22. März
Geburtstage
1469
Maximilian I. († 12.1.1519) Römisch-deutscher Kaiser, dem Sohn Kaiser Friedrich III. gelang es durch geschickte Heiratspolitik die Macht der Habsburger zur mächtigsten europäischen Dynastie auszubauen.
1797
Wilhelm I. († 9.3.1888) Preußischer König und deutscher Kaiser. Obwohl er politisch mit Reichskanzler Otto von Bismarck häufig nicht übereinstimmte, war ihm bewusst, das dieser für Preußen viel wichtiger war, als er selbst. Besonders den "Kulturkampf", den der Reichskanzler gemeinsam mit den Liberalen gegen die Kirche führte, lehnte Wilhelm I. ab, musste Bismarck jedoch gewähren lassen. Der Gründung des Deutschen Reiches stand er ebenfalls skeptisch gegenüber. Wilhelm I. ließ sich erst nach der Zusicherung, dass Preußen innerhalb des neugegründeten Reiches weiter Bestand haben würde, 1871 in Versailles zum Deutschen Kaiser krönen.
1858
Hans Meyer († 5.7.1929) Deutscher Geograph und Verleger, der als erster Europäer den Kilimandscharo kartierte.
1936
Hans Burghart - deutscher Arzt und Begründer der deutschen Luftrettung. Auf seine Initiative und in Zusammenarbeit mit dem ADAC, wurde am 1. November 1970 der erste Rettungshubschrauber Deutschlands "Christoph 1" am städtischen Krankenhaus München-Harlaching in Dienst gestellt. Burghart war zu dieser Zeit Arzt am städtischen Krankenhaus München Harlaching. Dort erhielt er von der Stadt einen Rüffel, weil er ein verletztes Kind vor dem Krankenhaus notfallmäßig versorgte und mit einem Pfleger in die Klinik brachte. Der Rüffel bewirkte das Gegenteil: Burghart begann in seiner Freizeit ein Konzept zur Luftrettung zu erstellen. Zusammen mit der Bundeswehr, die einen Hubschrauber vom Flugplatz Oberschleißheim an den Wochenenden abstellte, begann er Pfingsten 1970 an den Wochenenden und in den Ferien einen Notarztdienst vom Krankenhaus Harlaching aus. Aus Kostengründen musste die Bundeswehr ihre
Unterstützung dann fallen lassen. Der ADAC sprang in die Bresche und charterte einen Hubschrauber mit dem Funkrufnamen „Kolibri“. Vom 13. Juni bis 6. Oktober 1968 mit Stationierung in München-Riem und vom 20. Dezember bis 7. Januar 1969 mit Stationierung im Klinikum rechts der Isar setzte der ADAC ihn versuchsweise für Einsätze rund um München ein. Eine dritte Testphase lief im Sommer 1969. Die Besatzung bestand wegen der Enge an Bord lediglich aus Arzt und Pilot. Infolge der Testläufe wurde nun eine Bölkow Bo 105 mit dem Funkrufnamen Christoph 1 eingesetzt, die 3 Mann Besatzung aufnehmen konnte. Ein Arzt des Krankenhauses, ein ADAC-Pilot und ein Rettungssanitäter. Von Januar 1975 bis 2. Februar 1984 wurden Piloten und Bordtechniker vom Bundesgrenzschutz gestellt. In diesem Zeitraum wurde das alte Flugmuster Bo 105 gegen den ersten Rettungshubschrauber vom Typ BK 117 ausgetauscht. 1995 wurde der Rettungshubschrauber zusätzlich mit einer Rettungswinde ausgerüstet. 1975 stellte Burghart das Konzept in den USA auf einem Kongress vor. Die Idee war dort völlig neu und wurde sofort kopiert.
1937
Der saarländische, aus Quierschied stammende, Leichtathlet Armin Harylief als erster Sprinter die 100m-Distanz in nur 10,0 sec. Bis zur offiziellen Anerkennung dieses Rekords musste Hary das Ergebnis mehrmals wiederholen. Zum ersten Mal stellte er den Rekord 1958 in Friedrichshafen auf und wurde für ungültig erklärt, weil die Bahn ein zu starkes Gefälle hatte. Ein zweites Mal gelang ihn der Rekord am 21.6.1960 in Zürich. Nachdem der erste Lauf von Jury angezweifelt worden war, gelingt es ihm die 10,0 sec. im zweiten Lauf zu wiederholen. Im gleichen Jahr gewann er bei den Olympischen Spielen in Rom mit 10,2 sec die Goldmedaille. Seine zweite Goldmedaille holte er bei der deutschen 4x100-m-Staffel. Kurz darauf beendet Hary seine sportliche Karriere. Offizieller Grund: Ein Knieverletzung durch einen Autounfall. Hary sollte damit der letzte Europäer werden, der den 100-Meter-Weltrekord hält.
1940
Hans Geisler Deutscher Politiker. Der diplomierte Chemiker promovierte 1970 an der TU Dresden bei Kurt Schwabe. Nach dem Sieg der CDU bei den sächsischen Landtagswahlen vom 14.10.1990 nimmt er auf die Bitte Biedenkopfs das Amt des sächsisches Staatsministers für Soziales, Gesundheit und Familie an, das seitdem ausfüllt.
1941
Bruno Ganz Schweizer Schauspieler. Zu den bekanntesten Kinoproduktionen des Schauspielers gehören die Wenders-Filme "Der amerikanische Freund" und "Der Himmel über Berlin" mit Ganz in der Hauptrolle eines Engels, der ein Mensch werden will.
1947
André Heller Eigentlich Franz André Heller, österreichischer Aktionskünstler. war einer der Gründer des ersten deutschsprachigen Popsenders "Ö 3". 1976 begann er seine "Trilogie der Wunder" mit der Gründung des "Zirkus Roncalli". Diese Reihe setzte Heller später durch die Show "Flic Flac" und dem "Theater des Feuers" fort. Später reiste er nach China und engagierte 60 Artisten für die Show "Begnadete Körper", mit denen er eine erfolgreiche Welttournee absolvierte.
1948
Andrew Lloyd Webber Britischer Komponist und Produzent. Lloyd Webber gilt als erfolgreichster Musicalkomponist der Gegenwart. Sein erstes Musical brachte er bereits im Alter von zwanzig Jahren auf die Bühne. Mit den beiden von ihm geschriebenen Werken "Jesus Christ Superstar" (1971) und "Evita" (1976) hatte der in London geborene Künstler erste Erfolge. Seinen internationalen Status als ungekrönter König des Musicals festigte er in den Achtziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts mit "Cats" (1981), "Starlight Express" (1984) und "Das Phantom der Oper" (1984). Inzwischen avancierten viele Lloyd Webber-Stücke zu Klassikern des Genres. So ist "Cats", dass am längsten gespielte Musical aller Zeiten.
Ereignisse
1673
In England wurde eine "Testakte" verabschiedet, deren Ziel es war, Katholiken von öffentlichen Ämtern fern zu halten. Demnach mussten Kandidaten für Staatsposten der katholischen Kirche abschwören und den englischen König als ihr Oberhaupt akzeptieren.
1792
Von dem Geistlichen Claude Chappe wird der Flügeltelegraph erfunden. Am 22.3.1792 macht er der französischen Nationalversamlung den Vorschlag, eine Reihe von optischen Telegrafen zu errichten. Die erste Linie wird August 1793 zwischen Paris und Lille errichtet. Der Flügeltelegraph funktioniert nach einem optischen System mit dem insgesamt 196 Zeichen übermittelt werden konnten. Die einzelnen Türme bestanden aus einem Pfahl mit beweglichen Latten, die je nach Zeichen dementsprechend positioniert wurden. Mit der Erfindung von Chappe wird die systematische Entwicklung der Telegrafie eingeläutet, die durch den elektromagnetischen Telegrafen Samuel Finley Morses und dem nach ihm benannten Code revolutioniert wurde.
1915
Deutsche Zeppeline bombardieren die französische Hauptstadt. Im Schutze der Dunkelheit testet die deutsche Besatzung den militärischen Nutzen der lautlosen Luftschiffe. Um ihre Ziele zu identifizieren, lassen die Soldaten Leuchtkörper an Ballons herab. Zu den getroffenen Objekten gehören vor allem Bahnhöfe und Industrieanlagen.
1935
Werden in Deutschland erstmals regelmäßige Fernsehsendungen ausgestrahlt. Dreimal in der Woche wurden je anderthalb Stunden Programm mit Filmen und Wochenschau-Ausschnitten gesendet. Sie waren in 200 öffentlichen Fernsehstuben in verschiedenen Teilen von Berlin zu sehen.
1947
Der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman ordnet die Überprüfung von Regierungsbediensteten an. Ziel von Trumans "Loyalty Order" ist es, die Verfassungstreue und politische Gesinnung der Beamten und Staatsangestellten zu überprüfen. Der Erlass richtet sich gegen Kommunisten und deren angebliche Unterwanderung der staatlichen Ordnung.
1965
Nicolae Ceausescu trat in Rumänien das Amt des Ersten Sekretärs der Arbeiterpartei an und stieg damit zum mächtigsten Mann des Landes auf.
1974
Beschloss der Deutsche Bundestag, das Erreichen der Volljährigkeit auf 18 Jahre herabzusetzen. Mit diesem Alter erwerben Deutsche seitdem unter anderem das aktive Wahlrecht und das Recht, ohne Zustimmung der Eltern zu heiraten.
Auf der Ostsee-Schutzkonferenz verabschiedeten die Anrainerstaaten die "Konvention zum Schutz der maritimen Umwelt des Ostseegebietes". Darin verpflichten sich die Mitglieder, die Einleitung gefährlicher Stoffe in das Gewässer zu vermindern oder zu stoppen. Die Einhaltung der Maßnahmen und die Weiterentwicklung des Abkommens erfolgte durch eine Kommission, die nach der Ratifizierung der Konvention durch Deutschland 1980 gegründet wurde. 1988 beschlossen die Anrainerstaaten eine Ergänzung der Konvention. Demnach sollte die Halbierung des Schadstoffeinflusses bis 1995. Die Kommission zum Schutz der Ostsee stuft derzeit mehr als 80 Prozent des Gebietes als gefährdet ein.
1994
Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" wurde mit sieben Oscars prämiert. Das 195-minütige, größtenteils in Schwarz/Weiß gedrehte Werk, porträtiert den Geschäftsmann Oscar Schindler. Während des Zweiten Weltkriegs gelang es Schindler, mehr als 1000 Juden vor der Ermordung durch die Nazis zu retten.

Wilhelm I. († 9.3.1888) Preußischer König und deutscher Kaiser. Obwohl er politisch mit Reichskanzler Otto von Bismarck häufig nicht übereinstimmte,
war ihm bewusst, das dieser für Preußen viel wichtiger war, als er selbst.
Besonders den "Kulturkampf", den der Reichskanzler gemeinsam mit den Liberalen
gegen die Kirche führte, lehnte Wilhelm I. ab, musste Bismarck jedoch gewähren
lassen. Der Gründung des Deutschen Reiches stand er ebenfalls skeptisch gegenüber.
Wilhelm I. ließ sich erst nach der Zusicherung, dass Preußen innerhalb des
neugegründeten Reiches weiter Bestand haben würde, 1871 in Versailles zum
Deutschen Kaiser krönen.
Hans Burghart - deutscher Arzt und Begründer der deutschen Luftrettung. Auf seine Initiative und in Zusammenarbeit mit dem ADAC, wurde am 1. November 1970 der erste Rettungshubschrauber Deutschlands "Christoph 1" am städtischen Krankenhaus München-Harlaching in Dienst gestellt. Burghart war zu dieser Zeit Arzt am städtischen Krankenhaus München Harlaching. Dort erhielt er von der Stadt einen Rüffel, weil er ein verletztes Kind vor dem Krankenhaus notfallmäßig versorgte und mit einem Pfleger in die Klinik brachte. Der Rüffel bewirkte das Gegenteil: Burghart begann in seiner Freizeit ein Konzept zur Luftrettung zu erstellen. Zusammen mit der Bundeswehr, die einen Hubschrauber vom Flugplatz Oberschleißheim an den Wochenenden abstellte, begann er Pfingsten 1970 an den Wochenenden und in den Ferien einen Notarztdienst vom Krankenhaus Harlaching aus. Aus Kostengründen musste die Bundeswehr ihre
Unterstützung dann fallen lassen. Der ADAC sprang in die Bresche und charterte einen Hubschrauber mit dem Funkrufnamen „Kolibri“. Vom 13. Juni bis 6. Oktober 1968 mit Stationierung in München-Riem und vom 20. Dezember bis 7. Januar 1969 mit Stationierung im Klinikum rechts der Isar setzte der ADAC ihn versuchsweise für Einsätze rund um München ein. Eine dritte Testphase lief im Sommer 1969. Die Besatzung bestand wegen der Enge an Bord lediglich aus Arzt und Pilot. Infolge der Testläufe wurde nun eine Bölkow Bo 105 mit dem Funkrufnamen Christoph 1 eingesetzt, die 3 Mann Besatzung aufnehmen konnte. Ein Arzt des Krankenhauses, ein ADAC-Pilot und ein Rettungssanitäter. Von Januar 1975 bis 2. Februar 1984 wurden Piloten und Bordtechniker vom Bundesgrenzschutz gestellt. In diesem Zeitraum wurde das alte Flugmuster Bo 105 gegen den ersten Rettungshubschrauber vom Typ BK 117 ausgetauscht. 1995 wurde der Rettungshubschrauber zusätzlich mit einer Rettungswinde ausgerüstet. 1975 stellte Burghart das Konzept in den USA auf einem Kongress vor. Die Idee war dort völlig neu und wurde sofort kopiert.