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5. Juni         

1718

Thomas Chippendale († 13.11.1779) Englischer Kunsttischler. Prägte den nach ihm benannten Möbelstil, der sich durch zierliche, elegante und zugleich zweckmäßige Formen auszeichnet. Im Chippendale verbinden sich Elemente und Zierformen des englischer Barock, französischer Rokoko, der Gotik und Chinas zu bequemer Zweckmäßigkeit. Mahagoni ist der bevorzugter Werkstoff.

1878

Francisco "Pancho" Villa † 20.7.1923 Eigentlich Doroteo Arango, mexikanischer Revolutionär, neben Emilio Zapata einer der legendären Führer der mexikanischen Revolution von 1910. Im Alter von 16 tötete er einen Gutsverwalter der seine Schwester vergewaltigte. Pancho musste in die Berge fliehen und findet bei verschiedenen Banden Zuflucht, die den Norden Mexikos unsicher machten. Villa führte später im Südwesten Mexikos seine eigene Partisanenarmee und eroberte zusammen mit Zapata 1914/15 die Hauptstadt. Nach dem Ende der mexikanischen Revolution wurde Villa von der neuen Regierung als Ikone dargestellt, obwohl vermutet wurde, dass er von eben dieser Regierung umgebracht worden war. Für treue Anhänger des mexikanischen Diktators Porfirio Díaz war Pancho ein blutrünstiger Bandit, für die Mehrheit der damaligen Bevölkerung hingegen der mexikanische "Robin Hood".

1900

Dennis Gábor († 9.2.1979) Britisch-ungarischer Physiker. Im Herbst 1971 erhielt er in Stockholm den Nobelpreis für Physik für seine Forschungen auf dem Gebiet der Holografie. Mit Hilfe der Holografie können zweidimensionale Bilder dreidimensional dargestellt werden. Diese Methode hatte Gabor bereits 1947 erfunden und entwickelt, sie konnte aber erst mit Erfindung der kohärenten Laserstrahlen in den 60er Jahren auch praktisch angewandt werden. Gabor war langjähriger Mitarbeiter des "Club of Rome", 1979 starb er in Wales.

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1912

Josef Neckermann († 13.1.1992) Deutscher Unternehmer und Sportler. Nach Absolvierung einer Bankausbildung gelang es ihm in den 1930er Jahren Textilgeschäfte und kleinere Versandhäuser aufzukaufen, die im Zuge der "Arisierung" jüdischer Wirtschaftsunternehmen verkauft werden mußten. Er baute die "Neckermann Versand KG" auf, die in den 1950er Jahren erfolgreich expandierte. Der Werbeslogan "Neckermann macht's möglich" wurde zum geflügelten Wort des deutschen "Wirtschaftswunders". Nach Rückgang des Warengeschäfts in den 70er Jahren und der Umwandlung in eine AG schied Neckermann 1977 aus der Geschäftsführung aus. In seiner Freizeit widmete sich Neckermann sehr erfolgreich dem Dressurreiten. Bei Olympischen Spielen gewann er insgesamt sechs Medaillen.

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1783

Den Brüdern Michel-Joseph Montgolfier und Étienne-Jacques Montgolfier gelang der erste Flug eines von ihnen konstruierten Heißluftballons. In ihrer französischen Heimatstadt Annonay ließen sie ihre "Aerostatische Maschine", einen aus Papier und Leinwandsegmenten gefertigten Ballon, 300 Meter hoch in die Lüfte steigen. Im September 1783 wurde die Erfindung dem König vorgeführt. Der Ballon trug diesmal einen Weidenkorb; in ihm befanden sich ein Hahn, ein Schaf und eine Ente. Als erste Reisende im Luftraum landeten sie nach einigen Kilometern ohne die kleinste Panne. Der erste bemannte Aufstieg gelang mit der Montgolfiere "Reveillon" vor den Augen von etwa 440.000 Menschen aus den Gärten des Schlosses La Muette am 21. November 1783.

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1851

Der Roman Onkel Toms Hütte von Harriet Beecher Stowe erschient erstmals vom 5. Juni 1851 bis zum 1. April 1852 unter dem Titel Uncle Tom’s Cabin; or, Life Among the Lowly in der Zeitung The National Era, die von den Gegnern der Sklaverei, herausgegeben wurde. Harriet Beecher Stowe hat als Quelle für ihren Roman die Memoiren von Pfarrer Josiah Henson, einem früheren US-amerikanischen Sklaven, benutzt. Henson flüchtete 1830 nach Kanada. Der Roman schildert das Schicksal einer Reihe afroamerikanischer Sklaven und ihrer jeweiligen Besitzer in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Titelfigur „Onkel Tom“ ist ein Sklave in Kentucky, der von seinem Besitzer Mr. Shelby aus Finanznot verkauft wird und nach dem überraschenden Tod seines zweiten Herrn St.Clare, der ihn freilassen wollte, in die Hände eines brutalen Plantagenbesitzers gerät. Dieser misshandelt ihn zu Tode, da er sich nicht beugt, sondern seinen Idealen treu bleibt. Mr. Shelbys Sohn George Shelby versucht nach dem Tod seines Vaters vergeblich, das Tom gegebene Versprechen einzulösen, ihn zurückzukaufen, kann ihn aber nur begraben mit dem Versprechen, gut für seine Familie zu sorgen. Daraufhin lässt er seine Sklaven frei, um sie gegen Bezahlung in seinen Dienst zu nehmen. Parallel dazu wird die Geschichte der Sklavin Eliza, die aus dem gleichen Haushalt wie Tom stammt, ihres Mannes George Harris und ihres Sohnes Harry erzählt, denen mit Hilfe von Quäkern die Flucht nach Kanada gelingt. Dort treffen sie auf Georges Schwester und Elizas Mutter, die beide ebenfalls auf unterschiedlichen Wegen der Sklaverei entronnen sind, und wandern am Ende nach Frankreich aus, wo George studieren will.

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1945

Die Oberbefehlshaber der Siegermächte Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich unterzeichneten in Berlin die "Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands" (Berliner Deklaration) und übernahmen damit die "Oberste Regierungsgewalt in Deutschland". Das Deutsche Reich blieb danach zwar bestehen, es wurde jedoch in vier Besatzungszonen aufgeteilt und Berlin in vier Sektoren. Die Gebiete östlich von Oder und Lausitzer Neiße wurden abgetrennt und polnischer sowie sowjetischer Verwaltung unterstellt. Alle Angelegenheiten, die Deutschland als Ganzes betrafen, sollten durch einen Alliierten Kontrollrat entschieden werden, der sich aus den vier alliierten Militärgouverneuren zusammensetzte.

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1947

... umreißt US-Außenminister George Marshall in einer öffentlichen Rede, wie Nachkriegseuropa mit einem umfangreichen Hilfsprogramm unterstützt werden soll. Im Mittelpunkt des nach ihm benannten "Marschall-Plan" stehen der Wiederaufbau der Wirtschaft und die Bekämpfung von Armut und Hunger.

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1967

... bricht im Nahen Osten der dritte Krieg aus, der sechs Tage dauern und die Lage in der Region nachhaltig beeinflussen und verändern soll. Das siegreiche Israel erobert dabei die Sinai-Halbinsel, den Gazastreifen und das Westufer des Jordan sowie die Golan-Höhen.

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1968

Robert F. Kennedy, Präsidentschaftskandidat und Bruder des 1963 ermordeten US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, wurde in Los Angeles nach einer Wahlkampfveranstaltung von dem jordanischen Nationalisten Sirhan Sirhan angeschossen. Einen Tag nach dem Attentat erlag er seinen Verletzungen. Nach dem Attentat auf seinen Bruder wurde er zum aggressiven und charismatischen Sprecher der "vergessenen" Amerikaner und machte sich damit wenig Freunde im Amerika der 1960er Jahre. Die Beweisaufnahme nach dem Mord war rasch beendet, der Mörder bald verurteilt. Die politischen Freunde Robert Kennedys bezweifeln seit 1968 die Ergebnisse der Ermittlungen.

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1981

Die ersten Fälle der Immunschwäche-Krankheit AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) wurden in den USA bekannt. 1980 waren vor allem in Los Angeles, New York und San Francisco Krankheitsverläufe bei homosexuellen Männern aufgetreten, die es in dieser Form vorher nicht gegeben hatte. Blutuntersuchungen zeigten eine extreme Reduzierung der Immunabwehr. 1981 gab es erste Hinweise darauf, dass ein Virus Verursacher der Krankheit sein könnte und z.B. über Spermien und Blut übertragen wird. 1983 gelang es, das HIV-Virus (Human Immune Deficiency Virus) als Ursache der Aids-Erkrankung nachzuweisen. Im Jahr 2000 waren weltweit über 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Zwischen 1980 und 1999 starben fast zwölf Millionen an der Krankheit.

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