5. März
Geburtstage
1871
Rosa Luxemburg † 15.1.1919 Polnisch-deutsche Politikerin, Rosalia Luxemburg wurde in Zamost in Russisch-Polen geboren. Nach einem Studium in der Schweiz erhielt sie durch eine Scheinehe die deutsche Staatsbürgerschaft, die ihr die Mitarbeit in der deutschen Arbeiterbewegung ermöglichte. Sie war Mitgründerin der polnischen Sozialistischen Partei und 1917, zusammen mit Karl Liebknecht, Gründerin des Spartakusbundes. Am Jahreswechsel 1918/19 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der KPD, deren Programm sie hauptsächlich verfasste. Nach der Niederschlagung des Spartakusaufstands wurde sie unter teils ungeklärten Umständen zusammen mit Karl Liebknecht von rechtsradikalen Freikorps-Soldaten ermordet.
1905
Günther Lüders († 1.3.1975) Deutscher Filmschauspieler (u. a. "Große Freiheit Nr. 7", 1944) und -regisseur (u. a. "Wenn wir alle Engel wären", 1956).
1908
Reginald "Rex" Harrison († 2.6.1990) Britischer Schauspieler, vielbeschäftigt auf der Bühne und im Film (u. a. in "My fair Lady", "Cleopatra" und "Dr. Dolittle").
1948
Eddy Grant Britischer Sänger. Eigentlich Edmond Montague Grant. gründete die "Equals" die bis 1971 acht Top20-Singles in den Charts, u.a. "Baby Come Back" (1968). Doch im Alter von 23 Jahren erlitt Grant einen Herzinfarkt - ein Einschnitt, der ihn dazu brachte, sein Leben neu zu ordnen. Er verließ die Band und gründete mit "Ice Records" sein eigenes Label. Sein politisches und soziales Engagement zeigte er 1988 in dem Anti-Apartheid Song "Gimme Hope Jo'Anna", ein Hit in Südafrika, der den Umbruch bis zur Freilassung Nelson Mandelas begleitete.
1958
Andy Gibb († 10.3.1988) Der jüngste der Gibb-Brüder war nie Mitglied der Popband Bee Gees, startete jedoch parallel zu deren erstem Comeback 1977 ("Saturday Night Fever") ebenfalls eine kurze Solokarriere. Anfang der 80er folgte ein von Drogensucht begleiteter Abstieg. Gibb starb 1988, erst 30-jährig
Ereignisse
1460
Die enge Beziehung zwischen Schleswig und Holstein wurde im Jahre 1460 zementiert - die Mächtigen aus Schleswig und Holstein wählten den dänischen König Christian I. zu ihrem gemeinsamen Oberhaupt. Als Gegenleistung musste Christian versprechen, dass Schleswig und Holstein "ewig ungeteilt" bleiben sollten. Der damals geschlossene Vertrag mit seinen 18 Siegeln ist im Landesarchiv Schleswig-Holstein erhalten. Die vertraglich vereinbarte "Ewigkeit" dauerte allerdings nur 30 Jahre, und auch danach wurden die Herzogtümer immer wieder getrennt. 400 Jahre Gültigkeit behielt dagegen die Bestimmung, wonach der dänische König zugleich Herr über die beiden Herzogtümer sein sollte.
1902
Der österreichische Kaiser Franz Joseph I. verleiht dem Privatdozenten Sigmund Freud den Titel eines außerordentlichen Professors an der Universität Wien.
1903
Erhielt die "Anatolische Eisenbahn-Gesellschaft", mehrheitlich im Besitz der Deutschen Bank, die Konzession für den Bau der Bagdad-Bahn. Die Eisenbahnverbindung zwischen dem damaligen Konstantinopel und Bagdad sollte den östlichen Teil des Ottomanischen Reiches wirtschaftlich erschließen, wobei natürlich auch militärische Überlegungen eine Rolle spielten. Fertiggestellt wurde die Bahnlinie aber nie: 650 Kilometer vor Bagdad brach der Erste Weltkrieg aus.
1906
In Berlin wird im Beisein von Kaiser Wilhelm II. das Königliche Museum für Meereskunde eröffnet. Es ist weltweit das erste Museum dieser Art und zeigt auch Ausrüstungsgegenstände der ersten deutschen Antarktisexpedition von 1901 bis 1903.
1922
Der expressionistische Stummfilm "Nosferatu - eine Symphonie des Grauens" von Friedrich Wilhelm Murnau wurde in Berlin uraufgeführt. Bram Stokers Roman "Dracula" diente als Vorlage, um einen Rechtsstreit zu umgehen, wurden jedoch die Namen der handelnden Personen geändert. Nosferatu ist der "Untote", der immer wieder neue Menschenopfer suchen muss, um seine Gier nach Blut zu befriedigen. Das im Film zu sehende Gespensterschloss existierte wirklich und war kein Modell: "Murnau verstand es, wirklichen Bauten, wie ja gleichfalls die echte Straße von Lübeck, etwas unheimliches abzugewinnen." (Lotte Eisner). Mit dem düster - bedrohlichen Werk schuf Murnau die Grundlage für alle nachfolgenden Filme zum Mythos des Grafen Dracula.
1927
Bayern und Baden heben das Verbot der öffentlichen Rede für Adolf Hitler auf, das nach Ende seiner Festungshaft verhängt worden war. Am 1. Mai hält Hitler seine erste Rede in Berlin.
1931
Im Deutschen Theater Berlin wurde Carl Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick" uraufgeführt. »Ein als Hauptmann verkleideter Mensch führte gestern eine von Tegel kommende Abteilung Soldaten nach dem Köpenicker Rathaus, ließ den Bürgermeister verhaften, beraubte die Gemeindekasse und fuhr in einer Droschke davon.« So war es zu lesen am 17. Oktober 1906 in den Berliner Zeitungen. Der Schuster Wilhelm Voigt war Vorbild für die Satire auf Militarismus und Untertänigkeit. Schon im Jahr der Uraufführung gab es eine erste Verfilmung des Stückes von Richard Oswald, 1956 dann die wohl bekannteste, mit Heinz Rühmann in der Rolle des findigen Schusters. "Der Hauptmann von Köpenick" gehört heute zu den meistgespielten Bühnenstücken.
1943
Zeigte die Ufa anlässlich ihres 25jährigen Bestehens den Film "Münchhausen" von Josef Baky. Ein besondere Film. Nicht nur, weil er das bisher teuerste Projekt der Ufa war, aber vor allem, weil er, für damalige Zeiten eigentlich undenkbar, die Propagandalügen des Regimes in Frage stellte. Kein Wunder dennoch, denn das Drehbuch schrieb Erich Kästner unter dem Pseudonym "Berthold Bürger".
1946
Benützte der damalige britische Premierminister, Sir Winston Churchill, zum ersten Mal den Begriff des "Eisernen Vorhangs". Churchill prägte diesen Begriff in einer Dankesrede anlässlich der Verleihung der Ehrendoktor-Würde durch die Universität von Fulton im US-Staat Missouri.
Konrad Adenauer übernimmt die Führung der CDU in der britischen Zone. Zuvor hatten ihn die US-Militärs als Kölner Bürgermeister eingesetzt, ein Posten, von dem ihn die Briten im Juni 1945 zunächst wieder abgesetzt hatten. Wieder Vorsitzender, begann er mit der Ausweitung der CDU in alle vier Besatzungszonen.
1953
Der Tod Stalins wurde bekannt gegeben, nachdem dieser bereits am 2.März im Alter von 73 Jahren in Moskau gestorben war. Josef Wissarionowitsch Stalin (eigentlicher Familienname Dshugaschwili) war seit 1922 Generalsekretär der KPdSU und nach Lenins Tod 1924 unumschränkter Herrscher der Sowjetunion. Er regierte im Innern mit äußerster Brutalität, bekannt sind die sogenannten "Säuberungswellen" in den dreißiger Jahren, denen Millionen von Sowjetbürgern zum Opfer fielen. Sein Nachfolger wurde Georgi Malenkow als Vorsitzender des Ministerrates und am 14.März 1953 Nikita Chruschtschow, als Erster Sekretär des ZK der KPdSU.
1958
Das in den USA gebaute atomgetriebene U-Boot "Skate" erreicht nach 8 Tagen und 11 Stunden Portland in England. Im Sommer desselben Jahres wird die "USS Skate" als erstes U-Boot den Nordpol passieren - mitten im kalten Krieg eine wichtige Übung für die USA.
1969
Gustav Heinemann (SPD) wurde in Berlin zum dritten Bundespräsidenten gewählt. Während seiner Amtszeit (1969-1974) wies er unermüdlich auf das Grundgesetz als ein "großes Angebot" hin, das anzunehmen und auszubauen sei. Er suchte häufig das Gespräch mit dem Einzelnen, was ihm den Titel "Bürgerpräsident" einbrachte. Heinemann unterstützte Willy Brandts neue, auf Versöhnung zielende Ostpolitik .Vordringlich erschienen ihm Friedensforschung, Umwelt- und Entwicklungspolitik.
1979
Die Raumsonde Voyager fliegt am Planeten Jupiter vorbei und liefert erstmals sensationell scharfe Fotos. 1973 und 1974 hatten die Pioneer-Sonden erstmals Jupiter passiert.
1981
Denise Bielmann wird in Hartford (Connecticut) als erste Schweizerin Eiskunstlauf-Weltmeisterin. Das Markenzeichen der damals 18-jährigen ist die nach ihr benannte Bielmann-Pirouette.

Rosa Luxemburg