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5. Oktober          

1863

Ludwig Borchardt († 12.8.1938) Deutscher Archäologe und Ägyptologe. Ludwig Borchardt leitete die Ausgrabung von Tell el-Amarna in Ägypten, wobei er die berühmte Büste der Königin Nofretete entdeckte. Auch in Abusir war er an Ausgrabungen beteiligt. Ihm ist die umfangreiche Sammlung von Fundstücken aus der Ära des Echnaton zu verdanken.

 

 

1864

Louis Jean Lumière († 6.6.1948) Französischer Chemiker und Fabrikant. Zusammen mit seinem Bruder Auguste betrieb Lumière eine Fabrik zur Herstellung von Chemikalien und fotografischen Platten in Lyon. Lumière entwickelte 1895 den ersten Kinematographen. Mit dieser Erfindung leitete er die Filmgeschichte ein. Lumière führte den ersten Kinofilm im indischen Salon des Grand Café in Paris auf. Der Film "La Sortie des Usines Lumière" war nur ein paar Minuten lang und zeigte Szenen aus der eigenen Fabrik. Louis Jean Lumière entwickelte außerdem die Autochromplatte (1903), die ein praktikables farbfotografisches Verfahren ermöglichte sowie Chemikalien für die Fotografie.

 

 

1879

Francis Peyton Rous († 16.2.1970) US-amerikanischer Krebsforscher. Für den Nachweis, dass bestimmte Viren an der Krebsentstehung beteiligt sein können, erhielt er zusammen mit Charles Huggins 1910 den Nobelpreis für Chemie. Zusätzlich untersuchte er chemische Substanzen auf ihre krebsauslösende Wirkung. Rous hatte in Baltimore Medizin studiert. 1909 kam er als Professor an das Rockefeller-Institut für medizinische Forschung in New York, dem er bis zu seinem Lebensende treu blieb. Hier erfolgten seine Arbeiten zur Krebsentstehung durch Viren, die ihn schließlich berühmt machten.

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1882

Robert Hutchins Goddard († 10.8.1945) US-amerikanischer Physiker und Raketeningenieur, Begründer der modernen Raketentechnik und Professor an der Clark University in Worcester, Massachusets. 1914 baute er eine zweistufige Feststoffrakete. 1926 startete er die erste funktionierende 4,7 Kilogramm leichte Rakete mit Flüssigtreibstoff-Antrieb (Benzin und flüssiger Sauerstoff). In 2,5 Sekunden flog sie 56 Meter weit. 1929 war die erste mit Messinstrumenten ausgestattete Rakete fertig. 1935 gelang der Start der ersten Flüssigtreibstoffrakete. Später erfand er auch die Stufenrakete.

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1936

Václav Havel Tschechischer Schriftsteller und Politiker. Nach dem Zerfall des Warschauer Vertrages wurde er 1989 erster frei gewählter Präsident der Tschechoslowakei. Es gelang ihm nicht, den Zerfall des Landes in die Slowakei und die Tschechische Republik zu verhindern. Havel wurde nach der Teilung 1992 Präsident der Tschechischen Republik.

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1954

Bob Geldof Irischer Popmusiker. Geldof wurde in Dublin geboren. Er wurde mit dem Song "I Don´t Like Mondays" bekannt. Geldof schrieb den Song während seiner Mitgliedschaft in der Band "The Boomtown Rats". Die Band wurde 1975 gegründet. 1985 entschied sich Bob Geldof für eine Solokarriere. Mit dem Album "Deep In The Heart Of Nowhere" von 1986 wurde Geldof weltbekannt.

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1975

Kate Winslet Britische Schauspielerin. Als Kind einer Schauspielerfamilie nahm sie früh Schauspielunterricht und drehte bereits mit elf Jahren ihren ersten Werbespot. Nach mehreren Bühnen- und Fernsehauftritten gelang ihr 1994 der Durchbruch mit ihrer Rolle in "Heavenly Creatures". Es folgten unter anderem 1995 "Sense and Sensibility" ("Sinn und Sinnlichkeit") nach einem Roman von Jane Austen, verfilmt von Ang Lee und 1996 "Jude" ("Herzen in Aufruhr"). Für ihre Rolle in dem Welterfolg "Titanic" erhielt sie 1998 den Oscar für die beste weibliche Hauptdarstellerin.

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1789

Christoph Willibald Glucks Oper "Orpheus und Eurydike" wurde in Wien uraufgeführt. Der beste Sänger der Welt rührt mit seinen Klagegesängen, in denen er den Tod seiner Frau besingt, sogar die Götter zu Tränen. Sie geben ihm eine zweite Chance: Er darf Eurydike aus dem Hades, der Totenwelt, mit sich nehmen, wenn er auf dem Weg zurück nicht mit ihr spricht und sich nicht nach ihr umsieht. Doch Orpheus versagt, und so verliert er Eurydike ein zweites Mal. Die Oper endet mit der Verkündigung der Allmacht der Liebe.

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1889

Am Pariser Boulevard Clichy am Montmartre wurde das Tanzlokal "Moulin Rouge" eröffnet. Das Vergnügungslokal, das auch von sittenstrengen Bürgern besucht werden konnte, wurde berühmt durch den Auftritt bekannter Tänzerinnen und entwickelte sich zum Zentrum des Pariser Vergnügungsviertels. Der so genannte "Bal du Moulin Rouge" wurde durch Plakate des bekannten Künstlers Henri de Toulouse-Lautrec angekündigt. Die Originalwerke zieren heute das Foyer. Das "Moulin Rouge" verhalf zahlreichen Tänzerinnen zur Popularität. Zu den bekanntesten zählt "La Goulue".

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1960

"Spartacus", ein Film über den Sklavenaufstand von 74 vor Christi nach einem Roman von Howard Fast wurde in New York uraufgeführt. Regie führte Stanley Kubrick. In den Hauptrollen sind Kirk Douglas, Laurence Olivier und Jean Simmons zu sehen. Peter Ustinov erhielt den Oscar für die beste Nebenrolle. Der Film handelt vom Sklaven Spartacus (Kirk Douglas) in einer Gladiatorenschule. Dieser zettelt einen Aufstand gegen den römischen Feldherrn Crassus (Laurence Olivier) an. In Rom befürchtet man, die freien Sklaven könnten die Hauptstadt erobern. Der Film "Spartacus" war der erste große Erfolg von Kubrick.

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1964

Am 5. Oktober 1964 war die bis dahin größte und aufsehenerregendste Tunnelflucht unter der Berliner Mauer hinweg abgeschlossen. 57 Ostberlinern gelang es in den Westteil der Stadt zu fliehen. Studenten hatten von dort den 140 Meter langen Tunnel gegraben.

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1968

Im nordirischen Derry entbrannten blutige Straßenkämpfe zwischen Protestanten und Katholiken, nachdem eine Demonstration von Katholiken für mehr Bürgerrechte von der Polizei unterdrückt worden war. Die Auseinandersetzungen eskalierten und führten zum nordirischen Bürgerkrieg.

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1983

Der polnische Gewerkschaftsführer Lech Walesa wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Walesa war Vorsitzender der polnischen Gewerkschaft "Solidarnosc" und ein Kämpfer für die Einhaltung der Menschenrechte in Polen. Nach der Auflösung des Warschauer Paktes wurde Walesa Staatspräsident Polens. Die Gewerkschaftsbewegung in Polen hatte die Hoffnung der polnischen Arbeiter auf mehr Freiheit aufkeimen lassen. Der Werftarbeiter Walesa rief mit der Unterstützung des Papstes zum Streik auf und hatte sich an die Spitze der Gewerkschaft gestellt.

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1994

Die Schweizer Polizei entdeckte in Cheiry und in Les-Granges-sur-Salvan 48 tote Mitglieder der Sonnentempler-Sekte "Das Kreuz und die Rose", von denen fast alle ermordet wurden. Es war der größte Massenmord in der Schweizer Geschichte. Auch in Kanada wurden ermordete Mitglieder der Sekte entdeckt. Insgesamt zählte man 53 Opfer. Der Sonnentempler-Orden gehört zu den Sekten, die sich auf das Wissen voran gegangener Epochen berufen und behaupten, einen eigenen Zugang zum Göttlichen zu besitzen. Ein zentraler Punkt in der Sektenlehre ist der Transit zum Sirius.

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