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10. Oktober         

1731

Henry Cavendish 24.2.1810 - Britischer Naturforscher und ältester Sohn des Lord Charles Cavendish, der als Physiker und Chemiker zahlreiche wissenschaftliche Entdeckungen machte. Mittels eines Experiments konnte Cavendish nachweisen, dass Wasser kein eigenständiges chemisches Element ist, außerdem entdeckte er den Wasserstoff, konnte die spezifische Wärme zahlreicher Stoffe angeben und bestimmte die Gravitationskonstante der Erde mitsamt den Bedingungen zum Errechnen ihrer mittleren Dichte. Das berühmte Cavendish Laboratory in Cambridge trägt noch heute seinen Namen.

 

1813

VerdiGiuseppe Fortunino Francesco Verdi - italienischer Komponist der Romantik, der vor allem für seine Opern: "Nabucco" - "Macbeth" - "Rigoletto" - "La traviata" - "Don Carlos" -  "Aida" - und "Otello" berühmt wurde. Verdi wurde in einfachen Verhältnissen (sein Vater Carlo war Gastwirt und Kleinbauer) im von napoleonischen Truppen besetzten Herzogtum Parma, im Ort Le Roncole geboren. Im Geburtsregister wurden Verdis Vornamen französisiert, und so wurde Verdi als „Joseph Fortunin François Verdi“ eingetragen. Verdis außergewöhnliches Talent fiel früh auf, und er erhielt vom Organisten im nahe gelegenen Busseto musikalischen Unterricht. 1823 wurde er mit Unterstützung eines musikverständigen Mäzens, des Kaufmanns Antonio Barezzi in Busseto, in das dortige Gymnasium aufgenommen. Bald vertrat er den Dorforganisten in der Kirche. Nachdem das Konservatorium in Mailand ihn 1832 abgelehnt hatte, wurde er – wiederum mit Barezzis Unterstützung – Privatschüler von Vincenzo Lavigna, einem Schüler von Paisiello. 1834 wurde er Organist und 1836 Musikdirektor in Busseto und heiratete Barezzis Tochter Margherita (die beiden Kinder aus dieser Ehe starben jeweils kurz nach der Geburt). In diesen Jahren studierte er intensiv nicht nur Kontrapunkt und die Grundlagen der Operngestaltung, sondern beschäftigte sich auch mit Politik und Literatur.

 

1858

Lorenz Werthmann † 10. April 1921 - Gründer und erster Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Am 9. November 1897 gründete Werthmann in Köln den Charitasverband für das katholische Deutschland (DCV), der seit 1921 als Deutscher Caritasverband (DCV) bezeichnet wird. Anliegen Werthmanns war es, auf die sozialen Nöte und das Elend seiner Zeit eine angemessene Antwort zu geben. „Organisieren, Studieren, Publizieren“ waren die drei zentralen Aufgaben, die er dem Caritasverband ins Stammbuch schrieb:
  • „Organisieren“ bedeutete für Werthmann statt vereinzelter Aktionen die Bündelung der Kräfte und das Schaffen von Hilfenetzen mit den dadurch entstehenden Synergieeffekten.
  • „Studieren“ hieß für den Gründer, dass Caritas (lat., Nächstenliebe) „nicht allein Übung eines warmfühlenden Herzens“ ist, sondern „eine Wissenschaft, eine Kunst“, dass sie also der fachlichen Kompetenz und der professionellen Rationalität bedarf.
  • Mit dem „Publizieren“ verband Werthmann das Ziel, ein „allgemeines Caritas-Bewusstsein“ zu schaffen.

Werthmann publizierte zahlreiche Veröffentlichungen, die Zeitschrift Caritas mit Erstausgabe 1895 betreute er bis zu seinem Tode 1921. Die DCV-Zentrale in Freiburg trägt seinen Namen seit 1924.

 

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1861

Fridtjof Nansen † 13.5.1930 - Norwegischer Nordpolarforscher, Zoologe und Diplomat. Nansen überquerte 1888 als Erster die Inland-Eisdecke Grönlands auf Hundeschlitten. Zwischen 1893 und 1896 erforschte Nansen das Nordpolarmeer. In seiner Funktion als Hochkommissar bei den Vereinten Nationen veranlasste er nach dem Ersten Weltkrieg die Rückführung der deutschen Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft. 1922 erhielt Nansen den Friedensnobelpreis, da er sich für die Durchführung von Hilfsmaßnahmen während der russischen Hungersnot

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1964

HirteMichael Hirte - deutscher Mundharmonikaspieler. Er ging als Sieger aus der zweiten Staffel der Castingshow Das Supertalent hervor, die im Oktober und November 2008 vom Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde. Michael Hirte wuchs in Lübbenau/Spreewald auf und lebte im Ortsteil Kartzow von Potsdam. Heute wohnt er in Düren-Merken. Er arbeitete bis zu einem schweren Unfall 1991, bei dem er auf dem rechten Auge erblindete und ein steifes Bein bekam, als Lkw-Fahrer. Nach seinem zweimonatigen Koma wurde Hirte arbeitslos, nebenbei arbeitete er vor dem Wettbewerb als Straßenmusiker. Am 30. November 2008 wurde er nach seinem Auftritt mit dem Titel Ave Maria mit über 72 Prozent der Stimmen zum „Supertalent 2008“ gewählt. Bereits kurz nach seinem Sieg boten ihm die Band Puhdys eine gemeinsame Tournee und der Mundharmonika-Hersteller Hohner einen Werbevertrag an. Am 5. Dezember 2008 erschien Michael Hirtes erstes Album mit dem Titel Der Mann mit der Mundharmonika. Es erreichte sofort im gesamten deutschsprachigen Raum die Spitze der Albencharts. Am 16. Februar 2009 veröffentlichte er seine Autobiographie Der Mann mit der Mundharmonika im Heyne-Verlag, am 2. Mai 2009 folgte das Album Der Mann mit der Mundharmonika 2, das in Österreich Platz eins und in Deutschland Platz zwei erreichte.

 

1968

TürckAndreas Türck - deutscher Journalist, Musiker, Musikproduzent und Fernsehmoderator. 1994 begann er als Moderator beim Hessenrekord des TV-Senders RTL Hessen live. 1995 wechselte er zum ZDF, wo er bis 1996 eine Neuauflage der Sendung Dalli Dalli präsentierte. 1998 wechselte er zu ProSieben und moderierte dort bis 2002 die tägliche Talkshow Andreas Türck. Bald hatte er das Image des Sunnyboys und Mädchenschwarms. Für die Frauenzeitschrift Amica war er der "erotischste TV-Mann Deutschlands". Die Zeitschrift Bunte kürte ihn zum „Mr. Charming“: „Seine Fans (90 Prozent weiblich) würden ihn am liebsten heiraten“.

 

1970

LingBai Ling - chinesische Schauspielerin. Bai Ling zählt heute neben Gong Li und Zhang Ziyi zu den weltweit bekanntesten Schauspielerinnen der Volksrepublik China. Sie engagierte sich 1989 während der Studentenproteste, die am Platz des himmlischen Friedens blutig niedergeschlagen wurden. 1991 emigrierte sie in die USA und begann Schauspielunterricht an Lee Strasbergs berühmtem Actors Studio in New York City zu nehmen. Nach zahlreichen Rollen in Hollywood ist sie heute auch wieder in chinesischen Produktionen zu sehen. Neben der Schauspielerei ist Bai Ling auch für ihre aufsehenerregenden – und oft provokanten Auftritte bei großen Medienereignissen bekannt. In ihrer Funktion als offizielles Jurymitglied der Berlinale erschien sie meist in Kleidern, die sehr viel Haut zeigten und sie zu einem Lieblingsmotiv der Presse machten. Seitdem wird oft (und reich bebildert) über die „schöne Chinesin“ berichtet. Schwerpunkt sind dabei mehr ihr Körper und ihr Liebesleben als die Schauspielerei. Im Juni 2005 zierte sie als erste Frau aus der Volksrepublik China das Titelblatt des amerikanischen Herrenmagazins Playboy. Sie spielte die Hauptrolle in dem Kinofilm Shanghai Baby, einer Adaption des gleichnamigen Buches der chinesischen Autorin Zhou Wei Hui, das in China verboten wurde und einer Bücherverbrennung anheim fiel. Außerdem hatte sie 2007 einen kurzen Gast-Auftritt in der amerikanischen Erfolgsserie "Lost". Weitere Erfolge feierte sie in den Filmen: "The Crow -Die Krähe" - "Nixon - Untergang eines Präsidenten" - "Red Corner" – "Labyrinth ohne Ausweg" - "Wild Wild West" - "Anna und der König"

nach ObenBild: Credited to lukeisback.com

 

 

 

 

 

1910

In Frankreich mündet ein Eisenbahnerstreik in eine Kraftprobe zwischen Gewerkschaften und Regierung. Um den Bahnverkehr aufrechtzuerhalten und den Streik zu brechen, beruft Ministerpräsident Briand alle wehrpflichtigen Eisenbahner zu einer "Kriegsübung" ein und läßt sie den Dienst unter militärischer Gesetzgebung wieder aufnehmen.

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1911

Der letzte Kaiser der chinesischen Mandschu-Dynastie, der sechsjährige Puyi, wurde gestürzt. Vorausgegangen war die Meuterei einer Militäreinheit in Wuhan, die sich auf ganz China ausweitete. Der Kaiserliche Hof war von den unabhängigen Provinzen und Yuan Shikai, dem "starken Mann" der neu aufgestellten Nordarmee, im Stich gelassen worden. Die Revolutionäre riefen in Nanking die Chinesische Republik aus. Sun Yat-Sen wurde am 1. Januar 1912 zum provisorischen Präsidenten der Republik ernannt. Der Kaiser dankte am 12. Februar 1912 ab. Mit dem Ende des Kaiserreichs ging auch die Tradition des konfuzianischen Staates zu Ende.

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1913

US-Präsident Woodrow Wilson, Bauherr des Panamakanals, sprengte aus einer Distanz von 6500 Kilometern die Sperre des Gamboa-Staudamms. Damit war die Wasserweg-Verbindung zwischen Atlantischem und Pazifischem Ozean frei. Der Seeweg zwischen der Ost- und Westküste Nordamerikas wurde somit erheblich verkürzt, da die Umschiffung Südamerikas entfiel. Die Schiffspassage zwischen New York und San Francisco verkürzte sich um 14.581 Kilometer. Der Bau des Kanals wurde 1859 von Ferdinand de Lesseps begonnen. Nach der Zahlungsunfähigkeit seiner Gesellschaft wurde das Projekt 1904 von den USA weiter geführt.

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1935

In New York wird George Gershwins amerikanische Volksoper "Porgy and Bess" 1935 uraufgeführt. Schauplatz der Liebesgeschichte des verkrüppelten Bettlers Porgy und der schönen Bess ist eine heruntergekommene Schwarzen-Siedlung am Meer. Gershwin bricht in dieser Komposition nicht nur mit der europäischen Operntradition, da er Einflüsse des Jazz und des Broadway-Musicals miteinander verbindet, sondern besetzt die Rollen seiner Oper ausschließlich mit Farbigen, was ein Novum in der amerikanischen Theatergeschichte darstellt. Die Rechte an dem Roman-Bestseller "Porgy" von DuBose Heyward erhielt Gershwin erst nach längerem Tauziehen mit seinem Broadway-Kollegen Jerome Kern.

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1936

HerbergerJoseph "Sepp" Herberger löste den deutschen Fußball-Reichstrainer Otto Nerz ab. Neben Nerz galt Herberger als Schöpfer der sogenannten "Breslau-Elf", die 1937 mit zehn Siegen in elf Spielen brillierte. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich scheiterte die umformierte Mannschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Herberger der erste Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und führte die Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz zum Sieg. Herberger leitete die Nationalmannschaft 28 Jahre. Die Mannschaft errang in 162 Spielen 92 Siege.

nach Oben Bild: Public Domain

 

1952

Charlie Chaplins Spätwerk "Rampenlicht" ("Limelight") kam in die US-amerikanischen Kinos. Der Film handelt von einem von einem alternden Clown (Chaplins Alter Ego Calvero) und bewegte Millionen begeisterter Zuschauer. Chaplin verfasste das Drehbuch, führte Regie und produzierte den Film. Die Uraufführung von "Limelight" fand in Großbritannien statt, da Chaplin erfahren hatte, dass die US-amerikanischen Behörden ihn bei seiner Rückkehr wie einen Einwanderer behandeln würden. Chaplin ließ sich 1953 in der Schweiz nieder und verzichtete 1954 auf die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

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1957

In der englischen Stadt Windscale (heute Sellafield) ereignet sich ein Nuklear-Unfall. Bei einem Brand in einem der Plutonium-Reaktortürme werden erhebliche Mengen Radioaktivität freigesetzt. Der Unfall wird vor den Behörden tagelang geheimgehalten. Offiziell zugegeben wurden mittlerweile zwischen 30 und 40 Todesopfer, die Nachbarschafts-Lobby Core spricht dagegen von mehr als 1000 Menschen, die an Spätfolgen wie Blut-, Knochenmarks- und Schilddrüsenkrebs gestorben seien. Immer wieder werden Arbeiter bei nachfolgenden Unfällen in dieser Atomanlage radioaktiv verstrahlt. Leukämie bei Kindern ist in der Umgebung des Werkes zehnmal so hoch wie im britischen Durchschnitt, Krebs bei Erwachsenen um das Dreifache häufiger.

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1961

Ein 5500 Kilometer langer Streckenabschnitt der Transsibirischen Eisenbahn zwischen Moskau und dem Baikalsee wurde nach Abschluss der Bauarbeiten elektrifiziert. Die Bahnstrecke der "Transsib" erstreckt sich über eine Länge von 9300 Kilometern von Moskau bis an den Pazifik nach Wladiwostok führt. Sie bildet Sibiriens Hauptverkehrsachse und ist eine touristischen Attraktion Russlands. Die Bahn wurde in erschiedenen Regionen gleichzeitig gebaut. Es entstanden die Westsibirische-, die Mittelsibirische-, die Baikal-, die Transbaikalische-, die Amur- und die Ussuri-Bahn. Als erstes Teilstück wurde die Ussuri-Bahn 1897 dem öffentlichen Verkehr übergeben. Heute ist die gesamte Strecke elektrifiziert.

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1962

Der "Spiegel" löste mit einem Bericht über das NATO-Herbstmanöver eine Regierungskrise aus, indem "Der Spiegel" die NATO als "... nur bedingt abwehrbereit ..." bezeichnete. Zunächst wurde das Magazin des Landesverrats bezichtigt, leitende Redakteure wurden vorübergehend verhaftet, schließlich musste Verteidigungsminister Strauß wegen dieser Maßnahmen zurücktreten.

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1972

Joseph Beuys, Künstler und Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, wurde fristlos gekündigt. Beuys hatte mit 60 Studenten das Universitätssekretariat besetzt, um die Immatrikulation zuvor abgelehnter Studenten zu erwirken. Beuys verließ am 11. Oktober unter Polizeibegleitung das Sekretariat. Er legte Widerspruch gegen seine Kündigung ein und lehrte weiter. Seine Studenten veranstalteten zu seiner Unterstützung Hungerstreiks und Protestzüge durch die Düsseldorfer Altstadt. 1978 wurde der Rechtsstreit bezüglich der Professur an der Kunstakademie Düsseldorf abgeschlossen, und die fristlose Kündigung wurde für rechtswidrig erklärt.