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24. Oktober          

51 n.Chr.

Titus Flavius Domitianus † 18. September 96 - römischer Kaiser von 81 bis 96. Als Nachfolger seines Vaters Vespasian und seines Bruders Titus war er der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier. Domitian erwies sich als fähiger Regierungschef. Er bekämpfte energisch die Korruption, steigerte die Effizienz der Verwaltung und brachte die Staatsfinanzen in Ordnung. Unter den zahlreichen von Domitian verwirklichten Bauvorhaben sind besonders das monumentale Stadion auf dem Marsfeld, der Titusbogen, das Forum Transitorium und sein überlebensgroßes Reiterstandbild auf dem Forum Romanum zu erwähnen.

 

1817

Hippolyte Mège-Mouriés - französischer Chemiker und Erfinder der Margarine. Die Initiative zur Erfindung dieses Produkts ging von Napoléon III. aus, der 1869 Mège-Mouriés den Auftrag erteilte, ein Ersatzprodukt für Butter herzustellen, das billiger und lange haltbar sein sollte. Das Ergebnis dieses Auftrages wurde als Oleomargarin (von lat."oleum" = Öl und altgr. "margarís"bzw. "márgaron") = Perlmuschel aufgrund der Farbe des Produkts patentiert. Wegen des deutsch-französischen Krieges kann er das Projekt aber nicht zur Produktionsreife vorantreiben und verkauft das Patent an zwei holländische Butterhändler, die ihrerseits die erste Margarinefabrik errichten. Margarine besteht heutzutage im Wesentlichen aus gehärteten und ungehärteten Pflanzenfetten sowie Wasser oder Magermilch. Damit sich das Fett mit dem Wasser verbindet, wird meist der Emulgator Soja-Lecithin hinzugegeben. Das Aroma wird durch Säuerungsmittel, Milchsäure, Zitronensäure, Sauermolke oder Joghurtkulturen verbessert. Die gelbliche Farbe der Margarine stammt meist vom zugegebenen Beta-Carotin. Ihr Energiegehalt ist genauso hoch wie der von Butter: rund 3.000 kJ pro 100 Gramm. Der Name beruht auf einer Entdeckung des französischen Chemieprofessors Michel Eugène Chevreul. Im Jahre 1819 hatte er bei Forschungen über Rinderfett wie Perlen glänzende Kristalle im Reagenzglas gefunden. Er nannte sie nach dem griechischen Wort „margaron“ für Perle: Margarinsäure.

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1922

Horst Stern Deutscher Journalist und Schriftsteller. Der Fernsehjournalist sorgte in den 1970er Jahren mit 26 Naturdokumentationen in der ARD für Furore. Stern entwickelte das Konzept einer neuen Tiersendung, die Tiere ganz unsentimental in ihrer freien Wildbahn zeigte und mit drastischen Bildern auf Missstände hinwies. So konnte er in seinem Fernsehmagazin "Sterns Stunde" Tierquälerei in Tierversuchen und Massentierhaltung aufdecken.

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1927

Gilbert Bécaud Französischer Sänger, Komponist und Pianist. Der im französischen Toulon geborene Bécaud war ursprünglich Barmusiker. Nachdem er von der Chansonsängerin Edith Piaf entdeckt und gefördert wurde, begann er in den 1950er Jahren seine Karriere. Mit Hits wie "Et maintenant" und "Nathalie" (1965) wurde er zum internationalen Star. Ein amerikanischer Kritiker gab ihm nach einem Auftritt im Pariser "Olympia" im Jahr 1954 aufgrund seiner äußerst dynamischen Bühnenshow den Spitznamen "Monsieur 100.000 Volt".

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1941

Bill Wyman US-amerikanischer Musiker. Ex-Bassist der Rolling Stones. Die Rolling Stones spielten erstmals 1962 zusammen. Zuerst im Schatten der Beatles, schafften sie schnell ihren Durchbruch mit ihrem rebellischen, aggressiven Stil. Zu ihren größten Hits zählen Lieder wie "Satisfaction", "Sympathy for the Devil", "Brown Sugar", "Paint it black" und viele mehr. Als Bassist hatte Bill Wyman stets mehr im Hintergrund der Band gewirkt. Wenn vorn am Bühnenrand der verstorbene Brian Jones, später dann Ron Wood, Frontmann Mick Jagger und das Charisma in Person, Gitarrist Keith Richards, die fulminante Bühneshow ablieferten und das Publikum zur Raserei brachten, waren es die eher ruhigen Charaktere des Bassmanns Wyman und des stoischen Charlie Watts an den Drums, die das Rückgrat der Rolling Stones bildeten. Wyman wurde der Rock-Zirkus mit den Jahren zuviel. Sowieso älter als der ja ohnehin bereits in die Jahre gekommene Rest der Band, verabschiedete sich der Basser ins Familienleben.

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1947

Kevin Kline US-amerikanischer Schauspieler. 1982 gab Kevin Kline an der Seite von Meryl Streep sein beeindruckendes Leinwanddebüt in "Sophies Entscheidung". 1989 erhielt er einen Oscar für die beste Nebenrolle in dem Film "Ein Fisch namens Wanda". In den letzten Jahren spielte er außerdem in folgenden Filmen: "In & Out" (1997), "Der Eissturm" (1997), "Wilde Kreaturen" (1997), "Ein Sommernachtstraum" (1999) und "Wild Wild West" (1999).

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1046

Ein Beschluss der Synode von Pavia untersagte den käuflichen Erwerb von Kirchenämtern. Die Synode hielt König Heinrich III. mit lombardischen, burgundischen und deutschen Bischöfen ab. Bis dahin war es Praxis unter den Landesherren, die Bistümer dem zu geben, der die größte Summe dafür zahlen wollte.

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1648

Kaiser Ferdinand III. und die deutschen Reichsstände mit Schweden und Frankreich unterzeichneten in Münster und Osnabrück den "Westfälischen Frieden" und beendeten damit den 30jährigen Krieg, dem Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren.

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1795

Das Königreich Polen hörte mit der dritten polnischen Teilung auf zu existieren. Russland, Österreich und Preußen übernahmen die Herrschaft über ein Restterritorium, das nach Teilungsbeschlüssen von 1772 und 1773 übrig geblieben war.

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1806

Napoleon zog nach dem Doppelsieg über die preußischen Truppen bei Jena und Auerstedt in Berlin ein. Die Stadt erlebte bis Dezember 1808 ein französisches Besatzungsregime. Napoleon beschloss, Berlin eine neue Verwaltungsbehörde zu geben und befahl 2000 wohlhabenden Bürgern der Stadt, sich in der Petrikirche zu versammeln, um eine Generalverwaltungsbehörde zu wählen. Sieben Bürger sollten die oberste Stadtbehörde bilden. Die vornehmlichste Aufgabe des Komitees war die Beschaffung von Geld für die Besatzungsmacht. Berlin musste 8 Millionen Taler aufwenden. Im Dezember 1806 ließ Napoleon die Quadriga auf dem Brandenburger Tor abnehmen und auf dem Wasserweg nach Paris abtransportieren. Erst im April 1814 wurde sie von Blücher wieder zurückgebracht.

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1885

Am Theater an der Wien wurde "Der Zigeunerbaron" uraufgeführt. Die Handlung rankt sich um eine Zigeuneridylle in feurig-folkloristischen Farben, um romantische Liebe und wilde Ehe contra Spießertum, Raffgier und Geiz. Die "Ausgleichsoperette" wurde für die weitere Entwicklung des Genres bedeutsam. Erstmals spielte eine große Operette in Ungarn, in der Musik finden sich wienerische und ungarische Elemente gleichberechtigt nebeneinander, wie es der politischen Realität der Donaumonarchie nach dem 1867 abgeschlossenen Ausgleich und der Krönung Franz Josephs zum ungarischen König entsprach.

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1901

Einrichtung einer Reichsauskunftsstelle für Auswanderer, die von der Deutschen Kolonialgesellschaft getragen wird. In diesem Jahr verlassen 22.073 Deutsche ihre Heimat.

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1918

Das Preußische Herrenhaus beschloss das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht. Das Dreiklassenwahlrecht war abgeschafft. Dieses 1849 von König Friedrich Wilhelm IV. verordnete Wahlrecht hatte die Wähler nach ihrem direkten Steueraufkommen in drei Klassen eingeteilt. Außer Kraft gesetzt wurde das Dreiklassenwahlrecht jedoch erst im November 1918 nach dem militärischen Zusammenbruch Deutschlands. Am 19. Januar 1919 fanden allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlen zur Nationalversammlung statt, stärkste Partei wurde die SPD. Erstmals durften auch Frauen wählen. Bis Mai 1920 bildete die SPD als stärkste Fraktion mit dem Zentrum und der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) die erste Weimarer Koalitionsregierung.

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1931

Der aus Sizilien stammende US-amerikanische Gangsterboss Al Capone wurde in Chicago wegen Steuerhinterziehung zu elf Jahren Gefängnis und 50 000 Dollar Geldstrafe verurteilt. Capone war in den 1920er Jahren zum unumstrittenen Anführer der nordamerikanischen Unterwelt aufgestiegen.

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1950

Die Freiheitsglocke in Gedenken an die Berliner Luftbrücke 1948/49 im West-Berliner Rathaus Schöneberg wird von US-Militärgouverneur Lucius D. Clay eingeweiht.

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1963

Gegen 20 Uhr brach der Klärteich Nr. 12, 500.000 Kubikmeter Wasser und Schlamm strömten in die Grube Mathilde im niedersächsischen Lengede. In kurzer Zeit war das Bergwerk überflutet, 29 Bergleute verloren ihr Leben. Nach wenigen Stunden konnten 86 Männer gerettet werden, eine Woche später drei weitere. Für die 40 verbliebenen Bergleute bestand keine Hoffnung mehr. Am 3. November stieß eine Suchbohrung in unmittelbarer Nähe des Schachtes auf weitere elf Überlebende, die sich 62 Meter unter der Erdoberfläche in einem Bruchstollen gerettet hatten. Neben zehn toten Kumpeln mussten sie 330 Stunden ausharren, bis sie gerettet wurden.

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1964

Mit Sambia, dem früheren Nordrhodesien, wurde das 36. Land Afrikas unabhängig. Präsident wurde Kenneth Kaunda. Der tief religiöse Missionarssohn entwickelte seine Lehre des sambischen Humanismus, eine Mixtur aus urchristlichen, sozialistischen und afrikanischen Ideen, sein Vorbild war Gandhi.

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1970

Mit knapper Mehrheit gewann Salvador Allende Gossens die Präsidentschaftswahlen in Chile. Er war damit der erste Marxist in Lateinamerika, der in freier Wahl an die Macht kam.

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