30. November
Geburtstage
1835
Mark Twain († 21.4.1910) Eigentlich Samuel Langhorne Clemens. US-amerikanischer Schriftsteller, der mit den Romanen "The Adventures of Tom Sawyer" (1876, dt. 1876) und "Adventures of Huckleberry Finn" (1884, dt. 1890), in die Erinnerungen an die eigene Jugend am Mississippi einflossen, seinen Weltruhm begründete. Seine Jahre als Drucker, Lotse auf einem Mississippidampfer, Goldgräber und Journalist lieferten ihm den Erfahrungshintergrund für die meisten seiner Bücher.
1874
Winston Churchill († 24.1.1965) Britischer Politiker. Er modernisierte von 1911 bis 1915 die britische Kriegsmarine für die Auseinandersetzung mit Deutschland. 1919 initiierte Churchill die alliierte Intervention im russischen Bürgerkrieg und leitete während des Zweiten Weltkriegs das britische Kriegskabinett. Dabei formte er 1941 die Allianz aus Großbritannien, den USA und der Sowjetunion gegen die Achsenmächte, musste aber 1943 die Unterordnung unter die USA hinnehmen. Während der Konferenz von Potsdam unterlag er bei den britischen Parlamentswahlen und prägte als Oppositionsführer den Begriff des "Eisernen Vorhangs". Als Würdigung seiner historischen und politischen Werke wurde ihm 1953 der Literaturnobelpreis verliehen. Im selben Jahr wurde er auch geadelt.
1955
Billy Idol Eigentlich William Michael Albert Broad, englischer Musiker. Idol wurde in den 1980er Jahren mit seiner Band "Generation X" bekannt. Deren Musikstil setzte sich aus einer Kombination aus Punk und Rock zusammen. 1981 brachte Idol seine erste Solo-Platte heraus - das Album "Don´t Stop". 1982 folgte die LP "Billy Idol", auf der die bekannten Songs "White Wedding" und "Dancing with myself" zu finden sind, die sich innerhalb kürzester Zeit in die Top 30 der US-Charts katapultierten. Idols größter Single-Hit war der Song "Sweet Sixteen" - in den US- und britischen Charts gelangte er auf Platz Eins, in Deutschland auf Platz Zwei. Mit Schmuck, Lederoutfit und Tätowierungen stilisiert er sich zum Edelpunk.
Ereignisse
1030
Der Heilige Simeon von Trier, ein byzantinischer Mönch, ließ sich während des Andreasfestes feierlich in den östlichen Turm des mächtigen römischen Stadttores der Porta Nigra in Trier einmauern, um dort ganz zurückgezogen im Gebet als Eremit leben zu können. Simeon war zuvor als Pilgerführer in Jerusalem und in Palästina tätig. Dann verbrachte er zwei Jahre als Mönch im Marienkloster in Betlehem, später wechselte Simeon ins Katharinenkloster am Sinai, wo er sich auf das spätere Leben als Einsiedler vorbereiten wollte. Von seinem Abt wurde er zum jährlichen Almosenempfang zu Herzog Richard II. der Normandie gesandt. Dabei wurde sein Schiff von Piraten angegriffen, aber er konnte sich ans Ufer retten. Trotzdem setzte er seinen Weg fort und schloss sich unterwegs 1026 den Äbten Richard von St. Vanne und Eberwin von St. Martin (Trier) an, die auf der Rückreise von Jerusalem waren. Eberwin machte ihn mit dem Trierer Erzbischof Poppo bekannt den er auf seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land 1028 –1030 begleitete. Nach Ihrer Rückkehr entschloß Simeon sich für das Leben als Emerit und ließ sich schließlich einmauern.
1854
Der französische Ingenieur Ferdinand Marie de Lesseps erhält die Genehmigung zum Bau eines Kanals vom Mittelmeer zum Roten Meer. Die Konzession des Suez-Kanals wird vom ägyptischen Vizekönig Said Pascha erteilt und räumt Lesseps Bau- und Betreibungsrechte für 99 Jahre ein. Mit dem Bau des Kanals wird 1859 begonnen.
1872
In Glasgow trafen sich die Mannschaften aus Schottland und England zum ersten internationalen Fußballspiel der Sportgeschichte. Nach 90 Minuten trennten sich beide Mannschaften, ohne ein Tor erzielt zu haben. Das heutige Fußballspiel entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts in England und erhielt damals seine ersten Regeln. Von dort aus wurde es in Europa verbreitet und begann seinen Siegeszug über die ganze Welt. Der erste Fußball-Club der Welt wurde 1857 in Sheffield gegründet, 1863 gründeten Delegierte von Universitäten, Schulen und Fußball-Clubs die Football Association (FA) und schufen eine Trennung zur härteren Spielart des Rugby. Dies gilt als die Geburtsstunde des modernen Fußballs.
1900
Tod des britischen Schriftstellers Oscar Wilde (1854-1900) in Paris.
1939
Nachdem die finnische Regierung sich weigerte, die Landenge von Karelien an die UdSSR abzutreten und der UdSSR das Recht einzuräumen, auf dem Gebiet Finnlands Militärstützpunkte einzurichten, überschreiten sowjetische Truppen ohne Kriegserklärung die finnische Grenze, die sowjetische Luftwaffe bombardiert Helsinki. Obwohl die finnischen Truppen zahlenmäßig stark unterlegen sind, gelingt es ihnen, den sowjetischen Vormarsch aufzuhalten und der Roten Armee schwere Verluste zuzufügen. Im Verlauf des Krieges setzt Stalin immer mehr Divisionen ein. Anfang März gelingt es den Sowjets schließlich, die Befestigungen der "Mannerheim-Linie" auf der karelischen Landenge zu durchbrechen, so dass die Finnen um Frieden bitten müssen. Sie verlieren 10% ihres Staatsgebietes.
1948
Eine von Kommunisten beherrschte Stadtverordnetenversammlung im Ostberliner Admiralspalast erklärte den Magistrat von Groß-Berlin für abgesetzt. Sie wählte Friedrich Ebert (SED), Sohn des ehemaligen Reichspräsidenten, zum Oberbürgermeister und vollzog damit eine endgültige politische Teilung der Stadt. Die Westalliierten brachten den Streit um Berlin vor den UN-Sicherheitsrat, der von der UdSSR mit Vetos und Auszug blockiert wurde. Am 5. Dezember wurde nur in den Westsektoren das Stadtparlament neu gewählt, die SED beteiligte sich nicht. Am 14. Januar 1949 bestätigte das neue Parlament Ernst Reuter als Oberbürgermeister, der nun sein Amt antreten konnte. Am 12. Mai 1949 wurde die sowjetische Blockade Berlins beendet.
1989
Alfred Herrhausen, Vorstandssprecher der Deutschen Bank, fiel einem Attentat zum Opfer, als sein gepanzerter Mercedes durch eine per Lichtschranke ausgelöste Bombe zerrissen wurde. Herrhausens Fahrer überlebte schwer verletzt. In der Nähe des Tatorts wurde ein Bekennerschreiben der Rote Armee Fraktion (RAF) gefunden. Schon Wochen zuvor hatten die Terroristen als Bauarbeiter verkleidet die Zündungsdrähte unter dem Bürgersteig verlegt. Mit einer gewölbten Kupferplatte lenkten sie die Wucht der Bombe auf den Fond des Wagens, wo Herrhausen saß. In den Augen der RAF verkörperte er wie kein anderer den "militärisch-industriellen Komplex". Der Anschlag konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.

Der Heilige Simeon von Trier, ein byzantinischer Mönch, ließ sich während des Andreasfestes feierlich in den östlichen Turm des mächtigen römischen Stadttores der Porta Nigra in Trier einmauern, um dort ganz zurückgezogen im Gebet als Eremit leben zu können. Simeon war zuvor als Pilgerführer in Jerusalem und in Palästina tätig. Dann verbrachte er zwei Jahre als Mönch im Marienkloster in Betlehem, später wechselte Simeon ins Katharinenkloster am Sinai, wo er sich auf das spätere Leben als Einsiedler vorbereiten wollte. Von seinem Abt wurde er zum jährlichen Almosenempfang zu Herzog Richard II. der Normandie gesandt. Dabei wurde sein Schiff von Piraten angegriffen, aber er konnte sich ans Ufer retten. Trotzdem setzte er seinen Weg fort und schloss sich unterwegs 1026 den Äbten Richard von St. Vanne und Eberwin von St. Martin (Trier) an, die auf der Rückreise von Jerusalem waren. Eberwin machte ihn mit dem Trierer Erzbischof Poppo bekannt den er auf seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land 1028 –1030 begleitete. Nach Ihrer Rückkehr entschloß Simeon sich für das Leben als Emerit und ließ sich schließlich einmauern.