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Chronologische Weltgeschichte - Die Jahre 1401 - 1500

1401

22. April - Der Seeräuber Klaus Störtebeaker wird von einer hamburgischen Flotte vor Helgoland gestellt, in der Seeschlacht nach erbittertem Kampf gefangen genommen und nach Hamburg gebracht. Auf dem Grasbrook in Hamburg wurden am 20. Oktober 1401 73 der Piraten enthauptet und deren Köpfe zur Abschreckung aufgespießt. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker ein Bein stellte. Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Die Vitalienbrüder, die sich als Freibeuter selbstständig gemacht hatten, unterstützten ursprünglich König Albrecht von Schweden im Kampf gegen die dänische Königin Margrete I. und betrieben dazu auch Seeräuberei in Nord- und Ostsee.Den Übergriffen auf die Schiffe der Dänen und Lübecker, die auf dänischer Seite standen, folgten bald Überfälle auf andere Schiffe der Hanse. Hierfür hatten die Vitalienbrüder Kaperbriefe erhalten. Damit ausgestattet konnten sie die erbeuteten Waren in Wismar frei auf dem Markt verkaufen. Beim Versuch, den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen zu schützen, verstärkten die Hanse und insbesondere die Hansestadt Hamburg die Anstrengungen zur Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels. Störtebeker soll den überlegenen Hansekoggen mit seinen Schiffen aber immer wieder auf die hohe See entkommen sein. Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem Niederdeutschen von „Stürz den Becher“) wegen seiner Trinkfestigkeit verdient. Der Sage nach soll er einen 4-Liter-Humpen (einen ellenhohen Becher) Wein oder Bier in einem Zug leergetrunken haben.

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20. Oktober - Auf dem Grasbrook in Hamburg werden Dutzende ehemaliger Seeräuber, unter ihnen einer der berühmtesten, Klaus Störtebeker, enthauptet und die Köpfe zur Abschreckung aufgespießt. Die Vitalienbrüder, die sich als Freibeuter selbstständig gemacht hatten, unterstützten ursprünglich König Albrecht von Schweden im Kampf gegen die dänische Königin Margrete I. und betrieben dazu auch Seeräuberei in Nord- und Ostsee. Den Übergriffen auf die Schiffe der Dänen und Lübecker, die auf dänischer Seite standen, folgten bald Überfälle auf andere Schiffe der Hanse. Hierfür hatten die Vitalienbrüder Kaperbriefe erhalten. Damit ausgestattet konnten sie die erbeuteten Waren in Wismar frei auf dem Markt verkaufen. Beim Versuch, den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen zu schützen, verstärkten die Hanse und insbesondere die Hansestadt Hamburg die Anstrengungen zur Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels. Störtebeker soll den überlegenen Hansekoggen mit seinen Schiffen aber immer wieder auf die hohe See entkommen sein. Am 22. April 1401 wurde er von einer hamburgischen Flotte unter Simon von Utrecht vor Helgoland gestellt, in der Seeschlacht nach erbittertem Kampf gefangen genommen, und nach Hamburg gebracht. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker ein Bein stellte. Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem Niederdeutschen von „Stürz den Becher“) wegen seiner Trinkfestigkeit verdient. Der Sage nach soll er einen 4-Liter-Humpen (einen ellenhohen Becher) Wein oder Bier in einem Zug leergetrunken haben.

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Zur Herstellung von Farben wird erstmals Öl als Basis benutzt.

1402

Der in Äthiopien wild wachsende Kaffee wird dort zur Getränkeherstellung verwandt.

1404

Die "kleine Eiszeit" beginnt und wird bis ca. 1850 anhalten

Universität Turin gegründet.

In Bremen entsteht das Standbild des Roland es symbolisiert die Freiheit der Stadt.nach Oben

1408

In Holland benutzt man eine Windmühle, um Wasser aus dem Binnenland ins Meer zu befördern.

1411

Die erste Darstellung einer frühestens seit 1644 in Danzig eingesetzten Seilschwebebahn ist urkundlich erwähnt.

1412

In Holland werden erstmals Treibnetze für den Fischfang eingesetzt.

1413

Das Eisengußgeschütz "Die Faule Mette" schießt bei einem Eigengewicht von 180 Zentner mit einer Ladung von 30 Pfund Pulver Steingeschosse von 750 Pfund pro Stück in schwer definierbare aber grob vorhersehbare Richtungen.

1415

England beginnt mit Heinrich V. den Hundertjährigen Krieg und schlägt in der Schlacht von Azincourt mit seinen Bogenschützen das 5-fach überlegene Heer Frankreichs vernichtend. Ein Großteil Frankreichs und Paris wird von Engländern besetzt.

1419

30.7. Erster Prager Fenstersturz: Hussiten werfen die Stadträte Prags aus dem Fenster, werden -unten angekommen- aufgespießt.nach Oben

1423

Der Buxheimer Christopherus ist die erste deutsche Holzplastik mit eingeschnitzter Jahreszahl

1424

Im Hussitenkrieg werden erstmals leichte und wendige Feldhaubitzen gegen das Reich sehr erfolgreich eingesetzt. Dies zieht eine radikale Veränderung der Kriegstechnik und des Burgenbaus nach sich.

1429

Jeanne d'Arc, die "Jungfrau von Orléans", das Bauernmädchen Johanna aus Domremy, tritt in Chinon vor Karl VII., verkündet, von Gott zur Rettung Frankreichs berufen zu sein, erhält nach einigem Zögern militärische Hilfe und marschiert nach Orléans. Die Engländer heben die Belagerung am 8.5. auf. Jeanne d'Arc führt Karl VII. am 17.7. zur Krönung nach Reims. Damit tritt der "Hundertjährige Krieg" zwischen Frankreich und England in eine entscheidende Wende zugunsten Frankreichs.

In Nürnberg wird das Luftgewehr erfunden.

Im Saargebiet wird Steinkohle urkundlich als Handelsware erwähnt.

1430

Johanna von Orléans (Jean d´Arc) verdrängt die Engländer nach und nach aus Frankreich, findet beim König und der Friedenspartei Frankreichs jedoch immer weniger Rückhalt. Bei der Belagerung von Paris gerät sie in burgundische Gefangenschaft und wird gegen Lösegeld an die Engländer ausgeliefert.nach Oben

1431

Im Alter von 10 Jahren wird der englische König Heinrich VI. in Notre Dame in Paris zum König von Frankreich gekrönt. Heinrich war das einzige Kind und Erbe von König Heinrich V. von England. Sein Vater starb, als er erst wenige Monate alt war. Seine Mutter, Katharina von Valois, war aus dem französischen Königshaus der Valois und bei seiner Geburt erst zwanzig Jahre alt. Wegen des großen Argwohns aufgrund ihrer Nationalität wurde sie von ihrem Kind systematisch ferngehalten. Heinrich VI. wurde am 6. November 1429, im Alter von 8 Jahren,in der Westminster Abbey zum König von England gekrönt. Im Alter von zehn Jahren folgte am 16. Dezember 1431 die Krönung zum König von Frankreich. Das Königreich England wurde von Regenten verwaltet, bis Heinrich volljährig war. Die einflussreichsten Regenten waren seine Onkel Humphrey, Herzog von Gloucester, und John of Lancaster, 1. Herzog von Bedford. Johann übte die Regentschaft in Frankreich aus und Humphrey in England. Das Parlament beschränkte Humphrey dahingehend, dass er nur in Johanns Abwesenheit die Regentschaft über England innehatte. 1437 übernahm Heinrich VI. die Regierungsgeschäfte.

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Papst Martin V., Gegner der Kirchenreform, stirbt. Noch unter seinem Pontifikat wird Johanna von Orléans (Jean d´Arc) am 30.5. wegen Ketzerei von den Engländern in Rouen verbrannt. Unter dem Druck der französischen Öffentlichkeit wird das Urteil 1456 vom Papst Calixt III. widerrufen. Jean d´Arc, wie die Franzosen ihre Nationalheilige nennen, wird von der katholischen Kirche 1894 "ehrwürdig", 1909 "selig" und 1920 heiliggesprochen.

1435

Die nicht standesgemäß mit Herzog Albrecht III. von Bayern-München verheiratete Baderstochter Agnes Bernauer wird auf Geheiß ihres Schwiegervaters (während Abwesenheit ihres Gemahls) aus der Vohburg entführt, in Straubing als Zauberin angeklagt und am 12.10. in der Donau ertränkt. Ihr Andenken wird bis heute von weiten Bevölkerungsschichten der Straubinger Gegend gepflegt.

1437

In Nürnberg werden Handspritzen zum Feuerlöschen eingesetzt.

1440

Portugal beginnt den Handel mit Negersklaven.

Der Philosoph und Theologe Nikolaus von Kues (Cusanus) lehrt, das Weltganze sei eine unendliche Einheit und folgert daraus, dass die Erde nicht Mittelpunkt des Weltalls sein könne, weil es keinen Mittelpunkt der Unendlichkeit gäbe; formuliert einen Vernunftbegriff.nach Oben

1444

Mit dem Aufschwung der Städte steigt der Bedarf an Arbeitskräften, der infolge der Katastrophen des 14.Jhdt. nicht gedeckt werden kann. Deutschland wird Hochlohnland.

1445

Johannes Gutenberg erfindet in Mainz den Buchdruck mit beweglichen, gegossenen Lettern.

1447

Die Inkastadt Machu Picchu im südlichen Peru wird hoch in den Bergen errichtet (die Ruinen werden erst 1911 entdeckt werden).

Mit der Berliner Passion entsteht der erste datierte Kupferstich in Deutschland.

Der portugiesische Entdecker Fernandez erreicht Kap Verde.

1449

In Deutschland bricht die Pest aus.

Die Stadt Nürnberg hält eine Volkszählung ab, um den Ernährungsbedarf für Kriegsfälle festzustellen.

1452

19. März - Die letzte deutsche Kaiserkrönung durch einen Papst findet statt. Der Habsburger Friedrich III., seit 1440 deutscher König, wurde von Papst Nikolaus V. zum Herrscher des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt. Damit ging eine lange Tradition zu Ende, der zu Folge der deutsche König nach Rom reiste, um vom Papst zum Kaiser gekrönt zu werden. Seit 1452 war mit der Wahl zum deutschen König gleichzeitig auch der Kaisertitel verbunden. Friedrich III. war bis zu seinem Tod im Jahr 1493 Kaiser.

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15. April - Leonardo da Vinci wird geboren (+1519).

 

18. Juni - In der Päpstlichen Bulle Dum diversas gestattet Papst Nikolaus V. dem portugiesischen König Alfons V. das Erobern von Ländern der Ungläubigen in Westafrika. Der Papst duldet das Versklaven von Negern, der am afrikanischen Uferweg liegenden Moslems und der an selbigem Wege liegenden "Heiden". Allen anderen Fürsten und Kaisern der Welt wird Eingreifen in die Meere um Afrika für Seefahrt, Fischfang, Handel und Eroberung untersagt. Als Strafe soll Exkommunikation für Individuen und Interdikt für Kollektive gelten. Das Interdikt bedeutete für die Betroffenen das Versagen der für das Seelenheil des gläubigen Menschen notwendigen Sakramente.

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1455

Johannes Gutenberg druckt seine berühmte Bibel. Er kann seine Rechnungen an seinen Gläubiger Fust nicht bezahlen (s. 1450), und verliert seine Druckerei an diesen. Fust "steigt groß ein" ins Druckereigeschäft.

1457

In Deutschland werden ca 3000 stadtähnliche Siedlungen erwähnt, von denen lediglich Köln, Lübeck, Straßburg, Danzig, Breslau, Nürnberg, Augsburg, Ulm und Erfurt mehr als 20.000 (bis max 30.000) Einwohner haben.

1459

20. September - Bukarest wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Bukarest wurde einer Legende nach von einem Hirten namens Bucur gegründet. Bucurie bezeichnet im Rumänischen glückhafte Freude, und Bucur ist ein verbreiteter Familienname. Im etymologischen Sinn bedeutet Bucur: "Du bist froh". Eine weitere Erzählung berichtet von dem getischen König Dromichaites, der die "Freudenstadt" errichtete. Die Urkunde wurde von dem Woiwoden und Feldherrn Vlad Tepes Drăculea, ausgestellt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entwickelte sich Bukarest, wo sich schon nach 1400 eine Handwerkersiedlung mit Schmiede, Töpferei und Gerberei nachweisen lässt, zum Curtea (Fürstensitz) der Walachei. Fürst Radu der Schöne bezeichnete am 14. Oktober 1465 Bukarest in einer Urkunde als Fürstensitz. Die Stadt erlangte ihre zentralstädtische Bedeutung als fürstliches Macht- und Handelszentrum, das in einem Verdichtungsraum von Siedlungen lag. Zwischen 1459 und 1625 erscheinen allein 41 Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Bukarest.

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Universität Basel wird von Papst Pius II. gestiftet.

1460

König Christian I. von Dänemark bestimmt, dass die Länder Schleswig und Holstein "auf ewig" unteilbar bleiben sollen, nachdem sich ihm die Stände der beiden Länder nach Aussterben des Hauses Schaumburg unterstellt hatten.

1466

In Straßburg wird die erste deutsche Bibel bei Johann Mentelin gedruckt (vor Luther gab es über 120 Bibelübersetzungen, davon 14 in Hoch- und 3 in Niederdeutsch).

In München wird eine Schützengesellschaft gegründet. nach Oben

1471

Regiomantanus baut in Nürnberg eine erste deutsche Sternwarte.

1473

19.2. Nikolaus Kopernikus wird in Thorn geboren.

In Trier wird die Universität gegründet.

1477

Das älteste Lied über den sagenhaften Wilhelm Tell entsteht.

Im Freiheitsbrief an die Universität Tübingen ist ein erstes Kurpfuscherverbot enthalten.

1478

Leonardo da Vinci malt die Madonna mit der Blume und veröffentlicht ein Lehrwerk zu den Proportionen des menschlichen Körpers.

In Lübeck wird das Holstentor mit den angrenzenden Salzspeichern fertiggestellt (in Bau seit 1466).

1480

Karl Zöllner stellt in Wien erstmals Gewehre mit gezogenem Lauf her.

Der erste funktionsfähige Fallschirm wird von Leonardo da Vinci beschrieben.nach Oben

1483

10.11.: Martin Luther wird in Eisleben als Sohn eines Bergmanns geboren (+1546).

Hinrik Funhof erschafft den Hochaltar der Johanniskirche in Lüneburg mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers.

1484

Neuer Papst wird Innocenz VIII. (+1492); er löst am 5.12. mit der Bulle "Summis desiderantis affectibus" umfangreiche Hexenprozesse und -verbrennungen aus.

Eines der ältesten in Deutschland noch erhaltenen Rathäuser wird in Michelstadt im Odenwald fertiggestellt.

1486

18. Januar - Mit der Heirat des englischen Königs Heinrich VII. aus dem Haus Tudor mit Elizabeth of York (1466–1503) werden die beiden verfeindeten Herrscherhäuser Lancaster und York mit einander vereint. Die Rosenkriege gehören damit endgültig der Vergangenheit an. Die Rosenkriege bezeichnen eine Reihe von Kampfhandlungen zwischen den beiden rivalisierenden englischen Adelshäusern York und Lancaster, die zwei verschiedene Zweige des Hauses Plantagenet darstellten und die beide ihre Stammlinie auf König Edward III. zurückführen konnten. Die Wappen dieser Familien enthielten Rosen, eine rote Rose für Lancaster, eine weiße Rose für York. Aufgrund der Heirat wurden die Rosen im Wappen dann einfach übereinander gelegt.

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1488

Der Portugiese Bartholomäus Diaz erreicht im Dezember nach fünfmonatiger Seereise Namibia und wenig später das Kap der Stürme, später in Kap der Guten Hoffnung umbenannt, und weist damit den Seeweg nach Indien.

1489

In Ulm werden 168 öffentliche Badestuben gezählt: die Blüte des Badewesens geht gegen Ende des 16.Jahrhunderts durch Auftreten der Syphilis zurück.

Das Rechenbuch des Johann Widmann enthält erstmals die Ziffern, wie wir sie heute kennen.

Im Dom von Eichstätt entsteht der 10 m hohe steinerne Pappenheimer Altar.

In Berlin gibt es die erste deutsche Apotheke.nach Oben

1490

Der Nürnberger Holzschnitzer Veit Stoß errichtet den Hochaltar der Marienkirche in Krakau.

Erster Drahtzieherei-Betrieb in Nürnberg.

Die Schnabelschuhe werden durch breites Schuhwerk abgelöst ("Kuhmäuler").

In Italien und den Niederlanden entstehen die ersten Waisenhäuser.

1492

12. Oktober - Christoph Kolumbus, ein Seefahrer aus Genua und in den Diensten der spanischen Krone, landet auf einer Insel der Bahamas.  Am 11. Oktober kam schwere See auf, die Blütenzweige und einen bearbeiteten Stab an den Schiffen vorbeischwemmte. Kolumbus befahl seinen Leuten, die Nachtwachen ernst zu nehmen. Er versprach demjenigen, der zuerst Land sehen würde, eine besondere Prämie. Um zwei Uhr am Morgen des 12. Oktobers 1492 sichtete der Matrose Rodrigo de Triana vor dem Bug der Pinta Land. Das gesichtete Land gehörte zur Gruppe der Bahamas, die von Tainos bevölkert waren. Er nimmt die Insel unter dem Namen "San Salvador" für Spanien in Besitz. Amerika war entdeckt.

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Am Vormittag des 16. November 1492 trat ein 127 kg schwerer Steinmeteorit mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein. Der Meteorit zog, eine Leuchtspur hinter sich her ziehend, unter lautem Donnern über den Himmel und landete schließlich in der Nähe des elsässischen Städtchens Ensisheim auf einem Acker. Das Ereignis wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, darunter Albrecht Dürer, der seine Eindrücke in einer farbigen Zeichnung festhielt. Der Fall erregte großes Aufsehen. Sebastian Brant berichtete in einem Flugblatt über den Meteor. Der deutsche König Maximilian I. reiste eigens an, um Gericht über den Donnerstein zu halten. Da er teuflische Mächte im Spiel sah, ließ er den Meteoriten in Ketten legen und in der Pfarrkirche aufhängen. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder Stücke des Meteoriten abgeschlagen, die sich heute in Museen und Sammlungen befinden. Das Reststück von 55,75 kg kann im Museum Palais de Regence in Ensisheim besichtigt werden. Der Fall des Meteoriten Ensisheim ist einer der ältesten bezeugten Meteoritenfälle Europas, von dem noch Meteoritenmaterial vorhanden ist.

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Behaim stellt den ersten Erdglobus (noch ohne Amerika und Australien) in Nürnberg her.

Leonardo da Vinci entwirft Zeichnungen zu einem Flugapparat.

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1493

Hartmann Schedel Deutscher Arzt und Chronist veröffentlicht sein berühmtestes Werk ist die "Schedelsche Weltchronik", das erste Geschichtswerk eines deutschen Gelehrten und gleichzeitig das umfangreichste Druckwerk des 15. Jahrhunderts. Die Erstausgabe erschien in lateinischer Sprache, wurde kurz darauf ins Deutsche übersetzt und fand weite Verbreitung in Europa. Mit ihren 1809 Holzschnitten war die Weltchronik ein Höhepunkt der Buchillustration. Die Grundlage des Werks bildete Schedels Privatbibliothek, die größte in Nürnberg. Die Chronik folgt im Aufbau den sieben Weltaltern vom Paradies bis zum Jüngsten Gericht und enthält zahlreiche Biografien und eine Karte, die als erste gedruckte Deutschlandkarte gilt.

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1494

Kolumbus unternimmt seine zweite Seereise nach Westen und entdeckt Dominika, Puerto Rico, Jamaika. Kolumbus verwendet zum ersten Mal eine Flaschenpost.

1495

Von den Franzosen aus dem belagerten Neapel eingeschleppt, breitet sich die Syphilis seuchenartig über ganz Europa aus. nach Oben

1498

Nach zehnmonatiger Fahrt landete der portugiesische Seeoffizier und Entdecker Vasco da Gama in Calicut an der indischen Westküste. Damit hatte er als erster einen Seeweg von Europa über die Südspitze Afrikas zum Subkontinent ausfindig gemacht. Die Erschließung dieses Seeweges eröffnete mehreren christlichen Staaten Europas die Möglichkeit direkten Handels mit Asien und die Erzielung hoher Profite, die zum Antrieb für die koloniale Expansion Europas in den folgenden Jahrhunderten wurden. Die Route führte zunächst von Lissabon um das Kap der Guten Hoffnung nach Ostafrika und über das Arabische Meer bis nach Goa, Calicut und Cochin an der Malabarküste im Westen Indiens. Von dort aus führte sie um Indien und Ceylon herum über den Golf von Bengalen durch die Straße von Malakka die Sunda- und die Bandasee zu den Gewürzinseln, v.a. nach Ambon, Tidore und Ternate. Die Portugiesen schalteten damit den Zwischenhandel von indischen, persischen, arabischen, türkischen und venezianischen Kaufleuten aus. Zusammen mit den hohen Zöllen, die das Osmanische Reich erhob, hatte dieser Zwischenhandel die Gewürze in Europa extrem verteuert. Die Brechung des Handelsmonopols der Venezianer, Türken und Araber im Gewürzhandel machte die Gewürze in Europa erschwinglicher und ließ Nachfrage und Angebot steigen. Über den neuen Handelsweg wurden Gewürze wie Pfeffer, Gewürznelken, Muskat und Zimt eingeführt, die im Europa des Mittelalters und der frühen Neuzeit einen immensen Wert darstellten, weil sie nicht nur zum Würzen von Speisen, sondern auch als Konservierungsstoffe und Grundlage für Arzneimittel unverzichtbar waren.

nach Oben Bild: Public Domain

1499

Der Amazonas wird entdeckt.

Die Sprengladungs-Hohlgeschosse finden Verwendung in der Kriegskunst

1500

In Murano kann man farbloses Glas herstellen.

Die erste ständige Postverbindung zwischen Wien und Brüssel wird aufgenommen.

In China versucht sich der Gelehrte Wan Hu als Raketentechniker. Er befestigt 47 Schießraketen an der Rückenlehne eines Stuhl. Das Experiment misslingt, die Vorrichtung explodiert, der Pilot kommt dabei ums Leben.

Leonardo da Vinci zeichnet den ersten Hubschrauber, der allerdings nicht gebaut wurde und wohl auch nicht geflogen wäre.

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