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8. März          

1607

Johann Rist († 31.8.1667) Deutscher Schriftsteller. Als Sohn eines Pfarrers in Wedeln, beschließt er nach dem Besuch des Gymnasiums Theologie zu studieren. Rist verfasst 30 eigene Bühnenstücke und 650 geistliche Lieder. Zu den Bühnenstücken gehören bedeutende allegorische Dramen wie "Friedewünschenes Teutschaland" (1647) oder "Monatsgespräche" (1663-68). Rist wird von Kaiser Ferdinand III. zum Dichter gekrönt und geadelt. 1660 gründet er den Dichterbund "Elbschwaneorden" und wird als dessen geistiger Führer zum bedeutensten Vetreter des Frühbarocks in Norddeutschland.

1848

LaMarcus Adna Thompson (* 8. März 1848 in Jersey, Ohio; † 8. Mai 1919 in Glen Cove, New York) ist bekannt für seine Pionierarbeit im Bau von Achterbahnen und wird manchmal auch „Father of Gravity“ (dt.: Vater der Schwerkraft) genannt. Zu seinem Lebenswerk gehören beinahe 30 Patente zur Achterbahntechnik und dutzende Bahnen hauptsächlich in den USA

1856

Maurice Koechlin - französisch-schweizerischer Ingenieur Konstrukteur der Freiheitsstatue und des Eifelturms. 1877 beendete er sein Studium als Jahrgangsbester. und trat als Ingenieur in die Eisenbahngesellschaft „Chemin de Fer de l’Est“ ein. Zwei Jahre später wechselte er zum Büro von Gustave Eiffel, wo er zum leitenden Ingenieur wurde. Wenig bekannt ist, dass die Firma Eiffel und damit Koechlin an der Freiheitsstatue des Bildhauers Frédéric-Auguste Bartholdi beteiligt war: die tragende Unterkonstruktion wurde von Koechlin entworfen. Das wichtigste Projekt jedoch sollte der Eiffelturm werden, dessen Konstruktionsidee und die statischen Berechnungen von Koechlin stammten, die aber Eiffel als eigenen Beitrag zur Weltausstellung von 1889 zum 100-jährigen Jubiläum der französischen Revolution präsentierte. Ohne Koechlin gäbe es diesen Eiffelturm nicht. Als Eiffel sich 1893 aus der Firma zurückzog, führte Koechlin den Betrieb bis 1940 weiter.

1879

Otto Hahn († 28.7.1968) Deutscher Chemiker und Nobelpreisträger. Hahn gelang 1938 erstmalig die Spaltung des Urankerns durch Neutronen. Diese Entdeckung ermöglichte erst die zivile Nutzung der Kernenergie und die Entwicklung von Atomwaffen. Für seine wissenschaftlichen Erfolge wurde Hahn 1944 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Chemiker, der während des Nationalsozialismus in der Atomforschung tätig war, von den Alliierten inhaftiert. Aus der Haft entlassen, übernahm Hahn die Leitung der "Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften" und setzte sich für die friedliche Nutzung der Kernenergie und für ein Verbot von Atomwaffen ein.

 

 

1886

Edward Calvin Kendall († 4.5.1972) US-amerikanischer Biochemiker und Nobelpreisträger (1950). Tätig für die Parke-Davies-Companie in Detroit/Mich. entdeckt er 1914 das Schilddrüsenhormon Thyroid. In Form von Tabletten wird das Hormon zur Regulierung der Schilddrüsentätigkeit bei Unterfunktion eingesetzt. Die zweite medizinische Entdeckung Kendalls ist das Kortison, ein Präparat aus dem Hormon der Nebennierenrinde. Das Medikament ist ein vielfach umstrittendes Allzweckmittel, das gegen Entzündungen und Allergien eingesetzt wird. Anwendungsgebiete sind z.B. Asthma, Knochenschwund oder Neurodermitis. Zu den Nebenwirkungen zählen Osteoporose, Magenbeschwerden und Abhängigkeit. Dennoch ist Kendalls Entdeckung nicht hoch genug zu schätzen. In einzelnen Fällen rettet Kortison das Leben.

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1904

Victor de Kowa († 8.4.1973) Eigentlich Victor Kowarzik, deutscher Schauspieler. In den 30er Jahren spielte er die ersten Filmrollen u.a. in "Die andere Seite" (1931). Nach dem Krieg eröffnete de Kowa das Theater "Tribüne" und spielte fortan viele Hauprollen in klassischen und modernen Stücken z.B. "Viel Lärm um nichts" oder "Mein Name ist Hase".

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1906

Victor Hasselblad († 5.8.1978) Schwedischer Erfinder. Hasselblad entwickelte die erste Spiegelreflexkamera für den Massenmarkt. 1948 präsentierte er der Weltöffentlichkeit die erste allgemein erhältliche Spiegelreflexkamera. Die nach ihrem Erfinder "Hasselblad" genannte Kamera war ein Erfolg. Spezielle Modelle wurden in den sechziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts auch von der NASA benutzt.

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1948

Peggy March Eigentlich Margret Annemarie Battavio, US-amerikanische Sängerin. In den Sechziger und Siebziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts stieg March zu einem der beliebtesten Schlagerstars in Deutschland auf. Zu ihren Hits zählten unter anderem "Telegramm aus Tennessee", "Memories of Heidelberg" und "Romeo & Julia".

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1960

Christoph Ingenhoven Deutscher Architekt. Der Jungstar unter den deutschen Architekten gewann einen Wettbewerb für das Gebäude der Oberpostdirektion Köln. Das Projekt, mit einer Summe von 190 Millionen DM veranschlagt, wurde nach der Wandlung der Post in die Telekom nie realisiert. Erst mit der Errichtung des Gebäudes für die Hauptverwaltung der RWE in Essen, konnte Ingenhoven seine Pläne im großen Stil verwirklichen. Der Bau ist mit einer Höhe von 162m das höchste Gebäude Nordrhein-Westpfalens. Das letzte Projekt Ingenhovens ist der Bau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, veranschlagt mit einer Summe von 5 Milliarden DM.

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1921

Die 2. Kommunistische Frauenkonferenz beschloss 1921 den "Internationalen Frauentag" fest auf den 8. März eines jeden Jahres zu legen. Bis dahin war der Gedenkveranstaltung an jährlich wechselnden Tagen begangen worden. Der erste "Internationale Frauentag" hatte am 19. März 1911 stattgefunden. Die ursprünglichen Ziele des Aktionstages waren das Wahlrecht, die Lohnangleichung für Frauen, die die gleiche Arbeit wie Männer leisteten, Arbeitsschutzgesetze und die Einführung des Achtstundentages. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges änderte sich der Charakter des Datums von einem reinen Kampftag für die Rechte der Frau, zu einem allgemeinen Festtag, der auf Diskriminierungen hinwies.

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1929

Der Sender Witzleben strahlt die ersten Fernsehbilder aus: Zu sehen sind die Bilder zweier Mädchen im Badeanzug. Empfangen wird die Austrahlung nur im Fernsehlabor des Reichspostzentralamts in Tempelhof.

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1933

Verschärfte die deutsche Regierung unter Hitler die Repressionen gegen die Kommunistische Partei Deutschlands und hob die Reichstagsmandate der KPD-Abgeordneten auf. Mitglieder und Funktionäre der Partei wurden verfolgt und inhaftiert. Eine Woche später verbaten die Nazis die Kommunistischen Partei Deutschlands.

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1951

Das Bundeskriminalamt entsteht in Wiesbaden

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1971

Besiegte Joe Frazier im "Boxkampf des Jahrhunderts" seinen Herausforderer Muhammad Ali nach Punkten. Der erste der drei Kämpfe zwischen Ali und Frazier ging über 15 Runden und wurde weltweit von rund 300 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt. Den Wettstreit der beiden bis dato unbesiegten Weltmeister im Schwergewicht gewann der amtierende Champion Frazier. Für Ali war der Boxkampf vor etwa 20.000 Fans in New York die erste ernsthafte Prüfung, seitdem ihm 1967 der Weltmeistertitel auf Grund seiner Wehrdienstverweigerung entzogen worden war.

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1989

Mit Winfried Freudenberg fordert die Berliner Mauer ihr letztes Todesopfer

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1991

Die Bundesregierung beschloss zur Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland nach der Wiedervereinigung das "Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost". Für die Verbesserung der Infrastruktur in der ehemaligen DDR, Investitionshilfen und Sozialmaßnahmen wurden Milliarden von West nach Ost transferiert. Die Schaffung gleicher Lebensverhältnisse ist zehn Jahre nach der Auflegung des Programms deutlich vorangekommen. Dennoch liegt die Mehrheit der ostdeutschen Bundesländer, trotz massiver Finanzierungsleistungen, in Bezug auf die Wirtschaftskraft noch immer hinter dem Westen zurück.

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