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29. Oktober          

1879

Franz von Papen († 2.5.1969) Deutscher Politiker. Franz von Papen war 1932 letzter Weimarer Reichskanzler vor Hitler. Er war beteiligt am Sturz der sozialdemokratischen Regierung und setzte sich als Katholik dafür ein, dass die deutschen Katholiken Hitler in seiner Führung des Landes unterstützten. Er hob das Verbot der SA auf und ließ durch Notverordnung die preußische Regierung absetzen. Anfang 1933 ebnete Papen Hitler den Weg an die Macht und trat am 30. Januar 1933 als Vizekanzler in das neue Kabinett ein. 1940 wurde er Botschafter in Ankara. Bei den Nürnberger Prozessen gegen das nationalsozialistische Regime wurde er freigesprochen, jedoch später im Rahmen eines Entnazifizierungsprogramms zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt.

 

 

1897

Joseph Goebbels († 1.5.1945) Deutscher Politiker. Goebbels war einer der führenden Politiker im Dritten Reich. 1933 wurde er Leiter des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Er verfügte den Ausschluss von Personen aus der Reichskulturkammer, deren einer Eltern- oder Großelternteil als jüdisch eingestuft wurde. Damit ging er über die Ausschlussbestimmungen der sogenannten Nürnberger Gesetze hinaus. Eine seiner Reden war das Startsignal für die Gewalttätigkeiten an der jüdischen Bevölkerung in der sogenannten "Reichskristallnacht". Goebbels organisierte die Beschlagnahmung von sogenannter entarteter Kunst in Museen und ließ einige der Kunstwerke in einer gleichnamigen Ausstellung zeigen.

 

 

1920

Baruj Benacerraf († 25.2.1993) US-amerikanischer Mediziner. Er untersuchte die genetisch gesteuerten Oberflächenmerkmale der Zellen und ihren Zusammenhang mit der Immunologie. Seine Theorien brachten neue Erkenntnisse für die Organtransplantation. Er bekam 1980 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie verliehen.

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1948

Kate Jackson US-amerikanische Schauspielerin. Wurde berühmt durch ihre Rolle als Polizistin Sabrina Duncan in der 70er Jahre Fernsehserie "Drei Engel für Charlie". 1983 drehte sie dann die auch in Deutschland erfolgreiche Serie "Agentin mit Herz". Eine Teilnahme an der Kinoversion der "Drei Engel für Charlie" ("Charlie's Angels") lehnte sowohl Kate Jackson als auch ihre einstigen Kolleginnen Farrah Fawcett und Jaclyn Smith, die in den 70er Jahren das Trio spielten, ab.

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1971

Winona Ryder Eigentlich Winona Laura Horowitz. US-amerikanische Schauspielerin. Sie lebte mit ihren Eltern zunächst in einer Hippie-Kommune, bis ihre Eltern nach Petaluma bei San Francisco zogen. Dort wurde die Patentochter des LSD-Gurus Timothy Leary während einer Schulaufführung entdeckt und für "Lucas" (1986) verpflichtet. Der Durchbruch kam 1990, als sie "Ein Mädchen namens Dinky" und "Meerjungfrauen küssen besser" drehte. Ihre nächste Rolle war "Bram Stoker's Dracula" (1992). Es folgten "Zeit der Unschuld" (1993) und "Betty und ihre Schwestern"(1994), "Reality Bites" (1994) und "Ein amerikanischer Quilt"(1995). Nach einer Pause vom Filmgeschäft schaffte sie 1999 mit "Durchgeknallt" wieder den Anschluss an frühere Erfolge.

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1787

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Don Giovanni" wurde am Prager Nationaltheater uraufgeführt. Mozart war vom frenetischen Beifall der Prager überrascht. Das Werk hat bis zum heutigen Tag nichts an Beliebtheit eingebüßt. Der Stoff geht auf die alte kastilische Volkssage vom lüsternen Don Juan Tenorino zurück.

 

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1838

Die erste preußische Eisenbahnlinie wird eröffnet, sie verbindet die Hauptstadt Berlin mit Potsdam. Bereits 1835 war zwischen Nürnberg und Fürth die erste deutsche Eisenbahnlinie eingeweiht worden, das neuartige Verkehrsmittel setzte sich im Zuge der Industrialisierung Schritt für Schritt durch. Bei dem Fahrzeugmaterial, besonders bei den Lokomotiven, verließ man sich erst einmal auf die Erfahrung aus England. Viele Unternehmer überschätzten sich jedoch finanziell, der Staat musste eingreifen. Später kauften die Staaten die Bahnen auf und gründeten die Staatsbahnen. 1920 wurde aus den acht Staatsbahnen ( Bayern, Württemberg, Baden, Hessen, Preußen, Sachsen, Mecklenburg und Oldenburg ) die Deutsche Reichsbahn.

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1918

Angesichts einer geplanten Großoffensive gegen England brach unter den Matrosen der deutschen Hochseeflotte in Wilhelmshaven eine Meuterei aus. Um größere Unruhen zu vermeiden, wurde das Dritte Flottengeschwader mit 5000 Mann von Wilhelmshaven in seinen Heimathafen Kiel gebracht. Auf der Fahrt wurden 40 vermeintliche Anführer der Meuterei festgenommen. Die Mehrheit der Matrosen erhielt am 1. November Landurlaub. Sie organisierten daraufhin Versammlungen und Demonstrationen. Die Unruhe griff auf weitere Schiffe und Landeinheiten der Marine über, die Arbeiter solidarisierten sich. In der Folge kam es am 9. November zur Novemberrevolution. Die Monarchie wurde gestürzt.

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1923

Die Berliner "Funkstunde AG" nimmt ihre ersten kommerziellen Rundfunksendungen auf. Nachdem der Rundfunkempfang für Privatpersonen im Ersten Weltkrieg verboten gewesen war, wird dieses neue Medium nun auch in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

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1946

Der französische Regisseur Jean Cocteau präsentierte die Uraufführung seines Films "La Belle et la Bête" (Die Schöne und das Biest). In den Hauptrollen waren Jean Marais und Josette Day zu sehen. Der Film gilt als ein Vorläufer des phantastischen Kinos. Cocteau verwendete ein moralisches Kunstmärchen der französischen Dichterin Jeanne Marie Leprince de Beaumont, die 1756 eine Parabel über den Mythos von Liebe und Tod verfasste. Damit ihr Vater nicht sterben muss, willigt die wunderschöne Belle ein, mit dem hässlichen Tier in dessen prachtvollem Schloss zu leben. Durch ihre Liebe wird das Monster in einen strahlenden Prinzen verwandelt. Die deutsche Fassung des Films wurde 1947 unter dem Titel "Es war einmal" gezeigt.

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1947

Richard Dreyfuss Us-amerik. Regissuer

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1956

Israelische Truppen überquerendie Grenze nach Ägypten und erobern in einem acht Tage dauernden Feldzug die Sinai-Halbinsel. Der Überfall findet in Abstimmung mit Frankreich und Großbritannien statt, die den zuvor von Ägypten verstaatlichten Suez-Kanal wieder unter ihre Kontrolle bringen wollen.

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1959

Die Comicserie "Asterix und Obelix" der beiden Franzosen René Goscinny (Autor) und Albert Uderzo (Zeichner) startet in der Wochenzeitschrift "Pilote" . Die Abenteuer der beiden Comicfiguren, die sich der römischen Besatzung Galliens unaufhörlich widersetzen, werden später in viele Sprachen übersetzt und avancieren zum Welterfolg.

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1976

Erich Honecker wurde von der Volkskammer zum Staatsratsvorsitzenden gewählt. Damit vereinigte er die drei wichtigsten Ämter in seiner Person: Staatsratsvorsitzender, Generalsekretär der SED und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrats. In den folgenden Jahren bemühte er sich, den Konsumwünschen der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Der öffentliche Druck zwang ihn, die Ausreisepraxis für DDR-Bürger großzügiger zu handhaben. Bürgerrechtsbewegungen und Intellektuelle übten immer heftigere Kritik am Regime. 1989 trat Honecker seine Ämter an Egon Krenz ab bzw. wurde vom Politbüro dazu gezwungen. Auch die SED schloss ihn aus. Er wurde daraufhin Mitglied der neu gegründeten KPD.

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1994

Mit der Grundsteinlegung für das DaimlerChrysler Center begannen am Potsdamer Platz in Berlin die Bauarbeiten für einen neuen Stadtteil im Herzen der Hauptstadt. Die Debis-Stadt wurde offiziell am 2. Oktober 1998 eröffnet, 2000 folgte das gläserne Sony-Center des deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn. Der Platz war einst nur eine Straßenkreuzung. Mit dem Bau des Potsdamer Bahnhofs 1838 entwickelte er sich innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem der zentralen Plätze Europas. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstörten 80 Prozent seiner Bebauung, die Teilung Berlins ließ ihn über vier Jahrzehnte zum Niemandsland veröden.

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