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9. März          

1451

Amerigo Vespucci († 22.2.1512) Italienischer Seefahrer. Er war an der Reiseplanung und Ausrüstung des Schiffes von Christoph Columbus beteiligt. Seine eigene Entdeckungsfahrt 1501 bis 1502 ist geografisch und historisch von großer Bedeutung. Vespucci und andere Gelehrte gelangten nach der Rückkehr des Seefahrers zu dem Schluss, dass es sich bei dem auf der Reise entdeckten Gebiet nicht um Asien, sondern um eine "Neue Welt" handeln musste. 1507 schlug der deutsche Kartograf Martin Waldseemüller vor, diese "Neue Welt" nach seinem Entdecker "Americus" oder "America" zu nennen.

 

 

1758

Franz Joseph Gall († 22.8.1828) Deutscher Arzt und Hirnforscher. Er entdeckte Wegweisendes in der Hirnforschung, indem er bestimmten Hirnregionen geistige Fähigkeiten zuordnete. Sein sechsbändiges Hauptwerk "Sur les fonctions du cerveau" veröffentlichte er zwischen 1823 und 1825. Leider wurde seine Forschung von der vorherrschenden Wissenschaft nie akzeptiert.

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1930

Ornette Coleman US-amerikanischer Jazz-Musiker. Schon als Jugendlicher stand er auf zahlreichen Bühnen als Saxofonist von verschiedenen Tanzbands und Rhythmus-und-Blues Gruppen. Sehr bald galt sein Verständnis von Harmonie als unorthodox, was zu einer Ablehnung durch bekannte Musiker in Los Angeles führte, wo er in den 50er Jahren lebte. Er studierte Harmonie und spielte, mangels Geld, auf einem billigen Alt-Plastik-Saxofon. Seine "Harmolodische Theorie", entwickelte er in den fünfziger Jahren. Sie wurde später als "Free Jazz“ bekannt. Sein erstes Album spielte er 1958 ein, 1960 veröffentlichte er sein Jahrhundertwerk "Free Jazz“. Bis heute hat er nicht nur das Saxofonspiel revolutioniert, sondern auch das Spiel zahlreicher anderer Instrumente beeinflusst.

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1934

Juri Alexejewitsch Gagarin († 27.3.1968) Sowjetischer Kosmonaut. Gagarin unternahm 1961 den ersten bemannten Weltraumflug. Zuvor hatte der Sohn eines Schreiners nach seinem Studium und anschließendem Flugtraining, eine zusätzliche Ausbildung bei der sowjetischen Luftwaffe absolviert. Am 12. April 1961 umrundete Juri Gagarin mit dem Raumschiff "Wostok 1" die Erde in einer Stunde und 29 Minuten. Nach einer Flugzeit von knapp zwei Stunden, endete die erste Reise eines Menschen ins All. Die Erdumkreisung mit "Wostok 1", die ihn weltweit bekannt machte und für die er in der Sowjetunion geehrt wurde, blieb Gagarins einzige Weltraummission. Danach widmete er sich der Kosmonautenausbildung und übernahm politische Aufgaben. Nachdem er 1968 bei einem Testflug ums Leben kam, wurde seine Heimatstadt in Gagarin umbenannt.

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1940

Raul Julia († 24.10.1994) Eigentlich Raul Rafael Carlos Julia y Arcelay, US-amerikanischer Schauspieler. Er hatte 2 Söhne. 1978 bekam er einen Preis für seine Darstellung von Macheath in Brechts Dreigroschenoper. Seine bekanntesten Filme waren: "Der Kuss der Spinnenfrau" (1985), "Tequilla Sunrise" (1988) und "Die Adams Family" (1991). Er starb nur wenige Tage nach der Fertigstellung seines letzten Films "Streetfighter". Er wurde in San Juan, Puerto Rico, USA beerdigt.

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1943

Robert James "Bobby" Fischer US-amerikanischer Schachmeister. Fischer erlangte im Alter von 15 Jahren als jüngster Spieler aller Zeiten den Titel eines Schachgroßmeisters. Er hatte das Spiel bereits mit sechs Jahren gelernt und verließ zehn Jahre später die Schule, um sich ganz auf Schach zu konzentrieren. 1972 gewann Fischer als erster Amerikaner die Schachweltmeisterschaft, indem er die amtierende Nummer Eins, Boris Spassky, besiegte. 1975 entzog ihm der Weltschachverband den Titel, nachdem er nicht gegen seinen Herausforderer Anatoli Karpow angetreten war. Danach zog sich Fischer völlig aus der Öffentlichkeit zurück. 1992 trat er erstmals wieder zu einem privat organisiertem Revanchespiel gegen seinen alten Rivalen Spassky an und besiegte ihn.

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1964

Juliette Binoche Französische Schauspielerin. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Binoche erstmals 1988 durch den Kinoerfolg "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins". Danach spielte sie unter anderem in "Die Liebenden von Pont-Neuf" (1991) und in "Drei Farben: Blau". Für ihre Rolle in "Der Englische Patient" (1996) gewann sie 1997 den Oskar als beste Nebendarstellerin.

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1667

In Paris begründet König Ludwig XIV die weltweit erste von Richtern unabhängige Polizeitruppe. Das Edikt von 1667 macht den vom König ernannten Polizeikommandanten für die Sicherheit in Paris verantwortlich. Seine Polizeitruppe kann von der Justizgewalt unabhängig vorgehen. Der "Sonnenkönig", dessen Regierungszeit den Höhepunkt des Absolutismus markiert, legte großen Wert auf die repräsentative Funktion seiner Polizei im Innern und seiner militärischen Macht nach außen.

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1796

Heiratet der französische Artilleriegeneral und Politiker Napoleon Bonaparte die um mehrere Jahre ältere Josephine de Beauharnais. Seine neue Frau hat gute Beziehungen zu führenden Politikern und zu den gesellschaftlichen Eliten der Pariser Salons, die Napoleon sich zunutze machen will. 1804 macht Napoleon sie zur Kaiserin Frankreichs an seiner Seite. Weil die Ehe kinderlos blieb, ließ Napoleon die Verbindung 1809 jedoch annullieren.

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1831

Johann Friedrich Ernst, geboren als Christian Friedrich Diercks - erreicht auf dem Schoner „Saltillo“ als erster deutscher Siedler Texas und und wird der „Vater der Einwanderer". 1829 musste Diercks mit Ehefrau und seinen 5 Kindern fliehen , da er vom Großherzog August von Oldenburg wegen Unterschlagung einer hohen Geldsumme verfolgt wurde. Ab jetzt nannte er sich nur noch Friedrich Ernst und floh nach Frankreich wo er in Le Havre ein Segelschiff nach New York City nahm, wo sie Ende des Jahres ankam. Ernst entschied sich dafür nach Missouri zu gehen. Doch auf dem Schiff nach New Orleans lasen sie eine Broschüre über die ausgezeichneten Bedingungen und die Landvergabe im Westen der Kolonie in Texas und änderte seinen Plan und stieg in New Orleans auf den Schoner „Saltillo“ nach Harrisburg (Texas) um. Sie erreichten Texas als erste deutsche Siedler am 9. März 1831. 1832 schrieb Ernst einen langenBrief an einen Freund in der deutschen Heimat in dem er Texas als Paradies auf Erden ausmalte. Dieser Brief wurde in dem kleinen Dorf herumgereicht und später sogar in einigen Zeitungen und 1834 als Broschüre veröffentlicht, was eine wahre Auswanderungs Welle auslöste. Auswanderungswillige, überwiegend aus dem Herzogtum Oldenburg, aus Holstein und Westfalen die aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen ihr neues Glück suchten, ermutigte es ebenfalls nach Texas auszuwandern und in Kontakt mit Ernst zu treten. Er stellte den Neuankömmlingen sein Haus zur Verfügung, bewirtete sie und unterstützte sie, soweit er konnte, sogar finanziell. So entstand sein Spitzname „Vater der Einwanderer".

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1839

Das Verbot der Kinderarbeit leitete in Preußen den Beginn staatlicher Sozialpolitik ein. Das "Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter" verbot die regelmäßige Beschäftigung von Kindern unter neun Jahren in Fabriken und Bergwerken. Jugendliche im Alter zwischen neun und 16 Jahren durften nach dem Gesetz höchstens zehn Stunden arbeiten, wenn sie zuvor mindestens drei Jahre lang die Schule besucht hatten. Trotz der Androhung von Strafen bei Verstößen gegen die Verordnung, zeigte das Arbeitsverbot anfangs nur geringe Wirkung. Ein Jahr später verabschiedeten Bayern und Baden ähnliche Regelungen. Der Erlass des Beschäftigungsverbots für Kinder war zugleich die erste Arbeitsschutzregelung in Preußen.

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1848

Machte die Versammlung des Deutschen Bundes Schwarz, Rot und Gold zu den Bundesfarben. Die erste gewählte deutsche Nationalversammlung übernahm die Farben im Mai des selben Jahres als Nationalfarben. Nach Jahrzehnten als Oppositionssymbol, avancierte Schwarz, Rot, Gold somit zur offiziellen Fahne Deutschlands. Bereits seit dem Hambacher Fest 1832 waren die drei Farben als Bekundung der deutschen Einheitsbestrebungen verwendet worden. Allerdings war das Tragen von Schwarz, Rot, Gold kurze Zeit nach Hambach unter Strafe gestellt worden.

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1931

Testete der Leipziger Physiker Ernst August Friedrich Ruska eine neue Erfindung, mit der Abbildungen bis zu 12.000 Mal vergrößert werden konnten. Es handelte sich um das erste Elektronenmikroskop, das die Leistung eines herkömmlichen Mikroskops um ein Vielfaches übertraf

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1937

Der Soldatenroman "Wolf unter Wölfen" von Hans Fallada (Rudolf Ditzen) erscheint. Der Roman schildert die Schicksale drei ehemalige Soldaten und ihr Schicksal im Inflationsjahr 1923. Fallada zeichnet ein düster-realistisches Bild der deutschen Nachkriegsgesellschaft, in der die Einzelnen gegeneinander ums Überleben und um jeden Vorteil kämpfen. Der Zensur entgeht Fallada durch einen Kniff: bereits im Vorwort entschuldigt er sich für sein Buch über sündige, irrende Menschen in einer kranken Zeit. Das Augenmerk müsse auf die Aufrechten und Mutigen gerichtet werden, die in der Geschichte auftreten

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1945

Der noch unter der deutschen Besetzung gedrehte Film "Kinder des Olymp" des französischen Regisseurs Marcel Carné läuft in den Pariser Kinos an. Der Film wird zu einem der größten Nachkriegserfolge des französischen Kinos. Die romantische Geschichte um eine unglückliche Liebe spielt im Schauspieler- und Gauklermilieu des 19.Jahrhunderts. Der Film hat eine Länge von drei Stunden. Carné hat die Drehzeit absichtlich auf 3 Jahre gestreckt, damit er und seine Schauspieler nicht an Propagandafilmen der deutschen Besetzer mitarbeiten mussten. Der damalige Kulturattaché ließ Carné stillschweigend gewähren. Zum Ende der Besatzungszeit war "Les Enfants du Paradis", wie der Film im Original heißt, dann fertig.

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1956

Deportierten die britischen Behörden den zypriotischen Erzbischof Makarios auf die Seychellen. Makarios gehörte zu den Anführern der griechisch-zypriotischen Gruppen, die unter anderem mit Terroranschlägen kämpften, um den Anschluss an Griechenland zu erreichen. Die Verbannung von Makarios dauerte ein knappes Jahr, 1960 wurde er erster Staatspräsident der unabhängigen Republik Zypern.

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1988

Der erste Film des Komikers Loriot (Vicco von Bülow) feiert gleichzeitig in Ost- und West-Berlin Premiere. "Ödipussi" erzählt die Geschichte des schrulligen Polstermöbelgeschäftsführer Winkelmann (Loriot), der im Alter von 56 Jahren noch mit seiner dominanten Frau Mama zusammenwohnt - bis er auf die Diplompsychologin Margarethe Tietze (Evelyn Hamann) trifft, ihrerseits Tochter einer bestimmenden Mutter. Die beiden "Spätnestflüchtlinge" ziehen sich in ein italienisches Hotel zurück, natürlich nicht ohne in die für Loriot so typischen skurrilen Verstrickungen des Lebens zu geraten. Seinen Höhepunkt findet der Film im Zusammentreffen der beiden herrschsüchtigen Mütter.

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