20. Oktober
Geburtstage
1911
Grete Schickedanz † 23.7.1994 - deutsche Unternehmerin. Mit ihrem Ehemann Gustav machte Schickedanz das Unternehmen Quelle zu einem der führenden internationalen Versandhäuser. Nach dessen Tod war sie für die Umwandlung der Firmenstruktur und die Einbringung der Gesellschaft in eine Stiftung verantwortlich. Neben dieser Neuausrichtung von Quelle vom reinen Familienunternehmen zum Großkonzern, nahm Schickedanz auch direkten Einfluss auf die Einkaufs- und Marketingpolitik. Zudem setzte sie sich für die sozialen Belange ihrer Mitarbeiterinnen ein, indem sie beispielsweise deren Altersgrenze lange vor der gesetzlichen Neuordnung auf 60 Jahre senkte. 1986 zog sie sich aus dem Tagesgeschäft zurück und ernannte eine externen Manager zum Konzernchef. Bild: F. Geismann, 6. August 2009
1943
Carlo von Tiedemann - deutscher Schauspieler und Moderator und weit entfernter Verwandter des Schriftstellers Heinrich von Kleist. Tiedemann ist gelernter Verlagskaufmann und arbeitete vier Jahre beim Hamburger Abendblatt, bevor er für zwei Jahre als Korrespondent für den Springer-Auslandsdienst (SAD) nach Buenos Aires ging. Seit 1971 arbeitet er für den Norddeutschen Rundfunk. Sein Name ist in erster Linie durch zahlreiche Fernsehshows, wie "Aktuelle Schaubude" oder "NDR-Talkshow" bekannt geworden, die überwiegend im Regionalprogramm ausgestrahlt wurden. Tiedemann trat auch, vor allem in Nebenrollen, in Spielfilmen und Fernsehserien auf wie "Tatort" - "Stubbe - Von Fall zu Fall" - "Adelheid und ihre Mörder" und "Zwei Münchner in Hamburg".
1958
Viggo Peter Mortensen - dänisch- amerikanischer Schauspieler der durch seine Rolle als Aragorn in der Verfilmung von "Der Herr der Ringe" weltbekannt wurde. Mortensen gab 1985 sein Leinwanddebüt als junger Amish-Farmer in "Der einzige Zeuge". Danach wirkte er in weitern Filmen wie "Portrait of a Lady" mit Nicole Kidman, "Ein perfekter Mord" an Seite von Michael Douglas und Gwyneth Paltrow, "Daylight" mit Sylvester Stallone und "Albino Alligator" mit. Besondere Beachtung fand seine Schauspielleistung auch in Sean Penns Bruderdrama "Indian Runner". In der "Herr der Ringe"-Verfilmung wurde Mortensen kurzfristig nach Neuseeland geholt, um die Rolle des Aragorn zu übernehmen, die ursprünglich mit Stuart Townsend besetzt war. Dieser wurde von den Produzenten nach kurzer Zeit jedoch für ungeeignet befunden, den Charakter eines natürlichen Anführers zu verkörpern. Nach dem Erfolg von "Herr der Ringe" folgten weitere Hauptrollen in "Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm" und "A History of Violence". In "Tödliche Versprechen – Eastern Promises" stellt er ein Mitglied der russischen Mafia dar. Dafür erhielt er eine Golden-Globe-, eine BAFTA- und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller.
1966
Stefan Konrad Raab - deutscher Entertainer, Fernsehmoderator, Fernsehproduzent, Sänger, Songwriter, Komponist und Musikproduzent. Raab studierte fünf Semester Rechtswissenschaft in Köln und Bielefeld. Parallel dazu absolvierte er eine Metzgerlehre im elterlichen Betrieb, die er mit der Note „sehr gut“ als Bezirksbester abschloss. Er machte sich im Jahr 1990 als Produzent von Werbejingles selbständig; er erstellte Jingles und Spots für das "ARD-Morgenmagazin", die Talkshows "Bärbel Schäfer" und "Veronas Welt" sowie für die Zahnpasta "Blend-a-med". Im November 1993 bot Stefan Raab dem Musikfernsehsender VIVA selbstentworfene Programmjingles an. Nach einem Casting wurde ihm jedoch die Moderation der Sendung Vivasion angeboten, die Raab von Dezember 1993 bis Dezember 1998 moderierte. Im März 1996 bekam Raab für das Lied "Hier kommt die Maus", das zum 25. Geburtstag der Kinderfernsehsendung Die Sendung mit der Maus veröffentlicht wurde, eine Goldene Schallplatte. Unter dem Pseudonym Alf Igel – eine Anspielung auf Ralph Siegel – komponierte Raab im Frühjahr 1998 das Lied "Guildo hat euch lieb" für Guildo Horn, der damit beim Eurovision Song Contest 1998 den siebten Platz von 25 Teilnehmern belegte. Seit März 1999 moderiert Stefan Raab die Sendung TV total des Privatsenders ProSieben. Zudem organisiert und vermarktet Raab in unregelmäßigen Abständen Show-Veranstaltungen wie die "Wok-Weltmeisterschaft", den Wettbewerb "Schlag den Raab", das "TV total Turmspringen", verschiedene "Stockcar-Rennen", eine Reihe von "Poker-Nächten", einen "Eisfußball-Pokal" und die "Autoball-Europameisterschaft". Nach dem Start der Sendung TV total benutzte Raab Samples verschiedener Fernsehausschnitte zur Komposition eigener Lieder. Zum Beispiel produzierte er im Sommer 1999 den Song "Ö la Palöma Blanca" der Ö La Palöma Boys. Kurz danach folgte das Lied "Maschen-Draht-Zaun", das mit Dreifach-Gold ausgezeichnet wurde. Im Mai 2000 nahm Raab mit dem Titel "Wadde hadde dudde da?" selbst am Eurovision Song Contest 2000 teil und erreichte Platz fünf. Im Jahr 2010 suchte Raab in der achtteiligen Castingshow Unser Star für Oslo den deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest 2010. Siegerin des Wettbewerbs wurde Lena Meyer-Landrut mit dem Lied "Satellite". Am 29. Mai 2010 gewann Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo.
1971
Snoop Dogg eigentlich Calvin Cordozar Broadus - amerikanischer Rapper und Schauspieler. Zu seiner Anfangszeit nannte er sich Snoop Doggy Dogg. Der Name Snoop war der Spitzname, den ihm seine Mutter wegen seiner Vorliebe für die Comicserie Die Peanuts gab. In einem Armenviertel von Long Beach aufgewachsen, begann er zu rappen. Aufgrund der Verhältnisse in seiner Gegend wurde er Mitglied der Crips-Gang Rollin' 20's Crips. Das erste Mal verhaftet wurde er kurz nach Beendigung der Grundschule, da er mit Kokain handelte. In den folgenden Jahren verbrachte einige Zeit im Gefängnis. Anfang der 1990er Jahre entschloss er sich, sein Leben zu ändern und im Musikgeschäft tätig zu werden.
Ereignisse
1401
Auf dem Grasbrook in Hamburg werden Dutzende ehemaliger Seeräuber, unter ihnen einer der berühmtesten, Klaus Störtebeker, enthauptet und die Köpfe zur Abschreckung aufgespießt. Die Vitalienbrüder, die sich als Freibeuter selbstständig gemacht hatten, unterstützten ursprünglich König Albrecht von Schweden im Kampf gegen die dänische Königin Margrete I. und betrieben dazu auch Seeräuberei in Nord- und Ostsee.
Den Übergriffen auf die Schiffe der Dänen und Lübecker, die auf dänischer Seite standen, folgten bald Überfälle auf andere Schiffe der Hanse. Hierfür hatten die Vitalienbrüder Kaperbriefe erhalten. Damit ausgestattet konnten sie die erbeuteten Waren in Wismar frei auf dem Markt verkaufen. Beim Versuch, den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen zu schützen, verstärkten die Hanse und insbesondere die Hansestadt Hamburg die Anstrengungen zur Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels. Störtebeker soll den überlegenen Hansekoggen mit seinen Schiffen aber immer wieder auf die hohe See entkommen sein. Am 22. April 1401 wurde er von einer hamburgischen Flotte unter Simon von Utrecht vor Helgoland gestellt, in der Seeschlacht nach erbittertem Kampf gefangen genommen, und nach Hamburg gebracht. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker ein Bein stellte. Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem Niederdeutschen von „Stürz den Becher“) wegen seiner Trinkfestigkeit verdient. Der Sage nach soll er einen 4-Liter-Humpen (einen ellenhohen Becher) Wein oder Bier in einem Zug leergetrunken haben.
1740
Maria Theresia wurde zur österreichischen Kaiserin gekrönt. Ihr Vorgänger, der verstorbene Kaiser Karl VI., hatte nur weibliche Nachfahren, und dies in seiner Thronfolgeregelung bereits seit langem festgeschrieben. Trotz der vorherigen Anerkennung der "Pragmatischen Sanktion", die die Nachfolge regelte, kam es nach der Krönung Maria Theresias zum Österreichischen Erbfolgekrieg. Auslöser des bis 1748 dauernden Konflikts war der Einmarsch preußischer Truppen Friedrich II. in Schlesien. Bayern, Frankreich und Spanien sowie Preußen, Sachsen und Schweden schlossen sich zusammen. Dagegen unterstützten England und die Niederlande die österreichische Monarchin in der Auseinandersetzung, die 1748 mit dem Aachener Frieden endete.
1910
In Belfast läuft die "Olympic" der britischen White-Star-Linie vom Stapel. Das Schwesterschiff der RMS Titanic ist das einzige Schiff der Olympic-Klasse, das nicht einem Unglück zum Opfer fällt. Damals das mit 259 m Länge und 45.000 Bruttoregistertonnen größte Schiff der Welt bietet 850 Besatzungsmitgliedern Arbeit und 2.500 Passagieren Platz. In der Maschinenleistung und Höchstgeschwindigkeit bleibt der Luxus-Liner jedoch hinter der "Lusitania" zurück. Während des Ersten Weltkrieges diente die Olympic in den Jahren 1914 bis 1918 als Truppentransportschiff und überstand zwei besonders erwähnenswerte Kriegsereignisse: Im Oktober 1914, fuhr sie unbeschädigt durch ein Minenfeld um dem sinkenden Schlachtschiff HMS Audacious zu helfen. Am 12. Mai 1918, wurde in ca. 500 Meter Entfernung das deutsche U-Boot U 103 gesichtet, offensichtlich hatte die U-Boot-Besatzung den Dampfer nicht rechtzeitig bemerkt, um sich in optimale Angriffsposition zu bringen, und musste auf die rückwärtigen Torpedorohre zurückgreifen, welche aber nicht rechtzeitig feuerbereit waren. Kapitän Hayes ließ die Olympic Kurs auf U 103 nehmen, welches sich mit einem Nottauchmanöver zu retten versuchte. Doch der Dampfer rammte das Boot, seine Backbord-Schraube durchschlug den Druckkörper. Die Olympic ist damit das einzige Handelsschiff, welches jemals ein U-Boot versenken konnte. Dieser Vorfall mag als Vorbild für den Film „Assault on a Queen“ mit Frank Sinatra gedient haben.
1955
In Großbritannien erscheint mit "Return of the King" ("Die Rückkehr des Königs") der dritte Teil von Tolkiens "The Lord of the Rings". Zu Beginn der 30er Jahre schrieb Tolkin eine Geschichte für seine vier Kinder, die später als sein erster Bestseller "Der kleine Hobbit" bekannt wurde. "Der Herr der Ringe" gehört zu den erfolgreichsten Romanen des 20. Jahrhunderts. Das englische, dreiteilige Original, erschien in den Jahren 1954 und 1955, die erste deutsche Übersetzung 1969/1970. Weltweit wurde der Roman etwa 150 Millionen Mal verkauft. Der Roman spielt in einer, von Tolkien lebenslang entwickelten Fantasiewelt. Er erzählt die Geschichte eines
Rings, mit dessen Vernichtung die böse Macht in Gestalt desdunklenHerrschers Sauron untergeht. Die Hauptdarsteller sindhauptsächlich Hobbits, ein gemütliches Volk von Halblingen, die in ein bedrohliches, heroischesZeitalter hineingezogen werden. Der Herr der Ringe ist insechs Bücher untergliedert. Anstatt in einer Gesamtausgabe wurde das Werk –entgegen dem Wunsch des Autors – auf Wunsch der Verleger, und vor allem wegen der hohen Papierpreise im Nachkriegsengland in drei Bänden publiziert: "DieGefährten", "Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs". Band 1 erschien am 29. Juli 1954, Band 2 am 11. November desselben Jahres und Band 3 nach einer längeren Verzögerung, die den Arbeiten am Index geschuldet war, am 20. Oktober 1955. Der Roman diente als Vorlage für zahlreiche Adaptionen, darunter eine sehr erfolgreiche amerikanische oscarprämierte Verfilmung (2001–2003) unter der Regie von Peter Jackson.
1967
Das ZDF strahlt die erste Folge der neuen Sendereihe "Aktenzeichen XY ... ungelöst" aus. Nur 53 Prozent Einschaltquote lautet das Ergebnis der Premiere, doch das Zuschauerinteresse steigerte sich schnell auf 74 Prozent zur fünfzehnten Sendung am 11. April 1968. Die Sendung entwickelt sich zu einem Dauerbrenner, durchschnittlich 40 Prozent der gezeigten Fälle können aufgeklärt werden. Themenlieferant für die Beiträge sind die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
1968
Bei den Olympischen Sommerspielen in Mexiko-Stadt gewinnt der US-Amerikaner Richard „Dick“ Fosbury mit einer revolutionären Sprungtechnik, dem später nach ihm benannten Fosbury-Flop, die Goldmedaille im Hochsprung-Wettbewerb mit übersprungenen 2,24 m. Die derzeit praktizierte Methode wurde von dem Amerikaner Dick Fosbury entwickelt, mit der dieser 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt Gold gewann. Schon zehn Jahre davor, allerdings, war es Fritz Pingl, der diese Sprungart bei den österreich. Leichtathletik-Meisterschaften zum ersten Mal vorstellte. Sie fand allerdings keine internationale Aufmerksamkeit, da Fritz Pingl nie an internationalen Meisterschaften teilnahm. Der Springer läuft beim Anlauf eine Kurve, dreht auf den letzten Schritten den Rumpf und überquert die Latte rücklings. Beim Fosbury-Flop (auch nur Flop genannt) kann theoretisch der Schwerpunkt des Athleten bis 9 Zentimeter unter der Latte durchgehen, da der Athlet seinen Körper geeignet um die Latte herumschmiegt (praktisch nachgewiesen wurde ein Wert von 3 Zentimetern). Dadurch kann bei gleicher Sprungkraft die Latte höher gelegt werden. Beim Flop unterscheidet man zwischen dem Speedflop, bei dem der Springer aus einer hohen Anlaufgeschwindigkeit springt, und dem Powerflop, bei dem der Springer seine Kraft größtenteils aus dem Absprung nimmt. Beide Techniken kommen selten einzeln vor. Meistens kann man Mischformen beobachten. Mit dem Flop wurde Ulrike Meyfarth 1972 im Alter von 16 Jahren Überraschungs-Olympiasiegerin. Endgültig setzte sich der Flop-Stil erst nach 1980 bei allen führenden Springern durch.
Der 62jährige griechische Milliardär Aristoteles Onassis heiratet auf seiner Privat-Insel Skorpios die 39jährige Witwe des fünf Jahre zuvor ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, Jackie. Die Heirat wurde nicht nur in den USA mit hämischen Bemerkungen kommentiert und ruinierte endgültig den Ruf der einst von vielen bewunderten First Lady.
1971
Das norwegische Preis-Komitee spricht dem deutschen Bundeskanzler Willy Brandt den Friedens-Nobelpreis für seine Politik der Versöhnung besonders gegenüber Osteuropa zu. Brandt hatte diese Politik als Außenminister begonnen und als Kanzler fortgesetzt.
1973
In einem legendären Spiel dreht der 1. FC Kaiserslautern ein 1:4 gegen den FC Bayern München in den letzten 30 Spielminuten noch um und gewinnt mit 7:4.
Königin Elisabeth II. eröffnet das Opernhaus von Sydney. Die Eröffnung, bei der Beethovens 9. Sinfonie zur Aufführung gebracht wird, wird live im Fernsehen übertragen und mit einem großen Feuerwerk gefeiert.
1974
Das ZDF strahlt die erste Folge der Krimiserie Derrick aus.
1983
Der Meter wird in Paris von der 17. Generalkonferenz für Maß und Gewicht neu definiert. Nachdem die Definition der Sekunde (SI-Einheit der Zeit) als atomares Zeitnormal gelang, und da die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum (c0) eine Naturkonstante ist, legte man die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum auf 299.792.458 m/s fest und definierte demzufolge ein Meter als „die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1/299.792.458 Sekunde zurücklegt“. Durch die Definition des Meters über die Sekunde wurde die Lichtgeschwindigkeit nun zu einer festgelegten Konstante die nicht mehr durch eine Messung genauer bestimmt werden kann.

Grete Schickedanz
Carlo von Tiedemann - deutscher Schauspieler und Moderator und weit entfernter Verwandter des Schriftstellers Heinrich von Kleist. Tiedemann ist gelernter Verlagskaufmann und arbeitete vier Jahre beim Hamburger Abendblatt, bevor er für zwei Jahre als Korrespondent für den Springer-Auslandsdienst (SAD) nach Buenos Aires ging. Seit 1971 arbeitet er für den Norddeutschen Rundfunk. Sein Name ist in erster Linie durch zahlreiche Fernsehshows, wie "Aktuelle Schaubude" oder "NDR-Talkshow" bekannt geworden, die überwiegend im Regionalprogramm ausgestrahlt wurden. Tiedemann trat auch, vor allem in Nebenrollen, in Spielfilmen und Fernsehserien auf wie "Tatort" - "Stubbe - Von Fall zu Fall" - "Adelheid und ihre Mörder" und "Zwei Münchner in Hamburg".
Viggo Peter Mortensen - dänisch- amerikanischer Schauspieler der durch seine Rolle als Aragorn in der Verfilmung von "Der Herr der Ringe" weltbekannt wurde. Mortensen gab 1985 sein Leinwanddebüt als junger Amish-Farmer in "Der einzige Zeuge". Danach wirkte er in weitern Filmen wie "Portrait of a Lady" mit Nicole Kidman, "Ein perfekter Mord" an Seite von Michael Douglas und Gwyneth Paltrow, "Daylight" mit Sylvester Stallone und "Albino Alligator" mit. Besondere Beachtung fand seine Schauspielleistung auch in Sean Penns Bruderdrama "Indian Runner". In der "Herr der Ringe"-Verfilmung wurde Mortensen kurzfristig nach Neuseeland geholt, um die Rolle des Aragorn zu übernehmen, die ursprünglich mit Stuart Townsend besetzt war. Dieser wurde von den Produzenten nach kurzer Zeit jedoch für ungeeignet befunden, den Charakter eines natürlichen Anführers zu verkörpern. Nach dem Erfolg von "Herr der Ringe" folgten weitere Hauptrollen in "Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm" und "A History of Violence". In "Tödliche Versprechen – Eastern Promises" stellt er ein Mitglied der russischen Mafia dar. Dafür erhielt er eine Golden-Globe-, eine BAFTA- und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller.
Stefan Konrad Raab - deutscher Entertainer, Fernsehmoderator, Fernsehproduzent, Sänger, Songwriter, Komponist und Musikproduzent. Raab studierte fünf Semester Rechtswissenschaft in Köln und Bielefeld. Parallel dazu absolvierte er eine Metzgerlehre im elterlichen Betrieb, die er mit der Note „sehr gut“ als Bezirksbester abschloss. Er machte sich im Jahr 1990 als Produzent von Werbejingles selbständig; er erstellte Jingles und Spots für das "ARD-Morgenmagazin", die Talkshows "Bärbel Schäfer" und "Veronas Welt" sowie für die Zahnpasta "Blend-a-med". Im November 1993 bot Stefan Raab dem Musikfernsehsender VIVA selbstentworfene Programmjingles an. Nach einem Casting wurde ihm jedoch die Moderation der Sendung Vivasion angeboten, die Raab von Dezember 1993 bis Dezember 1998 moderierte. Im März 1996 bekam Raab für das Lied "Hier kommt die Maus", das zum 25. Geburtstag der Kinderfernsehsendung Die Sendung mit der Maus veröffentlicht wurde, eine Goldene Schallplatte. Unter dem Pseudonym Alf Igel – eine Anspielung auf Ralph Siegel – komponierte Raab im Frühjahr 1998 das Lied "Guildo hat euch lieb" für Guildo Horn, der damit beim Eurovision Song Contest 1998 den siebten Platz von 25 Teilnehmern belegte. Seit März 1999 moderiert Stefan Raab die Sendung TV total des Privatsenders ProSieben. Zudem organisiert und vermarktet Raab in unregelmäßigen Abständen Show-Veranstaltungen wie die "Wok-Weltmeisterschaft", den Wettbewerb "Schlag den Raab", das "TV total Turmspringen", verschiedene "Stockcar-Rennen", eine Reihe von "Poker-Nächten", einen "Eisfußball-Pokal" und die "Autoball-Europameisterschaft". Nach dem Start der Sendung TV total benutzte Raab Samples verschiedener Fernsehausschnitte zur Komposition eigener Lieder. Zum Beispiel produzierte er im Sommer 1999 den Song "Ö la Palöma Blanca" der Ö La Palöma Boys. Kurz danach folgte das Lied "Maschen-Draht-Zaun", das mit Dreifach-Gold ausgezeichnet wurde. Im Mai 2000 nahm Raab mit dem Titel "Wadde hadde dudde da?" selbst am Eurovision Song Contest 2000 teil und erreichte Platz fünf. Im Jahr 2010 suchte Raab in der achtteiligen Castingshow Unser Star für Oslo den deutschen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest 2010. Siegerin des Wettbewerbs wurde Lena Meyer-Landrut mit dem Lied "Satellite". Am 29. Mai 2010 gewann Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo.
Den Übergriffen auf die Schiffe der Dänen und Lübecker, die auf dänischer Seite standen, folgten bald Überfälle auf andere Schiffe der Hanse. Hierfür hatten die Vitalienbrüder Kaperbriefe erhalten. Damit ausgestattet konnten sie die erbeuteten Waren in Wismar frei auf dem Markt verkaufen. Beim Versuch, den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen zu schützen, verstärkten die Hanse und insbesondere die Hansestadt Hamburg die Anstrengungen zur Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels. Störtebeker soll den überlegenen Hansekoggen mit seinen Schiffen aber immer wieder auf die hohe See entkommen sein. Am 22. April 1401 wurde er von einer hamburgischen Flotte unter Simon von Utrecht vor Helgoland gestellt, in der Seeschlacht nach erbittertem Kampf gefangen genommen, und nach Hamburg gebracht. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker ein Bein stellte. Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Angeblich hat sich der Freibeuterkapitän den Namen Störtebeker (aus dem Niederdeutschen von „Stürz den Becher“) wegen seiner Trinkfestigkeit verdient. Der Sage nach soll er einen 4-Liter-Humpen (einen ellenhohen Becher) Wein oder Bier in einem Zug leergetrunken haben.
Maria Theresia wurde zur österreichischen Kaiserin gekrönt. Ihr Vorgänger,
der verstorbene Kaiser Karl VI., hatte nur weibliche Nachfahren, und dies
in seiner Thronfolgeregelung bereits seit langem festgeschrieben. Trotz der
vorherigen Anerkennung der "Pragmatischen Sanktion", die die Nachfolge regelte,
kam es nach der Krönung Maria Theresias zum Österreichischen Erbfolgekrieg.
Auslöser des bis 1748 dauernden Konflikts war der Einmarsch preußischer Truppen
Friedrich II. in Schlesien. Bayern, Frankreich und Spanien sowie Preußen,
Sachsen und Schweden schlossen sich zusammen. Dagegen unterstützten England
und die Niederlande die österreichische Monarchin in der Auseinandersetzung,
die 1748 mit dem Aachener Frieden endete.
In Belfast läuft die "Olympic" der britischen White-Star-Linie vom Stapel.
Das Schwesterschiff der RMS Titanic ist das einzige Schiff der Olympic-Klasse, das nicht einem Unglück zum Opfer fällt. Damals das mit 259 m Länge und 45.000 Bruttoregistertonnen größte Schiff der
Welt bietet 850 Besatzungsmitgliedern Arbeit und 2.500 Passagieren Platz.
In der Maschinenleistung und Höchstgeschwindigkeit bleibt der Luxus-Liner
jedoch hinter der "Lusitania" zurück. Während des Ersten Weltkrieges diente die Olympic in den Jahren 1914 bis 1918 als Truppentransportschiff und überstand zwei besonders erwähnenswerte Kriegsereignisse: Im Oktober 1914, fuhr sie unbeschädigt durch ein Minenfeld um dem sinkenden Schlachtschiff HMS Audacious zu helfen. Am 12. Mai 1918, wurde in ca. 500 Meter Entfernung das deutsche U-Boot U 103 gesichtet, offensichtlich hatte die U-Boot-Besatzung den Dampfer nicht rechtzeitig bemerkt, um sich in optimale Angriffsposition zu bringen, und musste auf die rückwärtigen Torpedorohre zurückgreifen, welche aber nicht rechtzeitig feuerbereit waren. Kapitän Hayes ließ die Olympic Kurs auf U 103 nehmen, welches sich mit einem Nottauchmanöver zu retten versuchte. Doch der Dampfer rammte das Boot, seine Backbord-Schraube durchschlug den Druckkörper. Die Olympic ist damit das einzige Handelsschiff, welches jemals ein U-Boot versenken konnte. Dieser Vorfall mag als Vorbild für den Film „Assault on a Queen“ mit Frank Sinatra gedient haben.
In Großbritannien erscheint mit "Return of the King" ("Die Rückkehr des Königs") der dritte Teil von Tolkiens "The Lord of the Rings". Zu Beginn der 30er Jahre schrieb Tolkin eine Geschichte für seine vier Kinder,
die später als sein erster Bestseller "Der kleine Hobbit" bekannt wurde. "Der Herr der Ringe" gehört zu den erfolgreichsten Romanen des 20. Jahrhunderts. Das englische, dreiteilige Original, erschien in den Jahren 1954 und 1955, die erste deutsche Übersetzung 1969/1970. Weltweit wurde der Roman etwa 150 Millionen Mal verkauft. Der Roman spielt in einer, von Tolkien lebenslang entwickelten Fantasiewelt. Er erzählt die Geschichte eines
Rings, mit dessen Vernichtung die böse Macht in Gestalt desdunklenHerrschers Sauron untergeht. Die Hauptdarsteller sindhauptsächlich Hobbits, ein gemütliches Volk von Halblingen, die in ein bedrohliches, heroischesZeitalter hineingezogen werden. Der Herr der Ringe ist insechs Bücher untergliedert. Anstatt in einer Gesamtausgabe wurde das Werk –entgegen dem Wunsch des Autors – auf Wunsch der Verleger, und vor allem wegen der hohen Papierpreise im Nachkriegsengland in drei Bänden publiziert: "DieGefährten", "Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs". Band 1 erschien am 29. Juli 1954, Band 2 am 11. November desselben Jahres und Band 3 nach einer längeren Verzögerung, die den Arbeiten am Index geschuldet war, am 20. Oktober 1955. Der Roman diente als Vorlage für zahlreiche Adaptionen, darunter eine sehr erfolgreiche amerikanische oscarprämierte Verfilmung (2001–2003) unter der Regie von Peter Jackson.
Das ZDF strahlt die erste Folge der neuen Sendereihe "Aktenzeichen XY
... ungelöst" aus. Nur 53 Prozent Einschaltquote lautet das Ergebnis der
Premiere, doch das Zuschauerinteresse steigerte sich schnell auf 74 Prozent
zur fünfzehnten Sendung am 11. April 1968. Die Sendung entwickelt sich zu
einem Dauerbrenner, durchschnittlich 40 Prozent der gezeigten Fälle können
aufgeklärt werden. Themenlieferant für die Beiträge sind die Strafverfolgungsbehörden
in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der Meter wird in Paris von der 17. Generalkonferenz für Maß und Gewicht neu definiert. Nachdem die Definition der Sekunde (SI-Einheit der Zeit) als atomares Zeitnormal gelang, und da die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum (c0) eine Naturkonstante ist, legte man die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum auf 299.792.458 m/s fest und definierte demzufolge ein Meter als „die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1/299.792.458 Sekunde zurücklegt“. Durch die Definition des Meters über die Sekunde wurde die Lichtgeschwindigkeit nun zu einer festgelegten Konstante die nicht mehr durch eine Messung genauer bestimmt werden kann.