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3. Juni          

1726

James Hutton († 26.3.1797) Schottischer Geologe. Er entdeckte durch sorgfältige Untersuchungen von Gesteinsschichten, dass die Erde viele Millionen Jahre alt sein musste. Seine Ideen wurden zunächst heftig bekämpft, doch schon bald musste man zugeben, dass die Funde von versteinerten Lebewesen plötzlich eine schlüssige Erklärung fanden. Seine Ideen leiteten schließlich einen Umdenkprozess ein. James Hutton gilt heute als Begründer der modernen Geologie.

 

 

1808

Jefferson Davis († 6.12.1889) US-amerikanischer Politiker. Davies war in den Jahren 1853-57 Kriegsminister der USA. Ab 1861 wurde er als Präsident der sezessionistischen Konföderation zum führenden Kopf der später unterliegenden Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg.

 

 

1899

Georg von Békésy († 13.6.1972) Ungarisch-US-amerikanischer Biophysiker. Mit Hilfe von Experimenten und präzisen Messmethoden erklärte von Békésy den Hörvorgang des menschlichen Ohres. Er fand heraus, dass das Trommelfell gleichmässig elastisch ist.

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1906

Joséphine Baker († 12.4.1975) Französische Tänzerin und Sängerin. 1923 tanzte sie zum ersten Mal in der Komödie "Shuffle Along" in der Music Hall in New York. Zur Weltberühmtheit gelangte Baker 1925 in Paris, wo sie im Théatre des Champs Elysées in "La Revue Nègre" auftrat. Mit ihr hielt der Charleston seinen Einzug in Europa. Dieser Tanz war eigentlich nur eine sehr persönliche Variierung der afroamerikanischen Tänze der amerikanischen Südstaaten. Mit ihren gewagten Kostümierungen, vor allem mit dem legendären Bananenrock, wurde Joséphine Baker zum Sinnbild der "Roaring Twenties".

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1925

Tony Curtis Eigentlich Bernard Schwartz, US-amerikanischer Schauspieler. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen in der Bronx . 1948 wurde er von einem Agenten der Universal-Filmstudios entdeckt und aufgebaut. Innerhalb weniger Jahre avancierte der Darsteller in Filmen einfachster Machart zum Teenager-Schwarm. Sein Freund Burt Lancaster verhalf ihm schließlich zu anspruchsvolleren Rollen, während Billy Wilder mit "Manche mögen's heiß" (1959) seine komödiantische Ader an den Tag brachte. In den 1980er Jahren machten vor allem seine Alkohol- und Drogenexzesse Schlagzeilen. Erst 1985, nach einer Entziehungskur, machte er durch "Insignificance - Die verflixte Nacht" wieder positiv von sich reden.

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1929

Werner Arber Schweizer Mikrobiologe und Genetiker. Zusammen mit den beiden Amerikanern Hamilton Smith und Dan Nathans wurde Arber 1978 für die Entdeckung der für die moderne genetische Forschung unentbehrlichen Restriktions-Enzyme mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Restriktions-Enzyme ermöglichen es, die als Erbträger in den Zellen fungierende Desoxyribonukleinsäure (DNS) so präzise in Stücke zu zerteilen, dass man sie auch wieder gezielt zusammenfügen kann.

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1950

Marianne Bachmeier (* 3. Juni 1950 in Sarstedt; † 17. September 1996 in Lübeck) wurde bundesweit bekannt, nachdem sie 1981 in einem Saal des Landgerichtes Lübeck den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna Bachmeier in Selbstjustiz erschossen hatte.

Am 5. Mai 1980 ging die damals siebenjährige Anna Bachmeier aus Trotz gegen ihre Mutter nicht zur Schule. Sie wollte eine gleichaltrige Freundin besuchen und fiel dabei dem 35-jährigen Fleischer Klaus Grabowski in die Hände. Er soll sie bei sich zu Hause mehrere Stunden festgehalten und anschließend mit einer Strumpfhose erdrosselt haben.

6. märz 1981 Marianne Bachmeier erschießt auf der Anklagebank des Lübecker Landgericht, mit einer von ihr in den Gerichtssaal geschmuggelten Pistole, Klaus Grabowski, den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna, mit 6 Schüssen in den Rücken. Der 35-jährige Angeklagte war sofort tot. Am 2. November 1982 wurde sie zunächst wegen Mordes angeklagt. Später ließ die Anklage den Mordvorwurf fallen. Nach 28 Verhandlungstagen einigte sich die Kammer auf das Urteil: Sechs Jahren Haft wegen Totschlags und unerlaubten Waffenbesitzes. Damit ging einer der aufsehenerregendsten Prozesse der Nachkriegszeit zu Ende. Nach drei Jahren Haft wurde sie wegen Suizidgefahr vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.

 

1967

Sven Ottke Deutscher Boxer Erst relativ spät im Alter von 14 Jahren entschied sich der gebürtige Spandauer für den Faustkampf. Beim Amateurklub Spandauer BC 26 Berlin wurde der Rohdiamant Ottke erstmals geschliffen. Schnelle Beine und flinke, überfallartige Aktionen sowie ein gutes Auge und Distanzgefühl brachten dem gelernten Stukkateur bei den Amateuren die EM-Titel 1991 und 1996 sowie EM-Bronze 1993. Ottke, der von 335 Kämpfen beachtliche 286 gewann, gab sich immer als "Amateur aus Überzeugung". Im März 1997 kam der Wechsel zu Profi-Promoter Wilfried Sauerland. Beim Gewinn des IBF-Titels im Super-Mittelgewicht gegen Weltmeister Charles Brewer zeigte er eine nicht für möglich gehaltene Energie-Leistung. Ottke: "In der achten oder neunten Runde stand ich neben mir. Da dachte ich nur: 'Oh Junge, jetzt oder nie'." In den Schlussrunden holte er sich mit unbändigem Willen dann doch noch den Titel. Am 24. August besiegte der Weltmeister den Kanadier Joe Gatti durch K.o. in der neunten Runde.

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1492

Der Nürnberger Kaufmann und Geograf Martin Beheim (1459-1507) stellte am Vorabend der Entdeckung Amerikas den ersten realistischen Weltglobus vor. Beheim schuf den Globus auf Veranlassung der Nürnberger Ratsherren unter Mitarbeit des Miniaturmalers Glockendon. Der "Erdapfel" wurde aus Pappe und Gips gefertigt und mit Pergament überzogen. Das Abbild der Welt basierte auf den Koordinaten der erforschten Gebiete Europas, Asiens und Afrikas. Dieser älteste erhaltene Globus wird heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt. Aus Sicherheitsgründen ist er jedoch in einem abgedunkelten, der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Raum untergebracht.

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1887

Grundsteinlegung des "Kaiser Wilhelm Kanals" durch Kaiser Wilhelm I. in Kiel-Holtenau.Kaiser Wilhelm I. sanktionierte den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals als Verbindung zwischen Nordsee und Ostsee. 1864, zu Beginn des deutsch-dänischen Krieges erteilte der preußische Kanzler Otto von Bismarck den Auftrag, Ermittlungen über eine Verbindung zwischen Nord- und Ostsee anzustellen, „welche alle Kriegs- Handels- und Dampfschiffe gut passieren können“. Der deutschen Flotte sollte die Möglichkeit gegeben werden, „jederzeit von der Ostsee in die Nordsee zu gelangen, ohne unter dänischen Kanonen passieren zu müssen“. Damit wurde der zunächst vorrangig militärisch-strategische Charakter des Kanalprojekts deutlich angesprochen. Die Generäle Moltke und Albrecht von Roon sprachen sich allerdings gegen das von Bismarck forcierte Kanalprojekt aus. 1873 schien das Kanalprojekt gescheitert. Bismarck gelang es in der Folge, Kaiser Wilhelm I. für den Kanalbau zu gewinnen. Der regelmäßige Betrieb wurde am 1. Juli 1895 aufgenommen. Der Bau kostete 156 Mio. Goldmark, bis zu 8900 Arbeiter hatten circa 80 Mio. m3 Erdreich bewegt. Ungewöhnlich für ein Projekt dieser Größenordnung überschritt der Kanalbau damit nicht die ursprünglich eingeplanten Kosten. Der Kanal war zu diesem Zeitpunkt 67 m breit und 9 m tief. Zur Finanzierung wurde von Kaiser Wilhelm II. 1902 die Schaumweinsteuer eingeführt. Der Kiel Canal, so die heutige internationale Bzeichnung, erspart Schiffen einen bis zu 900 km längeren Weg durch das Skagerrak um die Nordspitze Dänemarks. Der knapp 100 km lange Kanal durchquert Schleswig-Holstein von der Elbmündung an der Nordsee bis zur Kieler Förde an der Ostsee und ist nach Anzahl der Schiffe die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Der Kanal wurde 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal eröffnet und trug diesen Namen bis 1948.

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1935

In den USA lief Ruben Mamoulians Film "Becky Sharp" an. Er war der erste im "Dreifarben-Technicolor-Verfahren" hergestellte Film und damit der erste Film mit natürlichen Farben. Schon seit 1912 hatte es immer wieder Versuche gegeben, Farbfilme herzustellen. Doch aufwendige Technik und Mangel an Erfahrung und finanziellen Mitteln brachten die Projekte zum Scheitern. "Becky Sharp" war weder inhaltlich noch künstlerisch bemerkenswert, doch die neue Farbtechnik machte ihn zum Meilenstein der Filmgeschichte.

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1947

Im kalifornischen Institut für Technologie auf den Mount Palomar, nordöstlich von San Diego, wurde das sogenannte HALE Teleskop mit 5 Metern Spiegeldurchmesser in Betrieb genommen. Seine Herstellung nahm elf Jahre in Anspruch. Der Spiegel ist eine Scheibe, die aus 20 Tonnen Pyrexglass besteht und benötigte acht Monate um auszukühlen. Das eigens für den Reflektor errichtete Observatoriumsgebäude auf dem Mount Palomar ist 30 Meter hoch und besitzt eine 1000 Tonnen schwere Kuppel von 41 Metern Durchmesser. Das HALE Teleskop ermöglicht die Beobachtung von Himmelskörpern, die bis zu 1 Milliarde Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Es war für mehrere Jahrzehnte das größte Fernrohr der Welt.

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1950

Den erstmals vergebenen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält der jüdische Erzähler Max Tau (1897-1976).

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1952

wurde in Koblenz ein zentrales Archiv der Bundesrepublik – das "Bundesarchiv" – eingerichtet, in dem unter anderem aber auch Dokumente und Unterlagen aus der Nazizeit gespeichert werden. Das Bundesarchiv unterhält Außenstellen in Aachen, Bayreuth, Frankfurt/Main, Potsdam und Rastatt.

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1961

Der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy trifft in Wien mit dem sowjetischen Parteichef Nikita S. Chruschtschow zusammen. Er will dort über Abrüstungsfragen verhandeln. Ein konkretes Ergebnis bleibt aus.

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1965

Der US-amerikanische Astronaut Edward White verlässt gegen 20.45 Uhr MEZ seine Raumkapsel und schwebt 21 Minuten lang im All. Er ist dabei durch eine Sicherungsleine mit seinem Raumschiff verbunden. Damit übertrifft er den Erfolg des sowjetischen Kosmonauten Alexei A. Leonow, der am 18. März 1965 als erster Mensch für einen Spaziergang das All "betrat”.

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1972

... trat das sogenannte Viermächte-Abkommen in Kraft, das zwischen den USA, Großbritannien, Frankreich und der ehemaligen UdSSR abgeschlossen wurde. Es bestätigte die Verantwortlichkeiten und Rechte der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges. Moskau akzeptierte mit dem Viermächte-Abkommen die gewachsene Lage, nämlich die faktische Zugehörigkeit West-Berlins zur Bundesrepublik. Erstmals seit 1945 garantierte die Sowjetunion den ungehinderten zivilen Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin. Gleichzeitig wurde jedoch auch festgeschrieben, dass der Westteil Berlins "kein Bestandteil" der Bundesrepublik war. Bonn musste daraufhin seine Präsenz in West-Berlin reduzieren.

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1992

Mit der "Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED)" wurde in Rio de Janeiro die bislang größte Gipfelkonferenz der Geschichte eröffnet. Vertreter von knapp 180 Staaten diskutierten über globale Probleme und deren mögliche Lösungen. Es wurden verschiedene, mehr oder weniger unverbindliche Dokumente verabschiedet, darunter auch die "Agenda 21". Sie benennt die wichtigsten Herausforderungen für das 21. Jahrhundert und gibt Lösungsansätze vor. Regierungsvertreter aus 179 Ländern haben dieses Dokument unterzeichnet, aber die Verwirklichung der wesentlichsten Forderungen steht noch aus. Aufgrund ihres globalen Ansatzes bleibt die Agenda 21 in vielen Bereichen sehr vage und unklar.

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1995

Auf der Insel Usedom wird im Seebad Heringsdorf die längste Seebrücke Kontinentaleuropas eröffnet. Sie misst 508 m Länge. Heringsdorf erhält mit der Brücke sein 1958 bei einem Brand zerstörtes Wahrzeichen zurück.

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1998

In der Nähe von Eschede, auf der Strecke Hannover-Hamburg, entgleiste ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug. Mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h rasten die entgleisten Waggons gegen eine Straßenbrücke, die durch die Wucht des Aufpralls einstürzte und Teile des Zuges unter sich begrub. Den Ersthelfern bot sich ein furchtbares Szenario. 101 Menschen starben bei dem Unglück, 119 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Bevölkerung in Deutschland war erschüttert, zumal der ICE als eines der sichersten Transportmittel des ausgehenden 20. Jahrhunderts galt. Wie die nachfolgenden Ermittlungen ergaben, war ein gebrochener Radreifen der Auslöser für das bisher schwerste Unglück in der Geschichte der Deutschen Bahn.

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