14. Juni
Geburtstage
1811
Harriet Beecher-Stowe † 1.7.1896 - Amerikanische Schriftstellerin. Ihr bekanntestes Buch "Onkel Toms Hütte" (1852) entstand nach einer Reise in die Südstaaten und beschreibt als erstes Werk der damaligen Zeit klar und deutlich die Differenzen zwischen beiden Staatsregionen. Heute wird es wegen seiner vereinfachenden Sichtweise der Farbigen als simple und schutzbedürftige Menschen kritisiert.
1864
Alois Alzheimer † 19.12.1915 - Deutscher Nervenarzt. 1906 berichtete Alzheimer auf einem Treffen von Nervenärzten zum ersten Mal von einer Frau, die wegen schnell zunehmenden Gedächtnisschwunds unter Verfolgungswahn litt und sich nicht mehr orientieren konnte. Seine Kollegen hielten es für den Fall eines natürlichen Altersschwachsinns. Alzheimer konnte jedoch belegen, dass es sich hierbei um eine krankhafte Veränderung der Gehirnrinde handelte. Diese Erkenntnis prägte Alzheimers Karriere nachhaltig. Nach seiner Arbeit an der Münchener Universitätsklinik wurde er 1912 Ordinarius für Psychiatrie in Breslau. Bereits 1911 wurde der Terminus "Morbus Alzheimer" von seinem früheren Arbeitskollegen Emil Kraepelin in die Fachwelt eingeführt.
1868
Karl Landsteiner † 26.6.1943 - Österreichischer Mediziner. Der Entwickler des Blutgruppensystems und Entdecker des Rhesus-Faktors, erhielt 1930 den Medizinnobelpreis. Er konnte als erster die Zusammenballung (Agglutination) des menschlichen Bluts beobachten, wenn es auf mit fremden Blut in Berührung kommt. Im Jahr 1901 entdeckte er die Verschiedenheit des Bluts und teilte es in die heute bekannten Blutgruppen A, B und C ein. Zusammen mit der Bestimmenung des Rhesus-Faktors (1940) lieferte Landsteiner damit die Grundlage für das lebensrettende Verfahren der Bluttransfusion.
1924
James Whyte Black - Britischer Pharmakologe. Zusammen mit den amerikanischen Biochemikern Gertrude Belle Elion und George H. Hitchings wurde ihm 1988 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen. Bei seiner Arbeit für die medizinische Abteilung des King's College in London schuf er Medikamente zur Behandlung von Herzinfarkten, zur Regulierung des Puls und Blutdrucks, sowie gegen Angina pectoris. Die sog. Betablocker wurden von Black und Kollegen seit Beginn der Sechziger Jahren entwickelt und erforscht, erst vor kurzem hat eine Langzeitstudie die vorbeugende Wirkung dieser Medikamente gegen Herzinfarkte belegt.
1928
Che Guevara † 9.10.1967 eigentlich Ernesto Guevara Serna - Kubanischer Politiker und Revolutionär. Che Guevara wurde nach der Revolution in Kuba Industrieminister und begann in Bolivien mit dem Aufbau einer neuen Guerillaorganisation (1966). Gleichzeitig versuchte er das Land aus den wirtschaftlichen Bedingungen des Kapitalismus zu lösen und sich politisch mit dem Ostblock zu verbrüdern. Nach gemeinsamen Kämpfen mit Fidel Castro gegen das Battista-Regime war er 1959 zum "geborenen Kubaner" ernannt worden und danach unter Castros Führung zu einem der führenden Männer seines Landes aufgestiegen. Erst 1997 wurden die echten Gebeine in Bolivien gefunden und nach Kuba gebracht. Bild:
Public Domain
1946
Donald John Trump - Amerikanischer Unternehmer. Trump wurde durch gute Verbindungen zu Regierungsstellen einer der größten Immobilienunternehmer der USA. Sein offen zur Schau getragenes Selbstbewusstsein und seine skandalträchtigen Scheidungen machten ihn zu einem vieldiskutierten Medienliebling. Zu Beginn der 90er Jahre stand er vor dem finanziellen Ruin und musste die firmeneigene Fluglinie verkaufen. Bald darauf gelang es ihm, mit der Trump-Organisation wieder Schwarze Zahlen zu schreiben. Der Trump-Tower mit 68 Stockwerken und luxuriöser Ausstattung gehört zu den Sehenswürdigkeiten von New York. Die Grundlage für Trumps Reichtum war ein Millionendarlehen seines Vaters, der selbst schon mit dem Handel von Immobilien ein Vermögen verdient hatte. Bild: Michele Sandberg
1956
Gianna Nannini - Italienische Songschreiberin und Rocksängerin, die mit Alben wie "Latin Lover", "Fotoromanza", "Bello E Impossibile" oder "I Maschi" auch im deutschsprachigen Raum sehr populär wurde. 1979 kam mit California die erste erfolgreiche Langspielplatte heraus, deren feministischer Inhalt und provozierendes Cover in Italien einen Skandal auslösten. Der Titel America sorgte im katholischen Italien für viel Furore, weil Nannini auf dem Plattencover die Fackel der Freiheitsstatue gegen einen Vibrator austauschte. Die Single Latin Lover wurde in Deutschland zu einer ihrer größten Hits. 2000 schrieb Nannini den Soundtrack zur Zeichentrickverfilmung von Michael Endes Geschichte Momo.
1961
Boy George eigentlich George Alan O’Dowd - Britischer Sänger. 1981 gründete er mit Mikey Craig, Roy Hay und Jon Moss gemeinsam zunächst als „Sex Gang Children“ die britische New-Wave-Band Culture Club. Im November 1982 trat die Band mit ihrem Hit "Do You Really Want to Hurt Me" erstmals bei Top Of The Pops auf. Danach gab es in den britischen, bald darauf weltweiten Medien kein Halten mehr. Oft fand hier jedoch sein exzentrisches Äußeres, seine großen und kleinen Skandale mehr Beachtung als sein Talent als Sänger und Songschreiber. Gleich zweimal, 1982 und 1983, wählten ihn die Leser des Daily Mirror zur „Pop Personality of the Year“. Madame Tussauds verewigte ihn schließlich in Wachs und nahm ihn in ihr Kabinett auf.
1969
Stefanie Graf - Deutsche Tennisspielerin. Graf gewann sechs Mal das Turnier in Wimbledon (1988-1991, 1993, 1995). Außerdem gewann sie als einzige Tennisspielerin der Welt alle Grandslam-Turniere mindestens vier Mal. Ihr erstes Match bestritt sie im Alter von fünf Jahren, ein Jahr später folgte das erste Turnier. 1988 war das erste erfolgreiche Jahr ihrer Karriere. Sie gewann ihren ersten Grandslam, wurde Olympiasiegerin in Seoul und erreichte Platz Eins in der WTA-Rangliste. Insgesamt achtmal konnte sie diesen Titel verteidigen, bevor sie 1997 diesen Platz endgültig an die Schweizerin Martina Hingis abgeben musste. 1999 beendete Steffi Graf ihre Karriere als Tennisspielerin. Bild: YouTube Filmausschnitt
1982
Lang Lang - Chinesischer Pianist. Als Lang Lang mit zwei Jahren Tom und Jerry im Fernsehen sah, spielte Tom die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 cis-Moll von Franz Liszt auf dem Klavier. Dies war die erste Begegnung mit westlicher Musik und weckte in ihm den Wunsch, Klavier spielen zu lernen. Seine Eltern sparten für seinen Klavierunterricht bei Professor Zhu Ya-Fen am Konservatorium seiner Heimatstadt, den er bereits mit drei Jahren erhielt. Seinen Durchbruch feierte Lang 1999 im Alter von 17 Jahren, als er in letzter Minute bei der Galaxy of Stars des Ravinia Festivals für den indisponierten André Watts einsprang und unter der Leitung von Christoph Eschenbach Tschaikowskis erstes Klavierkonzert mit dem Chicago Symphony Orchestra spielte. Für großes Aufsehen sorgte sein Solo-Debüt am 7. November 2003 in der ausverkauften Carnegie Hall. Die DVD-Dokumentation dieses Konzerts, Lang Lang – Live at Carnegie Hall unter der Regie Benedict Mirows, wurde 2005 mit dem Echo Klassik für die beste Musik-DVD ausgezeichnet. Bild: Chancellery of the President of the Republic of Poland
Ereignisse
1800
Uraufführung des Dramas "Maria Stuart" von Friedrich Schiller in Weimar. Der historische Stoff verlangte geradezu nach einer dramatischen Inszenierung: Nach einer Verschwörung des Adels wurde die schottische Königin Englands gefangen genommen, 20 Jahre festgesetzt und schließlich nach einer erneuten katholischen Verschwörung am 8. Februar 1587 hingerichtet. Friedrich Schiller hielt sich in seinem Drama allerdings nicht an die historischen Fakten. So fand ein Gespräch zwischen den Königinnen Maria und Elisabeth, das für die Dramatik notwendig war, in Wirklichkeit nie statt. In der dichterischen Fassung wird der Tod für Maria zum Sühnetod, Elisabeth ist mehr von eifersüchtigem Hass getrieben als von den Zwängen der Staatsräson.
1802
Johannes Bückler genannt "Schinderhannes" - ein deutscher Räuber, dem heute 130 Straftaten, zumeist Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle nachgewiesen werden können, steht vor dem Untersuchungsgericht in Frankfurt am Main. Das Gericht hielt Bücklers Hoffnung auf ein gnädiges Urteil aufrecht und konnte ihm so umfangreiche Geständnisse entlocken. Ohne sich selbst mit Gewaltdelikten zu belasten, benannte er weit über 100 Personen, die im Zusammenhang mit seinen Straftaten standen. Mit ihm wurden weitere 19 Mittäter zum Tode verurteilt. Der Name „Schinderhannes“ verweist auf die Tätigkeit des jungen Bückler, der bei zwei Abdeckermeistern (Tierkörperverwerter), die mancherorts auch Schinder genannt werden, als Lehrjunge gearbeitet und dort den Rufnamen erhalten hatte.
1807
Die Truppen Napoleons schlagen unter Führung ihres Kaiser das preußisch-russische Heer in der Schlacht bei Friedland. Mit einer 80000 Mann starken Armee besiegte er den 58000 Mann starken Heeresverbund russischer, polnischer, italienischer, holländischer Soldaten unter der Führung des Generals und Grafen Leonty Leontyevich von Bennigsen. Nach der großen Schlacht von Austerlitz über Österreich und Russland am 2. Dezember 1805 zwang dieser entscheidene Sieg in der Schlacht von Friedland den Zaren Alexander I. zu Friedensverhandlungen mit dem französischen Herrscher, die dann in den Verträgen von Tilsit Napoleon den Herrschaftsanspruch über den europäischen Kontinent zubilligten.
1834
Isaac Fischer Junior erhält ein US-Patent auf einen Herstellungsprozess für Schleifpapier.
1881
In Berlin erschien das erste deutsche Telefonbuch. Es enthielt nur wenige Telefonnummern von Privatpersonen. Die meisten Einträge waren von Hotels, Banken und Geschäften. Als Spottname war die Bezeichnung „Das Buch der 99 Narren“ für die neue Publikation schnell gefunden. Offiziell war es natürlich das „Verzeichniss der bei der Fernsprecheinrichtung Betheiligten“. Heute gibt es bundesweit über tausend örtliche Telefonbücher. Aus den kleinen Anfängen hat sich inzwischen eine ganze Branche entwickelt. Der Gesamtmarkt für Verzeichnisdienste hat inzwischen ein Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr erreicht, und rund 30.000 Arbeitsplätze hängen von diesem Geschäft ab.
1888
Wilhelm II. von Hohenzollern folgte seinem Vater Friedrich III., der nur 99 Tage lang regierte, auf dem deutschen Kaiserthron. Als letzter Kaiser des Deutschen Reiches trug er maßgeblich zur außenpolitischen Isolierung Deutschlands bei. Sein berühmt gewordener Ausspruch "Ich kenne keine Parteien mehr, nur noch Deutsche" veranschau-lichte die konservative Haltung des neuen Königs. Er provo-zierte durch die Aufrüstung der Flotte und durch Kolonial-konflikte außenpolitischen Widerstand. Nach dem Attentat von Sarajewo löste er den Ersten Weltkrieg aus. Als die Deutschen den Krieg verloren hatten, wurde Wilhelm II. gestürzt und floh ins Exil nach Holland. Dort lebte er bis zu seinem Tod 1941 in Doorn
1906
In Rußland kommt es erneut zu einem Judenpogrom. In der Stadt Bialystok werden 75 Juden ermordet und 169 jüdische Wohnungen und Geschäfte geplündert. Eine von der Duma eingesetzte Untersuchungskommission kommt zu der Erkenntnis, daß die antisemitischen Ausschreitungen von russischem Militär inszeniert wurden. Polizisten und Soldaten beteiligten sich an der Menschenjagd und an den Plünderungen.
1907
Wilhelm II. besucht das Automobilrennen um den Kaiserpreis im Taunus. Er selbst hatte diesen Preis für die mindestens 1.175 kg schweren Autos ausgeschrieben.
1919
Die beiden britischen Flugpioniere John Wiliam Alcock und Arthur Brown überqueren als erste Menschen in einem zweimotorigen Doppeldecker den Nordatlantik. Gestartet in Neufundland überflogen sie den Oezan in einer Höhe von 1100 Fuss und landeten nach 16 Stunden in Irland. Der Rekord der beiden Männer wurde erst durch die Leistung von Charles August Lindbergh überschattet. Diesem gelang es nach seinem Start am 20. Mai 1927 in New York den Atlantik in einer Strecke von 6000 Kilometern bei einer Geschwindigkeit von 179 km/h mit einem Ryan-Eindecker in 33 Stunden zu überfliegen.
1934
Die Deutsche Reichsbank ließ verlauten, dass mangels Devisen sämtliche mittel- und langfristigen Auslandsschulden nicht länger getilgt werden. Großbritannien reagierte mit Handelseinschränkungen, während sich die anderen Länder vorerst mit formalem Protest begnügten. Noch unter der Auswirkung der Weltwirtschaftskrise von 1929 war das Kreditwesen auch schon in anderen Bankhäusern zusammengebrochen. Am 13. Juli 1931 gab die drittgrößte deutsche Bank, die Darmstädter und Nationalbank (Danatbank), in Berlin als erstes deutsches Kreditinstitut ihre finanziellen Probleme bekannt. Bereits im Mai desselben Jahres war die österreichische Kreditanstalt zahlungsunfähig geworden.
1940
Die deutschen Truppen beendeten mit der kampflosen Besetzung der französischen Hauptstadt Paris ihre Angriffe an der Westfront. Mit der am 10. Mai eingeleiteten Offensive gegen den Nachbarstaat verletzte Adolf Hitler die Neutralität der Länder Belgien, Niederlande und Luxemburg. In dem Monat zuvor hatten die deutschen Truppen alle drei Länder militärisch besiegt und zur Kapitulation gezwungen. Nach der Besetzung von Paris wurde am 22. Juni 1940 der Waffenstillstand von Compiègne vereinbart, der drei Fünftel Frankreichs zur deutschen Besatzungszone erklärte. Im unbesetzten Vichy gründete sich eine französische Regierung, die durch Kollaboration mit Deutschland möglichst viel Eigenständigkeit Frankreichs retten wollte.
1942
begann die dreizehnjährige Anne Frank ein Tagebuch zu schreiben, in dem sie die dramatischste Zeit ihres kurzen Lebens beschreibt: Die in Frankfurt geborene Tochter einer jüdischen Familie war mit der Familie nach Amsterdam emigriert und mußte dort beim Einmarsch der Deutschen untertauchen. Fast drei Jahre konnte die Familie sich verstecken, bis sie verraten und wenig später im KZ umgebracht wurden. Bild:
Public Domain
1966
Der Vatikan hebt den seit 1559 geführten und 500 Seiten starken "Index der verbotenen Bücher" auf. Darin war aufgelistet, welche Literatur von Katholiken weder gelesen, verkauft noch herausgegeben werden durfte.
1982
Britische Marineinfanteristen eroberten Port Stanley. Die letzten argentinischen Einheiten unter der Leitung von General Menendez kapitulierten. Damit endete der drei Monate zuvor ausgebrochene Falkland-Krieg um die südatlantischen Inseln mit einer Niederlage Argentiniens. Nach der Kapitulation wurden 10.000 argentinische Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. In dem Krieg starben etwa 250 britische und 750 argentinische Soldaten. Großbritannien hatte die Inselgruppe 1933 erobert. 1982 brach Argentinien langjährige Verhandlungen über die Rückgabe verärgert ab. Am 2. April begann die argentinische Invasion auf den Falkland-Inseln.
1985
Vertreter von fünf EG-Mitgliedstaaten unterzeichnen das Schengener Abkommen mit dem Ziel, Kontrollen des Waren- und Personenverkehrs an den gemeinsamen Grenzen der Mitgliedstaaten abzuschaffen.
1994
Kanzler Kohl eröffnet in Bonn das "Haus der Geschichte der Bundesrepublik"

Harriet Beecher-Stowe
Alois Alzheimer
Karl Landsteiner
Che Guevara
Donald John Trump - Amerikanischer Unternehmer. Trump wurde durch
gute Verbindungen zu Regierungsstellen einer der größten Immobilienunternehmer
der USA. Sein offen zur Schau getragenes Selbstbewusstsein und seine skandalträchtigen
Scheidungen machten ihn zu einem vieldiskutierten Medienliebling. Zu Beginn
der 90er Jahre stand er vor dem finanziellen Ruin und musste die firmeneigene
Fluglinie verkaufen. Bald darauf gelang es ihm, mit der Trump-Organisation
wieder Schwarze Zahlen zu schreiben. Der Trump-Tower mit 68 Stockwerken und
luxuriöser Ausstattung gehört zu den Sehenswürdigkeiten von New York. Die
Grundlage für Trumps Reichtum war ein Millionendarlehen seines Vaters, der
selbst schon mit dem Handel von Immobilien ein Vermögen verdient hatte.
Stefanie Graf - Deutsche Tennisspielerin. Graf gewann sechs Mal das
Turnier in Wimbledon (1988-1991, 1993, 1995). Außerdem gewann sie als
einzige Tennisspielerin der Welt alle Grandslam-Turniere mindestens vier Mal. Ihr erstes Match bestritt sie im Alter von fünf Jahren, ein Jahr später folgte
das erste Turnier. 1988 war das erste erfolgreiche Jahr ihrer Karriere. Sie
gewann ihren ersten Grandslam, wurde Olympiasiegerin in Seoul und erreichte
Platz Eins in der WTA-Rangliste. Insgesamt achtmal konnte sie diesen Titel
verteidigen, bevor sie 1997 diesen Platz endgültig an die Schweizerin Martina
Hingis abgeben musste. 1999 beendete Steffi Graf ihre Karriere als Tennisspielerin.
Lang Lang - Chinesischer Pianist. Als Lang Lang mit zwei Jahren Tom und Jerry im Fernsehen sah, spielte Tom die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 cis-Moll von Franz Liszt auf dem Klavier. Dies war die erste Begegnung mit westlicher Musik und weckte in ihm den Wunsch, Klavier spielen zu lernen. Seine Eltern sparten für seinen Klavierunterricht bei Professor Zhu Ya-Fen am Konservatorium seiner Heimatstadt, den er bereits mit drei Jahren erhielt. Seinen Durchbruch feierte Lang 1999 im Alter von 17 Jahren, als er in letzter Minute bei der Galaxy of Stars des Ravinia Festivals für den indisponierten André Watts einsprang und unter der Leitung von Christoph Eschenbach Tschaikowskis erstes Klavierkonzert mit dem Chicago Symphony Orchestra spielte. Für großes Aufsehen sorgte sein Solo-Debüt am 7. November 2003 in der ausverkauften Carnegie Hall. Die DVD-Dokumentation dieses Konzerts, Lang Lang – Live at Carnegie Hall unter der Regie Benedict Mirows, wurde 2005 mit dem Echo Klassik für die beste Musik-DVD ausgezeichnet.
Uraufführung des Dramas "Maria Stuart" von Friedrich Schiller in Weimar. Der historische Stoff verlangte geradezu nach einer dramatischen Inszenierung:
Nach einer Verschwörung des Adels wurde die schottische Königin Englands gefangen
genommen, 20 Jahre festgesetzt und schließlich nach einer erneuten katholischen
Verschwörung am 8. Februar 1587 hingerichtet. Friedrich Schiller hielt sich
in seinem Drama allerdings nicht an die historischen Fakten. So fand ein Gespräch
zwischen den Königinnen Maria und Elisabeth, das für die Dramatik notwendig
war, in Wirklichkeit nie statt. In der dichterischen Fassung wird der Tod
für Maria zum Sühnetod, Elisabeth ist mehr von eifersüchtigem Hass getrieben
als von den Zwängen der Staatsräson.
Johannes Bückler genannt "Schinderhannes" - ein deutscher Räuber, dem heute 130 Straftaten, zumeist Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle nachgewiesen werden können, steht vor dem Untersuchungsgericht in Frankfurt am Main. Das Gericht hielt Bücklers Hoffnung auf ein gnädiges Urteil aufrecht und konnte ihm so umfangreiche Geständnisse entlocken. Ohne sich selbst mit Gewaltdelikten zu belasten, benannte er weit über 100 Personen, die im Zusammenhang mit seinen Straftaten standen. Mit ihm wurden weitere 19 Mittäter zum Tode verurteilt. Der Name „Schinderhannes“ verweist auf die Tätigkeit des jungen Bückler, der bei zwei Abdeckermeistern (Tierkörperverwerter), die mancherorts auch Schinder genannt werden, als Lehrjunge gearbeitet und dort den Rufnamen erhalten hatte.
Die Truppen Napoleons schlagen unter Führung ihres Kaiser das preußisch-russische
Heer in der Schlacht bei Friedland. Mit einer 80000 Mann starken Armee
besiegte er den 58000 Mann starken Heeresverbund russischer, polnischer, italienischer,
holländischer Soldaten unter der Führung des Generals und Grafen Leonty Leontyevich
von Bennigsen. Nach der großen Schlacht von Austerlitz über Österreich und
Russland am 2. Dezember 1805 zwang dieser entscheidene Sieg in der Schlacht
von Friedland den Zaren Alexander I. zu Friedensverhandlungen mit dem französischen
Herrscher, die dann in den Verträgen von Tilsit Napoleon den Herrschaftsanspruch
über den europäischen Kontinent zubilligten.
In Berlin erschien das erste deutsche Telefonbuch. Es enthielt nur wenige
Telefonnummern von Privatpersonen. Die meisten Einträge waren von Hotels,
Banken und Geschäften. Als Spottname war die Bezeichnung „Das Buch der 99 Narren“ für die neue Publikation schnell gefunden. Offiziell war es natürlich das „Verzeichniss der bei der Fernsprecheinrichtung Betheiligten“. Heute gibt es bundesweit über tausend örtliche Telefonbücher. Aus den kleinen Anfängen hat sich inzwischen eine ganze Branche entwickelt. Der Gesamtmarkt für Verzeichnisdienste hat inzwischen ein Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr erreicht, und rund 30.000 Arbeitsplätze hängen von diesem Geschäft ab.
Wilhelm II. von Hohenzollern folgte seinem Vater Friedrich III., der nur
99 Tage lang regierte, auf dem deutschen Kaiserthron. Als letzter Kaiser
des Deutschen Reiches trug er maßgeblich zur außenpolitischen Isolierung Deutschlands
bei. Sein berühmt gewordener Ausspruch "Ich kenne keine Parteien mehr, nur
noch Deutsche" veranschau-lichte die konservative Haltung des neuen Königs.
Er provo-zierte durch die Aufrüstung der Flotte und durch Kolonial-konflikte
außenpolitischen Widerstand. Nach dem Attentat von Sarajewo löste er den Ersten
Weltkrieg aus. Als die Deutschen den Krieg verloren hatten, wurde Wilhelm
II. gestürzt und floh ins Exil nach Holland. Dort lebte er bis zu seinem Tod
1941 in Doorn 
begann die dreizehnjährige Anne Frank ein Tagebuch zu schreiben, in dem
sie die dramatischste Zeit ihres kurzen Lebens beschreibt: Die in Frankfurt
geborene Tochter einer jüdischen Familie war mit der Familie nach Amsterdam
emigriert und mußte dort beim Einmarsch der Deutschen untertauchen. Fast drei
Jahre konnte die Familie sich verstecken, bis sie verraten und wenig später
im KZ umgebracht wurden.
Britische Marineinfanteristen eroberten Port Stanley. Die letzten
argentinischen Einheiten unter der Leitung von General Menendez kapitulierten.
Damit endete der drei Monate zuvor ausgebrochene Falkland-Krieg um die südatlantischen
Inseln mit einer Niederlage Argentiniens. Nach der Kapitulation wurden 10.000
argentinische Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. In dem Krieg
starben etwa 250 britische und 750 argentinische Soldaten. Großbritannien
hatte die Inselgruppe 1933 erobert. 1982 brach Argentinien langjährige Verhandlungen
über die Rückgabe verärgert ab. Am 2. April begann die argentinische Invasion
auf den Falkland-Inseln.
Vertreter von fünf EG-Mitgliedstaaten unterzeichnen das Schengener Abkommen mit dem Ziel, Kontrollen des Waren- und Personenverkehrs an den gemeinsamen Grenzen der Mitgliedstaaten abzuschaffen.