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31. Oktober          

1835

Adolf von Baeyer († 20.8.1917) Deutscher Chemiker. Baeyer studierte Mathematik und Physik in Berlin und Chemie in Heidelberg. Er promovierte 1858 in Berlin, wo er zwei Jahre später habilitierte. Von 1860 bis 1872 war er Dozent für organische Chemie in Berlin. In den Jahren von 1860 bis 1880 arbeitete er an der Konstitutionsaufklärung und Synthese von Indigo. 1871 entdeckte er Fluorescein und 1878 gelang es Baeyer erstmals, den blauen Pflanzenfarbstoff Indigo zu synthetisieren. Mit Hilfe seiner Forschungen konnte auch die künstliche Herstellung anderer Farbstoffe realisiert werden. Baeyer ermöglichte damit die Entwicklung der deutschen Farbenindustrie. 1905 erhielt er für sein wissenschaftliches Gesamtwerk der Nobelpreis für Chemie.

 

 

1920

Fritz Walter Deutscher Fußballspieler. Der Sohn des damaligen Wirts der Vereinsgaststätte des 1. FC Kaiserslautern machte nach seinem Schulabschluss eine Banklehre, spielte jedoch schon mit 17 Jahren (1937/1938) beim 1.FC Kaiserslautern in der in der Position des Stürmers. Mit diesem Verein wurde er zweimal deutscher Meister, 1951 und 1953. Walter war Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft und gewann mit dieser 1954 unter Sepp Herberger die Fußballweltmeisterschaft in Bern mit einem 3:2 gegen Ungarn. In 61 Länderspielen kickte er den Ball 33 mal ins Tor. 1959 beendete er seine aktive Laufbahn. Neben zahlreichen Auszeichnungen wurde 1985 das Stadion "Am Betzenberg" in "Fritz-Walter-Stadion" umbenannt.

 

 

1936

Michael Landon († 1.7.1991) eigentlich Eugene Maurice Orowitz, US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur. Bekannt und berühmt geworden als "Little Joe" in der TV-Serie "Bonanza" sowie als "Vater Charles Ingalls" in "Unsere kleine Farm". Michael Landon hatte eine eigene Produktionsfirma mit über 130 Angestellten. Im April 1991 erfuhr er, dass er an einer inoperablen Krebserkrankung litt, an der er drei Monate später verstarb.

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1940

Uwe-Karsten Heye Deutscher Journalist, Chef des Bundespresseamtes und Staatssekretär. Heye kam 1974 in den Kreis der Redenschreiber und Berater des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. Bis 1979 war er Brandts Pressereferent. Von 1979 bis 1990 arbeitete er als Journalist und Fernsehautor für das öffentlich-rechtliche Fernsehen, unter anderem als Redakteur für die ZDF-Sendung "Kennzeichen D". Nach dem Wahlsieg des niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder war er zum August 1990 dessen Sprecher und Leiter der Presse- und Informationsstelle in der Staatskanzlei Hannover. Seit Oktober 1998 ist Heye im Rang eines Staatssekretärs Chef des Presse- und Informationsamtes sowie Sprecher der Bundesregierung und zählt zum engsten (Berater-)Kreis von Bundeskanzler Gerhard Schröder.

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1517

... veröffentlichte der Theologe Martin Luther in Wittenberg 95 Thesen, in denen er vor allem den Missbrauch des Ablasshandels anprangerte. Die hierdurch ausgelöste Reformation führte zur Entstehung der Protestantischen Kirche.

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1833

Der junge evangelischer Theologe Johann Hinrich Wichern sieht die Not in den Armenvierteln von Hamburg. Um Abhilfe zu schaffen, gründet er das "Rauhe Haus", eine pädagogische Anstalt zur Betreuung gefährdeter männlicher Jugendlicher. Nachdem er in seiner Arbeit von der Hamburger Bevölkerung unterstützt wird, werden auch bedürftige Mädchen in das Haus aufgenommen. Wichern verfolgt den Gedanken einer "Inneren Mission", die soziale Arbeit als eine Hauptaufgabe kirchlicher Tätigkeit betrachtet. Mittlerweile betreibt die Stiftung "Rauhes Haus" im Großraum Hamburg über 100 Einrichtungen. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Kinder und Jugendliche, die Pflege alter Menschen sowie die Betreuung geistig Behinderter und psychisch Kranker.

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1888

John Boyd Dunlop erhielt das Patent auf den Luftreifen. Da diese Reifen höhere Geschwindigkeiten als Vollgummireifen zulassen, trugen sie entscheidend zur Entwicklung von Auto und Fahrrad bei. Den ersten pneumatischen Reifen entwickelte der irische Tierarzt für das Dreirad seines Sohnes. 1889 gründete er in Dublin die erste Dunlop-Fabrik. In den folgenden Jahrzehnten erschloss er den Weltmarkt mit vielen weiteren Produktionsstätten rund um den Globus. 1893 wurde im deutschen Hanau eine Fabrik zur Fertigung von Fahrradreifen gegründet. Ab 1902 wurden dort auch Autoreifen produziert. 1985 übernahm Sumitomo die europäischen Reifenaktivitäten der Dunlop-Gruppe.

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1923

Der Berliner Tabakwarenhändler Wilhelm Hollhof bezahlt als erster registrierter Rundfunkhörer 350 Milliarden Inflationsmark. Am 29. Oktober 1923 nahm der erste deutsche Sender seinen Betrieb in Berlin auf. Die damaligen Ziele waren Unterhaltung, Information und Belehrung. Der Beginn deutscher Rundfunkgeschichte fällt in die denkbar ungünstigste Zeit der Inflation, die Ende 1923 ihrem Höhepunkt entgegenstrebt. Im November müssen bereits 3,5 Billionen Mark Rundfunkgebühr entrichtet werden, was sich bis zum 1. Dezember exakt 467 Hörer leisten können. Doch bereits im Herbst 1924 sind eine halbe Million Hörer bei der Post angemeldet. Die Gebühr beträgt nur mehr zwei Mark.

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1984

Die indische Ministerpräsidentin Indira Ghandi wurde von zwei Leibwächtern getötet, die der Religionsgemeinschaft der Sikhs angehören. Das Nationalheiligtum der Sikhs, der goldene Tempel von Amritsar, war im Juni desselben Jahres bei Auseinandersetzungen mit der hinduistischen Bevölkerung von Regierungstruppen gestürmt worden. Der mit Panzern durchgeführte Angriff führte zum Tod von über 1000 Pilgern, die sich als menschliche Schutzschilde im Tempel befanden. Rajiv Gandhi, der Sohn der Ministerpräsidentin, wurde noch am Tag ihres Todes als ihr Nachfolger vereidigt. Seine Hauptziele wurden unter anderem der Kampf gegen die Korruption und die Straffung der Verwaltung.

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