28. Oktober
Geburtstage
1780
Ernst Gebhard Salomon Anschütz † 18. Dezember 1861 - deutscher Lehrer, Lyriker und Komponist, der Texte und Melodien zahlreicher bekannter Volks- und Kinderlieder verfasste. Die Lieder wie " O Tannenbaum" und "Fuchs du hast die Gans gestohlen" stammen aus seiner Feder.
1914
Jonas Edward Salk († 23.6.1995) US-amerikanischer Bakteriologe. Salk entwickelte 1954 den ersten Impfstoff gegen Kinderlähmung. Mittels einer Injektion abgetöteter Poliomyelitis-Viren wurde eine Immunisierung erreicht. Seine Impfmethode wurde in den 60er Jahren durch die Sabin-Schluckimpfung abgelöst.
1916
Erich Mende († 6.5.1998) Deutscher Politiker. Der promovierte Jurist war 1948 Mitbegründer der Freien Demokraten Deutschlands (FDP) und wurde 1960 deren Vorsitzender. Unter seiner Führung erreichten die Liberalen bei der Bundestagswahl 1961 mit 12,8 Prozent ihr bislang bestes Wahlergebnis.
1919
Bernhard Wicki († 5.1.2000) Schweizer Schauspieler und Regisseur. Sein schauspielerisches Debüt beim Theater gab er 1940 als Faust in Goethes "Urfaust". In den folgenden Jahren spielte er an den großen Theatern von Wien, Bremen und Zürich. 1950 debütierte er in seiner ersten Filmrolle in "Junges Herz voll Liebe", wurde jedoch erst wirklich berühmt durch seine erste Regiearbeit "Die Brücke" (1959).
1955
William Henry "Bill" Gates US-amerikanischer Unternehmer. Bereits an der Universität gründete der damals 19jährige Gates 1975 die Softwarefirma Microsoft. 1981 entwickelte Gates ein Betriebssystem für IBM-kompatible Personalcomputer. Das MS-DOS (Microsoft Disc Operating System) genannte Produkt wurde - auch durch die selbst für US-amerikanische Standards aggressive Vermarktungspolitik Microsofts - schnell zum weltweit erfolgreichsten Betriebssystem. Weitere Software-Entwicklungen (Windows, MS-Office) machten Gates zum reichsten Mann der Welt.
1967
Julia Roberts US-amerikanische Schauspielerin. Nach der Oscar-Nominierung und dem Golden Globe für ihre Rolle in "Magnolien aus Stahl" (1989), gelang ihr mit "Pretty Woman" 1990 der große internationale Durchbruch. Sie wurde zu einem der bestbezahlten weiblichen Hollywood-Stars in Filmen wie "Flatliners" (1990) und der Grisham-Verfilmung "Die Akte" (1993). Nach einer Scheidung und Karriereknick gelang ihr 1997 mit "Die Hochzeit meines besten Freundes" das Comeback. Es folgten Komödien wie "Notting Hill" (1999) oder "Die Braut, die sich nicht traut" (1998). Für ihre Rolle in "Erin Brockovich" (1999) erhielt sie nicht nur eine Traumgage, sondern 2001 auch den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle.
Ereignisse
1886
US-Präsident Stephen Grover Cleveland enthüllt auf einer Insel in der Einfahrt zum New Yorker Hafen ein Bauwerk, das seitdem als Symbol der Vereinigten Staaten bekannt ist: Die "Freiheitsstatue", ursprünglich genannt "Freiheit, die Welt erleuchtend", ist ein Geschenk Frankreichs an die "Neue Welt".Sie war damit über 10 Jahre nach dem eigentlichen Anlass, dem 100. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, übergeben worden.In Paris wurde die Statue probeweise 1884 zusammengesetzt, bevor sie in 350 Einzelteile zerlegt und in 214 Kisten verpackt nach New York verschifft wurde. Sie erreichte den New Yorker Hafen am 17. Juni 1885 an Bord der französischen Fregatte Isère. Die Idee zu der Statue und zur Schenkung an die junge USA hatte der französische Rechtswissenschaftler Édouard René Lefebvre de Laboulaye, der 1865 seine Vision veröffentlichte. Er gründete eine Stiftung, die zum Ziel hatte, die alte franko-amerikanische Freundschaft zu beschwören. Das Geschenk sollte als Erinnerung an die Zusammenarbeit beider Nationen bei der Amerikanischen und der Französischen Revolution dienen, aber auch die US-Amerikaner daran erinnern, dass es die Franzosen waren, die durch ihren erfolgreiche Schützenhilfe gegen die Briten die US-Unabhängigkeit überhaupt erst ermöglicht hatten.
1903
Ein von der AEG entwickelter Versuchs-Triebwagen stellt auf einer Teststrecke bei Berlin mit 208,2 km/h einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord auf.
1918
In Prag wird die Tschechoslowakische Republik ausgerufen. Bereits am 14. Oktober des Jahres hatte der tschechoslowakische Nationalrat in Paris eine Regierung mit Thomas G. Masaryk als Präsidenten und Edvard Benes als Außenminister gewählt. Am 14. November bestätigt der Nationalrat in Prag die neue Republik und die Präsidenschaft.
1919
Mit dem Volstead Act wird die Herstellung, der Verkauf und der Transport aller alkoholischen Getränke in den USA verboten. In der Folge kommt es zu Schmuggel, illegaler Herstellung und gesetzeswidrigem Verkauf von Alkohol in enormem Umfang. Es entsteht eine neue Dimension des organisierten Verbrechens, bis 1930 werden eine halbe Million Amerikaner verhaftet. Der selbstgebrannte Fusel führt jährlich zu mehreren hundert Toten, Anfang der dreißiger Jahre gibt es schätzungsweise 219.000 illegale Kneipen. Das Gesetz bleibt bis zum 5. Dezember 1933 in Kraft. Fiskalische Gründe sprechen angesichts der Weltwirtschaftskrise für die Aufhebung. In einzelnen Bundesstaaten bleibt das Gesetz allerdings bis 1966 bestehen.
1922
Der "Marsch auf Rom" gilt als jenes historische Ereignis, mit dem der italienische Faschismus begann. In Wirklichkeit blieben die Marschkolonnen der "Schwarzhemden" in der Umgebung Roms im Regen stecken. Ihr Anführer Benito Mussolini reiste zwei Tage später im Schlafwagen in die Hauptstadt, um den Auftrag des Königs Vittorio Emmanuele III. zur Regierungsbildung zu übernehmen. Erst als Ministerpräsident ließ er die 26.000 gestrandeten Marschierer in Sonderzügen zur Siegesparade nach Rom holen. Der "Duce" übernahm auch das Innen- und Außenministerium. Der "Marsch auf Rom" diente Hitler als Vorbild für seinen "Marsch auf die Feldherrnhalle".
1940
Italien erklärt Griechenland den Krieg und eröffnet von Albanien aus eine Offensive. Zuerst können griechische Truppen den Angriff der Italiener mit Hilfe britischer Einheiten nicht nur abwehren, sondern sie besetzen sogar ein Drittel von Albanien. Im Frühjahr 1941 greifen deutsche Truppen Griechenland an und stellen es unter italienische Militärverwaltung. Die jüdische Bevölkerung des Landes wird in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Auch an der Zivilbevölkerung werden grausame Massaker verübt. 1941 bricht eine Hungersnot aus, bei der allein im Großraum Athen fast 100.000 Menschen verhungern. 1944 wird Griechenland von den Alliierten befreit.
1972
Der "Airbus" unternimmt seinen ersten Probeflug. Das Verkehrsflugzeug wird von einem Konsortium mit französischer, deutscher, britischer und spanischer Beteiligung gebaut und ist die "europäische Antwort" auf die bis dahin marktbeherrschende US-amerikanische Flugzeug-Industrie.
1973
Insgesamt nun neun arabische Ölförderländer begannen einen Ölausfuhrstopp gegenüber den USA und den Niederlanden und eine auf 75% verringerte Ausfuhr in andere Länder. Die betroffenen Staaten sollten die arabische Forderung nach dem Abzug Israels aus den seit 1967 besetzten Gebieten unterstützen. Als Sofortmassnahme erließ die deutsche Regierung eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, setzte Höchstabgabemengen pro Auto fest und verbot das Tanken von Benzin in Kanistern. Vorübergehend wurde ein "Sonntags-Fahrverbot" eingeführt, das aber nach vier autofreien Sonntagen wieder aufgehoben wurde. Die Ölkrise war einer der Hauptfaktoren für die schwerste Wirtschaftskrise der westlichen Industriestaaten nach dem Zweiten Weltkrieg.

US-Präsident Stephen Grover Cleveland enthüllt auf einer Insel
in der Einfahrt zum New Yorker Hafen ein Bauwerk, das seitdem als Symbol der
Vereinigten Staaten bekannt ist: Die "Freiheitsstatue", ursprünglich genannt
"Freiheit, die Welt erleuchtend", ist ein Geschenk Frankreichs an die "Neue
Welt".Sie war damit über 10 Jahre nach dem eigentlichen Anlass, dem 100. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, übergeben worden.In Paris wurde die Statue probeweise 1884 zusammengesetzt, bevor sie in 350 Einzelteile zerlegt und in 214 Kisten verpackt nach New York verschifft wurde. Sie erreichte den New Yorker Hafen am 17. Juni 1885 an Bord der französischen Fregatte Isère. Die Idee zu der Statue und zur Schenkung an die junge USA hatte der französische Rechtswissenschaftler Édouard René Lefebvre de Laboulaye, der 1865 seine Vision veröffentlichte. Er gründete eine Stiftung, die zum Ziel hatte, die alte franko-amerikanische Freundschaft zu beschwören. Das Geschenk sollte als Erinnerung an die Zusammenarbeit beider Nationen bei der Amerikanischen und der Französischen Revolution dienen, aber auch die US-Amerikaner daran erinnern, dass es die Franzosen waren, die durch ihren erfolgreiche Schützenhilfe gegen die Briten die US-Unabhängigkeit überhaupt erst ermöglicht hatten.