26. Juni
Geburtstage
1824
William Thomson Kelvin († 17.12.1907) Schottischer Mathematiker und Physiker. forschte auf dem Gebiet der Thermodynamik, der Elektrizität und des Magnetismus. Seinen Forschungen ist die Entwicklung zahlreicher technischer Geräte zu verdanken, die im aufkommenden Industriezeitalter auf reges Interesse stießen. William Thomson Kelvin entwickelte die auf dem absoluten Nullpunkt (minus 273,15oCelsius) basierende Temperaturskala (Kelvin-Skala), die neben der in Grad Celsius messenden Skala weltweit gebräuchlich ist. 1892 wurde Kelvin geadelt.
1898
Willy Messerschmitt († 15.9.1978) Deutscher Flugzeugkonstrukteur. Messerschmitt konstruierte unter anderem das von der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg eingesetzte Flugzeug "Me 109". Gegen Ende des Krieges konstruierte Messerschmitt das erste Düsenflugzeug der Welt, die Me 262. Nach dem Krieg wurde Messerschmied für drei Jahre interniert. Nach seiner Freilassung fertigte er in seinem Betrieb unter anderem Kabinenroller und Nähmaschinen an.
1904
Peter Lorre († 23.3.1964) Eigentlich Ladislaw Loewenstein Filmschauspieler. Berühmt wurde er in seiner Rolle als psychopathischer Mörder in dem deutschen Stummfilm "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von 1930 unter der Regie von Fritz Langs "Metropolis". 1933 emigrierte Lorre in die USA und machte in Hollywood mit Filmen wie "Der Malteser Falke" (1941), "Casablanca" (1942) und den "Mr. Moto" Karriere. Lorre war fixiert auf die Rolle des Filmbösewichts und Psychopathen.
Ereignisse
1541
Francisco Pizarro, der Gouverneur von Peru und Eroberer des Inka-Reiches, wurde in Lima von seinen spanischen Rivalen ermordet. Der uneheliche Sohn eines spanischen Edelmanns war 1532 in Peru gelandet und hatte dort Atahualpa den König der Quito als Geisel genommen und ihn trotz der Erfüllung der Lösegeldforderung (ein Raum voll Gold) ermorden lassen.
1906
In Le Mans in Frankreich starteten auf einem 103 Kilometern langen Rundkurs 32 Wagen zum ersten Grand-Prix der Welt. Diese ersten Rundstrecken waren eine Kombination aus geschotterten Landstraßen. Die Rundenlänge von 103 Kilometern musste zwölf Mal zurück gelegt werden. Sieger wurde der Ungar Ferencz Scicz mit einem Renault. Heute ist das 24-Stunden-Rennen in Le Mans Schauplatz des wahrscheinlich bekanntesten und härtesten Rennens der Welt. Bei den zahlreichen Boxenstopps wechseln sich drei Fahrer am Steuer ab. Der Fahrer, der bisher am häufigsten das Sieger-Auto steuerte, ist der Belgier Jackie Ickx.
1917
Während des Ersten Weltkriegs landeten die ersten 14.000 amerikanischen Soldaten im Hafen Saint Nazaire in Frankreich. Sie waren schlecht ausgebildet, mangelhaft ausgerüstet und nicht in der Lage, in die Kämpfe einzugreifen. Der Kriegseintritt der Vereinigten Staaten von Amerika verschlechterte die Aussichten der Mittelmächte auf einen militärischen Erfolg dramatisch. Unter Aufbietung aller verfügbaren Kräfte hatten die Mittelmächte die militärische Entscheidung noch vor dem Eintreffen der ersten amerikanischen Soldaten in Frankreich zu erzwingen versucht. Die "Technisierung des Krieges" setzte sich mit dem Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen der US-Army zur Durchbrechung der gegnerischen Stellungen fort.
1935
Alle Männer und Frauen zwischen 18 und 25 Jahren mussten ein halbes Jahr Arbeitsdienst leisten. Unter dem Motto "Mit Spaten und Ähre" zogen die Arbeitskolonnen durch Deutschland. Häufig nur nur mit einem Spaten ausgerüstet, mussten die zum Dienst Verpflichteten Moore trocken legen oder neues Ackerland kultivieren. Die ersten "Reichsautobahnen" wurden im Rahmen des Programms gebaut. Der "Reichsarbeitsdienst" wurde ursprünglich 1931 auf Freiwilligenbasis ins Leben gerufen, um die Massenarbeitslosigkeit zu senken. Da die Bezahlung jedoch kaum über dem Arbeitslosengeld lag, wurde die propagandistische Dimension des Dienstes deutlich: Es handelte sich bei diesen Einsätzen im Wesentlichen um "nationalsozialistische Erziehungsarbeit".
1936
Der erste über das Modellstadium hinausgehende Hubschrauber wurde in Bremen erfolgreich getestet. Focke hatte von 1932 bis 1936 in Bremen den ersten funktionstüchtigen Hubschrauber, die Focke-Wulf 61 konstruiert. Mit der FW 61 begann ein neuer Abschnitt der Luftfahrtgeschichte. Im Jahre 1938 wurde die FW61 der Öffentlichkeit präsentiert. Es wurde überlegt, die Versuchsmaschine zu einem Lastenhubschrauber weiter zu entwickeln. Hierfür gründeten Focke und Achgelis ein Unternehmen am Standort der alten Margarinefabrik in Hoykenkamp bei Bremen. Zum ersten Schwebeflug über den Hoykenkamper Wiesen stieg der erste neue Hubschrauber FA 223 schließlich am 8. März 1940 auf. Ein Jahr später erhielt das Unternehmen vom Reichsluftfahrtministerium den Auftrag zur Serienfertigung.
1945
... wurde in San Francisco durch die Vertreter von 51 Staaten die Charta der Vereinten Nationen (UNO) unterzeichnet, die im Oktober selben Jahres in Kraft tritt. Die UNO wurde Nachfolgerin des 1919 gegründeten Völkerbundes. Seit 1946 hat die Organisation ihren Hauptsitz in New York.
1965
Erstmals erreichte in Deutschland ein fahrplanmäßiger Zug auf der Strecke Augsburg-München die Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern. Mit der Vorstellung der E-03-Reihe startete die Bundesbahn 1965 in das Hochgeschwindigkeitszeitalter.
1974
Auf Anordnung des Bundesaufsichtsamtes für Kreditwesen musste eine der renommiertesten Privatbanken Deutschlands, die Herstatt-Bank, Konkurs anmelden. Die größte Bankenpleite seit 1929 war auf Fehlspekulationen und Betrügereien der leitenden Angestellten zurück zu führen.
