31. Juli
Geburtstage
1906
Walter Glaser († 3.2.1960) Österreichischer Mathematiker und Spezialist für Elektronenoptik, der an der Entwicklung des Elektronenmikroskops beteiligt war. Walter Glaser wurde in Oberbaumgarten (Horni Pena, Tschechoslowakei) geboren. 1949 wurde er Professor an der Technischen Hochschule Wien. 1952 verfasste er das Werk "Grundlagen der Elektronenoptik". Von 1954 bis 1956 lehrte er in den USA. Seine Forschungen führten zu grundlegenden Verbesserungen bei den Elektronenmikroskopen.
1930
Oleg Popow - sowjetischer Clown, Pantomime, Komiker. Popow begann seine Zirkuskarriere als Schlappseiltänzer und Jongleur. Sechs Jahre lang trat er beim Zirkus in Tiflis und dann in Saratow auf, bis ihm 1952 wegen Erkrankung des Clowns Karrandasch - damals der berühmteste Clown der UdSSR - während einer Vorstellung in Saratow angetragen wurde, den Kollegen zu vertreten. Popow improvisierte eine Clown-Nummer, schminkte sich nur notdürftig und errang einen derartigen Erfolg, dass man in Moskau sofort begriff, dass er bisher falsch eingesetzt worden war. Popow tritt seither im Kostüm (karierte Sportmütze, schwarzes Samtjäckchen, dunkel gestreifte Hose, kleines Stöckchen, rote Socken, vorne ganz spitze Schuhe und nur mit wenigen Schminktupfen im Gesicht) des russischen Iwanuschka auf: einer Figur, die etwa dem deutschen Hans im Glück entspricht. Der meisterhafte Seiltänzer und Jongleur ist seit 1955 Clown am Moskauer Staatszirkus. 1981 wurde Popow der "Goldene Clown von Monte Carlo" verliehen. Im Jahr 2006 feierte der Artist sein 50. Bühnenjubiläum. "Solange ich gesund bin und die Menschen mich sehen wollen", sagt Popow, wird er weiterhin als Clown auftreten. Dazu passt auch seine Einstellung gegenüber seinem Beruf: "Mehr als 40 Jahre braucht ein Clown schon, bis er das richtige Gesicht bekommt."
Ereignisse
1826
Im spanischen Valencia richtete die Inquisition den letzten Ketzer gegen den römisch-katholischen Glauben hin. Nach 300 Jahren wurde die Inquisition 1834 abgeschafft. Von 1478 bis 1530 waren 91 Prozent der Angeklagten "Conversos". In der Hälfte aller Fälle (ca. 900 allein in Toledo) wurden sie beim so genannten "Autodafe" zum Tode verurteilt. In Guadalupe waren 82 Prozent der Beschuldigten zum Tode verurteilt worden. Die spanische Inquisition übte ihren Einfluss bis 1820 aus. Der Anteil der "Conversos" nahm mit der Zeit ab, denn die meisten der neuen Christen waren längst emigriert. Zwischen 1721 und 1725 ließ das Kirchengericht noch 160 vermeintliche Juden verbrennen. Die meisten spanischen Ketzer waren aber inzwischen ganz "normale" Gotteslästerer, Humanisten, "Lutheranos" und so genannte Bigamisten.
1908
Im Rahmen der Festlichkeiten zum 350jährigen Bestehen der Universität Jena werden ein neues Universitätsgebäude und das von Ernst Haeckel gegründete Phylogenetische Museum eingeweiht.
1932
Enzo Ferrari beendete seine Karriere als Rennfahrer und gründete seine Automobil-Firma "Ferrari". Während der elf Jahre als Fahrer für "Alfa Romeo" hatte er an 47 Rennen teilgenommen, von denen er dreizehn gewann. Bis 1938 war er Präsident und Geschäftsführer seiner "Scuderia Ferrari" sowie Geschäftsführer von Alfa Romeo für die Region Emilia Romagna. Während dieser Zeit entwickelte sich Ferraris Interesse über die Rennen und den Handel mit Autos hinaus hin zur Konstruktion von Rennwagen. Die erste Weltmeisterschaft mit Fahrerwertung wurde 1950 veranstaltet. Dieser Wettbewerb stand unter dem Zeichen der Rivalität zwischen Enzo Ferrari und "Alfa Romeo". Seinen ersten Sieg in der neuen 750er Formel-1 errang ein Ferrari 1951 mit einem von Pepe Gonzales gesteuerten 212 F1 beim Grand Prix von England.
1944
Der Schöpfer des "Kleinen Prinzen", der Schriftsteller und Militärflieger Antoine de Saint-Exupery, stürzt bei einem Aufklärungsflug über Korsika ab und gilt seitdem als verschollen.
1964
Zum ersten Mal funkte die US-amerikanische Mondsonde "Ranger VII" Bilder des Mondes zur Erde. In den dreizehn Minuten, bevor die Sonde auf dem Mond zerschellte, sandte "Ranger VII" über 4000 Bilder von der Oberfläche des Erdtrabanten zur Erde. Zwischen August 1966 und Januar 1968 fotografierten die fünf US-amerikanischen Lunar-Orbiter-Sonden 95 Prozent der Mondoberfläche mit einer Auflösung bis zu einem Meter. In dieser Zeit wuchs die Zuverlässigkeit der US-amerikanischen Raumfahrtunternehmungen stetig an. Erfahrungen mit mehr als 15 erfolgreichen unbemannten Raumsonden, die etwa 100.000 Mondbilder zur Erde gefunkt hatten, lagen vor, als am 16. Juli 1969 der Start von "Apollo 11" gewagt wurde.
1965
Die Fußball-Bundesliga wurde von 16 auf 18 Mannschaften erweitert. Diese Entscheidung sicherte dem Ersten Fußballclub Bayern und Borussia Mönchengladbach den Klassenerhalt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wurde am 28. Januar 1900 gegründet. Neben dem DFB gab es 86 Fußball-Vereine. Die Weltkriege stoppten den DFB und die Fußballmeisterschaften. Doch nach der Wiedergründung des DFB im Jahre 1949 gibt es bis heute einen ständigen Zuwachs an Vereinen und Mitgliedern. Heute existiert eine Fußball-Hierarchie mit fünf Schichten. Die Spitze bildet der DFB. 21 Landesverbände sind den fünf Regionalverbänden untergeordnet. In den Kreisen und Bezirken der Landesverbände werden von großen und kleinen Vereinen Fußball-Meisterschaften ausgetragen.
1986
Karl Lagerfeld wird mit dem "Goldenen Fingerhut" ausgezeichnet. Der 1938 in Hamburg geborene Lagerfeld, der seit 1952 in Paris lebt und seit 1971 das Haus Chanel leitet, ist der erfolgreichste Deutsche in der Pariser Modeszene.
1991
... unterzeichnen US-Präsident George Bush und sein sowjetischer Amtskollege Michail Gorbatschow den START-Vertrag zur Reduzierung strategischer Atomwaffen, über den beide Staaten zehn Jahre lang verhandelt hatten.

Oleg Popow - sowjetischer Clown, Pantomime, Komiker. Popow begann
seine Zirkuskarriere als Schlappseiltänzer und Jongleur. Sechs Jahre lang
trat er beim Zirkus in Tiflis und dann in Saratow auf, bis ihm 1952 wegen
Erkrankung des Clowns Karrandasch - damals der berühmteste Clown der UdSSR
- während einer Vorstellung in Saratow angetragen wurde, den Kollegen zu vertreten.
Popow improvisierte eine Clown-Nummer, schminkte sich nur notdürftig und errang
einen derartigen Erfolg, dass man in Moskau sofort begriff, dass er bisher
falsch eingesetzt worden war. Popow tritt seither im Kostüm (karierte Sportmütze, schwarzes Samtjäckchen, dunkel gestreifte Hose, kleines Stöckchen, rote Socken, vorne ganz spitze Schuhe und nur mit wenigen Schminktupfen im Gesicht) des russischen Iwanuschka auf: einer Figur, die etwa dem deutschen Hans im Glück entspricht. Der meisterhafte Seiltänzer und Jongleur ist seit 1955 Clown am Moskauer Staatszirkus. 1981 wurde Popow der "Goldene Clown von Monte Carlo" verliehen. Im Jahr 2006 feierte der Artist sein 50. Bühnenjubiläum. "Solange ich gesund bin und die Menschen mich sehen wollen", sagt Popow, wird er weiterhin als Clown auftreten. Dazu passt auch seine Einstellung gegenüber seinem Beruf: "Mehr als 40 Jahre braucht ein Clown schon, bis er das richtige Gesicht bekommt."