein ganzes Vermögen und auch das seiner Frau in seine Konstruktionen investiert hatte. Dieser
historische Flug leitete einen wahren Flugzeugboom ein. Über hundert Bestellungen für den Typ XI gingen unmittelbar nach dem Flug ein, hergestellt wurden letztlich insgesamt etwa 800 Stück. Blériot wurde somit zum ersten kommerziellen Flugzeughersteller.
1909 - erste Fluggesellschaft der Welt
In Frankfurt/Main wurde die erste Fluggesellschaft der Welt gegründet, die "Deutsche Luftschifffahrt Aktiengesellschaft" (DELAG). 1910 nahm die Gesellschaft erstmals den Passagierflugverkehr von Frankfurt nach Baden-Baden und nach Düsseldorf auf. Bis 1914 wurden auf 1.588 Flügen insgesamt 34.028 Personen ohne Unfälle befördert. Bereits vor Beginn des 1. Weltkrieges kaufte das Militär die meisten Zeppeline auf. Sie wurden vor allem gegen England eingesetzt, blieben aber weit hinter den Erwartungen zurück, da sie den Jagdflugzeugen eine zu große Angriffsfläche boten.
1909 - erste Filmzensur
In New York wurde die weltweit erste Filmzensur eingeführt. Nur wenige Jahre nach der Erfindung des Mediums zahlten jetzt Regisseure für jeweils 300 Meter begutachtetes Material 3,50 Dollar. Zur "Wahrung der öffentlichen Sittlichkeit" begutachtete fortan eine Komission jeden Film. Beanstandete Szenen mussten herausgeschnitten werden, ansonsten erhielt der Film ein nationales Aufführungsverbot. In der Argumentation gegen das immer populärer werdende Medium "Film" wurde die Zensur ins Leben gerufen, um dem Zerstreuungsangebot und der Bedienung der Schaulust Einhalt zu gebieten. Beides führe angeblich zu Realitätsverlust. Die im Film vermutete Gefahr der Verführung des Publikums, z.B. zur Vernachlässigung der eigenen politischen Interessen, der Flucht in Illusionswelten und der "Geistesverpöbelung" veranlasste schließlich die Schaffung der Zensur.
1949 - Fußgängerüberweg - München
Der Zebrastreifen taucht in internationalen Vereinbarungen erstmals in dem am 19. September 1949 in Genf unterzeichneten Protokoll über Straßenverkehrszeichen auf. In der Stadt München werden am 8. Juli 1952 die ersten zwölf Zebrastreifen Deutschlands angelegt. In die westdeutsche Straßenverkehrsordnung wurde der Fußgängerüberweg zum 24. August 1953 aufgenommen. Der Vorrang für Fußgänger auf Zebrastreifen wurde erst zum 1. Juni 1964 eingeführt. Danach wurden allerdings viele Fußgängerüberwege beseitigt, um den Verkehrsfluß aufrechtzuerhalten, wie es in einem Fachartikel von 1967 hieß. Auch im römischen Reich gab es schon "Fußgängerüberwege" die meist aus Steinplatten bestanden die dem Tritt für Fußgänger dienten. Sie hatten große Lücken, die so breit waren, dass die Räder eines Wagens problemlos hindurchfahren konnten.
20. Oktober 1968 bzw 1958- Fosbury-Flop - Mexiko
Bei den Olympischen Sommerspielen in Mexiko-Stadt gewinnt der US-Amerikaner Richard „Dick“ Fosbury mit einer revolutionären Sprungtechnik, dem später nach ihm benannten Fosbury-Flop, die Goldmedaille im Hochsprung-Wettbewerb mit übersprungenen 2,24 m. Die derzeit praktizierte Methode wurde von dem Amerikaner Dick Fosbury entwickelt, mit der dieser 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt Gold gewann. Schon zehn Jahre davor, allerdings, war es Fritz Pingl, der diese Sprungart bei den österreich. Leichtathletik-Meisterschaften zum ersten Mal vorstellte. Sie fand allerdings keine internationale Aufmerksamkeit, da Fritz Pingl nie an internationalen Meisterschaften teilnahm. Der Springer läuft beim Anlauf eine Kurve, dreht auf den letzten Schritten den Rumpf und überquert die Latte rücklings. Beim Fosbury-Flop (auch nur Flop genannt) kann theoretisch der Schwerpunkt des Athleten bis 9 Zentimeter unter der Latte durchgehen, da der Athlet seinen Körper geeignet um die Latte herumschmiegt (praktisch nachgewiesen wurde ein Wert von 3 Zentimetern). Dadurch kann bei gleicher Sprungkraft die Latte höher gelegt werden. Beim Flop unterscheidet man zwischen dem Speedflop, bei dem der Springer aus einer hohen Anlaufgeschwindigkeit springt, und dem Powerflop, bei dem der Springer seine Kraft größtenteils aus dem Absprung nimmt. Beide Techniken kommen selten einzeln vor. Meistens kann man Mischformen beobachten. Mit dem Flop wurde Ulrike Meyfarth 1972 im Alter von 16 Jahren Überraschungs-Olympiasiegerin. Endgültig setzte sich der Flop-Stil erst nach 1980 bei allen führenden Springern durch.


Dem amerikanischen Flugpionier Eugene Burton Ely, gelingt erstmals der Start eines Flugzeuges von einer Plattform, die auf dem Kreuzer "USS Birmingham" errichtet worden war. Ely widmete sich ursprünglich dem noch in den Kinderschuhen steckenden Motorsport, bis er 1910 nach Portland zog wo er eine Anstellung als Vertreter bei einem Investor für einen der ersten Doppeldecker Flugzeuge fand. Er kaufte sich die Überreste eines Flugzeugwrack's reparierte es und lernte selbst das Fliegen. Als Teilnehmer mehrerer Flugshows, traf er auf Washington Chambers, der als Beauftragter für die Entwicklung der Marinefliegerei tätig war. Am 18. Januar 1911, landete Ely sein Flugzeug auf einer Plattform auf dem Panzerkreuzer "USS Pennsylvania", der in San Francisco vor Anker lag. Hierbei kam zum ersten Mal das von Hugh Armstrong Robinson entwickelte und noch gebräuchliche Fanghaken-System zum Einsatz.
11. Januar - Ely gelingt auch die erste Landung auf einer Plattform auf dem Panzerkreuzer "USS Pennsylvania", der in San Francisco vor Anker lag. Hierbei kam zum ersten Mal das von Hugh Armstrong Robinson entwickelte und noch gebräuchliche Fanghaken-System zum Einsatz. Ely widmete sich ursprünglich dem, noch in den Kinderschuhen steckenden Motorsport, bis er 1910 nach Portland zog wo er eine Anstellung als Vertreter bei einem Investor für einen der ersten Doppeldecker Flugzeuge fand. Er kaufte sich die Überreste eines Flugzeugwrack's reparierte es und lernte selbst das Fliegen. Als Teilnehmer mehrerer Flugshows, traf er auf Washington Chambers, der als Beauftragter für die Entwicklung der Marinefliegerei tätig war.
Edwin Harris Dunning - britischer Pilot zur Zeit des Ersten Weltkrieges war der erste Mensch in der Luftfahrt-geschichte, der ein Flugzeug auf einem fahrenden Schiff landete. Am 2. August 1917 gelang es Dunning, mit seiner Sopwith Pup auf dem Flugzeugträger HMS Furious zu landen. Dies stellt die erste Landung eines Piloten auf einem fahrenden Schiff und somit eine außerordentliche Pionierleistung der Luftfahrt dar. Für diese musste er um Schornstein und Kommandobrücke des Schiffs herumfliegen, da diese den direkten Anflug vom Heck her versperrten. Die Furious lief dabei volle Fahrt gegen den Wind, so dass die Relativgeschwindigkeit der Pup gegenüber dem Flugdeck gering war und die Decksmannschaften das Flugzeug an extra an ihm
angebrachten Seilen quasi aus der Luft pflücken konnten. Bereits fünf Tage später kam Dunning allerdings auf tragische Weise ums Leben. Er absolvierte einen dritten Landeanflug, als eine Bö mit Aufwind unmittelbar vor dem Aufsetzen auf dem Flugdeck die linke Tragfläche erfasste und das Flugzeug unkontrollierbar wurde. Zwar versuchten die Mannschaftsmitglieder noch, die Machine festzuhalten, doch dies gelang nicht, so dass die Sopwith Pup über die Schiffskante ins Meer rutschte. Dunning verlor das Bewusstsein und ertrank in seinem Cockpit.
1. Februar - August Euler erhält die erste amtlich vorgeschriebene, international gültige Pilotenprüfung mit dem Flugzeugführerpatent „Deutschland Nr.1“.
Am 25. Juli 1909 überquert der Franzose Louis
Blériot als erster Mensch fliegend den 33 Kilometer breiten Ärmelkanal zwischen
Frankreich und Großbritannien. Mit seinem selbstgebauten Flugzeug "Blériot XI" braucht
er für die Strecke von Calais bis Dover 37 Minuten und 20 Sekunden, bei einer durchschnittlichen Flughöhe von 100 Metern. Blériot konnte damit den von der englischen Zeitung Daily Mail für die erste Kanalüberquerung ausgelobten Geldpreis von 1.000 Englischen Pfund, heute umgerechnet etwa 100.000 Euro, entgegennehmen. Dies war letztendlich die Lösung seiner finanziellen Probleme, da er praktisch sein ganzes Vermögen und auch das seiner Frau in seine Konstruktionen investiert hatte. Dieser
historische Flug leitete einen wahren Flugzeugboom ein. Über hundert Bestellungen für den Typ XI gingen unmittelbar nach dem Flug ein, hergestellt wurden letztlich insgesamt etwa 800 Stück. Blériot wurde somit zum ersten kommerziellen Flugzeughersteller.
In Frankfurt/Main wurde die erste Fluggesellschaft der Welt gegründet,
die "Deutsche Luftschifffahrt Aktiengesellschaft" (DELAG). 1910 nahm die
Gesellschaft erstmals den Passagierflugverkehr von Frankfurt nach Baden-Baden
und nach Düsseldorf auf. Bis 1914 wurden auf 1.588 Flügen insgesamt 34.028
Personen ohne Unfälle befördert. Bereits vor Beginn des 1. Weltkrieges kaufte
das Militär die meisten Zeppeline auf. Sie wurden vor allem gegen England
eingesetzt, blieben aber weit hinter den Erwartungen zurück, da sie den Jagdflugzeugen
eine zu große Angriffsfläche boten.
In New York wurde die weltweit erste Filmzensur eingeführt. Nur wenige
Jahre nach der Erfindung des Mediums zahlten jetzt Regisseure für jeweils
300 Meter begutachtetes Material 3,50 Dollar. Zur "Wahrung der öffentlichen
Sittlichkeit" begutachtete fortan eine Komission jeden Film. Beanstandete
Szenen mussten herausgeschnitten werden, ansonsten erhielt der Film ein nationales
Aufführungsverbot. In der Argumentation gegen das immer populärer werdende
Medium "Film" wurde die Zensur ins Leben gerufen, um dem Zerstreuungsangebot
und der Bedienung der Schaulust Einhalt zu gebieten. Beides führe angeblich
zu Realitätsverlust. Die im Film vermutete Gefahr der Verführung des Publikums,
z.B. zur Vernachlässigung der eigenen politischen Interessen, der Flucht in
Illusionswelten und der "Geistesverpöbelung" veranlasste schließlich die Schaffung
der Zensur.
Der Zebrastreifen taucht in internationalen Vereinbarungen erstmals in dem am 19. September 1949 in Genf unterzeichneten Protokoll über Straßenverkehrszeichen auf. In der Stadt München werden am 8. Juli 1952 die ersten zwölf Zebrastreifen Deutschlands angelegt. In die westdeutsche Straßenverkehrsordnung wurde der Fußgängerüberweg zum 24. August 1953 aufgenommen. Der Vorrang für Fußgänger auf Zebrastreifen wurde erst zum 1. Juni 1964 eingeführt. Danach wurden allerdings viele Fußgängerüberwege beseitigt, um den Verkehrsfluß aufrechtzuerhalten, wie es in einem Fachartikel von 1967 hieß. Auch im römischen Reich gab es schon "Fußgängerüberwege" die meist aus Steinplatten bestanden die dem Tritt für Fußgänger dienten. Sie hatten große Lücken, die so breit waren, dass die Räder eines Wagens problemlos hindurchfahren konnten.