3. Oktober
Geburtstage
1933
Roman Polanski Französischer Regisseur polnischer Herkunft. Roman Polanski wurde in Paris als Kind polnisch-jüdischer Eltern geboren, 1937 kehrte er mit seiner Familie nach Polen zurück. Seine Mutter starb im Konzentrationslager, Polanski konnte aus dem Warschauer Ghetto entkommen. Mit Kurzfilmen und seinem ersten großen Erfolg "Das Messer im Wasser" (1962) machte er international auf sich aufmerksam. 1963 siedelte er in die USA über. 1967 drehte er seinen populärsten Film "Tanz der Vampire", 1968 entstand der Horrorfilm "Rosemaries Baby". Seine schwangere Frau, die Schauspielerin Sharon Tate, wurde 1969 von Anhängern einer Sekte ermordet. Seit 1978 lebt Polanski wieder in Paris.
1937
Robert Redford US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur. 1962 gab Redford sein Kinodebüt in dem Antikriegsfilm "Hinter feindlichen Linien" ("War Hunt"). Der Durchbruch im Kino gelang ihm mit "Barfuss im Park" (1967). Danach folgten "Blutige Spur", "Stromer der Landstraße", sowie der Film "Zwei Banditen" (1969), der Redford endgültig zum Star machte. Er überzeugte in den verschiedensten Rollen, seine erste Regiearbeit "Eine ganz normale Familie" erhielt vier Oscars. 1980 gründete er in Park City, Utah, das Sundance Film Institute, eine Ausbildungsstätte für junge Filmemacher.
1939
Roy Uwe Ludwig Horn & Siegfried Fischbacher (Siegfried & Roy) Zauberkünstler, die durch ihre Auftritte mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt wurden. Von 1990 bis zum durch eine Verletzung herbeigeführten Ende ihrer Bühnenkarriere am 3. Oktober 2003 gestaltete das Duo die Show „SARMOTI“ („Siegfried and Roy, Masters of the Impossible“), die als meistbesuchte Show in Las Vegas galt.
1954
Patrick Swayze US-amerikanischer Schauspieler, wurde als Frauenschwarm in dem Südstaaten-Mehrteiler "Fackeln im Sturm" (1985) bekannt und versuchte sich in dem Film "Dirty Dancing" (1987) nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Sänger und Tänzer.
1969
Christian Slater US-amerikanischer Schauspieler.
1975
Kate Winslet
Ereignisse
1896
Die Daimler-Motoren-Gesellschaft in Cannstatt präsentierte den ersten Lastwagen der Welt. Der Fahrer saß noch wie bei einer Kutsche ungeschützt im Freien. Der Zweizylinder-Motor hatte vier PS, transportiert werden konnten 1.500 Kilogramm Nutzlast. Der Benzintank reichte für Fahrten von etwa 200 Kilometern, die Räder waren aus Eisen. Der erste Wagen wurde am 1. Oktober an die "British Motor Syndicate Ltd" ausgeliefert. Damit legte Gottlieb Daimler den Grundstein für die Motorisierung des Güterverkehrs auf der Straße. Die Firma in Cannstatt baute Zweizylinder und Stahlradwagen, hier wurden Innovationen begründet, die die Motorentechnik revolutionierten.
1904
In Deutsch-Südwestafrika kommt es mit der Erhebung des Stammes der Nama zu einem weiteren Aufstand gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Der Guerillakrieg zieht sich über mehrere Jahre hin.
1906
Auf der Internationalen Funkkonferenz in Berlin wird SOS (drei kurz, drei lang, drei kurz: · · · − − − · · ·) als internationales Notrufzeichen festgelegt und nach der Bestätigung durch alle seefahrenden Nationen ab dem 1. Juli 1908 offiziell eingeführt.
1907
Der "Allgemeine Deutsche Frauenverein" (ADF) fordert auf seiner Jahrestagung in Hamburg umfangreiche Sozialreformen für Arbeiterinnen, so den zehnstündigen Maximalarbeitstag. Der ADF war mit ca. 20.000 Mitgliedern eine der größten Frauenorganisationen des Deutschen Reiches.
1917
1. Weltkrieg: Am Isonzo beginnt die elfte Schlacht um dieses Gebiet. Die italienische Armee versucht, mit 48 Divisionen und 6.800 Geschützen auf einer Frontbreite von 70 Kilometern endgültig den Durchbruch nach Triest erzwingen. Die zahlenmäßig unterlegenen österreich-ungarischen Truppen können den Durchbruchsversuch gerade noch verhindern, aber nach hohen Verlusten steht ihre Isonzofront vor dem Zusammenbruch. Erst durch deutsche Verstärkung gelingt den Mittelmächten im Oktober 1917 ihrerseits der Durchbruch zur Piave. Allein bei dieser Schlacht verlieren die Italiener 700.000 Soldaten. Insgesamt kommen am Isonzo zwischen Mai 1915 und Oktober 1917 über einer Million Menschen ums Leben.
1932
Der Schweizer Physiker Auguste Piccard und sein Assistent Max Cosyns stiegen mit Hilfe einer an einem Ballon befestigten Druckkabine in 16.203 Meter Höhe auf. Während der Fahrt durch die Stratosphäre sammelten sie Informationen über die Intensität der kosmischen Strahlen und fotografierten die überflogenen Gebiete. Temperaturmessungen ergaben Außentemperaturen von bis zu -60 °Celsius.
1933
Auf der Funkausstellung in Berlin wurde ein neues und preiswertes Radiogerät vorgestellt. Die Regierung versprach sich, damit die breiten Massen erreichen zu können. Der "Volksempfänger" wurde zu einem wichtigen Hilfsmittel der NS-Propagandamaschinerie.
1949
Die Nachrichtenagenturen der drei westdeutschen Besatzungszonen sowie die Agenturen dpd, dena und Süddeutsche Nachrichtenagentur schlossen sich zur Deutschen Presse-Agentur (dpa) zusammen. Die Arbeit wurde am 1. September in Hamburg aufgenommen, erster Chefredakteur war Fritz Sänger. Schon bald wurde die dpa zur größten Nachrichtenagentur Deutschlands. Heute ist die dpa-GmbH die viertgrößte Nachrichtenagentur der Welt, für die mehrere tausend Mitarbeiter aus mehr als 80 Ländern berichten. Fast alle Tageszeitungen, alle öffentlich-rechtlichen und die meisten privaten Hörfunk- und Fernsehsender beziehen die dpa-Dienste.
1959
Der britische Automobilhersteller Austin & Morris stellte am 18. August 1959 seine neuen Modelle vor. Herausragend ob seiner geringen Größe: Der "Mini", gebaut nach den Entwürfen des Designers Alec Issigonis. Heutzutage ein Klassiker.
1960
In den USA kam die erste Anti-Baby-Pille auf den Markt. Diese Pille revolutionierte die Empfängnisverhütung in - zunächst - der westlichen Welt. Aber nicht nur das: Die Einführung der Pille löste auch einen drastischen Geburtenrückgang in diesen Ländern aus, im Volksmund "Pillenknick" genannt.
1976
In der DDR werden systemkritische Stimmen des Landes verwiesen, so wird z.B. der Liedermacher Wolf Biermann ausgebürgert. Bei der Bundestagswahl verliert die sozialliberale Koalition zwar Stimmen, kann aber weiter regieren. Die deutsch-schwedische Königshochzeit berührt Millionen.
1990
1990 steht die DDR endgültig vor dem Zusammenbruch. Kohls Vereinigungspolitik wird von Washington unterstützt. Auch wird in der DDR zum erstenmal frei gewählt. Damit tritt die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion in Kraft und der Einigungsvertrag wird unterschrieben. Mit dem Zwei-Plus-Vier-Vertrag erhält Deutschland zum 3. Oktober seine volle Souveränität zurück.
