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16. September          

1893

Alexander Korda eigentlich Sándor Lazlo Kellner † 23.1.1956 - ungarisch-britischer Filmregisseur und -produzent. Korda drehte seinen ersten Film 1914 im Alter von 21 Jahren. Bereits drei Jahre später war er Mitbesitzer und Manager von Corvin, einem der größten Filmstudios Ungarns. Zu Kordas bekannten Arbeiten zählen Klassiker wie "Der Dieb von Bagdad" (1940) und "Der dritte Mann" (1950) mit Orson Welles in der Hauptrolle.     Bild: Public Domain

 

1927

Peter Falk - amerikanischer Filmschauspieler. Peter Falk wurde in New York geboren. Im Alter von drei Jahren wurde ein Tumor in seinem rechten Auge entdeckt. Dieses Auge musste deswegen durch ein Glasauge ersetzt werden. Dies ist in seinen Filmen an dem meist leicht zugekniffenen linken gesunden Auge zu erkennen, das rechte fokussiert nicht mehr. Bereits 1960 erhielt er einen Oscar für die Darstellung eines Schauspieler im Film "Murder, Inc." und 1961 einen weiteren für den Film "Pocketful of Miracles". International bekannt wurde er durch die Darstellung des unkonventionellen Kriminalinspektors "Columbo" in der gleichnamigen Fernsehserie, die von 1971 bis 1977 gedreht wurde. Für die Rolle des Lastwagenfahrers im Film "Price of Tomatoes" wurde ihm ein Emmy verliehen und drei weitere für seine Rolle als Columbo. 1972 gewann er einen Tony für "The Prisoner of Second Avenue". In den 1980er und 1990er Jahren drehte er zahlreiche Kriminalfilme. Columbo dürfte der einzige Serienstar sein, der in einer Rolle fünffach synchronisiert wurde. In den Columbo Folgen "Eine Leiche zum Dessert" und "Der Schmalspur-schnüffler" wurde Falk von Harald Juhnke gesprochen.          Bild: YouTube Filmausschnitt

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1943

Oskar Lafontaine - Deutscher Politiker. Der aus Saarlouis-Roden stammende Diplomphysiker wurde 1966 Mitglied der SPD. Oskar Lafontaine war in den Jahren 1985-1998 Ministerpräsident des Saarlandes. 1990 stellte er sich als Kanzlerkandidat der SPD zur Wahl. Nach dem Sieg seiner Partei bei den Bundestagswahlen 1998 wurde Lafontaine zum Finanzminister ernannt. Im Frühjahr 1999 erklärte er überraschend und zunächst ohne Angabe von Gründen seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden der SPD und vom Amt des Bundesfinanzministers. 2005 wechselte Lafontaine von der SPD zur neu gegründeten Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG). Diese ging durch seine Initiative im Juni 2005 ein Wahlbündnis mit der PDS ein, die sich dafür in Die Linkspartei.PDS umbenannte. Von 2005 bis 2009 war Lafontaine mit Gregor Gysi Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Vom 16. Juni 2007 bis zum 15. Mai 2010 war er neben Lothar Bisky Parteivorsitzender der neugebildeten Partei Die Linke. Sein Rückzug vom Parteivorsitz erfolgte aus gesundheitlichen Gründen. Seit September 2009 führt er die Fraktion der Linken im saarländischen Landtag. In seinem Buch "Das Herz schlägt links" erläutert Lafontaine seine politische Arbeit der letzten Jahre und legt die Beweggründe für seinen Rückzug aus dem politischen Leben dar.          Bild: James Steakley

 

1951

Alice Hoffmann - deutsche Schauspielerin und Komikerin. Bekannt wurde sie als Darstellerin der Hilde in der Fernsehserie "Familie Heinz Becker". Nach ihrem dortigen Ausscheiden 1996 tritt Alice Hoffmann seit 1998 als "Vanessa Backes" auf. Sie ist vor allem im südwestdeutschen Raum mit ihren Bühnenprogrammen zu sehen. Daneben spielte sie im saarländischen Tatort Gerda Braun, die schrullige, tollpatschige Sekretärin der Kommissare Stefan Deininger und Franz Kappl. 

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1956

David Copperfield eigentl. David Seth Kotkin - amerikanischer Magier. Seit den 1970er-Jahren ist er durch zahlreiche TV-Auftritte bekannt geworden. Er gibt jedes Jahr ca. 550 Live-Shows vor ausverkauften Häusern in aller Welt. Wegen des eleganten Klanges entschied er sich schon als 17 jähriger – nach der Hauptfigur aus dem gleichnamigen Roman von Charles Dickens – für seinen Künstlernamen David Copperfield. In dieser Zeit gewann er zahlreiche Preise und Auszeichnungen amerikanischer Magierzirkel. Copperfield ließ immer größere Gegenstände wie zunächst einen Ferrari und dann sogar ein ganzes Flugzeug verschwinden. Hennings Berater Jim Steinmeyer überzeugte Copperfield als weitere Steigerung, nunmehr die Freiheitsstatue während einer Live-Show verschwinden zu lassen. Nach der 1983 mit sensationell hohen Quoten gelaufenen Sendung war Copperfield kein Zauberkünstler mehr, sondern „der Mann, der die Freiheitsstatue verschwinden ließ“. Er bereist mit seiner aufwändigen Illusionsshow seit Jahrzehnten die gesamte Welt, gastiert jedoch überwiegend in Las Vegas.
Bild: Homer Liwag

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1620

Das Schiff "Mayflower" stach in See. An Bord befanden sich 102 Puritaner - Zugehörige einer der bekanntesten Auswanderergruppen. Die Puritaner waren aus der Kirche von England ausgetreten, weil sie dort wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Die so genannten "Pilgrim Fathers" unterzeichneteten den Mayflower-Vertrag, die erste schriftliche amerikanische Verfassung. Die Reise der Mayflower ist das prominenteste Beispiel für die Besiedlung Amerikas durch Nordeuropäer und wird bisweilen fälschlich als deren Beginn dargestellt. Tatsächlich aber begann die Kolonialisierung Nordamerikas in der Neuzeit bereits Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Besiedlung von Neufundland. Die Stadt St. John's gilt mit der Inbesitznahme durch die englische Krone im Jahr 1583 als älteste britische Kolonie.

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1861

 

Der größte dampfgetriebene Schmiedehammer Deutschlands nimmt in Essen bei der Firma Krupp seine Arbeit auf. „Fritz“ verfügt über ein Fallgewicht von 50 Tonnen.

 

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1908

Die Automobilfirma General Motors wird durch William Durant als Holdinggesellschaft für Buick gegründet und übernimmt kurz danach Oldsmobile.

1924

Nach 37 Monaten kehrte der dänische Polarforscher Knud Rasmussen von einer Hundeschlitten-Reise durch das ewige Eis der Arktis zurück. Die Forschungsexpedition des Ethnologen hatte das Ziel, das Leben der arktischen Urbevölkerung zu studieren. Er bewältigte dafür eine Strecke von 20.000 Kilometern. Es war die größte Schlittenreise in der Geschichte der Arktis-Forschung. Von Grönland aus fuhr Rasmussen durch die Hudsonstraße zur Southampton-Insel, entlang der Westküste der Hudson-Bay bis Port Nelson nach Süden. Längs der Nordküste des Festlandes von Kanada und Alaska erreichte der Polarforscher die Beringstraße. Über 15 Monate lang galt Rasmussen als verschollen.

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1953

Der Monumentalfilm "Das Gewand" - mit Richard Burton und Jean Simmons in den Hauptrollen - feierte in New York Premiere. Es war der erste Film, der im Breitwandverfahren Cinemascope gedreht wurde. Durch die neue Technik entfalten Regisseur Henry Kosters Großaufnahmen und Massenszenen eine überwältigende Wirkung.

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1964

Durch Beschluss der Bundesregierung wird die "Stiftung Warentest” ins Leben gerufen. Die Stiftung, die ihren Sitz in West-Berlin hat, und von der Bundesregierung finanziert wird, soll dem Verbraucher mit Tests und Vergleichen die Entscheidung angesichts eines immer weiter wachsenden Warenangebots erleichtern.

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1966

In New York wurde das neue Gebäude der Metropolitan Opera am Lincoln Center eröffnet. Der Entwurf stammte von dem Architekten W.K. Harrison. Vor allem die hohe Bogenvorhalle und die beiden großen Wandgemälde von Marc Chagall - "Les Sources de la Musique" und "Le Triomphe de la Musique" - beeindrucken noch heute die Besucher. Mit Samuel Barbers Oper "Antonius und Cleopatra" nahm das neue Opernhaus seinen Bühnenbetrieb auf. Die "Met" kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. Sie wurde 1879 von dem Industriellen William H. Vanderbilt gegründet und 1883 am Broadway eröffnet. Hier debütierten Weltstars wie Enrico Caruso und Lilli Lehmann. Die heutige Metropolitan Opera fasst 3800 Besucher und gehört heute zu den renommiertesten Opernhäusern der Welt.

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1977

Die bekannte Opernsängerin Maria Callas starb in Paris. Die Callas war schon zu Lebzeiten eine Legende und Inbegriff einer Diva. Leonard Bernstein bezeichnete die "primadonna assoluta" als "die größte Künstlerin der Welt". Als sie sich 1974 von der Bühne zurückzog, hatte die Sopranistin rund 40 verschiedene Rollen gespielt und mehr als 20 komplette Opern aufgenommen.

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1979

Den Familien Strelzyk und Wetzel gelingt mit einem selbstgebauten Heißluftballon die Flucht über die Innerdeutsche Grenze aus der DDR nach Westdeutschland. Diese aufsehenerregende Ballonflucht wurde 1981 in dem US-amerikanischen Spielfilm Mit dem Wind nach Westen dargestellt und von den Strelzyks in einem Buch beschrieben. Die Route der 28-minütigen nächtlichen Ballonfahrt führte bei Nordwind aus Pößneck (Thüringen) nach Süden. Der Ballon landete in Naila (Bayern), wo er heute im dortigen Heimatmuseum ausgestellt ist. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR ließ den Initiator Peter Strelzyk an seinem neuen Wohnort im Westen durch einen Freund und Mitarbeiter observieren und hat ihm möglicherweise geschäftlich zu schaden versucht. Für die Ballonhülle war ein erforderliches Volumen von 2.800 Kubikmeter errechnet worden. Sie war 28 Meter hoch und 20 Meter breit und wurde aus Regenmantelstoff genäht, der in dieser Menge nur nach und nach beschafft werden konnte. Die Gondel bestand aus einer 1,40 m mal 1,40 m großen hölzernen Plattform mit einem 80 cm hohen Geländer aus vier Eckpfosten und Wäscheleine. Die acht Personen kauerten während der Fahrt mit dem Rücken zum Geländer und hielten sich an den in der Mitte stehenden vier Propangasflaschen fest.

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1991

Die Schweiz schaffte die Todesstrafe im Militärstrafrecht ab. Die letzte zivile Hinrichtung in der Schweiz war an dem dreifachen Mörder Hans Vollenweider im Kanton Obwalden vollzogen worden.Er wurde 1939 festgenommen und nachzahlreichen Gerichtsverhandlungen zum Tode verurteilt. Am 18.Oktober 1940wurde er in Sarnen durch eine Guillotine hingerichtet. Nicht einmal zwei Jahre später wurde am 1.Januar 1942 die Todesstrafe gänzlich für zivile Straftaten abgeschafft. Liberale Kantone, die die Todesstrafe bereits abgeschafft hatten, konnten einen Verfassungsartikel, der die Todesstrafe in der ganzen Schweiz verbot, durchsetzen. Es sollte aber noch weitere 50 Jahre dauern, bis die Todesstrafe auch im Militärstrafrecht abgeschafft wurde.

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1993

Die politischen Verantwortlichen für die Todesschüsse von Soldaten der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) auf so genannte Republikflüchtige an der inner-deutschen Grenze, mussten sich vor Gericht verantworten. Der ehemalige DDR-Verteidigungsminister Heinz Kessler (li), sein Stellvertreter Fritz Streletz (2.v.l) und der frühere Bezirkschef der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) von Suhl, Hans Albrecht (3.v.l), wurden vom Berliner Landgericht wegen Totschlags zu Haftstrafen zwischen viereinhalb und siebeneinhalb Jahren verurteilt. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die vorsätzliche Tötung von unbewaffneten Menschen, die die DDR verlassen wollten, ein Verstoß gegen völkerrechtlich geschützte Menschenrechte war.

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1998

Die US-amerikanische Schauspielerin Meryl Streep erhält ihren Stern auf Hollywoods Walk Of Fame. Nach ersten Theaterarbeiten feierte sie Ende der 1970er Jahre ihren internationalen Durchbruch mit dem TV-Mehrteiler "Holocaust" und den Kinoproduktionen "Manhattan", "Die durch die Hölle gehen" und "Kramer gegen Kramer". Die Rolle der emanzipierten Ehefrau und Mutter in dem Melodram "Kramer gegen Kramer" (1979) brachte Meryl Streep den ersten Oskar ein. Den zweiten erhielt sie für die Titelrolle in Alan Pakulas "Sophie's Choice". Bis 1989 wurde sie acht mal für den Oskar nominiert. 1986 drehte sie gleich zwei ihrer besten Filme: "Jenseits von Afrika" und "Die emanzipierte Frau". In dem Familienepos "Das Geisterhaus" (1993) nach dem Roman von Isabel Allende spielte sie zum ersten Mal mit Glenn Close. Meryl Streep eine der erfolgreichsten Charakterschauspielerinnen Hollywoods. Sie besticht durch die Eindringlichkeit und die Wandlungsfähigkeit ihres Spiels.      Bild: Alan Light

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