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8. September         

1157

Richard Löwenherz († 6.4.1199) Herzog von Aquitanien und Poitiers, König von England. Als sein Vater Heinrich II. 1189 starb, übernahm Richard den englischen Thron. Sein jüngerer Bruder Johann war sein ständiger Widersacher im Anspruch auf die Krone. Neben Kaiser Friedrich Barbarossa und Philipp II. von Frankreich führte Richard I. den 3. Kreuzzug ins Heilige Land. Er eroberte 1191 Zypern, leitete danach die Eroberung von Akkon und schloss 1192 mit dem Sultan Saladin einen Waffenstillstand. Dieser erlaubte den christlichen Pilgern, die muslimische Stadt Jerusalem zu besuchen. Auf der Rückkehr vom Kreuzzug wurde Richard I. gefangen genommen und kam erst 1194 gegen die Zahlung einer hohen Summe frei. In den folgenden fünf Jahren führte er Krieg gegen Philipp II. Kurz nach dem Waffenstillstand wurde er tödlich von einem Pfeil getroffen.

 

 

1925

Peter Sellers († 24.7.1980) Eigentlich Richard Henry Sellers, britischer Filmschauspieler. Im Zweiten Weltkrieg ging Sellers zur Royal Air Force und wurde zum offiziellen Entertainer der Truppe. Später war er als Sprecher in den BBC-Comedy-Serien "Show Time" und "Crazy People" zu hören. Seine Filmkarriere begann 1951 mit dem Film "Penny Points to Paradise". Der Durchbruch in England gelang ihm 1955 mit "Ladykillers". Als "Inspektor Clouseau" in Blake Edwards' "Pink Panther"-Serie spielte er seine bekannteste Rolle.

 

 

1929

Christoph von Dohnányi Deutscher Dirigent. Der Sohn des Widerstandskämpfers Hans von Dohnányi war bis 1970 Chefdirigent des WDR-Sinfonieorchesters. Auf seine Tätigkeit als Operndirektor in Frankfurt folgte 1978 die Intendanz der Hamburger Staatsoper. 1984 übernahm Dohnányi die Leitung des Cleveland Orchestra. Er gilt als engagierter Verfechter des zeitgenössischen Musiktheaters und leitete zahlreiche Uraufführungen moderner Werke.

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1930

Mario Adorf Deutscher Bühnen- und Filmschauspieler. Für die Rolle des Massenmörders in Robert Siodmaks Film "Nachts wenn der Teufel kam" (1957) wurde er mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Ab Mitte der 1960er Jahre spielte er verstärkt in französischen und italienischen Filmen. Es folgten zahlreiche Hauptrollen in Film- und Fernsehproduktionen - unter anderem "Die Blechtrommel", (1979). Adorf arbeitete mit Regisseuren wie Fassbinder ("Lola"), Wilder ("Fedora") und Claude Chabrol ("Stille Tage in Clichy"). Neben seiner Tätigkeit für Film und Fernsehen schrieb Adorf mehrere Bücher und tritt weiterhin auf der Bühne auf.

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1938

Wibke Bruhns - deutsche Journalistin und Autorin. Sie war ab 1971 die erste deutsche Nachrichtensprecherin des ZDF.

 

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1522

Weltumsegelung beweist: "Die Erde ist rund". Das Schiff "Victoria" kehrte mit 18 Überlebenden von einer abenteuerlichen Expedition nach Spanien zurück: Drei Jahre lang hatte eine kleine Flotte unter dem Kommando des Portugiesen Magellan die Welt zu umsegeln versucht. Bis auf die "Victoria" gingen alle Schiffe verloren, der Beweis aber war geliefert: Die Erde ist rund.

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1901

In der Grotte Les Combarelles in der Dordogne entdeckten die französischen Prähistoriker Denis Peyrony und Louis Capitan und der Abt und Archäologe Henri Breuil Gravierungen aus dem Paläolithikum. Sie schätzten das Alter der Felszeichnungen auf etwa 20.000 bis 40.000 Jahre. In der Höhle befanden sich weit über 300 Bilder mit zum Teil farbig nachgezogenen Gravierungen. Die Darstellungen zeigten teilweise ausgestorbene Tiere und menschliche Gestalten. Vier Tage später entdeckten die Forscher in der Grotte Font-de-Gaume 200 weitere farbige Wandmalereien. 1895 waren in der Höhle von La Mouthe (Dordogne) erstmals Ritzbilder freigelegt worden. Die Existenz altsteinzeitlicher Kunst war von der Wissenschaft bis dahin bestritten worden.

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1902

Das deutsche Kanonenboot "Panther" versenkt vor der Küste Haitis den Kreuzer "Crète à Pierrot". Der haitianische Kreuzer hatte eine Woche zuvor einen deutschen Dampfer gekapert und an Bord befindliches Kriegsmaterial beschlagnahmt.

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1907

Papst Pius X.erließ die Enzyklika "pascendi dominici gregis", in der er die Verquickung von moderner Wissenschaft und Glaube verurteilt. Auf der Grundlage dieser Enzyklika wurden Professoren und Geistliche von katholischen Hochschulen verbannt, wenn sie nicht gewillt waren sich nicht vom Modernismus loszusagen.

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1958

In Bonn wurde die neue Konzert- und Kongresshalle der damaligen Bundeshauptstadt eingeweiht. Ihren Namen erhielt sie zu Ehren des großen Sohns der Stadt, Ludwig van Beethoven (1770-1827). Eine erste Halle gleichen Namens bestand bereits 1845. Der Holzbau wurde als Austragungsstätte des ersten, drei Tage dauernden Beethovenfests errichtet, das auf Initiative Franz Liszts zum 75. Geburtstag des Komponisten stattfand. Nach den Feierlichkeiten, bei denen der preußische König Friedrich Wilhelm IV. und Königin Victoria von England als Ehrengäste anwesend waren, wurde das Haus wegen Feuergefahr abgerissen. Die zweite Halle entstand 1870 zu Beethovens 100. Geburtstag. Ebenfalls ins Holzbauweise errichtet, fiel sie am 18. Oktober 1944 einem Bombenangriff zum Opfer.

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1982

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Athen übersprang die Hochspringerin Ulrike Meyfarth als erste Frau der Welt die Höhe von 2,02 Metern. Im Folgejahr konnte sie ihre Bestmarke noch um einen Zentimeter übertreffen. 1972 hatte die 16-jährige Meyfarth als jüngste Einzelsiegerin bei den Olympischen Spielen von München sensationell die Goldmedaille errungen und gleichzeitig mit 1,92 Metern den Weltrekord eingestellt. Zwölf Jahre nach ihrem ersten internationalen Triumph konnte die Hochspringerin ihren Olympiasieg wiederholen. Mit 2,02 Metern stellte sie 1984 in Los Angeles einen neuen Olympiarekord auf - diesmal als älteste Frau, die bis dahin die Hochsprungdisziplin gewinnen konnte.

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1989

Ein Ministerentscheid von Bundeswirtschaftsminister Helmut Haussmann (FDP) hob einen Einspruch des Bundeskartellamtes auf und ermöglichte so die Fusion der Daimler-Benz AG mit dem Luft- und Raumfahrtkonzern Messerschmidt-Bölkow-Blohm zur "Deutschen Aerospace AG" (DASA). Die Produktpalette der DASA, die 1998 nach dem Zusammenschluss von Daimler und Chrysler in "DaimlerChrysler Aerospace AG" umbenannt wurde, reichte von zivilen und militärischen Flugzeugen und Hubschraubern über Satelliten- und Antriebssysteme bis hin zu medizintechnischen Geräten. 1999 fusionierte das Unternehmen mit der französischen "Aerospatiale" und der spanischen "Construcciones Aeronáuticas S.A." (CASA) zur "European Aeronautic, Defense and Space Company" (EADS). Die EADS ist das größte Luft- und Raumfahrtunternehmen Europas.

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