30. Juni
Geburtstage
1893
Walter Ulbricht († 1.8.1973) Deutscher Politiker. Der Sohn eines Schneiders trat 1919 der Kommunitischen Partei Deutschlands (KPD) bei. Die Zeit von 1938 bis 1945 verbrachte er in der Sowjetunion. Er war am Aufbau der kommunistischen Herrschaft in der sowjetischen Besatzungszone beteiligt. Als einer der Gründerväter der Sozialitischen Einheitspartei Deutschlands (SED) war er von 1946 bis 1950 stellvertretender Vorsitzender der Partei und Mitglied des Zentralkomitees (ZK). Als Generalsekretär der SED von 1950 bis 1973 und Staatsratsvorsitzender (1960-1973) bestimmte er die Geschicke der DDR. Walter Ulbricht befahl 1961 den Bau der Berliner Mauer. Am 3. Mai 1971 trat er als Erster Sekretär zurück, blieb aber bis zu seinem Tod Vorsitzender des Staatsrates.
1909
Cyril Northcote Parkinson († 9.3.1993) Britischer Historiker und Publizist. Bekannt wurde er vor allem durch seine ironisierenden "Regeln" (die Parkinsonschen Gesetze) über die eigendynamische Entwicklung bürokratischer Verwaltungen. Nach seiner Theorie wächst ein Verwaltungsapparat unabhängig von den zu bewältigenden Aufgaben. Der Verwaltungsapparat ist zunehmend mit sich selbst beschäftigt und bricht schließlich zusammen. Er veröffentlichte dieses Gesetz als Ergebnis einer Untersuchung der britischen Admiralität und des Kolonialministeriums 1955 in der britischen Zeitung "Economist".
1912
Ludwig Bölkow Deutscher Konstrukteur und Unternehmer. Nach einem Praktikum bei Heinkel studierte Bölkow Maschinen- und Flugzeugbau an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg. 1938 trat er in die Messerschmitt AG in Augsburg ein, wo er am Strahljäger Me 262, dem ersten Düsenflugzeug der Welt, arbeitete. 1943 übernahm er die Leitung des Messerschmitt-Entwicklungsbüros in Wiener Neustadt. 1954 gründete er die Bölkow Entwicklungen KG, die 1968 mit den Messerschmitt-Werken fusionierte. Die Messerschmidt-Bölkow-Blohm-Werke (MBB) wurden zum bedeutendsten deutschen Systemanbieter für Luft-, Raumfahrt-, Verteidigungs- und Verkehrstechnik. 1983 gründete er die Ludwig-Bölkow-Stiftung und die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik, die sich Planungen umweltverträglicher Energien und Verkehrssysteme widmet.
1926
Peter Alexander Eigentlich Peter Alexander Neumayer. Österreichischer Sänger und Schauspieler. 1954 hatte er seine erste Hauptrolle in dem Spielfilm "Verliebter Sommer". Es folgten über 60 weitere Filme. Seit 1968 hatte er eine eigene Fernseh-Show beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts hohe Einschaltquoten erreichte. Der einstige Wiener Sängerknabe und Kabarettist wurde zu einem der bekanntesten Entertainer Deutschlands. Er moderierte zahlreiche Fernsehsendungen und veröffentlichte etwa 120 Schallplatten. 1996 zog er sich aus dem Showgeschäft zurück, kündigte 1999 aber sein Comeback an.
1942
Robert Duane Ballard (* 30. Juni 1942 in Wichita, Kansas) ist ein US-amerikanischer Unterwasserarchäologe, Professor für Ozeanographie sowie Gründer und Direktor des Institute for Archaeological Oceanography an der University of Rhode Island (URI). Bekannt wurde er vor allem durch die Entdeckung der Titanic und des Wracks der Bismarck.
Ereignisse
1901
Der britische Gouverneur für Uganda, Sir Harry Johnston, präsentierte der Öffentlichkeit Schädelknochen und Fellreste des bis dahin unbekannten Okapis. Obwohl der letzte noch lebende Verwandte der ausgestorbenen Kurzhals-Giraffen schon lange von den Pygmäen gejagt wurde, blieb das Okapi lange Zeit unentdeckt, da es in den schwer zugänglichen Regenwäldern des oberen Kongo lebte. Da der Körperbau des Tieres einer Form ähnelt, die durch Knochenfunde aus dem Obermiozän bekannt war, hielt man es lange Zeit für ein lebendes Fossil. 1919 gelangte das erste lebende Okapi in einen europäischen Zoo. Heute leben etwa 80 Tiere in Gefangenschaft und werden auch gezüchtet.
1905
Albert Einstein veröffentlicht in den "Annalen der Physik" seinen ersten Aufsatz zur speziellen Relativitätstheorie. Darin bezeichnete er die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum als konstant und behauptete, dass die beobachtete Zeit für Objekte, die sich gleichmäßig aufeinander zu bewegen, unterschiedlich schnell abläuft. Die Theorie erregte in der Welt der Wissenschaft große Aufregung. Einsteins Formel "E = mc?" wurde zur Grundlage vieler Berechnungen in der modernen Physik. 1916 vollendete Einstein seine "Allgemeine Relativitätstheorie", in der die Wechselwirkungen zwischen Körpern, die vorher den Gravitationskräften zugeschrieben worden waren, als Einwirkung der Körper auf die Raum-Zeit-Geometrie erklärt werden.
1934
Der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler ließ den Stabschef der "Sturmabteilung" (SA) Ernst Röhm sowie etwa 200 weitere Personen durch Einheiten der "Schutz-Staffe" (SS) liquidieren. Darunter befand sich die gesamte Führung der SA. Die ursprünglich als "Sturmabteilung" gegründete SA war im Frühjahr 1934 auf rund vier Millionen Mitglieder angewachsen. Röhm forderte eine radikale Umgestaltung, in der die SA den Kern einer neu zu gründenden "Volksmiliz" bilden sollte. In diese sollte auch die Reichswehr eingebunden werden, die diese Idee entschieden verwarf. Die SS schürte Gerüchte über einen bevorstehenden Putsch der SA
1946
Mit der Zündung eines Nuklearsprengsatzes auf dem südpazifischen Bikini-Atoll starteten die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) ihr Atomtestprogramm. Sie widersetzten sich damit der sowjetischen Forderung nach einer sofortigen Vernichtung aller Atomwaffen. Die erste Atombombe wurde am 16. Juli 1945 in Alamogordo/New Mexico gezündet. Als nächstes Land folgte 1949 die Sowjetunion. Seither wurden 1900 oberirdische und seit 1980 unterirdische Atomtests durchgeführt, die die Gesundheit von Menschen lokal und global schädigten. US-Amerikaner ließen 1954 auf dem Bikini-Atoll eine Wasserstoffbombe explodieren, ohne die 86 Bewohner der Nachbarinsel zu informieren
1981
... wurde in Deutschland die erste Folge der US-Fernsehserie "Dallas" ausgestrahlt. Die Geschichten über Texanische Ölmillionäre erfreuten sich bald auch hier größter Beliebtheit. Weltweit wurde "Dallas" wurde in 64 Ländern gezeigt. Mehr als 300 Millionen Menschen nahmen Anteil an Freuden und Leiden des Ewing-Clans.
Am Düsseldorfer Landgericht endete mit dem Majdanek-Prozess nach fünfeinhalb Jahren das längste Verfahren gegen die Verbrecher des Nationalsozialismus in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die 61jährige SS-Aufseherin Hermine Ryan-Braunsteiner wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Weitere Angeklagte erhielten mangels Beweise Freiheitsstrafen zwischen zwei und zwölf Jahren. Nach der Urteilsverkündung kam es zu Protestkundgebungen, da das Urteil als zu milde gewertet wurde. 1941 wurde das Lager für sowjetische Kriegsgefangene errichtet. In der Folge diente Majdanek als Vernichtungslager der nationalsozialistischen "Schutz-Staffel" (SS). Insgesamt wurden im Lager Majdanek etwa eine halbe Million Menschen, vor allem Juden, inhaftiert.
