15. Oktober
Geburtstage
1608
Evangelista Torricelli - italienischer Physiker und Mathematiker. Torricelli zählt zu den bedeutendsten Physikern und Mathematikern der Barockzeit. 1644 hatte er sein wegweisendes Werk über die Gesetzmäßigkeiten bei Fall und Wurf veröffentlicht in dem seine Forschungen zur Hydrodynamik veröffentlicht, das schnell in ganz Europa lebhaftes Interesse erregte. Beachtet wurde vor allem der später so genannte „Torricellische Lehrsatz“, der besagt, dass beim Ausfließen einer Flüssigkeit aus einem Gefäß die Ausflussgeschwindigkeit der Quadratwurzel aus der Höhe der Flüssigkeit proportional ist. Sie hängt also nicht von der Art der Flüssigkeit ab; daher fließen beispielsweise Wasser und Quecksilber bei gleicher Füllhöhe gleich schnell aus. Besonders in seinem Werk "De motu gravium…" konnte er die parabolische Bewegung von Geschossen mit Hilfe dieses Verfahrens erfolgreich untersuchen. Er verbesserte Galileis Fernrohr und entwickelte ein einfaches, aber bereits leistungsstarkes Mikroskop. Seine wichtigste Entdeckung betraf das Funktionsprinzip des Quecksilberbarometers: Er stellte die Behauptung auf, dass – etwa beim Saugen mit einem Strohhalm – die Flüssigkeit nicht heraufgesogen, sondern von der Last der Luftsäule hinaufgedrückt wird. Auch die Entstehung von Wind als Folge von Temperatur- und Druckunterschieden in der Atmosphäre hat er korrekt erklärt.
1844
Friedrich Nietzsche - deutscher Philosoph. Nietzsche gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Denker aller Zeiten. Sein Ziel war es, die Hintergründe und Motive, die die Grundlage der westlichen Philosophie, Kunst und Kultur bilden, freizulegen und zu interpretieren. Nietzsche, dessen Stil durch den Gebrauch von Aphorismen und Metaphern geprägt ist, war ein scharfer Religionskritiker. Seine Haltung kommt durch seinen berühmten Satz "Gott ist tot" gut zum Ausdruck. Er propagierte die "Umwertung aller Werte" und die Schaffung eines "Übermenschen" anstelle des traditionellen Christentums. Seine wohl wichtigste Schrift ist sein vierbändiges Hauptwerk "Also sprach Zarathustra" (1883-1885). Weitere bedeutende Veröffentlichungen des Philosophen sind "Unzeitgemäße Betrachtungen" (1873-1876) und der nach seinem Tod erschienene Band "Der Wille zur Macht" (1901).
1921
Hoimar von Ditfurth - deutscher Psychiater und naturwissenschaftlicher Schriftsteller. Er wurde vor allem als Wissenschaftsjournalist, TV- Moderator und Sachbuchautor über naturwissenschaftliche Themen bekannt. Er vermittelte als Moderator der Fernsehsendereihe "Querschnitte" wissenschaftliche Themen. Er setzte sich gegen Aufrüstung und Umweltzerstörung ein. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen "Kinder des Weltalls", "Im Anfang war der Wasserstoff", "Wir sind nicht nur von dieser Welt", "So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen".
1940
Peter Doherty - australischer Immunologe. Doherty erhielt 1996 zusammen mit dem Schweizer Rolf Zinkernagel den Nobelpreis für Medizin, für ihre Forschungen auf dem Gebiet der Immunologie. Sie hatten herausgefunden, wie das Immunsystem von Viren befallenen Zellen identifiziert.
1942
Chris Andrews - britischer Schlagersänger. Anfang der 1960er- Jahre spielte er mit seiner Rockband Chris Ravell and the Ravers im Hamburger Star-Club, wo er gemeinsam mit den Beatles seine ersten größeren Erfolge feierte und erste Schallplatten aufnahm. Seine ersten Hits schrieb er allerdings für Sandie Shaw: "Yesterday Man", das diese allerdings nicht aufnehmen wollte. So produzierte er es selbst und hatte als Sänger seinen ersten Nummer-Eins-Hit. Weitere Hits von Chris Andrews in den 1960er-Jahren waren "To Whom It Concerns" und "Pretty Belinda"
1948
Chris de Burgh (Christopher John Davison)- irischer Sänger und Komponist. Nach mehreren kleineren Auftritten, solo und mit einer Band, ging Davison nach London, wo er 1972 seinen ersten Plattenvertrag bei A&M Records erhielt. Zu dieser Zeit nahm er den Geburtsnamen seiner Mutter Maeve Emily an und nannte sich von nun an Chris de Burgh. Die Wurzeln der Familie de Burgh - ein irisch-normannisches Adelsgeschlecht - reichen bis in das 12. Jahrhundert. Der Durchbruch in Deutschland gelang de Burgh nach mehreren Tourneen (u. a. im Vorprogramm von Supertramp) erst Ende 1982 mit dem Album The Getaway und der Single "Don't Pay The Ferryman". Zwei Jahre später erreichte er mit der Single-Auskopplung High On Emotion vom Album Man On The Line in zehn europäischen Ländern die Spitze der Hitparade. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Lieder "The Lady In Red", "Don't Pay The Ferryman", "Where Peaceful Waters Flow" und "High On Emotion". Insgesamt verkauften sich seine 16 Studio-Alben bislang über 45 Millionen mal weltweit. Die Platten erhielten rund 200 mal Gold oder Platin. Bild: Laurent Tomassini
1959
Sarah Fergusson, Herzogin von York, Britische Herzogin, Ex-Ehefrau von Prinz Andrew. Sarah arbeitete als Sekretärin und wurde durch ihre Freundschaft mit der damaligen Ehefrau des Thronfolgers Charles, Prinzessin Diana, in adelige Kreise eingeführt. Am 23. Juli 1986 heiratete sie den zweiten Sohn von Königin Elisabeth, Prinz Andrew. Die Prinzessin kam durch ihr unkonventionelles Verhalten schnell in die Schlagzeilen und zog sich den Unmut ihrer Schwiegermutter zu. Die Ehe mit Andrew, mit dem sie zwei Töchter hat, scheiterte, und wurde 1996 geschieden. Dadurch verlor sie den Titel "Königliche Hoheit", blieb aber "Herzogin von York". Nach der Scheidung versuchte sie, u.a. durch Kinderbücher und eine Autobiografie ihren Schuldenberg abzubauen. Sie blieb stets Ziel der Boulevard-Presse.
Bild: travelswiss
Ereignisse
1582
Der erste Tag der Neuen Zeitrechnung. Mit Einführung des Gregorianischen Kalenders am 4. Oktober (Donnerstag) werden die nächsten 10 Tage ausgelassen. Der 15. Oktober (Freitag) ist somit der erste Tag der neuen Zeitrechnung, auch wenn die meisten Staaten diesen Kalender erst später übernehmen werden. Der heute praktisch weltweit gültige Gregorianische Kalender (benannt nach Papst Gregor XIII.) wurde Ende des 16. Jahrhunderts durch eine Reform des Julianischen Kalenders (nach Julius Cäsar benannt, der im Jahr 46 v Chr. die Zeitrechnung neu ordnete) entwickelt. Er löste später zahlreiche andere Kalenderformen ab. Zuletzt stellte 1926 die Türkei auf den Gregorianischen Kalender um. Das Wesen der Gregorianischen Kalenderreform bestand darin, dass das Zählschema, das der Julianische Kalender bot, verallgemeinert wurde. Der Gregorianische Kalender ist nicht ein grundsätzlich anderer, sondern ein flexibilisierter Julianischer Kalender. Grund für die Gregorianische Kalenderreform war nicht allein das im Vergleich zum Sonnenjahr zu lange Julianische Kalenderjahr alle 128 Jahre um einen Tag falsch ging, was sich im Laufe der Jahrhunderte auf 12 Tage summierte, sondern auch die daraus entstehnden Probleme mit der christlichen Osterrechnung.
1793
Königin Marie Antoinette wird vom Französischen Revolutionstribunal wegen Hochverrat und Unzucht, zum Tode verurteilt und am nächsten Tag hingerichtet. Marie Antoinette war als Maria Antonia Josepha Johanna Erzherzogin von Österreich sowie Prinzessin von Ungarn, Böhmen, der Toskana usw. bekannt und entstammte dem Haus Habsburg-Lothringen. Durch ihre Heirat mit Ludwig XVI. wurde sie zunächst Dauphine und später Königin von Frankreich und Navarra. Sie gilt als eine der schillerndsten Figuren während der Französischen Revolution. Am 14. Oktober 1793 begann der Prozess gegen Marie Antoinette. Die Geschworenen entschieden einstimmig auf schuldig, für den 16. Oktober 1793 wurde die Hinrichtung angesetzt. Um 12 Uhr wurde sie auf dem Revolutionsplatz, der heutigen Place de la Concorde, enthauptet. Vom französischen Maler Jacques-Louis David gibt es eine Zeichnung, die Marie Antoinette auf dem Henkerskarren, auf ihrer Fahrt zur Guillotine zeigt. Er stand am Fenster, als sie unten auf der Straße vorbeigefahren wurde.
1880
Die Bauarbeiten am Kölner Dom wurden für abgeschlossen erklärt. Die Arbeiten an dem zu jener Zeit höchsten Gebäude der Welt waren im Jahr 1248 begonnen, dann aber aus Geldmangel für 550 Jahre unterbrochen und erst im 19. Jahrhundert wieder aufgenommen worden. Der Kölner Dom ist mit 157,38 Metern Höhe nach dem Ulmer Münster das zweithöchste Kirchengebäude Europas sowie das dritthöchste der Welt. Die Kathedrale steht rund 250 Meter vom Rhein entfernt an der nördlichen ehemaligen römischen Stadtgrenze. Der Kölner Dom zählt zu den weltweit größten Kathedralen im gotischen Baustil. Der Kölner Dom wurde 1996 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die riesige Fläche der Westfassade mitsamt den beiden Türmen von über 7100 m² ist bis heute nirgendwo übertroffen worden. Von 1880 bis 1884 war er das höchste Gebäude der Welt.
1888
Die Hansestädte Bremen und Hamburg traten dem Deutschen Zollverein bei. Damit fielen die letzten noch bestehenden innerdeutschen Zollgrenzen. Die Mitgliedschaft garantierte Hamburg einen Freihafen für den Überseehandel, allerdings büßte die Stadt damit den Status als Zollausland ein und erhielt stattdessen nur noch die eingeschränkte Zollfreiheit. Ziel des Deutschen Zollvereins, der 1834 gegründet worden war, war der Zusammenschluss deutscher Bundesstaaten zur Schaffung eines einheitlichen Wirtschaftsgebietes. Mit der Gründung des Deutschen Reichs verlor der Zollverein seine Eigenständigkeit und die Zuständigkeit für die Zollpolitik.
1917
In den Festungsanlagen des Schlosses Vincennes wurde die niederländische Tänzerin Mata Hari wegen Hochverrat, von einem Erschießungs-Kommando getötet, weil sie als Spionin für den deutschen Geheimdienst gearbeitet hatte. Margareta Geertruida Zellem tritt am 13 Mai 1905 in Paris erstmals als Tänzerin Mata Hari auf. Ihr Schleiertanz, bei dem sie sich am Ende fast gänzlich entkleidet, wird von Anfang an eine Sensation und ein großer Erfolg. Daneben gilt sie heute als bekannteste Spionin aller Zeiten. Ab 1916 arbeitete sie als Doppelspionin für Deutschland und Frankreich, wobei die genauen Umstände ihrer Tätigkeit ungeklärt sind. Sie wurde am 25. Juli 1917 wegen Doppelspionage und Hochverrats vom französischen Militärgerichts zum Tode verurteilt.
1928
Das Luftschiff "Graf Zeppelin" landete nach erfolgreichem Transatlantikflug in Lakehurst im US-Bundesstaat New Jersey. Damit beendete das von Hugo Eckener entwickelte Fluggerät eine Serie von Unglücken mit Luftschiffen, die einsetzte, nachdem sich seit Beginn der Zwanziger Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts mehrere Länder intensiv mit der Entwicklung von Zeppelinen befasst hatten. Im Gegensatz zu anderen Modellen war die "Graf Zeppelin" das erste Luftschiff der Luxus-Kategorie, das sich nur eine sehr zahlungskräftige Kundschaft leistete. Neben der Atlantiküberquerung war die "Graf Zeppelin" auch auf Flügen in Nord- und Südamerika im Einsatz.
1940
Charlie Chaplins filmische Persiflage auf Adolf Hitler und den Nationalsozialismus, "Der große Dikator", lief 1940 in den Kinos an. Der Klassiker war der erste durchgängig vertonte Streifen Chaplins und avancierte zum erfolgreichsten Projekt des Multitalents. Er führte Regie und spielte zudem die Hauptrollen, einen jüdischen Friseur und den Diktator des Landes Tomania, Adenoid Hynkel, die sich beide zum Verwechseln ähnlich sehen. Unter der Herrschaft Hynkels werden die Juden verfolgen, aber schließlich gelingt es seinem jüdischen Doppelgänger, die Rolle des Diktators zu übernehmen. In der Schlussrede des Films ruft der kleine Friseur dann alle Völker zum Frieden und zur Demokratie auf.
1963
Nach 14 Jahren im Amt trat Konrad Adenauer als Bundeskanzler zurück. Adenauers Amtszeit als Bundeskanzler war wesentlich von außenpolitischen Themen geprägt. Vor allem die Westintegration der jungen Bundesrepublik sowie die Gründung der Montanunion und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gehen auch auf seine Initiative zurück.
Nach 7jähriger Bauzeit wird die Neue Philharmonie in West-Berlin eröffnet. Der Architekt Hans Scharoun entwarf den 17 Millionen Mark teuren Bau, der für 2200 Personen Platz bietet. Künstlerischer Leiter und ständiger Dirigent war seit 1955 Herbert von Karajan, der mit dem Orchester grosse Perfektion und Spielkultur erarbeitete und das Klangbild entscheidend prägte.
1964
Nach der erzwungenen Ablösung von Nikita Chruschtschow als erstem Sekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion übernahm Leonid Breschnew als sein Nachfolger das Amt. Zuvor war er maßgeblich an den Plänen, die zum Rücktritt seines Vorgängers führten, beteiligt gewesen. Bild:
Public Domain

Evangelista Torricelli - italienischer Physiker und Mathematiker. Torricelli zählt zu den bedeutendsten Physikern und Mathematikern der Barockzeit. 1644 hatte er sein wegweisendes Werk über die Gesetzmäßigkeiten bei Fall und Wurf veröffentlicht in dem seine Forschungen zur Hydrodynamik veröffentlicht, das schnell in ganz Europa lebhaftes Interesse erregte. Beachtet wurde vor allem der später so genannte „Torricellische Lehrsatz“, der besagt, dass beim Ausfließen einer Flüssigkeit aus einem Gefäß die Ausflussgeschwindigkeit der Quadratwurzel aus der Höhe der Flüssigkeit proportional ist. Sie hängt also nicht von der Art der Flüssigkeit ab; daher fließen beispielsweise Wasser und Quecksilber bei gleicher Füllhöhe gleich schnell aus. Besonders in seinem Werk "De motu gravium…" konnte er die parabolische Bewegung von Geschossen mit Hilfe dieses Verfahrens erfolgreich untersuchen. Er verbesserte Galileis Fernrohr und entwickelte ein einfaches, aber bereits leistungsstarkes Mikroskop. Seine wichtigste Entdeckung betraf das Funktionsprinzip des Quecksilberbarometers: Er stellte die Behauptung auf, dass – etwa beim Saugen mit einem Strohhalm – die Flüssigkeit nicht heraufgesogen, sondern von der Last der Luftsäule hinaufgedrückt wird. Auch die Entstehung von Wind als Folge von Temperatur- und Druckunterschieden in der Atmosphäre hat er korrekt erklärt.
Friedrich Nietzsche - deutscher Philosoph. Nietzsche
gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Denker aller Zeiten.
Sein Ziel war es, die Hintergründe und Motive, die die Grundlage der westlichen
Philosophie, Kunst und Kultur bilden, freizulegen und zu interpretieren. Nietzsche,
dessen Stil durch den Gebrauch von Aphorismen und Metaphern geprägt ist, war
ein scharfer Religionskritiker. Seine Haltung kommt durch seinen berühmten
Satz "Gott ist tot" gut zum Ausdruck. Er propagierte die "Umwertung aller
Werte" und die Schaffung eines "Übermenschen" anstelle des traditionellen
Christentums. Seine wohl wichtigste Schrift ist sein vierbändiges Hauptwerk
"Also sprach Zarathustra" (1883-1885). Weitere bedeutende Veröffentlichungen
des Philosophen sind "Unzeitgemäße Betrachtungen" (1873-1876) und der
nach seinem Tod erschienene Band "Der Wille zur Macht" (1901).
Chris de Burgh (Christopher John Davison)- irischer Sänger und Komponist. Nach mehreren kleineren Auftritten, solo und mit einer Band, ging Davison nach London, wo er 1972 seinen ersten Plattenvertrag bei A&M Records erhielt. Zu dieser Zeit nahm er den Geburtsnamen seiner Mutter Maeve Emily an und nannte sich von nun an Chris de Burgh. Die Wurzeln der Familie de Burgh - ein irisch-normannisches Adelsgeschlecht - reichen bis in das 12. Jahrhundert. Der Durchbruch in Deutschland gelang de Burgh nach mehreren Tourneen (u. a. im Vorprogramm von Supertramp) erst Ende 1982 mit dem Album The Getaway und der Single "Don't Pay The Ferryman". Zwei Jahre später erreichte er mit der Single-Auskopplung High On Emotion vom Album Man On The Line in zehn europäischen Ländern die Spitze der Hitparade. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Lieder "The Lady In Red", "Don't Pay The Ferryman", "Where Peaceful Waters Flow" und "High On Emotion". Insgesamt verkauften sich seine 16 Studio-Alben bislang über 45 Millionen mal weltweit. Die Platten erhielten rund 200 mal Gold oder Platin.
Sarah Fergusson, Herzogin von York, Britische Herzogin, Ex-Ehefrau von Prinz Andrew. Sarah arbeitete als Sekretärin und wurde durch ihre Freundschaft mit der damaligen
Ehefrau des Thronfolgers Charles, Prinzessin Diana, in adelige Kreise eingeführt.
Am 23. Juli 1986 heiratete sie den zweiten Sohn von Königin Elisabeth, Prinz
Andrew. Die Prinzessin kam durch ihr unkonventionelles Verhalten schnell in
die Schlagzeilen und zog sich den Unmut ihrer Schwiegermutter zu. Die Ehe
mit Andrew, mit dem sie zwei Töchter hat, scheiterte, und wurde 1996 geschieden.
Dadurch verlor sie den Titel "Königliche Hoheit", blieb aber "Herzogin von
York". Nach der Scheidung versuchte sie, u.a. durch Kinderbücher und eine
Autobiografie ihren Schuldenberg abzubauen. Sie blieb stets Ziel der Boulevard-Presse.
Der erste Tag der Neuen Zeitrechnung. Mit Einführung des Gregorianischen Kalenders am 4. Oktober (Donnerstag) werden die nächsten 10 Tage ausgelassen. Der 15. Oktober (Freitag) ist somit der erste Tag der neuen Zeitrechnung, auch wenn die meisten Staaten diesen Kalender erst später übernehmen werden. Der heute praktisch weltweit gültige Gregorianische Kalender (benannt nach Papst Gregor XIII.) wurde Ende des 16. Jahrhunderts durch eine Reform des Julianischen Kalenders (nach Julius Cäsar benannt, der im Jahr 46 v Chr. die Zeitrechnung neu ordnete) entwickelt. Er löste später zahlreiche andere Kalenderformen ab. Zuletzt stellte 1926 die Türkei auf den Gregorianischen Kalender um. Das Wesen der Gregorianischen Kalenderreform bestand darin, dass das Zählschema, das der Julianische Kalender bot, verallgemeinert wurde. Der Gregorianische Kalender ist nicht ein grundsätzlich anderer, sondern ein flexibilisierter Julianischer Kalender. Grund für die Gregorianische Kalenderreform war nicht allein das im Vergleich zum Sonnenjahr zu lange Julianische Kalenderjahr alle 128 Jahre um einen Tag falsch ging, was sich im Laufe der Jahrhunderte auf 12 Tage summierte, sondern auch die daraus entstehnden Probleme mit der christlichen Osterrechnung.
Königin Marie Antoinette wird vom Französischen Revolutionstribunal wegen Hochverrat und Unzucht, zum Tode verurteilt und am nächsten Tag hingerichtet. Marie Antoinette war als Maria Antonia Josepha Johanna Erzherzogin von Österreich sowie Prinzessin von Ungarn, Böhmen, der Toskana usw. bekannt und entstammte dem Haus Habsburg-Lothringen. Durch ihre Heirat mit Ludwig XVI. wurde sie zunächst Dauphine und später Königin von Frankreich und Navarra. Sie gilt als eine der schillerndsten Figuren während der Französischen Revolution. Am 14. Oktober 1793 begann der Prozess gegen Marie Antoinette. Die Geschworenen entschieden einstimmig auf schuldig, für den 16. Oktober 1793 wurde die Hinrichtung angesetzt. Um 12 Uhr wurde sie auf dem Revolutionsplatz, der heutigen Place de la Concorde, enthauptet. Vom französischen Maler Jacques-Louis David gibt es eine Zeichnung, die Marie Antoinette auf dem Henkerskarren, auf ihrer Fahrt zur Guillotine zeigt. Er stand am Fenster, als sie unten auf der Straße vorbeigefahren wurde.
Die Bauarbeiten am Kölner Dom wurden für abgeschlossen erklärt. Die
Arbeiten an dem zu jener Zeit höchsten Gebäude der Welt waren im Jahr 1248
begonnen, dann aber aus Geldmangel für 550 Jahre unterbrochen und erst im
19. Jahrhundert wieder aufgenommen worden. Der Kölner Dom ist mit 157,38 Metern Höhe nach dem Ulmer Münster das zweithöchste Kirchengebäude Europas sowie das dritthöchste der Welt. Die Kathedrale steht rund 250 Meter vom Rhein entfernt an der nördlichen ehemaligen römischen Stadtgrenze. Der Kölner Dom zählt zu den weltweit größten Kathedralen im gotischen Baustil. Der Kölner Dom wurde 1996 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die riesige Fläche der Westfassade mitsamt den beiden Türmen von über 7100 m² ist bis heute nirgendwo übertroffen worden. Von 1880 bis 1884 war er das höchste Gebäude der Welt.
Die Hansestädte Bremen und Hamburg traten dem Deutschen Zollverein bei. Damit fielen die letzten noch bestehenden innerdeutschen Zollgrenzen. Die
Mitgliedschaft garantierte Hamburg einen Freihafen für den Überseehandel,
allerdings büßte die Stadt damit den Status als Zollausland ein und erhielt
stattdessen nur noch die eingeschränkte Zollfreiheit. Ziel des Deutschen Zollvereins,
der 1834 gegründet worden war, war der Zusammenschluss deutscher Bundesstaaten
zur Schaffung eines einheitlichen Wirtschaftsgebietes. Mit der Gründung des
Deutschen Reichs verlor der Zollverein seine Eigenständigkeit und die Zuständigkeit
für die Zollpolitik.
In den Festungsanlagen des Schlosses Vincennes wurde die niederländische Tänzerin Mata Hari
wegen Hochverrat, von einem Erschießungs-Kommando getötet, weil sie als Spionin für den deutschen
Geheimdienst gearbeitet hatte. Margareta Geertruida Zellem tritt am 13 Mai 1905 in Paris erstmals als Tänzerin Mata Hari auf. Ihr Schleiertanz, bei dem sie sich am Ende fast gänzlich entkleidet, wird von Anfang an eine Sensation und ein großer Erfolg. Daneben gilt sie heute als bekannteste Spionin aller Zeiten. Ab 1916 arbeitete sie als Doppelspionin
für Deutschland und Frankreich, wobei die genauen Umstände ihrer Tätigkeit
ungeklärt sind. Sie wurde am 25. Juli 1917 wegen Doppelspionage und Hochverrats vom französischen Militärgerichts zum Tode verurteilt.
Das Luftschiff "Graf Zeppelin" landete nach erfolgreichem Transatlantikflug
in Lakehurst im US-Bundesstaat New Jersey. Damit beendete das von Hugo
Eckener entwickelte Fluggerät eine Serie von Unglücken mit Luftschiffen, die
einsetzte, nachdem sich seit Beginn der Zwanziger Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts
mehrere Länder intensiv mit der Entwicklung von Zeppelinen befasst hatten.
Im Gegensatz zu anderen Modellen war die "Graf Zeppelin" das erste Luftschiff
der Luxus-Kategorie, das sich nur eine sehr zahlungskräftige Kundschaft leistete.
Neben der Atlantiküberquerung war die "Graf Zeppelin" auch auf Flügen in Nord-
und Südamerika im Einsatz.
Charlie Chaplins filmische Persiflage auf Adolf Hitler und den Nationalsozialismus,
"Der große Dikator", lief 1940 in den Kinos an. Der Klassiker war der
erste durchgängig vertonte Streifen Chaplins und avancierte zum erfolgreichsten
Projekt des Multitalents. Er führte Regie und spielte zudem die Hauptrollen,
einen jüdischen Friseur und den Diktator des Landes Tomania, Adenoid Hynkel,
die sich beide zum Verwechseln ähnlich sehen. Unter der Herrschaft Hynkels
werden die Juden verfolgen, aber schließlich gelingt es seinem jüdischen Doppelgänger,
die Rolle des Diktators zu übernehmen. In der Schlussrede des Films ruft der
kleine Friseur dann alle Völker zum Frieden und zur Demokratie auf.
Nach der erzwungenen Ablösung von Nikita Chruschtschow als erstem Sekretär
der Kommunistischen Partei der Sowjetunion übernahm Leonid Breschnew als sein
Nachfolger das Amt. Zuvor war er maßgeblich an den Plänen, die zum Rücktritt
seines Vorgängers führten, beteiligt gewesen.